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W wie Wissen: Der letzte Wald der Orang-Utans
ARD, am 03.08.2008, um 17:03 Uhr - (27 Min)
Überlebende Orang-Utans finden zwar Asyl in der Dschungelstation von BOS, der Umweltorganisation des Holländers Willi Smits. Doch auch der weiß nicht, wo er seine Schützlinge wieder auswildern soll.
Orang-Utans sind unsere nächsten Verwandten, doch ihr Lebensraum, die Regenwälder Südostasiens, werden für den schnellen Profit mit Ölpflanzen zerstört. Überlebende Tiere finden zwar Asyl in der Dschungelstation von BOS, der Umweltorganisation des Holländers Willi Smits. Doch auch der weiß nicht, wo er seine Schützlinge wieder auswildern soll. Kahlgeschlagene Urwälder, entwurzelte Menschen, traumatisierte Orang Utans - das alles wegen Palmöl, ob für die Margarine auf dem Teller oder den Biodiesel im Tank: Das 'flüssige Gold' ist in Zeiten steigender Nahrungsmittel- und Energiepreise gefragt wie nie zuvor. Um die Produktion zu steigern, werden vor allem in Südostasien riesige Urwaldareale gerodet und in ökologisch wertlose Palmplantagen verwandelt. Der Film zeigt die katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und das Weltklima. Denn keiner der Bewohner des Urwalds profitiert vom Palmöl-Boom. Dennoch zahlen sie den Preis für ökologisch korrekten Sprit und billige Lebensmittel in den Industrienationen.
Hier Bio - dort Tod: Vom Sterben des Orang-Utans
Phoenix, am 05.08.2008, um 13:15 Uhr - (45 Min)
Der Film beschreibt die fatalen Folgen der groß angelegten Palmölproduktion in Indonesien.
Für Palm-Plantagenbesitzer sind Orang-Utans Ungeziefer, denn Palmöl ist ein begehrter, scheinbar ökologisch sinnvoller Rohstoff. Margarine, Waschmittel, Kosmetika und Biosprit werden daraus gemacht. Doch die massenhafte Herstellung von Palmöl ist längst umstritten.
Hannes Jaenicke: Einsatz für die Orang-Utans
ZDF, am 13.08.2008, um 23:15 Uhr - (45 Min)
Jaenicke erlebt hautnah das Drama unzähliger Orang-Utan Waisen, deren Mütter aus Profitgier abgeschossen werden, erfährt von unglaublichen Schicksalen...
Hannes Jaenicke ermittelt im Fall Orang Utan: Die rothaarigen Menschenaffen sind kritisch vom Aussterben bedroht. Seine Reise führt ihn zunächst nach Borneo, wo er mit dem niederländischen Tierschützer Dr. Willie Smith zusammen-trifft. Smits gilt als einer der besten Orang-Utan-Kenner, der mit der von ihm gegründeten, weltweit größte Orang-Utan-Rettungsorganisation BOS (Borneo Orangutan Survival Foundation) bereits über 1.300 Menschenaffen vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Jaenicke erlebt hautnah das Drama unzähliger Orang-Utan Waisen, deren Mütter aus Profitgier abgeschossen werden, erfährt von unglaublichen Schicksalen, von Tieren, die als Kindersatz, Kickboxer und Pausenclowns missbraucht werden und sogar in Bordellen anschaffen müssen. Er nimmt Teil an einer spektakulären Konfiszierungsaktion in Sulawesi, deckt die Zusammenhänge zwischen illegalem Holzhandel, Vernichtung der Regenwälder und dem Sterben der Waldmenschen auf und versucht, mit versteckter Kamera, auf dem Schwarzmarkt in Jakarta die brutalen Machenschaften der Tiermafia nachzuweisen. Unter riskantem, persön-lichem Einsatz in Thailand hilft der Schauspieler mit, einen der größten Skandale im internationalen Orang-Utan-Schmuggel aufzuklären. Mit eindringlichen Bildern zeigt der Film das aktuelle Drama um unsere nächste Verwandten. Aber er vermittelt auch Hoffnung: Jaenicke trifft Menschen, die unermüdlich dafür kämpfen, den Orang Utans ihre Freiheit, ihren Lebensraum und ihre Würde zurückzugeben. Und er zeigt Wege auf, wie jeder von uns etwas dazu beitragen kann, einen der wundervollsten Schätze dieses Planeten zu bewahren.
Nicht vergessen!! MORGEN!!
W wie Wissen: Der letzte Wald der Orang-Utans
ARD, am 03.08.2008, um 17:03 Uhr - (27 Min)
Überlebende Orang-Utans finden zwar Asyl in der Dschungelstation von BOS, der Umweltorganisation des Holländers Willi Smits. Doch auch der weiß nicht, wo er seine Schützlinge wieder auswildern soll.
Orang-Utans sind unsere nächsten Verwandten, doch ihr Lebensraum, die Regenwälder Südostasiens, werden für den schnellen Profit mit Ölpflanzen zerstört. Überlebende Tiere finden zwar Asyl in der Dschungelstation von BOS, der Umweltorganisation des Holländers Willi Smits. Doch auch der weiß nicht, wo er seine Schützlinge wieder auswildern soll. Kahlgeschlagene Urwälder, entwurzelte Menschen, traumatisierte Orang Utans - das alles wegen Palmöl, ob für die Margarine auf dem Teller oder den Biodiesel im Tank: Das 'flüssige Gold' ist in Zeiten steigender Nahrungsmittel- und Energiepreise gefragt wie nie zuvor. Um die Produktion zu steigern, werden vor allem in Südostasien riesige Urwaldareale gerodet und in ökologisch wertlose Palmplantagen verwandelt. Der Film zeigt die katastrophalen Folgen für Menschen, Tiere und das Weltklima. Denn keiner der Bewohner des Urwalds profitiert vom Palmöl-Boom. Dennoch zahlen sie den Preis für ökologisch korrekten Sprit und billige Lebensmittel in den Industrienationen.
Hannes Jaenicke: Einsatz für die Orang-Utans
ZDF, am 13.08.2008, um 23:15 Uhr - (45 Min)
*schubs* das ist heute!!!! :anima3:
Aber was ich immer nicht verstehe: Was hat das mit Bio zu tun ?
Nur weil der Diesel Biodiesel heißt hat das doch noch lange nichts mit dem "Bio" von Naturkostläden etc. zu tun.
Hallo,
Du hast Dir die Frage schon fast selbst beantwortet!
Wir nutzen hier in Deutschland Palmöl als ökologischen nachwachsenden Rohstoff, was er auch ist (also nachwachsend).
Du findest Palmöl in ca. drei von zehn Produkten, die Du zu Hause hast.
z.B. in Schokolade, Keksen, Müsli, Fertignahrung allgemein, in Waschmittel oder Kosmetika. Oft deklariert als "Pflanzenfett".
Die Mineralölkonzerne wollen nun immer mehr Palmöl dem Diesel beimischen und suggerieren uns sogenannten "Bio-"diesel, weil es angeblich umweltfreundlicher ist.
Indonesien und Malaysia sind mit ca. 85% die weltweit größten Palmöllieferanten und genau das sind die Länder, in denen es noch ursprünglichen intakten Regenwald gibt bzw. gab.
Für die riesigen Plantagen wird nicht etwa das vorhandene Brachland genutzt (auf Borneo gibt es z.B. 28Mio ha "zero condition", würde sich für Plantagen eignen), sondern die letzten Regenwälder werden zerstört, gerodet und dann wird genau dort die Plantage gebaut. Sprich, für die Plantage muß Regenwald weichen.
Diese ältesten und artenreichsten Regenwälder der Welt sind nicht nur Heimat und Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten, sondern auch Lebensraum vieler Menschen.
Ich stand selbst schon in solch einer Plantage...dort ist es unerträglich heißt und totenstill!!! Kein Vogelgezwitscher, nicht mal Grillegezirpe.
http://img393.imageshack.us/img393/2761/img0501in6.jpg (http://imageshack.us)
http://img393.imageshack.us/img393/2761/img0501in6.a67e538ba0.jpg (http://g.imageshack.us/g.php?h=393&i=img0501in6.jpg)
"Dank" der Einsätze von Pestiziden sind die umliegenden Flüsse vergiftet, die Menschen krank - und daß dort kein Leben möglich ist und der Lebensraum aller verdrängt wurde, ist offensichtlich.
Zudem kommt, daß Borneo (ja, diese kleine unscheinbare Insel) 50% aller Torfmoorregenwälder beheimatet. Über Jahrhunderte hat sich dort eine ca. 18m dicke Torfschicht gebildet, die mehrere tausend Tonnen Co2 gebunden hat. Werden die Wälder gerodet und das Gebiet entwässert, treten aus dem ehemligen Sumpfboden Unmengen des klimaschädlichen Gases aus.
Werden alle Wälder gerodet, wird sich der Co2-Ausstoß in den nächsten 30 Jahren verdoppeln!!!
Das als kleiner Exkurs......
Aber was hat das mit Bio zu tun ?
Ein Landwirt baut Getreide an. Ein nachwachsender ökologischer Rohstoff und dennoch darf er es nicht "Bio" nennen.
Wer sich mit dem Thema "Bio"-Lebensmittel auskennt der weis auch, dass niemals solch ein produziertes Palmfett in ein "Bio"lebensmittel kommen darf. Es verstößt total gegen die Regeln und Vorgabe des Bioanbaus.
Man macht also eine Branche schlecht die sich eigentlich für die selben Ziele einsetzt, wie diejenigen die diesen Bericht so verfassen.
Man schadet dem "Bio"-Bauern, dessen Betrieb Pleite geht und es gibt wieder jemanden weniger des sich für das Leben mit der Natur einsetzt.
Sehr sinnig.
Aber was hat das mit Bio zu tun ?
Na, eben genau NICHTS!!!!!!!!!!!!!!
"Wer sich mit dem Thema "Bio"-Lebensmittel auskennt der weis auch, dass niemals solch ein produziertes Palmfett in ein "Bio"lebensmittel kommen darf."
Entschuldige bitte, das ist definitiv falsch!
SEHR viele mit einem Biosiegel zertifizierte Produkte enthalten Palmfett!!!!!!!!
Siehe verschiedene Müslisorten oder Kosmetika!
Der Titel "Hier Bio, dort Tod" bezieht sich auf den sogenannten "Bio"-sprit, da wir dadurch die Importmenge an Palmöl drastisch erhöhen würden.
Es wird uns suggeriert, wir fahren damit umweltfreundlich(er).
Der Film zeigt aber deutlich, daß dem nicht so ist, deshalb "tod".
Bitte zieh Dich nicht an einem Filmtitel hoch.
...und wenn ich es immer noch nicht verständlich 'rübergebracht habe, schau Dir den Film (oder einen anderen zu dem Thema) doch einfach mal an!
ich hab ihn gesehen und mir war schlecht!
Und der alte Spruch hat immernoch recht
sinngemäß " erst wenn der letzte Baum gerodet etc etc etc,
werdet Ihr feststellen, daß man Geld nicht essen kann"
Da hast Du Recht, Hanna!!!
Wir können den Arbeitern vor Ort keine Schuld geben.
Sie wissen, daß sie in spätestens 2 Jahren keine Arbeit mehr haben - aber sie haben keine Alternative!!!
Das Land ist arm (und reich an Bodenschätzen) und das ist der ideale Nährboden für solche Ausbeute!
In dem Film mit Hannes Jaenicke wurde auch deutlich, daß die Polizei gekauft ist und niemand einschreitet.
Siehe "zertifiziertes" Holz...einen Stempel kann sich jeder selbst basteln!!!
Wer Geld hat, hat die Macht! Das ist nicht nur in Indonesien so....
Ja Hanna, das ist ein wunderbarer Spruch!
Hier im ganzem Wortlaut
"Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluß vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
daß man Geld nicht essen kann."
Weisheit der Cree-Indianer
---------------------------------
Dieser ist auch sehr passend
"Vieles ist töricht an eurer Zivilisation.
Wie Verrückte lauft ihr weißen Menschen dem Geld
nach,
bis ihr so viel habt,
dass ihr gar nicht lang genug leben könnt,
um es auszugeben.
Ihr plündert die Wälder, den Boden,
ihr verschwendet die natürlichen Brennstoffe,
als käme nach euch keine Generation mehr,
die all dies ebenfalls braucht.
Die ganze Zeit redet ihr von einer besseren Welt,
während ihr immer größere Bomben baut,
um jene Welt, die ihr jetzt habt,
zu zerstören."
Tatanga Mani
Moin,
ich hab die Doku mit Jaennicke gestern gesehen. Und hab teilweise wirklich heulend vor dem TV gesessen vor allem als Monty starb. Ein besseres Leben so nahe...
Aber natürlich besser als dort weiter vor sich hinzu vegetieren.
Hab ich das überhört oder wurde nicht mehr gesagt was aus ihrem Freund wurde, der zu groß für die Transportbox wurde ?
Mich hat unheimlich beeindruckt wie freundlich diese Tiere auch nach jahrelanger Quälerei noch blieben. Obwohl es ja auch das ist was ihnen zum Verhängnis wird.
Aber diese Polizei und ihr Verhalten...wieder mal unfassbar.
Hoffentlich kann Will Smits noch viele Orangs retten und einige Wälder kaufen. Trotz allem auch etwas was Hoffnung macht.
"Mein" Zitat, nach dem ich lebe:
"Wenn wir uns wirklich um die Zukunft sorgen, müssen wir aufhören es "den anderen" zu überlassen,all die Probleme zu lösen.
Wir sind es, die die Welt von morgen retten können:
DU und ICH"
Dr. Jane Goodall
Schreckliche Sache.
Ich verstehe den Drang nach Bio-Diesel absolut nicht. Wie kann man nur so beengt denken. Blöde Politik(er) ..
Entschuldige bitte, das ist definitiv falsch!
SEHR viele mit einem Biosiegel zertifizierte Produkte enthalten Palmfett!!!!!!!!
Palmfett schon, aber bestimmt nicht welches das so produziert wird.
Bitte zieh Dich nicht an einem Filmtitel hoch.
Aber genau das stört mich so daran. Das wäre das selbe als würde jemand einen Film herausbringen mit dem Titel "Hunde - die Killer in unserem Haus"
Und am Ende geht es eigentlich nur um Hunde die unter katastrophalen Bedingungen gehalten und mißerabel erzogen werden.
Viele Menschen lesen solche Titel und schauen sich die Filme gar nicht erst an. Aber das Vorurteil tragen sie im Kopf mit sich herum.
Warum z.B. hört man sich immer wieder den Spruch über die Leinenpflicht an ?
Weil keiner sich die Arbeit macht sich richtig zu informieren. Da hören oder lesen sie mal 1 Satz und den tragen sie fröhlich weiter, obwohl es gar nicht stimmt.
Palmfett schon, aber bestimmt nicht welches das so produziert wird.
Es gibt KEIN zertifiziertes "ökologisch nachhaltig" angebautes Palmöl!
Heute haben sie bei "RTL-aktuell" einen Bericht über schädliche Fette beim frittieren gebracht.
Sie meinten, dass es gesünder sei mit Kokosfett oder Palmöl zu frittieren. :bash:
http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuell_artikel.php?article=21313&pos=5
Ich habe denen gleich eine Mail geschickt.
Ernibert
22-08-2008, 21:09
Hallo ihr Lieben,
eine tolle aufklärende Seite hierzu ist:
regenwald.org
Ich könnt mich auch immer aufregen, da krieg ich soo einen Hals :bose
Auch sehr interessant.
www.bos-deutschland.de ist ebefalls sehr informativ! Ich hab schon Regenwald gespendet. ;)
neuneinhalb (Kinder-Nachrichten-Magazin)
ARD, am 13.09.2008, um 11:50 Uhr - (10 Min)
Palmöl-Anbau hat vernichtende Folgen
Während der Rohstoff hierzulande in vielen Nahrungsmitteln, in Kosmetika und auch als Biosprit Verwendung findet, werden in ärmeren Ländern dafür Regenwald-Flächen gerodet und die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört: Welche Folgen der zunehmende Palmöl-Verbrauch in Deutschland hat, zeigt das Kindernachrichtenmagazin 'neuneinhalb' (Das Erste / WDR, rbb) in seiner zweiteiligen Reportage aus Ecuador. Mit Palmöl haben wir fast täglich zu tun: Es steckt in der Margarine, die wir uns aufs Brot streichen, in Cremes für unsere Haut oder im Waschmittel für unsere Wäsche. Sogar in Schokoriegeln und Chips ist es zu finden. Außerdem verbrennt man es inzwischen als Biosprit in Autos. In Kraftwerken wird mit Palmöl Energie gewonnen. Der scheinbar ökologisch unbedenkliche Rohstoff wird aus der Ölpalme gewonnen. Um für die zum Teil riesigen Plantagen in Ecuador Platz zu schaffen, werden große Flächen Regenwald abgeholzt. In Ecuador hat der Anbau von Ölpalmen auch für die Ureinwohner bittere Folgen: Das Volk der Awà, das den Regenwald seit Jahrhunderten in kleinen Dorfgemeinschaften besiedelt, sieht seinen Lebensraum schwinden. Giftiges Düngemittel mit dem die Palmen gespritzt werden, macht die Arbeiter krank. Viele Bäche, oft die einzigen Trinkwasserquellen der Awà, werden verseucht. Auch die Tier- und Pflanzenwelt, die als die artenreichste weltweit gilt, ist bedroht. Von den einstigen Regenwäldern entlang der ecuadorianischen Küste stehen nur noch etwa vier Prozent. Das Kindernachrichtenmagazin 'neuneinhalb' ist national und international bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden: Unter anderem 2008 beim 'US International Film and Video Festival' mit dem 'Certificate for creative exellence'. 'neuneinhalb' erhielt außerdem den 'City of Karlsruhe Price' für die Internetseite zur Sendung (2008) und den ersten Preis beim 'Chicago International Children's Film Festival' für eine Spezialsendung zum Nahostkonflikt (2007) sowie den EMIL für gutes Kinderfernsehen (2006). 2004 wurde die Kindernachrichten mit dem Marler Preis für Menschenrechte von amnesty international geehrt.
Di-Di - Ein Orang-Utan-Kind kehrt heim
NDR, am 26.09.2008, um 11:30 Uhr - (45 Min)
Ein junges Orang-Utan-Weibchen, lebt seit sechs Jahren in einer Hochhauswohnung in Taiwan. Es spielt Klavier und fährt im Buggy durch die Stadt. Tausende von Artgenossen teilen sein Schicksal.
Di-Di, ein junges Orang-Utan-Weibchen, lebt seit sechs Jahren in einer Hochhauswohnung in Taiwan. Es spielt Klavier und fährt im Buggy durch die Stadt. Tausende von Artgenossen teilen sein Schicksal: Menschenaffenbabys sind begehrte 'Haustiere' und daher auch für lukrative Geschäfte geeignet. Weil einem einzigen verkauften Tier vier bis fünf tote voran-gehen, setzt der illegale Handel die ohnehin immer kleiner werdende Orang-Utan-Popu-lation enorm unter Druck. Das Wanariset-Zentrum im Osten Borneos bereitet jetzt gefangene Orang-Utans auf eine Rückkehr in den Dschungel vor. Auch Di-Dis Besitzerin, Frau Chang, hat sich schweren Herzens entschlossen, ihre 'Ziehtochter' in die Freiheit zu entlassen. Es ist ein steiniger Weg bis dorthin.
Hannes Jaenicke - Einsatz für Orang-Utans
ZDFdokukanal, am 04.10.2008, um 21:00 Uhr - (45 Min)
Hannes Jaenicke ermittelt im Fall Orang-Utan: Die rothaarigen Menschenaffen sind kritisch vom Aussterben bedroht.
Seine Reise führt ihn zunächst nach Borneo, wo er mit dem niederländischen Tierschützer Dr. Willie Smith zusammen-trifft. Smits gilt als einer der besten Orang-Utan-Kenner, der mit der von ihm gegründeten, weltweit größte Orang-Utan-Rettungsorganisation BOS bereits über 1.300 Menschenaffen vor dem sicheren Tod bewahrt hat. Jaenicke erlebt hautnah das Drama unzähliger Orang-Utan Waisen, deren Mütter aus Profitgier abgeschossen werden, erfährt von unglaublichen Schicksalen, von Tieren, die als Kindersatz, Kickboxer und Pausenclowns missbraucht werden und sogar in Bordellen anschaffen müssen. Er nimmt Teil an einer spektakulären Konfiszierungsaktion in Sulawesi, deckt die Zusammenhänge zwischen illegalem Holzhandel, Vernichtung der Regenwälder und dem Sterben der Waldmenschen auf und versucht, mit versteckter Kamera, auf dem Schwarzmarkt in Jakarta die brutalen Machenschaften der Tiermafia nachzuweisen. Unter riskantem, persönlichem Einsatz in Thailand hilft der Schauspieler mit, einen der größten Skandale im internationalen Orang-Utan-Schmuggel aufzuklären. Mit eindringlichen Bildern zeigt der Film das aktuelle Drama um unsere nächste Verwandten. Aber er vermittelt auch Hoffnung: Jaenicke trifft Menschen, die unermüdlich dafür kämpfen, den Orang Utans ihre Freiheit, ihren Lebensraum und ihre Würde zurückzugeben. Und er zeigt Wege auf, wie jeder von uns etwas dazu beitragen kann, einen der wundervollsten Schätze dieses Planeten zu bewahren. Hannes Jaenicke über seine bisher engagierteste Rolle: "Es gibt Filme, die kann man machen. Und es gibt Filme, die muss man machen."
im Anschluß:
Hannes Jaenicke - ein Erfahrungsbericht
ZDFdokukanal, am 04.10.2008, um 21:45 Uhr - (15 Min)
Jeden Tag sterben durchschnittlich 50 Arten auf unserem Planeten aus. Zwei Arten, jede Stunde, um die unsere Erde ärmer wird. Für immer.
Orang Utans, die berühmten Roten Waldmenschen Südostasiens, stehen stellvertretend für dieses Schicksal. Vom Aussterben bedroht sind sie bereits die letzten Zeugen ihrer Art. Unter dem Titel 'Orang-Utans - die letzten Zeugen' ist im ZDF ein packender Umweltkrimi entstanden. Ermittler ist Hannes Jaenicke, der sich auf eine sehr persönliche Spurensuche begibt nach Tieren, die es vielleicht bald nicht mehr geben wird. Im Interview mit Harald Hamm berichtet er von den Dreharbeiten in Borneo, Bangkok und Thailand, schildert die schrecklichen Bilder von Menschenaffen, die in Bordellen mißbraucht werden, in Vergnügungsparks als Pausenclowns, Hampelmänner und Kickboxer arbeiten oder als Haustiere, Spielzeug und Ersatzkinder dienen müssen. Bilder, die er nicht vergessen kann.
Zucker für den Affen
3sat, am 12.10.2008, um 15.30 Uhr - (30 Min)
Wer rettet Indonesiens Orang-Utans? Eine Reportage über das Umweltprojekt von Willie Smits
Dr. Willie Smits hat einen Plan - den 'Zuckerplan': Per Allrad und Ultraleichtflugzeug ist der Tierschützer in Indonesien unterwegs, um Bauern zum Wiederaufforsten des Regenwalds zu bewegen. Als Lohn erhalten sie Kleinkredite zum Anpflanzen von Zuckerpalmen. Das garantiert ein regelmäßiges Einkommen für die Menschen und ist eine Überlebenschance für ihre tierischen Verwandten, die Orang-Utans. Denn spätestens seit die Nachfrage bei Biokraftstoffen die Palmölplantagen ins Gigantische wuchern lässt, verlieren die Menschenaffen viel Lebensraum. Hemmungsloser Holzeinschlag und saisonale Waldbrände verstärken die dramatische Entwicklung. In fast zwei Jahrzehnten ist Smits' 'Survival Foundation' auf Borneo zum größten Primatenschutz-Projekt der Welt geworden.
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