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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ab 30. August jeweils Sa., 19:15 Uhr: "Der Hundeprofi" mit Martin Rütter


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Tönel
17-08-2008, 16:26
Siehe hier: http://www.vox.de/531_7879.php

Die neue Tier-Doku von VOX mit dem "Hundeversteher" und Tierpsychologen Martin Rütter.

:err:

Colaika
29-08-2008, 12:18
Also anschauen werde ich mir das auf jeden Fall! Wird bestimmt interessant, egal von welcher Seite man's betrachten will...

Chibully
29-08-2008, 19:42
...ich maaaaag den Martin Rütter gerne sehen und find es zum Schießen wenn er die Leute über deren Fehler aufklärt, er hat eine herrliche ironische Art dabei...
...und-allemal besser als die schreckliche Geb-Mann!!!!
VG
Ariane

Bonni*MAX
29-08-2008, 19:58
Ich freue mich drauf..sehe "Sowas" gerne und den Rütter finde ich ganz gut !

Biene02
29-08-2008, 21:16
Bin auch schon sehr gespannt. Vielleicht bekommt man mal die eine oder andere Anregung :dizzy:

donka
29-08-2008, 22:07
ich auch..ich mag martin rütter.er hat mit vielem so recht............

Antrosili
30-08-2008, 16:30
...während ich gleich draußen auf der Hunderunde tüchtig meine Hunde verziehe, springt daheim der Videorekorder an (so Gott & die Technik will :dizzy:).
Ich mag den Rütter mit seinen Ansichten & seiner ironischen Art ja auch.....live ist der echt klasse.
Sollte sich nur etwas weniger intensiv vermarkten ("Deutschland sucht den Superhund" und so...das geht ja mal gar nicht...:chagrin:)

SonjaBenny
30-08-2008, 19:37
Hallo,

ja war gut, nicht zu vergleichen mit der Nanny.

Leider war es recht arg geschnitten und manche Dinge konnten die Hunde und Halter "plötzlich", die gar nicht zur Übung gezeigt wurden.
Aber sonst, da machen die Leute nicht so viel falsch, wenn sie zu Hause nachüben wollen. :D Ich bin froh endlich mal was vernüftiges zu sehen

Bonni*MAX
30-08-2008, 19:48
Ich fand es auch etwas verwirrend /geschnitten da fehlte einfach Einiges , sehr positiv fand ich das beide Hunde mehr ausgelastet wurden !

Robu1008
31-08-2008, 14:43
Ich fand dass auch viel ausgeschnitten war - aber durchaus positiv dass die Halter angehalten wurden mit den Hunden zu arbeiten und diese auslasten.

inged
31-08-2008, 14:47
obwohl auch wieder suggeriert wird, dass es innerhalb von einer Woche funktioniert.

Robu1008
31-08-2008, 14:50
ja, dass kann ich mir auch schlecht vorstellen dass alles innehalb einer Woche sitzt!
Mann kann zwar einiges ändern wenn man es konsequent umsetzt - aber eine Woche erscheint mir auch zu wenig.

Chibully
31-08-2008, 15:16
...wenn man täglich ein bestimmtes "Programm" trainiert sitzt es allemal nach 1 Woche! Ich habe das Leinezerren von meinem Balou mit Tipps einer privaten Hundetrainerin jeden Tag geübt und er hat nach 3 Tagen bereits kapiert was gemeint ist.
Es gibt sicher sturere Hunde die ein paar Tage länger brauchen, wenn man aber konsequent dabei bleibt sitzt es recht fix...aus meinen Erfahrungen.
VG
Ariane

Robu1008
31-08-2008, 15:21
Das der Hund es nach wenigen Einheiten kapiert - stelle ich nicht in Frage dass ist wohl sicher wahr! Die meisten Hunde verstehen sehr schnell. Aber sitzen tut dies meiner Meinung nach erst nach längerem Training.

Wie übst Du das nicht Leinezerren? Bin für Tipps immer dankbar!

Sofawolf
31-08-2008, 15:28
mist, ich dachte das kommt sonntag nachmittag :bash:

mag jemand ganz kurz erzählen welche probleme die hunde hatten und was dagegen gemacht wurde ? ein leinenzieher und ... ?

Dracon Ra
31-08-2008, 15:33
obwohl auch wieder suggeriert wird, dass es innerhalb von einer Woche funktioniert.

Ich denke schon das nach einer Woche so eine Verbesserung eintreten kann, bei konsequenter arbeit.
Nur, und das wurde ja auch gesagt, damit ist das Training nicht abgeschlossen, wenn man nicht dabei bleibt kann es nach einer weiteren Woche schlimmer denn je sein.

Eiszeit
31-08-2008, 15:49
mist, ich dachte das kommt sonntag nachmittag :bash:

mag jemand ganz kurz erzählen welche probleme die hunde hatten und was dagegen gemacht wurde ? ein leinenzieher und ... ?

Schau mal unter vox.de, da werden beide Fälle geschildert ;).

Yoldia
31-08-2008, 16:56
ich fand es auch nicht schlecht und wenn nach einer Woche kein bisschen Erfolg beim Hund zu sehen ist , dann ist es der verkehrte Weg , finde ich....


Lg
Birgit

Chibully
31-08-2008, 18:22
@Christine: Üha, schwer zu erklären, noch dazu ist es ja ein Chihuahua, weiß nicht ob es bei großen Hunden genauso umsetzbar ist. Haben vorher etliche Sachen probiert und sind dann bei der einfachsten Methode hängen geblieben: ich versperre ihm einfach den Weg beim Laufen, stelle immer mein Bein vor ihm wenn ich merke daß er vorbei will...hilft heute noch wenn er mal meint tumpig zu spielen...
VG
Ariane

Anette
31-08-2008, 19:14
Hallo,
obwohl auch wieder suggeriert wird, dass es innerhalb von einer Woche funktioniert.
ich fand, dass das eigentlich gerade nicht der Fall war. M. Rütter hat doch z.B. zu einem der Hundebesitzer gesagt, dass er sie in drei Wochen wiedersieht, um zu sehen, wie das mit dem Üben geklappt hat. Zudem hat er am Schluss sehr deutlich betont, dass die Probleme noch längst nicht vom Tisch wären, man weiter am Ball bleiben muss und sich eine wirkliche Verhaltensänderung erst nach sehr langer Zeit einstellt. Von daher fand ich es o.k..

VG

Anette

Colaika
31-08-2008, 19:35
Sollte sich nur etwas weniger intensiv vermarkten ("Deutschland sucht den Superhund" und so...das geht ja mal gar nicht...:chagrin:)

Also ich sehe "sowas" auch sehr gerne. Finde die "Fälle" vom Rütter auch sehr interessant, aber wie oben geschrieben - er sollte sich bloß weniger vermarkten! Da ist er die Boygroup unter den Hundetrainern...

Julia H.
31-08-2008, 20:25
Hallo,
bei beiden Hunden- Luna und Olga- ,meinte er ja recht eindringlich, er sähe ein Gefahr für Kinder!
Seht Ihr das auch so? Wenn ja- warum?
Grüße
Julia

Robu1008
31-08-2008, 20:28
@Christine: Üha, schwer zu erklären, noch dazu ist es ja ein Chihuahua, weiß nicht ob es bei großen Hunden genauso umsetzbar ist. Haben vorher etliche Sachen probiert und sind dann bei der einfachsten Methode hängen geblieben: ich versperre ihm einfach den Weg beim Laufen, stelle immer mein Bein vor ihm wenn ich merke daß er vorbei will...hilft heute noch wenn er mal meint tumpig zu spielen...
VG
Ariane

@Ariane: :dank4 für die Erklärung - diese Methode des Abdrängens kenne ich auch funktioniert auch beim grossen Hund am besten an einer Mauer oder Zaun auf´s freien Feld schon etwas schwieriger - aber es geht.

Sikisaki
31-08-2008, 20:40
Hallo,
bei beiden Hunden- Luna und Olga- ,meinte er ja recht eindringlich, er sähe ein Gefahr für Kinder!
Seht Ihr das auch so? Wenn ja- warum?
Grüße
Julia
Bei dem Goldi fand ich jetzt nicht das er zu einer Gefahr für die Kinder werden kann. Nur für die Brötchen!:err:

Bei Olga denke ich schon eher das sie mal Probleme mit dem Kind haben könnte. Sie wirkte wirklich sehr respektlos ihren Menschen gegenüber. Ich könnte mir vorstellen da sie mal schnappt wenn ihr was nicht passt.

Ist Euch eigentlich aufgefallen das die Leute immer dieselbe Kleidung anhatten?
Ich glaube nicht das da wirklich drei Wochen zwischen waren.

LG
Simone

c.schnuffelblau
31-08-2008, 21:53
Hallo Julia,
bei beiden Hunden- Luna und Olga- ,meinte er ja recht eindringlich, er sähe ein Gefahr für Kinder!
Seht Ihr das auch so? Wenn ja- warum?

Luna hat sich doch alles geschnappt, was sie haben wollte. Was, wenn ein Kind das mal festhält? Ist dannd er Finger ab? Davon abgesehen ist sie mir ihrer Respektlosigkeit sicher noch nicht am Ende gewesen.
Das was sie wollte, hat sie eingefordert. Die nächte Steigerung wäre dann mit Beißen.

Der Terriermischling hat ja schon in die Hacken gebissen. Ich denke,d er hätte sich auch noch gesteigert, wenn ihm keine Grenzen gezeigt werden. Irgednwann beißt er das Kind,w enn es aufs Bett will.
So habe ich das gesehen.
LG; CHristiane

SonjaBenny
01-09-2008, 08:09
Hallo,

Hallo,
bei beiden Hunden- Luna und Olga- ,meinte er ja recht eindringlich, er sähe ein Gefahr für Kinder!
Seht Ihr das auch so? Wenn ja- warum?


Die Golden (Hovi-Mix?) Hündin fand ich auch sehr dreist und wenn der Hund so wenig Distanz zum Menschen hat, dann finde ich das mit Kindern wirklich gefährlich.
Ich hätte Angst das der Hund führer oder später sein Futter auch verteidigt bzw. einfordert und aufgrund der Distanzlosigkeit auch mit mehr Nachdruck.
Der Hund ist ja noch jung (1,5 glaub ich).

Der eine Junge wolle ja zum Schluß der Luna verbieten das Brötchen zu nehmen und sie festhalten und hatte dabei so nen Würgegriff. DAS fand ich zum Luft anhalten. Ein Kind hat einen Hund nix zu verbieten, schon gar nicht wenn Futter im Spiel ist und nicht so. Die Nase hätte da weg sein können!
@Sofawolf: Dieser Hund hat doch glatt dem Frauchen am Tisch die Semmel wortwörtlich kurz vorm Reinbeissen aus der Hand gerissen, so richtig vom Mund weg :err: :aaaah: - Wahnsinn.

Bei der Olga sah ich eine Familie die den Hund als Kindersatz behandelt haben, der alles durfte und als dann wirklich ein Kind da war, der Hund Abseits stand. Und eben dann soo aufdringlich wurde. Der Hund war nicht erzogen, kannte m.M. keine Signale und war verwöhnt.
Gefährlich in Form von "böser" Aggression, glaub ich nicht. Der Hund reagierte ja auf jede Bewegung mit sehr nahen Körperkontakt bzw. Zwicken in die Beine. Beim krabbelnden Baby ist das dann nicht mehr so "lustig".
Und forderte schon stark die Leute auf etwas zu tun. (den Hund war total langweilig)

Und der Rütter hat die Leute unsanft daran erinnert, das der Hund keine Futtersachen mehr bekommen darf bzw. der Hund diese Dinge gebunkert hat -könnte sein das sie sowas auch verteidigt hätte/hat.

Ich fand die Leute und deren Umgang mit den Hunden und im Zusammenhang mit Kindern/Babies war mehr als naiv, aber leider halt normal.

Aber sitzen tut dies meiner Meinung nach erst nach längerem Training.
Ja klar, aber ich glaube es ging doch relativ schnell, weil beide Hunde mehr Auslastung bekommen haben.
Das hat man zwar nicht gezeigt bekommen, aber Rütter hat es oft erwähnt und wird darauf gedrängt haben. (die Frau mit der Luna hat den Hund lt. Rütter dann früh 1 Std. ausgepowert)

c.schnuffelblau
06-09-2008, 19:28
Was ich bei der heutigen Sendung gut fand, war die Aussage, daß sich Angst alleine ver-/bestärkt.

Man kann leider überall, auch hier, regelmäßig lesen, daß der Besitzer von einem Hund der vor irgendetwas Angst hat, sich wohl falsch verhalten würde.
Das ist aber wirklich nicht immer so. Z.B bei einem Gewitter ist das Gewitter selbst so schlimm, daß es die vorherige Angst wieder verstärkt. So können sich Ängste die ein Hund hat, verstärken, ohne das der Besitzer etwas dafür kann.
Leider scheinen das viele noch nicht zu wissen.
Mir gefiel, daß das mal am Rande erwähnt wurde.
Liebe Grüße, CHristiane

Chibully
06-09-2008, 20:56
...ich fand´s etwas "doof" daß dem Pärchen heut nahgelegt wurde den hübschen gestromten abzugeben ohne erstmal die Chance zu geben überhaupt irgendwas zu ändern. ICH würde erstmal nichts unversucht lassen, egal was mir ein Profi sagt. Ich würde alle Ticks und Tipps probieren und erst wenn alles nicht hilft überhaupt erst ans Abgeben denken...
VG
Ariane

c.schnuffelblau
06-09-2008, 21:34
ICH würde erstmal nichts unversucht lassen, egal was mir ein Profi sagt. Ich würde alle Ticks und Tipps probieren und erst wenn alles nicht hilft überhaupt erst ans Abgeben denken...

Hm, ob das immer gut für den Hund ist?
Ich meine, WENN es so ist, das es keine Chance gibt, dann ist es sicher besser, wenn der Hund so schnell wie möglich weg kommt.
Ich traue mir da nicht zu, dieses beurteilen zu können.
Ich würde wohl auch nicht gleich aufgeben. Aber vielleicht ist das auch eine weniger auffällige Form von Egoismus?
Liebe Grüße, Christiane

Antrosili
06-09-2008, 21:44
Da ist er die Boygroup unter den Hundetrainern...gerade erst gesehen... :fish:

SonjaBenny
06-09-2008, 21:54
Hallo,

oh lese gerade im Netz etwas über Timo.

"...Entgegen den von Herrn Rütter getroffenen Aussagen, Timo sei bösartig erklären wir, dass der Hund Timo nach den Dreharbeiten von Hundewelten therapiert worden ist. Die Hundehalter haben um eine Begutachtung und Therapie gebeten, diese ist im Mai 2008 durchgeführt worden. Der Hund greift nach 4 Tagen sprach-, hilfsmittel sowie gewaltfreier Verhaltenstherapie nach SDTS keinen Besucher mehr an und wird seitdem ohne Maulkorb gehalten...."

Quelle hier:
http://www.hunde-bar.de/509/martin-ruetter-ist-der-hundeprofi/

Uff *amkopfkratz*

Antrosili
06-09-2008, 21:58
Ich meine, WENN es so ist, das es keine Chance gibt, dann ist es sicher besser, wenn der Hund so schnell wie möglich weg kommt. Aber vielleicht ist das auch eine weniger auffällige Form von Egoismus?Ich habe die heutige Folge noch nicht gesehen....schlummert noch auf Video.
Aber manchmal ist die Abgabe in geeignetere Hände (natürlich nicht einfach Abschieben ins nächste TH....) vielleicht wirklich die beste Lösung?
Logisch würde ich auch alles versuchen, aber nicht jeder mag auch womöglich mühevoll an sich arbeiten, und manchmal ist schlicht die Halter/Hund-Passung voll daneben.
Einen der "Rütter-Kandidaten" aus seiner Anfangszeit (die erste Doku im WDR, im Übrigen wesentlich seriöser gemacht als die effekthaschende VOX-Version...) dürfen wir hier täglich am Rhein erleben. Schon in der Sendung damals wurde deutlich, dass das nix gibt...:rolleyesg - und Jahre später macht immer noch jeder einen riesigen Bogen um den Frauchen hinter sich her schleifenden und andere Hunde attackierenden Boxer, "bekannt aus Funk und Fernsehen". :(

summer07
06-09-2008, 22:00
Uiuiui...
Allerdings hat er ihn doch nicht als "bösartig" bezeichnet, sondern als "aggressiv seine Besitzer verteidigend", oder hab ich das verpasst? (Hab den Anfang nicht gesehen...)

SonjaBenny
06-09-2008, 22:27
Hallo,

Im alten Forum von Hundewelten steht noch mehr dazu.
http://www.hundewelten.de/thwb/showtopic.php?threadid=3838&highlight=Hundeprofi

Ich versteh das auch nicht so ganz, ich hab den Rütter so verstanden, das er es den Leute nicht zugetraut hätte, mit dem Hund klar zu kommen, zurecht wie ich finde.
Der Hund selbst wäre therapierbar gewesen. Hat er das nicht auch so gesagt?

Die Besitzer hatten kein Führungsqualitäten und ich fand den Timo auch sehr heftig beim Test.
Besucher hat der Hund ja nicht wirklich angegriffen (wurde nicht gezeigt), sondern vermeintliche Angreifer und Menschen, die für den Hund als "gefährlich" eingestuft wurden.

Und jetzt ist der Hund in 4 Tagen brav - und die Besitzer haben das dann auch in 4 Tagen gelernt - Wahnsinn, so ein Talent hätte ich auch gebraucht.

Ich hoffe so inständig das beide Seiten, Hund und deren Besitzer das wirklich kapiert haben und das wirklich alles auf Dauer gut geht.

Antrosili
06-09-2008, 22:32
Nee, als "bösartig" wurde Timo zumindest von Martin Rütter nicht bezeichnet...das Wort "böse" findet sich in den Medien über diese Sendung.
Und was ich von "Hundewelten" halten soll, bin ich mir nicht so sicher. Habe mich schon früher mal auf deren HP umgetan und na ja, so wirklich trifft das nicht meinen Geschmack.
Solche Dinge, ich zitiere mal:"3-Tage Intensivseminar für...Berufseinsteiger...mit Abschlusszertifikat. Teilnehmer erhalten...die wichtigsten Grundlagen für die Hundeerziehung und gewaltlose Problemhund-Umerziehung nach dem SDTS-System" halte ich für absolut unseriös und bedenklich. Ganze 3 Tage für Berufseinsteiger...wow, ich bin beeindruckt! :fish:
Bevor ich dann so einem versierten "Hundewelten"-Ausbilder (ist er ja schließlich...hat ja das Zertifikat...) Glauben schenke, vertraue ich dann doch eher dem Rütter, der erst nach jahrelanger Ausbildung und Beschäftigung mit Hunden professionell in Erscheinung trat.
Und selbstverständlich hat "Hundewelten" auch nie nicht kommerzielle Absichten...
SDTS-System? Ah ja.... Das wunders wie tolle "SDTS" System schlägt also Rütters "D.O.G.S." .....ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Cherokee Tyee
06-09-2008, 22:38
Innerhalb von 4 Tagen? Wow - sind die auf ihrer Italienreise an Lourdes vorbei gekommen oder wie ist dieses Wunder zu erklären? :dizzy:
In den Testsituationen fand ich den Hund recht heftig, wie er die Helfer angegangen ist vor allem nachgesetzt hat, selbst wenn diese still standen und den Hund nicht weiter provozierten.
In der Wohnung war der Hund angeleint.
Auch wenn natürlich auch hier geschnitten wurde, hat der Hund sich doch deutlich aggressiv gezeigt. Möglicherweise therapierbar, wenn die Besitzer, die m.E. das Hauptproblem darstellten, hart an sich gearbeitet haben - aber innerhalb von 4 Tagen?
Wunder gibt es immer wieder *träller*

Silvia H.
06-09-2008, 22:44
Hallo !

Ist immer schwierig, der komplexen Thematik eines Problemhundes und dessen Therapie in so kurzen Sendezeit auch nur annähernd gerecht werden zu können.

Herr Rütter hat Timo nicht als bösartig beschrieben. Er hat ihn auch nicht als untherapierbar abgestempelt, nur, dass seine derzeitigen Besitzer aufgrund des ritualisierten Verhaltens (beider Seiten!) der Aufgabe wohl nicht gewachsen seien...

Für mich war es aufgrund der relativen Kürze des Berichtes nicht möglich, dies abschließend beurteilen zu können. Ich habe bei freundlicher Annäherung einer Fremden einen freundlichen Hund gesehen, bei bedrohlichen Situationen einen unkontrollierbaren Hund, der sehr kompromisslos angriff.

Ich wünsche der "Familie Timo" alles erdenklich Gute und dass die Therapie mit der anderen Hundeschule tatsächlich von Erfolg gekrönt war. Im alten Forum der "Hundewelten" wird ein möglicher TV-Auftritt mit dem "neuen" Timo angekündigt. Man darf also gespannt sein!

Liebe Grüße,

Silvia

Cherokee Tyee
06-09-2008, 22:48
Habe jetzt gerade mal ein paar Beiträge überflogen in diesem Forum:
Die gute alte Dominanz - Alpha - Hund strebt nach Weltherrschaft Methode :rolleyesg

Antrosili
06-09-2008, 22:55
Die gute alte Dominanz - Alpha - Hund strebt nach Weltherrschaft Methode :rolleyesgJepp, genau diesen Eindruck hatte ich auch.
Obacht! Erst das Sofa, dann die ganze Welt.....das gilt es zu verhindern! ;)
Da finde ich M.Rütter schon wesentlich vielschichtiger und bedachter in seinen Beurteilungen und Maßnahmen.

Silvia W.
07-09-2008, 02:12
Wo, bitte, war denn bei diesen beiden Fällen die hundetherapeutische Lösung der Probleme???
Die Ridgeback-Hündin will nicht Auto fahren. Und das schon seit 4 Jahren.
Lösung des Problems, sie für den Urlaub in eine Fremdbetreuung zu geben?

Timo - das sicherlich größere Problem. Lösung Hund abgeben?

Wenn mein Hund krank ist und mir ein TA sagt, er müßte eingeschläfert werden, hol ich mir doch auch ne 2. Meinung, und nick das nicht einfach ab.

Ja, ich weiß, ist nicht vergleichbar, weil ein kranker Hund keine Gefährdung für andere darstellt.

Aber bei einer so schwerwiegenden Entscheidung, meinen Hund abzugeben, würde ich mich doch auch nicht drauf verlassen, was mir EINER sagt.

Wozu gibt es denn all diese Hundenanny-Dokus, wenn wir daraus nicht lernen sollen, dass sich Hunde- bzw. Menschenverhalten ändern läßt?
Da gab es aber schon schlimmere oder ganz ähnlich gelagerte Fälle, in denen Hund und Mensch gelernt haben, dem Hund diesen agressiven Schutztrieb abzugewöhnen. Mir fiel spontan dieser ziemlich alte Golden-Rüde ein, der einem sehr jungen Mädchen gehörte, die keinen Besuch mehr von ihren Freunden bekommen konnte....
Und es ist immer ritualisiertes Fehlverhalten, wenn sich Leute für solch eine Sendung melden. Oder hat da mal jemand den Hund erst frisch bekommen? Nein, man hat entweder schon Jahre mit dem Problem gelebt oder schon andere Hundetrainer durch.

Natürlich gibt es Mensch-Hund-Beziehungen, bei denen es einfach nicht paßt.
Aber das kann man doch wohl erst akzeptieren, wenn man alle Möglichkeiten durch hat.
Dieses Ehepaar erschien mir aber grundsätzlich engagiert und auch nicht von der Wattebäuschchen-Werfer-Fraktion, die ihren Hund unentwegt betüddeln.
Ich freue mich, wenn sie nicht aufgrund EINER Meinung aufgegeben haben.

Und nebenbei gesagt - ich hoffe, dass zumindest einer meiner Hunde versuchen würde, mich zu beschützen, wenn mich jemand bedroht und schubst.

SunnyWhippy
07-09-2008, 07:42
Wo, bitte, war denn bei diesen beiden Fällen die hundetherapeutische Lösung der Probleme???
Die Ridgeback-Hündin will nicht Auto fahren. Und das schon seit 4 Jahren.
Lösung des Problems, sie für den Urlaub in eine Fremdbetreuung zu geben?

Timo - das sicherlich größere Problem. Lösung Hund abgeben?

Genau DAS ging mir auch durch den Kopf. Ich möchte den Rütter ja nicht in Frage stellen, aber das gestern fand ich echt für murks. Die Tipps den Hund einfach nicht in den Urlaub zu nehmen und den "bösen" Hund abzu geben hätt ja auch jeder geben können (sogar nach 4 Tagen Intensivschulung für Berufseinsteiger :err:) Da würde ich von Rütter schon mehr erwarten.

P.S. Das Frauchen des Boxers aus der "Couch für alle Fälle" Sendung hat sich übrigens nach den Aufnahmen nicht mehr gemeldet und die Hundeschule abgebrochen - in so fern weis man ja was ihr eigentliche Intention war -ab ins Fernsehen!!

smada
07-09-2008, 08:31
Wenn mein Hund krank ist ...

... hol ich mir doch auch ne 2. Meinung, ...



würde ich mich doch auch nicht drauf verlassen, was mir EINER sagt.
...


Genau diese Gedanken hatte ich auch... aber DAS kann man ( kann ich ;) ) nicht von der Mehrzahl der deutschen Hundehalter erwarten.
Es sind nicht alle Menschen so gestrickt wie wir und: in einer solchen Sendung sieht man (sehe ich ;) ) Blitzlichter, Momentaufnahmen.
Ich sehe nicht, was Familie Stromhund bislang unternommen hat, welche Trainingsmethoden oder -ansätze bislang verfolgt wurden.
Ich sehe auch nicht, wie Familie Ridgeback bislang trainiert hat, ich sehe nicht, wie das Training nach dem Urlaub weiter geht... und : ich sehe nicht, wie wichtig den Leuten eigentlich ist, ihren Hund "autotauglich" zu trainieren, desensibilisieren...

Und deshalb gestatte ich MIR nicht, Trainer wie Hrn. Rütter, Methoden, Menschen oder Hunde in solchen Sendungen zu ver(be)urteilen :)!

c.schnuffelblau
07-09-2008, 09:37
Hallo Sunny,
Ich möchte den Rütter ja nicht in Frage stellen, aber das gestern fand ich echt für murks. Die Tipps den Hund einfach nicht in den Urlaub zu nehmen und den "bösen" Hund abzu geben hätt ja auch jeder geben können (sogar nach 4 Tagen Intensivschulung für Berufseinsteiger :err:) Da würde ich von Rütter schon mehr erwarten.

Na a, die Tipps zum autofahren sind doch okay. Daß der Hund nicht innerhalb der kurzen Zeit komplett belastbar ist (12 Stunden Autofahrt) ist doch logisch. Da macht man sich doch alles kaputt, wenn man zu schnell vorgeht. Das ist doch nicht Rütters Schuld, daß der Urlaub bald losgehen sollte.

Und bei dem Hund der seine Besitzer verteidigte, fand ich es seltsam, daß er gleich sofort und so sicher meinte, daß das nichts wird.
Rütter ist nicht blöd. Der weiß, daß er sich mit so einer Aussage weit aus dem Fenster lehnt. Und der weiß, daß zig Fachleute sein Tun mißtrauisch und nach Fehlen suchend beobachten.
Und dennoch hat er so entschieden.
Ich denke, daß der Infos hat die wir nicht haben. Und aufgrund dieser Infos konnte er dermaßen sicher sein.
Liebe Grüße, Christiane

SteffiL
07-09-2008, 10:39
Ich denke, daß der Infos hat die wir nicht haben. Und aufgrund dieser Infos konnte er dermaßen sicher sein.


Huhu,

genau das denke ich auch. Vielleicht hat Rütter auch aufgrund der TV-Aufnahmen eine Therapie abgelehnt - vielleicht wollte er keine "unnetten" Maßnahmen, wie sie nun manchmal in Problemhundetraining vorkommen können, im TV gezeigt wissen. Vielleicht hat er nicht an die Konsequenz der Leute geglaubt, eine Therapie auch durchzuziehen. Der Hund hat den vermeintlichen Angreifer nicht nur gestoppt, er hat mehrfach nachgesetzt. Ohne Beißkorb wäre das ein heftiger Angriff gewesen und darauf hat Rütter ja auch mehrfach hingewiesen - der Hund ist eine Gefahr für andere, aber ausschließlich im Beisein seiner Halter.

Antrosili
07-09-2008, 11:18
Die Ridgeback-Hündin will nicht Auto fahren. Und das schon seit 4 Jahren.
Lösung des Problems, sie für den Urlaub in eine Fremdbetreuung zu geben?Da muss ich den Rütter jetzt echt mal "in Schutz" nehmen. Bei einem seit Jahren bestehenden Problem fällt den Leuten kurz vor dem Urlaub ein, mal eben was zu unternehmen? Na bravo. Das von Rütter empfohlene Trainingsprogramm wurde nicht optimal umgesetzt und die Hündin wäre mit der Urlaubsfahrt überfordert gewesen, was einen enormen Rückschritt bedeutet hätte. Er hat mehrfach betont, dass ein Angstproblem in Mini-Schrittchen über lange Zeit angegangen werden muss - nach der Reise sollte das Training fortgesetzt werden. Somit war m.E. die Tierpension wirklich die beste Lösung, will man ernsthaft an dem Problem arbeiten.
Aber bei einer so schwerwiegenden Entscheidung, meinen Hund abzugeben, würde ich mich doch auch nicht drauf verlassen, was mir EINER sagt.
Natürlich nicht - auf gar keinen Fall! Aber Hundewelten therapiert Timo & Anhang ...zauber, zauber...mal eben in 4 Tagen?!? Nee, ist schon klar.
Verwunderlich fand ich allerdings auch, dass er diesem Mensch-Hund-Gespann erst gar keine Chance auf Verbesserung gegeben hat.
Ich vermute auch, dass es da (bei einem solchen Problem auch angemessen) wesentlich mehr Hintergrundinfos gibt, die dem geneigten Fernsehzuschauer in so einer zusammengeschnippelten Sendung und vielleicht auch aufgrund der "VOX-Dramatik" vorenthalten wurden.
Ich bezweifle stark, dass Rütter eine solch gravierende Entscheidung mal eben übers Knie brechen würde, dafür halte ich ihn absolut für zu integer und auf das Wohl des Hundes bedacht.
Merkt man jetzt, das ich den Rütter trotz seiner massiven Medienpräsenz irgendwie gut finde? ;)

Antrosili
07-09-2008, 11:44
P.S. Das Frauchen des Boxers aus der "Couch für alle Fälle" Sendung hat sich übrigens nach den Aufnahmen nicht mehr gemeldet und die Hundeschule abgebrochen - in so fern weis man ja was ihr eigentliche Intention war -ab ins Fernsehen!!Woher weißt Du?
Wundern tät's mich nicht..... Die war ja schon in der Sendung nicht willens oder in der Lage, wenigstens ihren blöden Briefkasten woanders zu platzieren...

Race1
07-09-2008, 12:19
Wieder verpaßt , schade .

Cushie
07-09-2008, 12:22
Ich bin zwar selbst kein Rütter-Fan und würde wohl auch nicht zu ihm gehen (eifnach weil mir wissenschaftliches arbeiten mehr liegt), finde ihn aber für Otto-Normalhundehalter perfekt. Er ist sympathisch, ehrlich und kann gut erklären. Seine Methoden sind fair. Ich bin der Meinung, dass jemand mit einem stinknormalen Hund und einem stinknormalen Problem keinen Clicker braucht, bzw es mehr Arbeit macht, den Besitzer an den Clicker zu gewöhnen, als "konventionell" zu arbeiten.

Gerade die letzte Sendung fand ich wahnsinnig gut. Den Leuten klipp und klar zu sagen, dass das so nunmal nicht geht. Einen Hund, der seit 4 Jahren Panik hat kann man nicht in einer Woche dazu bringen, 12 Stunden Autofahrt lustig zu finden. (OK, ich weiß, Hundewelten würde das in 3 Tagen schaffen :fahne: )

Genauso bin ich der Meinung, dass Timo jetzt wesentlich gefährlich ist als vorher. Denn egal was Hundewelten getan hat, dieses grundlegende Empfinden des Hundes kann man so schnell nicht ändern. Klar, sein Verhalten kann man unter Kontrolle bringen, schaff ich auch. Die Emotionen des Hundes allerdings werden bestätigt und intensiviert. Und irgendwann wird dieser Hund austicken. Ich bin mir sicher, dass Timo in absehbarer Zeit eingeschläfert wird, weil er jemanden angegriffen hat.

4 Tage...

c.schnuffelblau
07-09-2008, 12:31
Hi Astrid,
Ich bin zwar selbst kein Rütter-Fan und würde wohl auch nicht zu ihm gehen (eifnach weil mir wissenschaftliches arbeiten mehr liegt), finde ihn aber für Otto-Normalhundehalter perfekt. Er ist sympathisch, ehrlich und kann gut erklären. Seine Methoden sind fair. Ich bin der Meinung, dass jemand mit einem stinknormalen Hund und einem stinknormalen Problem keinen Clicker braucht, bzw es mehr Arbeit macht, den Besitzer an den Clicker zu gewöhnen, als "konventionell" zu arbeiten.

Leider ist clickern auch nicht überall die Wundersache.
Gegen allgemeine Ängstlichkeit hilft es z.B nicht. Da hilft überhaupt kaum etwas. Mein Hundetrainer ist da ähnlich wie Rütter ich fidne den schon sehr gut. Mit Verhaltensänderung meinerseits ist auch nichts zu gewinnen, das ist schon korrekt.
Bleibt nicht mehr viel....
Wir versuchen jetzt eine Therapie die noch recht unbekannt ist und zu der ich deshalb auch nichts sagen möchte. Ich kann sie selbst noch schlecht erklären, habe aber Vertrauen zu meinem Tierpsychologen. Hoffentlich bringt es was, sonst haben wir echt ein Problem.
Wäre Rütter nicht so weit weg, würde ich mich an ihn wenden.
Liebe Grüße, Christiane

Stinki
07-09-2008, 12:33
Auf jeden Fall ist mir der Rütter tausend mal sympathischer, als die Hundenanny, die jeden Fall in NullKommaNix mit ihrer Klapperdose "löst" ... :devil1:

Silvia W.
07-09-2008, 13:18
Also, ich frage mich immer noch -wie auch Timos Frauchen- wie man bisher überhaupt mit dem Hund durchs Leben gekommen ist....
-verdammt, jetzt hab ich schon wieder TimoN anstatt Timo geschrieben...vielleicht ist mir der Hund ja deshalb irgendwie sympathisch-

Egal...

Wie haben das die Leute mit der RR-Hündin 4 Jahre geschafft, mit ihr Auto zu fahren?
Wenn ich mich recht erinnere, wurde auch ganz zu Anfang gesagt, dass man ja nur wenige Wochen Zeit hätte, ihr da die Angst zu nehmen.
MEHRERE nicht EINE Woche.
Und wieso buchen Leute einen Urlaub mit 12 Stunden Fahrt, wenn sie doch wissen, wie ihr Hund tickt?

Und wieso kann man mit einem potentiellen Beißer ein Jahr lang rumspazieren, ohne dass etwas passiert?
Keine Frage, tickende Zeitbombe, es hätte ihnen eben nur mal der FALSCHE begegnen müssen...

Aber wir wissen doch, dass es viele Zuschauer gibt, die solche Sendungen und gezeigten Problme 1:1 umsetzen wollen.
Was haben die denn daraus lernen sollen?

Ich bleib bei meiner Meinung, beide Fälle sehe ich für mich als nicht gelöst an.

Und dass Rütter das kleinere Übel zur Geb-Mann ist, macht ihn in meinen Augen immer noch nicht GUT.

susafrankreich
07-09-2008, 13:27
Zuerst - ich muß immer noch grinsen über Rütters Beschreibung des Labbies im Vergleich zum RR


Die Leute von dem RR haben doch unter Rütters Anleitung ein paar Wochen geübt - allerdings den Hund die ganze Zeit bequatscht. Und den Ferienaufenthalt find ich für den Hund gar nicht schlecht - andere Umgebung, neue Erfahrungen .... und das bei Leuten, die sie weder verhätscheln noch grob anfassen werden.


Und auch für den Timo - Rütter hat den Hund ja nicht schlecht gemacht. Und die Leute auch nicht. Aber es ist wie es ist - er meint, die Leute mit aller Schärfe verteidigen zu müssen (egal wieviel Angst er selbst hat).

Aus beiden Fällen kommt rüber - nicht auf Biegen und Brechen selbst/alleine machen, sondern sich eventuell sich lösen - loslassen - aber das in gut ausgewählte Hände.

Babsy
07-09-2008, 13:40
Zuerst - ich muß immer noch grinsen über Rütters Beschreibung des Labbies im Vergleich zum RR




Ich hab fast unterm Tisch gelegen :err: Aber es stimmt doch :dizzy:

Sofawolf
07-09-2008, 15:16
ich habs mir heute endlich man anschauen können - videorekorder sei dank ;) und ich fands zumindestens nicht schlimm. was mich insgesamt etwas gestört hat (an der gestrigen folge), dass relativ wenig erklärt wurde. ok, die lösung war simple und einfach nachzuvollziehen, aber trotzdem war es für mich insgesamt wenig inhalt. die tips an sich waren nicht neu, aber im gegensatz zu anderen hundetrainern sehr positiv.

der fall mit der hündin war für mich eindeutig und die methoden klar nachvollziehbar. das die sache einfach zu kurzfristig geplant war, ist nicht der fehler vom rütter und als erfolglos würde ich das auch nicht ansehen wenn der hund einfach noch ein bisschen zeit braucht. wer von uns kennt das nicht ?

die methoden den jagdhund zu testen fand ich ok. hätte ich mir zumindestens schlimmer / spektakulärer vorgestellt. die endgültige aussage den hund abgeben ohne vorher auch nur im ansatz zu versuchen etwas zu ändern fand ich schon etwas hardcore. dann entweder auch zeigen / sagen warum ausgerechnet die leute keine chance haben oder nicht solche tips geben. festgefahrenes verhalten hin oder her - ich hab von meinen hunden gelernt, dass sehr viel an meinem eigenem verhalten abhängt und das ehepaar hätte sicher auch an sich arbeiten können und das das verhalten bei einem anderen besitzer nicht auch auftritt kann ja auch keiner vorher sagen.

Zuerst - ich muß immer noch grinsen über Rütters Beschreibung des Labbies im Vergleich zum RR

musste ich auch schmunzeln :err:

Antrosili
07-09-2008, 16:14
Aber wir wissen doch, dass es viele Zuschauer gibt, die solche Sendungen und gezeigten Problme 1:1 umsetzen wollen.
Was haben die denn daraus lernen sollen?
So Gott will, ihren Hund mit wachen Augen zu betrachten und bei möglicherweise fatalen Verhaltensweisen frühzeitig aktiv zu werden, auch an sich selbst zu arbeiten, bevor aus dieser Verhaltensweise ein nahezu unverrückbares Ritual geworden und das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die Timo-Leute erklärten ja auch, dass er bereits damals, vor einem Jahr in Italien, den Nachbarn "in den Hintern gezwickt" habe.
Und dass ein "problematisches" Verhalten eben nicht mal eben mittels Klapperbüchse, Sprayhalsband etc. wegkonditioniert werden kann; dass es da individueller Lösungswege und evtl. eines seeehr langen Atems bedarf.
Ich bleib bei meiner Meinung, beide Fälle sehe ich für mich als nicht gelöst an.Nee, das wurde auch so nicht vermittelt. Und gerade das finde ich gut!
Eben kein 1:1 mal eben im Schnelldurchlauf umsetzbares Patentrezept.
Und gerade das macht für mich auch Rütters Seriösität aus.

Na ja *räusper* ich finde ihn halt gut. Allerdings in natura, und nicht unbedingt aufbereitet für's Privatfernsehen.

c.schnuffelblau
07-09-2008, 16:31
Hallo Antrosili;
ich finde ihn halt gut. Allerdings in natura, und nicht unbedingt aufbereitet für's Privatfernsehen.

Ich beneide Dich dafür, daß Du anscheinend irgednwo in seiner Nähe wohnst.
Aber wahrscheinlich kann man sich den gar nicht leisten, denke ich, oder?
Sollte er jemals nach Schleswig-Holstein ziehen sag mir bitte Bescheid! :-)
Liebe Grüße, Christiane

Antrosili
07-09-2008, 17:13
Hallo Christiane!

Nö, ich wohne nicht wirklich in der Nähe.
Habe mir mehrere Themenabende und Wochenendseminare gegönnt, als er durch NRW getourt ist. Hat mir sehr gut gefallen, sowohl inhaltlich als auch von der Durchführung.
Die Preise für seine Einzelstunden (40,- glaube ich) sind auch definitiv außerhalb meiner Liga...habe zum Glück aber kein so gravierendes Problem mit meinen Wuffels, dass ich diese in Erwägung ziehen müsste.
Und ich denke mal, dass man in seinem Schulungszentrum auch eher bei einem seiner Trainer (die ja auch nicht schlecht sein müssen, gleiche "Methode" auf jeden Fall, aber ich mag halt auch Rütters ironisch-ehrliche Art) als bei ihm selbst landen würde.
Schau mal auf der D.O.G.S.-HP, da stehen auch die Tourdaten.
So, das war jetzt völlig OT, 'tschuldigung! :fahne:

c.schnuffelblau
07-09-2008, 17:18
Danke, werde mir seine HP ansehen!
Liebe Grüße,Christiane

Finebiene
07-09-2008, 18:47
okay... habe mich seit gestern bis jetzt beruhigen können... also kann ich mich jetzt "manierlich" auslassen zu dem guten rütter... :devil1:

mochte ihn nie besonders leiden, weil er mir vieles zu "pauschal" aburteilt.

gestern "fall timo" hat für mich wieder den vogel abgeschossen! sowas von absolut dämlich-falsches verhalten der besitzer - und einziges fazit: es kann nicht klappen! wer klärt denn bitte mal die leute darüber auf, dass SIE alleine das verhalten des hundes hervorrufen und unterstützen?

grrr.... wird mit einem ähnlich veranlagten hund sich wieder so entwickeln. und ist meiner meinung nach absolut lösbar - wenn auch nicht von heute auf morgen, das ist klar.

meiner meinung nach erklärt das auch, wieso es bis jetzt gut gegangen ist: es ist eine entwicklung, die einen ja eigentlich gar nicht so "starken" hund dahin bringt sich wie timo zu verhalten - und wahrscheinlich hat bisher noch kein passant auf den spaziergängen den besitzern schläge angedroht. ;)

die rr-hündin kann einem nur leid tun - hund darf sie nicht wirklich sein. wenigstens da hat rütter gutes geleistet, sie wird sicherlich einen TOLLEN urlaub erleben, während ihre ständig einhersäuselnde familie im fernen italien weilt.
da konnte meiner meinung nach ein herr rütter kaum mehr bewirken, das (falsche) verhalten der besitzer ist so eingefahren, da hätte nur training unter konstanter anleitung in der anlaufphase helfen können denke ich.

für mich bleibt es dabei: er hat sicher viele gute ansätze - die in der letzten folge fand ich - selber erstaunt darüber - sehr passabel, aber mitunter greift er mir zu sehr ins klo.

...

weiß denn jemand ob irgendwann später noch mal weiter verfolgt wird, was nun langfristig aus den hunden geworden ist? die nette mix-hündin aus der letzten folge würde mich ja interessieren... die schien mir in puncto konsequenz und LUST auf arbeit weit mehr ausdauer und bereitschaft zu haben als ihre besitzer... :err:

Bonni*MAX
07-09-2008, 18:53
wäre schön wenn am Ende ser Staffel so etwas käme , wie "was wurde aus...?"
Eine Zusammenfassung was draus wurde !

Finebiene
07-09-2008, 18:53
Vielleicht hat er nicht an die Konsequenz der Leute geglaubt, eine Therapie auch durchzuziehen. Der Hund hat den vermeintlichen Angreifer nicht nur gestoppt, er hat mehrfach nachgesetzt. Ohne Beißkorb wäre das ein heftiger Angriff gewesen und darauf hat Rütter ja auch mehrfach hingewiesen - der Hund ist eine Gefahr für andere, aber ausschließlich im Beisein seiner Halter.

zum ersten satz: DAS hätte aber klar erwähnt werden müssen, tv hin oder her - bzw grade deshalb! das auf den hund zu schieben ist übel.

dass der hund an sich keine gefahr ist, war ja deutlich gezeigt - selber schuld, wer seinem hund bewuß oder auch unbewuß die rolle des aufpassers aufdrängt, zumal wenn er von seiner inneren stärke her damit überfordert ist, was in timos fall ja offensichtlich war.
er zeigte null agression, sondern nur dass er die ihm vermeintlich zugefallene "aufgabe" erfüllt. eher aus pflichtbewußtsein, nicht weil er grundsätzlich agressiv ist.

in meinen augen alles, aber kein "schwieriger" hund.
sag ihm klar, wo er im rudel hingehört, was er zu tun, vor allem aber zu lassen hat, dann ist er ein prima gefährte. vielleicht gewagt, aber die vermeintlich "gefährlichen" hunde habe ich so oft kennen gelernt und die besitzer waren völlig baff, wie falsch ihre einschätzung war. schade für die tiere... :candle:

Finebiene
07-09-2008, 19:04
gerade erst gesehen... :fish:


einer der punkte, die mir an ihm immer nur negativ aufgefallen sind... :err:

oh mist, wo ist der zitierte teil aus dem zitat hin??? da stand sowas wie "er ist da die boygroup unter den hundetrainern"... !

Finebiene
07-09-2008, 19:09
Innerhalb von 4 Tagen? Wow - sind die auf ihrer Italienreise an Lourdes vorbei gekommen oder wie ist dieses Wunder zu erklären? :dizzy:
In den Testsituationen fand ich den Hund recht heftig, wie er die Helfer angegangen ist vor allem nachgesetzt hat, selbst wenn diese still standen und den Hund nicht weiter provozierten.
In der Wohnung war der Hund angeleint.
Auch wenn natürlich auch hier geschnitten wurde, hat der Hund sich doch deutlich aggressiv gezeigt.

"deutlich agressiv" habe ich bei dem hund nirgendwo gesehen - hoffnungslos überfordert dageben sehr!

ein deutlich agressiver hund vergißt nicht für ein dahingeworfenes leckerchen das agressive verbellen eines "eindringlings"! :aaaah:

Sam&Tyson
07-09-2008, 19:15
Zuerst - ich muß immer noch grinsen über Rütters Beschreibung des Labbies im Vergleich zum RR




Was hat er denn gesagt? Ich habs nicht gesehen.

Sofawolf
07-09-2008, 19:17
Was hat er denn gesagt? Ich habs nicht gesehen.

sinngemäß: ein RR gerät bei einem erdbeben in panik, während ein labbi nur angst hat, dass sein futter in eine erdspalte rutscht :)

Sam&Tyson
07-09-2008, 19:19
sinngemäß: ein RR gerät bei einem erdbeben in panik, während ein labbi nur angst hat, dass sein futter in eine erdspalte rutscht :)

:fish: der ist gut!!!


:dank4

Antrosili
07-09-2008, 19:38
DAS hätte aber klar erwähnt werden müssen, tv hin oder her - bzw grade deshalb! das auf den hund zu schieben ist übel.Hmm...ich verstehe Deinen Ärger nicht...
Genau DAS hat er doch?!? Ich fand die Aussage mehr als deutlich: möglich Timo in seiner Unsicherheit zu handhaben? JA - von Ehepaar Haverkamp? NEIN. Deshalb ja auch als Resultat die unpopuläre Empfehlung zur Abgabe in geeignete Hände (hinter den Kulissen ist mit Sicherheit mehr gelaufen was ihn überzeugt hat, dass die Haverkamps eben nicht die geeigneten Leute für Timo sind). Auf den Hund geschoben wurde da m.E. nix, im Gegenteil!

Bonni*MAX
07-09-2008, 19:41
Hmm...ich verstehe Deinen Ärger nicht...
Genau DAS hat er doch?!? Ich fand die Aussage mehr als deutlich: möglich Timo in seiner Unsicherheit zu handhaben? JA - von Ehepaar Haverkamp? NEIN. Deshalb ja auch als Resultat die unpopuläre Empfehlung zur Abgabe in geeignete Hände (hinter den Kulissen ist mit Sicherheit mehr gelaufen was ihn überzeugt hat, dass die Haverkamps eben nicht die geeigneten Leute für Timo sind). Auf den Hund geschoben wurde da m.E. nix, im Gegenteil!
Genau , finde ich auch !

c.schnuffelblau
08-09-2008, 03:52
Hallo Finebiene,

gestern "fall timo" hat für mich wieder den vogel abgeschossen! sowas von absolut dämlich-falsches verhalten der besitzer - und einziges fazit: es kann nicht klappen! wer klärt denn bitte mal die leute darüber auf, dass SIE alleine das verhalten des hundes hervorrufen und unterstützen?

Was fandest Du denn so abrundtief falsch am Verhalten d er Besitzer? ( Ich gehe mal davon aus, daß Du noch etwas Schlimmeres gesehen haben musst, als die Tatsache, daß sie dem Hund nicht klargemacht haben, daß er sie nicht beschützen braucht. Aber das nicht zu tun, ist nicht absolut dämlich. Das ist wissen viele nicht)
die rr-hündin kann einem nur leid tun - hund darf sie nicht wirklich sein.

Woraus schließt Du das?
Mein Gedächnis ist nicht das beste, aber ich meine, man hat doch nur wenig aus dem ganzen Lebend es Hundes gezeigt.

da konnte meiner meinung nach ein herr rütter kaum mehr bewirken, das (falsche) verhalten der besitzer ist so eingefahren, da hätte nur training unter konstanter anleitung in der anlaufphase helfen können denke ich.

Ich denke nicht, daß sich die Besitzer da auch falsch verhalten haben. Sie haben zwar versäumt dem Hund die Angst zu nehmen, aber so wie Du es schreibst, hört es sich an als sei die Angst erst durch die Besitzer entstanden. Und das war sicher nicht so.

Liebe Grüße, Christiane

Hexe1
08-09-2008, 09:03
Erschreckend hab ich bei der Sendung festgestellt, daß Hexe genauso reagiert wie der gestromte. Den gleichen Test hat meine Trainerin mit uns durchgeführt. An der Leine hat Hexe zugeschnappt. Mit losgelassener Leine blieb sie kurz vor dem "Feind" stehen und verbellte. Das war der einzige Unterschied.
Und ich seh Hexe auch als Problemhund an. Tipps wie, man muss dem Hund zeigen, daß er einen nicht beschützen braucht sind ja schön und gut. Aber gibts dafür auch ne Anleitung? Ich oute mich jetzt mal, daß ich damit auch überfordert bin. Wir sind jetzt im Training schon ziemlich weit gekommen aber wenn man weiß wie der Hund reagiert, dann bekommt man den Kreislauf Angst beim Hundehalter, daß was passiert und Angst beim Hund, weil Hundehalter unsicher ist, nicht wirklich durchbrochen.
Wie zeigt ihr Euren Hunden, daß sie Euch nicht beschützen müssen?

Ich konnte auch das nachvollziehen, daß er sagte der Hund wird besser abgegeben. Ich glaub ich würde es nie nicht machen und den Hund lieber mit Maulkorb rumlaufen lassen. Aber irgendwie sahen die Besitzer auch nicht wirklich kompromissbereit aus. Nur meine Meinung.

Rottiheidi
08-09-2008, 10:05
@Hexe

Ich hätte den Hund auch nicht sorfort abgegeben und konnte das Verhalten der Besitzer vollkommen nachvollziehen. Nur weil der liebe Herr Rütter keinen Trainingsansatz gesehen hat, heisst das nicht, dass es keinen gibt. An deren Stelle hätte ich mir auch noch eine zweite oder auch dritte Meinung eingeholt.

Sofawolf
08-09-2008, 12:14
Wir sind jetzt im Training schon ziemlich weit gekommen aber wenn man weiß wie der Hund reagiert, dann bekommt man den Kreislauf Angst beim Hundehalter, daß was passiert und Angst beim Hund, weil Hundehalter unsicher ist, nicht wirklich durchbrochen.

das ist meiner meinung nach der große knackpunkt -die eigene psyche in den griff bekommen. dazu gibt es auch keine anleitung, den inneren frieden muss man selber finden. bei strupp und mir hat es gut 1,5 jahre gedauert. wir hatten darüber irgendwo schon mal einen thread.

Hexe1
08-09-2008, 12:24
Hmm 1,5 Jahre? Ich versuch das mit ihr schon seit 4 Jahren. Es ist eben immer im HInterkopf, was schon passiert ist....was eventuell als nächstes passieren könnte und natürlich die Folgen.

c.schnuffelblau
08-09-2008, 14:00
Hi Hexe,
Ich versuch das mit ihr schon seit 4 Jahren. Es ist eben immer im HInterkopf, was schon passiert ist....was eventuell als nächstes passieren könnte und natürlich die Folgen.

Dein Hund trägt ja sicher immer einen Maulkorb, wenn er anderen Menschen Damit kann ja eigentlich nichts passieren.
Wirdst Du die Sorge dennoch nicht los?
Ist trotzdem mal was passiert?
Liebe Grüße, Christiane

Hexe1
08-09-2008, 14:17
Hallo Christiane,
Hexe trägt keinen Maulkorb mehr seit wir wieder nochmal angefangen haben zu trainieren. Die Trainerin hat uns Schleppleine verordnet. Draußen gehts ja jetzt auch, sie läuft halt fast nur an der Leine und wenn doch mal frei dann mit Maulkorb.
Aber auch beim Training, der innere Schweinehund will nicht weg, weil da sind ja doch immer mal Leute, die nah bei uns sind.
Sie macht das auch nicht so extrem wie der im Fernsehen, also nicht bei jedem Mensch aber eben das Abschätzen, wo es knallen könnte und wo nicht in dem Moment bekommt die das schon mit.
Es ist ja wirklich auch so, daß auf dem Hundeplatz meist alles klappt und die Probleme dann draußen beim normalen Spaziergang aufgetreten sind und ich dann nicht mehr reagieren konnte.

c.schnuffelblau
08-09-2008, 14:50
Hi Hexe,
Hexe trägt keinen Maulkorb mehr seit wir wieder nochmal angefangen haben zu trainieren. Die Trainerin hat uns Schleppleine verordnet. Draußen gehts ja jetzt auch, sie läuft halt fast nur an der Leine und wenn doch mal frei dann mit Maulkorb.
Aber auch beim Training, der innere Schweinehund will nicht weg, weil da sind ja doch immer mal Leute, die nah bei uns sind.

Ehrlich gesagt finde ich Deine Sorge berechtigt. Wieso sollte sie also verschwinden. Ohne Maulkorb nur an der Schleppleine besteht halt ein gewisses Risiko. Ich denke, wenn Du ihr auch da einen Maulkorb geben würdest, würdest Du Dich besser fühlen. Und das würde ja auch dem Hund zugute kommen.
Liebe Grüße, Christiane

Hexe1
08-09-2008, 15:00
Ich glaub ich drück mich hier auch falsch aus. An der Schleppe hab ich keine Sorge, weil wenn ich jemanden seh ruf ich sie zu mir und wir gehen gemeinsam schön vorbei. Schleppe bleibt auch immer in meiner Hand. Das klappt schon ganz gut. Nur eben würd ich ihr auch mal Freilauf gönnen aber da hab ich schon Sorge auch mit Maulkorb, weil Madame da schonmal auf jemanden zu ist, hat ihn angesprungen, konnte nix passieren aber das ist mir schon sehr peinlich. Und solche Situationen halt.
Momentan haben wir es ganz gut, nur ganz raus werd ich es wohl nicht bekommen. Früher war es so, da durfte mich niemand anreden unterwegs, da ist sie vollkommen durchgetickt. Jetzt klappt das schon. Wenn ihr jemand mulmig ist knurrt sie aber sie flippt nicht mehr aus und beruhigt sich auch schnell wenn ich sag, das schluss ist.
Beim Training ist halt die Leute die von Anfang an bei sind, sind kein Problem. Nur wenn mal jemand noch dazu kommt wenn wir schon angefangen haben, hab ich doch ANgst, daß sie hin schnippt und das meinte ich mit mulmigen Gefühl, daß merkt die sofort.

SonjaBenny
08-09-2008, 15:16
Hallo,

Aber wir wissen doch, dass es viele Zuschauer gibt, die solche Sendungen und gezeigten Problme 1:1 umsetzen wollen.
Ich bleib bei meiner Meinung, beide Fälle sehe ich für mich als nicht gelöst an.

Ich finde es gut, das er keine Lösung geben wollte, bei keinem Hund bzw. beim Halter, das geht ja (meist) nicht einfach so.

Und jeder Trainer steht ja irgendwie mit in der Verantwortung. Der Rütter hat ja mehr von den Leuten erlebt und er mußte ja eine Entscheidung treffen und scheinbar war die Abwägung zwischen den Hund als Gefahr und die Mitarbeit einfach nicht passend.

Die H. haben doch auch was von Unverträglichkeiten zwischen Hunden erzählt und der Biss des Postboten. Das ist schon heftig genug, finde ich. Da muß ich nicht noch verwundert gucken, wenn ein Maulkorb ins Gespräch kommt. (damit rechnet man ja eigentlich, wenn man sie mit dem Thema befaßt und es Ernst nimmt)
Und diese Ernsthaftigkeit hab ich eigentlich gar nicht gesehen.

Vielleicht wurde sie ja doch wachgerüttelt und ich hoffe, wie schon gesagt, und das- trotz dieser neuen Trainer - ihre Geschichte dauerhaft gut ausgeht.

Amonchen
08-09-2008, 15:36
Ich denke, dass angstagressive Hunde ein großes Thema für sich sind. Wenige Menschen schaffen es tatsächlich, ihre eigene Ängstlichkeit in den Griff zu bekommen. Diejenigen wo es schaffen, wissen, dass es eine sehr harte Arbeit ist und die jahrelange Angst kann man nicht einfach so abstellen. Ich habe schon Hunde erlebt, für die war es das Beste in eine neue Familie zu kommen, sie wurden auch nie wieder Auffällig und jegliche Aggressionen waren weg.
Einen angstagressiven Hund samt Halter in 4 Tagen gewaltfrei zu heilen, halte ich schlichtweg für unmöglich und ich möchte nicht wissen, was da passiert ist. Ich halte den Timo daher auch für eine tickende Zeitbombe.
Allerdings kann ich die Besitzer verstehen, es war gut gemeint und man liebt auch seinen Hund.
Wenn das alles so einfach wäre, dann würde ich nicht jeden Tag unerzogene Hunde sehen. Inkonsequente Menschen werden ja auch nicht von heut auf morgen konsequent.

Dazu kommt noch, dass die Folgen sichtlich ungeschickt geschnitten sind, wahrscheinlich von jemandem der Keine Ahnung über Hundeerziehung hat.

Ich stehe den Folgen ganz neutral gegenübern, weder bin ich ein Rütterfan noch sonst was.

SusanneHoffmann
08-09-2008, 15:51
Hallo Christiane,

"Ich denke nicht, daß sich die Besitzer da auch falsch verhalten haben. Sie haben zwar versäumt dem Hund die Angst zu nehmen, aber so wie Du es schreibst, hört es sich an als sei die Angst erst durch die Besitzer entstanden. Und das war sicher nicht so."

die Halter haben Timo fortwährend gestreichelt, geklopft und liebevoll am Fell gezupft, während er den Besuch fixiert und angedroht hat.
Eine bessere Bestätigung (außer einem Steak vielleicht) kann der Hund kaum für sein Verhalten bekommen. Und dieses Verhalten ist absolut falsch!
Wenn das nun schon eine Weile so geht, dann ist das ziemlich schwer abzutrainieren, wenn sich die Halter nicht extrem diszipliniert verhalten und sich auch gegenseitig kontrollieren.

Ich habe selbst solch einen Hund, der aufgrund dieses Verhaltens vier Jahre im Tierheim saß. Selbstdisziplin ist oberstes Gebot im Training und wenn der Hund noch so lieb zu einem selbst ist, darf man nie vergessen, dass er auch anders kann. Manche Menschen sind wirklich nicht in der Lage zu realisieren, dass sie mit ihrem Hund anders arbeiten müssen als kraulen und gut zureden. Da ist auch erst mal nix schlimmes dran, aber dann pasen Hund und Halter nicht zusammen.
Der Rütter hat's auch gesagt: Ausbaden muss es letzlich der Hund.

Gruss,
Susanne

Silvia W.
08-09-2008, 16:56
Das mit dem Tätscheln, also bestätigen, als der Hund in der Wohnung angebunden war, hab ich so nicht gesehen. Die Frau hat ihn etwas gehalten, damit er nicht so im Halsband hängt, so hab ich das in Erinnerung....
Und bei sowas weiß man eben auch nie, ob da nicht ne Regieanweisung kam, dass sie sich mal zum Hund stellen soll.
Außerdem weiß ich auch nicht, wie groß bei diesen Sendungen das Kamerateam ist, sicherlich mehrere fremde Leute, große Kameras, Stativ, große Lampen....
Mal ehrlich, welcher Hund bliebe denn da relaxt???

Aber das Verhalten im Haus ist ja auch garnicht das gefährliche Problem.
Problem ist eben draußen, wenn sie auf jemanden treffen, der nicht grad Freundlichkeit signailisiert.

Ich denke, an beidem kann man arbeiten, wenn man den Hund wirklich behalten will. Ob das nun in 4 Tagen geht oder vielleicht 4 Monate braucht, sei mal dahingestellt.

Würden alle Leute ihren Hund abgeben müssen, weil er sie draußen beschützt, hätten aber verdammt viele keinen Hund mehr.

Dieses Ehepaar ist ja nicht blöd, kamen mir auch nicht zu weich vor, denen mußte vielleicht nur mal jemand klarmachen, dass ihr Hund ein echtes Problem hat und es in IHRER Hand liegt, daran was zu ändern.
Ich hab da wirklich noch große Hoffnung....

@SonjaBenny
Welcher Postbote hatte denn da gebissen?:err:
Hab ich wieder so vieles nicht mitbekommen????
Oder meinst du die Sache mit dem Boxer hinterm Gartenzaun, der in der vorigen Staffel gezeigt wurde?

c.schnuffelblau
08-09-2008, 17:06
Hallo Susanne,

die Halter haben Timo fortwährend gestreichelt, geklopft und liebevoll am Fell gezupft, während er den Besuch fixiert und angedroht hat.
Eine bessere Bestätigung (außer einem Steak vielleicht) kann der Hund kaum für sein Verhalten bekommen. Und dieses Verhalten ist absolut falsch!

Das weiß in diesem Forum jeder. ;-)
Ich habe nicht Timo mit der Beschreibung gemeint, sondern den Hund der Angst vor der Schaukelei hatte beim Fahren.
LG, Christiane

Cherokee Tyee
08-09-2008, 17:29
"deutlich agressiv" habe ich bei dem hund nirgendwo gesehen - hoffnungslos überfordert dageben sehr!

ein deutlich agressiver hund vergißt nicht für ein dahingeworfenes leckerchen das agressive verbellen eines "eindringlings"! :aaaah:

In der Testsituation mit den Haltern war ein deutlich aggressives Verhalten zu sehen, dabei bleibe ich, denn Timo hat versucht die Testperson zu beissen, was der Maulkorb verhindert hat und auch als die Testperson stehen blieb, die Halter weder weiter angestartt und/oder bedrohliche Gesten gemacht hat, hat er mehrfach nachsetzen wollen. Das diese Aggression aus Unsicherheit resultiert und Timo mit seiner "Beschützerrolle" überfordert ist, ist schon klar - nichtsdestotrotz hätte er ohne Maulkorb richtig zugebissen, nicht nur gedroht, geschnappt oder gekniffen.

Finebiene
08-09-2008, 20:25
Hmm...ich verstehe Deinen Ärger nicht...
Genau DAS hat er doch?!? Ich fand die Aussage mehr als deutlich: möglich Timo in seiner Unsicherheit zu handhaben? JA - von Ehepaar Haverkamp? NEIN. Deshalb ja auch als Resultat die unpopuläre Empfehlung zur Abgabe in geeignete Hände (hinter den Kulissen ist mit Sicherheit mehr gelaufen was ihn überzeugt hat, dass die Haverkamps eben nicht die geeigneten Leute für Timo sind). Auf den Hund geschoben wurde da m.E. nix, im Gegenteil!

mein ärger: es wurde mindestens im beitrag nicht deutlich gemacht, dass der hund von seiner veranlagung her in vernünftiger haltung und umgangsweise ziemlich sicher nichts von dem aktuellen verhalten gezeigt hätte, sprich die besitzer es versaubeutelt haben.
dass nur sie nicht in der lage sind ihn weiter zu halten, das alles hinzubekommen, das war deutlich, nur reicht mir das in der konsequenz nicht -nächster hund bei ihnen, nächster fehler, recht wahrscheinlich nächste fehlentwicklung. :candle:

bzgl. der rr-hündin: nicht richtig hund hatte ich gesagt, das hat jemand hinterfragt, woher ich das so werte. na wer glaubt denn, dass sich die besitzer ausschließlich in der einen "unsicherheitssituation" unnötig betätschelnd und säuselnd verhalten? das ist wohl ein wenig naiv anzunehmen, sonst wäre es ihnen ja offensichtlich leichter gefallen dies abzustellen, wenn sie es sonst auch nicht tun würden. aber nein, selbst wenn der trainer es anrät klappt es nicht. na doch wohl recht sicher, weil sie halt so sind - kein hund, sondern kindersatz, bißchen gutschigutschi machen, statt souverän zu handeln.

Finebiene
08-09-2008, 20:29
@cherokee: na von einem normal-sicheren hund ist doch zu erwarten, dass wenn er in eine situation kommt, wo er "verteidigt", dass er das dann auch tut - auch wenn in unserer gesellschaft so ein verhalten weder notwendig noch erwünscht ist.
das zeigt mir aber lediglich, dass er kein "angstbeißer" ist, sondern genug nerven hat in entscheidender - für ihn entscheidender - situation auch standfest zu reagieren.

noch einmal: ein wirklich agressiv eingestellter hund läßt sich vom verbellen nicht durch ein hingeworfenes leckerchen abhalten. noch stellt er sich nach einem "verteidigungsangriff" völlig entspannt neben seine besitzer.
wäre da noch "nachsetzen" erkennbar gewesen, hätte er grade von dem vermeintlichen angreifer entfernt weiter getobt, sich agressiv gezeigt, würde ich anders urteilen.

SusanneHoffmann
09-09-2008, 07:02
Hallo Christiane,

"Das weiß in diesem Forum jeder. ;-)
Ich habe nicht Timo mit der Beschreibung gemeint, sondern den Hund der Angst vor der Schaukelei hatte beim Fahren."

Da bin ich echt beruhigt. ;-)))
Sorry, da habe ich echt gepennt. Wollte auch nicht belehrend sein.

Gruss ,
Susanne

Amonchen
09-09-2008, 07:25
Das Problem hier ist, nicht das er einen Schutz- oder Wachtrieb hat, meiner hat einen ausgeprägten Wachtrieb aufgrund seiner Mischung. Was für uns kein Problem darstellt, weil ich weiß wie wir damit umgehen müssen und bis wohin er ihn leben darf. Er gefährdet aber keine anderen Menschen, geht nicht einfach los und verhält sich normal. Er verkläfft mir auch keine betrunkenen Personen, sondern er beobachtet einfach. Und wenn dann würde er erst mal warnen, bevor er nach vorne schießt (hatten wir aber noch nicht). Mit solch einem Hund kann ich arbeiten, weil er mich als souveränen Hundehalter akzeptiert und mein Verhalten ihm gegenüber nicht unsicher ist.

Angstagressive Hunde haben aber keinen "normalen" Schutz- und Wachtrieb, sondern sie tragen die Verantwortung für ihren Besitzer. Das ist auch das gefährliche bei angstagressiven Hunden, ihr Besitzer ist nicht souverän und dadurch gehen sie nach vorne, weil sie es als Aufgabe sehen ihren Besitzer zu verteidigen. Sie beschützen ihn ansich schon nicht mehr, sondern verteidigen ihn mit allem was sie haben. Da ist der Besitzer so gut wie eine Resource, die sie nicht hergeben.

Nimmt man angstagressive Hunde den Besitzern weg oder sind diese ohne Halter anzutreffen, sind es ganz normale Hunde. Ihr Grund für die Aggression ist dann auch weg.

Ein Hund der aber von natur aus einen Schutz-/Wachtrieb hat, legt diesen nicht ab, nur weil er eine andere Person an der Leine hat. Dieser Hund stellt aber auch keine Gefahr da, weil er nicht unberechenbar ist (außer Halter ist unfähig, aber das wäre ein anderes Thema).

Es gibt Leute, ich kenne sogar welche, die es tatsächlich schaffen ihre Unsicherheit abzulegen. Aber leider schaffen es wirklich nur die Wenigsten und es ist richtig harte Arbeit und ich finde es toll, wenn Leute das schaffen. Aber was ist mit denen, die es einfach nicht packen? Für die Hunde ist es letztendlich auch kein Leben, totaler Streß, weil sie immer ihre Besitzer im Auge haben und eine enorme Verantwortung tragen müssen. Zusätzlich stellen sie noch eine Gefahr für andere Leute da, die meisten Leute vereinsamen letztendlich auch, weil sie keinen Besuch mehr empfangen können. Und da muss ich sagen, ist weder für Hund noch Besitzer eine zumutbare Situation.
Eine Abgabe ist ja auch nicht immer negativ, manchmal muss man sich einfach zugestehen, dass es nicht klappt. Nicht jeder ist zum Hundehalter geboren, die einen schaffen es und die anderen eben nicht.

SonjaBenny
09-09-2008, 10:23
Hallo,

@Bettina:
super geschrieben!

Welcher Postbote hatte denn da gebissen?
Hab ich wieder so vieles nicht mitbekommen????
Oder meinst du die Sache mit dem Boxer hinterm Gartenzaun, der in der vorigen Staffel gezeigt wurde?

Uuups, ja klar der Postbote hat den Besitzer gebissen....;)

Die H. haben das erzählt als die mit dem Hund und Rütter zur Tür raus sind, glaub ich.
Postbote und irgendwas von Hunden und Unverträglichkeit, weil er mal gebissen wurde - oder so ähnlich.
Ich habs nicht aufgenommen, genau kann ich es dir leider nicht mehr sagen.

Josie
14-09-2008, 16:22
Hallo,für die einen ist der Rütter ein super toller Hundetrainer, für andere halt eben nicht. Ich kann mich da nicht entscheiden, einerseits verkauft er sich gut und andererseits hat er meinen Hund als tickende Zeitbombe betittelt, nicht Menschen gegenüber, sondern gegenüber fremden Hunden. Er wurde vor Jahren von einem Rudel Schäferhunde angefallen und seitdem hat Sam einen Tick. Habe daraufhin andere Hundetrainer gefragt und keiner von denen hat das so gesehen.
Bevor ich einen Hund abgebe, würde ich immer noch eine zweite oder dritte Meinung hören wollen. Ich finde es auch nicht gut, das der Rütter nicht ansatzweise versucht hat, der Fam. H. zu helfen. Wenn er es getan hätte, könnte man dann immer noch sagen, das der Hund weg müßte, weil er dort keine Zukunft mehr hat.
Wer hat denn gestern die Folge gesehen? Was haltet ihr davon?
LG Tina

mallow
14-09-2008, 16:57
Wer hat denn gestern die Folge gesehen? Was haltet ihr davon?


Für mich war es Nervenkitzel zu sehen wie die "tickende Zeitbombe" Booh ohne Maulkorb an der Flexi in der Fußgängerzone beübt wurde und die eine interessierte Dame um die Ecke lugte ohne dass Frauchen es mitbekam - und Hund schon die Distanz berechnete :dizzy:. Viel zu großer Schwierigkeitsgrad für die Besitzerin. Ähnlich wie bei der Familie mit der RR-Hündin setzte er anscheinend zuviel Können voraus.

Ansonsten die übliche Trickkiste die eigentlich jeder Hundetrainer drauf haben sollte und nichts was Herr R. selbst erfunden hätte. Was seine "Methode" nun so besonders macht habe ich noch nicht mitbekommen.

Familie H. mit Timo hätte sicher eine zweite Einschätzung eines anderen Hundetrainers verdient, das wäre für mich das mindeste bevor ich jemandem zur Abgabe rate.

Antrosili
15-09-2008, 00:38
einerseits verkauft er sich gutsein gutes Recht....meiner Meinung nach aber manchmal "a touch too much".....ich mag ihn trotzdem..;)
und andererseits hat er meinen Hund als tickende Zeitbombe betitteltgerade diese direkte Ehrlichkeit mag ich (nicht nur beim Rütter) und halte sie gelegentlich für durchaus für notwendig....ein Zuviel an Diplomatie kann auch kontraproduktiv sein, leider...
gerne verpackt Rütter seine Ansagen ja auch mal witzig-ironisch - was es mir persönlich erleichtert Kritik anzunehmen (selbst auf 'nem Seminar erlebt....nee, wie peinlich....aber hilfreich..:dizzy:)
Ich finde es auch nicht gut, das der Rütter nicht ansatzweise versucht hat, der Fam. H. zu helfen. Woher wissen wir das denn bitte schön?!? Uns wurden von einem Privatsender lediglich medienwirksam aufbereitete Schnipsel serviert!
In meiner unendlichen Gutgläubigkeit bin ich davon überzeugt, dass Herr Rütter sich sehr wohl intensiv mit der Familie H. beschäftigt hat - meine Güte, der Mann ist doch nicht vom Irrsinn gebeutelt....
Wer hat denn gestern die Folge gesehen? Was haltet ihr davon?nee, noch nicht. Öhm...ging es da um Deinen Hund?

Silvia W.
15-09-2008, 04:00
Ich hab's gesehen, wahrscheinlich auch mal wieder nicht konzentriert genug....

Grad bei Booh hatte ich den Gedanken, der Rütter hätte sich mal Kommentare zur vorigen Sendung durchgelesen. Aber war ja nicht möglich, weil ja alles schon längst abgedreht war.

Warum er im Fall Timo sofort zum Abgeben geraten hat, aber dieser inkompetenten, kichernden Booh-Besitzerin nicht, wird sein Geheimnis bleiben.
Zumal die Besitzerin selber sagte, sie hätte Angst gehabt, dass er ihr dazu raten würde, den Hund in andere Hände zu geben.
Sie hatte wirklich überhaupt keinen Blick für den Hund...
Wieso er nicht gleich was zur Flexi gesagt hat bei einem Hund, der aggressiv und kaum zu halten ist, versteh ich auch nicht.

Aber man weiß eben auch nie, was tatsächlich gelaufen ist, was gestellt ist und was blöd geschnitten ist...

Mara+Frauchen
15-09-2008, 09:01
Wieso er nicht gleich was zur Flexi gesagt hat bei einem Hund, der aggressiv und kaum zu halten ist, versteh ich auch nicht.

Aber man weiß eben auch nie, was tatsächlich gelaufen ist, was gestellt ist und was blöd geschnitten ist...


Genau DAS ist auch mir sauer aufgestossen. Von einem guten und seriösen Trainer hätte ich einen klitzekleinen Kommentar erwartet, wenn so ein Brocken von Hund wie Booh es nun mal ist, am Halsband unkontrolliert in eine Leine brettert. "Nen schönen Gruß von der Wirbelsäule" war mein erster Gedanke.

Egal, ich habe mir diese Sendung nun 3 Mal angetan und jetzt hab ich keine Lust mehr, am Sonntag Morgen so :aaaah: mein Frühstück einzunehmen.

Zaubermaus
15-09-2008, 17:33
Hallo Christiane

Wenn Du irgendwann mal etwas über die Therapie erzählen kannst würde ich es gerne Hören. Meiner ist auch so ängstlich und hat so gut wie kein Selbstbewustsein. Durch unsere Verhaltensänderung ist es schon etwas besser geworden, aber dem Hund hilft es noch nicht so arg weiter.
Toi Toi Toi

LG
Petra mit Bodo

~°Alex°~
15-09-2008, 17:46
Hmm, mich erstaunt, dass gerade hier solche Lobeshymnen über diese Sendung zu lesen sind, wo die meisten doch sonst bei "Hundetrainings"-Sendungen überaus kritisch sind. Ich habe ein paar Mal in die Sendund reingeschaltet, aber ehrlich gesagt habe ich nichts gefunden, weswegen ich diesen Mann als "Hundeprofi" bezeichnen könnte. Die "DOGS-Methode", die sowas Neues/Besonderes sein soll, ist mir irgendwie nicht aufgefallen. Und wieviele Leute ihren Hund jetzt schön ins Tierheim schieben, weil der "Hundeprofi" bei einem wirklich noch längst nicht hoffnungslosem Fall zur Abgabe rät, möchte ich lieber nicht wissen. Nein, für einen "Profi" hätte ich doch etwas mehr erwartet.

Ich erinnere mich übrigens an Aussagen des "Profis", er würde aus Prinzip keine "Listen"hunde zum Training annehmen. Da würde ich jetzt noch sagen - gut, wenn er sich das nicht zutraut mir Hund XY, ist besser, er sagt das, als dass er dann mit einem Hund arbeitet, mit dem er gar nicht kann. Aber so pauschal? Oder auch an die Erklärung für ein Hundverhalten, einige Terrierrassen würden austicken, wenn vor ihnen ein Mensch auf dem Boden liegt. Oder auch den Hinweis, Treibhunde würden weniger fein kommunizieren und nähmen es daher grundsätzlich nicht übel, wenn man sich bedrohlich über sie beugen würde. Oder - fast schon etwas skurril anmutend - die Aussage, man müsse vor einem dominanten Hund Sex haben, da nur die höchsten Mitglieder im "Rudel" sich fortpflanzen dürfen. Solche Aussagen sind für meine Begriffe sehr, sehr weit von Fachkompetenz in puncto Hund entfernt.

Allerdings - ja, eine mediengerechte Ausstrahlung und ein gutes Auftreten hat er. Das bewies er ja schon bei SternTv. Er kann ganz klar gut unterhalten, ein echter Entertainer - das ist ja auch der Sinn der Vox-Sendung. Ich finde auch gut, dass er klare Worte für das Fehlverhalten der Besitzer findet. Nur leider bleibt da der Hundeverstand zwischen den vielen "Dominanzproblemen" meines Erachtens leider oft auf der Strecke.

Liebe Grüße
Alex

Sofawolf
15-09-2008, 18:44
der rütter ist der stefan raab der hundeerzieher und das einzig wirklich gute an ihm ist das fehlen irgendwelcher starkzwangmittel wie rütteldose, sprayhalsband, usw wie die kollegen sie gerne einsetzen (jedenfalls soweit ich das bisher gesehen habe).

ansonsten sind seine tipps nun wirklich nichts neues oder revolutionäres. allerdings schaue ich mir trainer am liebsten immer selber an. in solchen sendungen wird geschnippelt und gekürzt was das zeug hält und dann bleibt halt von "ich sehe für den hund keine chance, wenn sie nicht hart an sich arbeiten" nur noch ein "ich sehe für den hund keine chance mehr". so hat man sich viel teure sendezeit gespart und auch noch für ein bisschen aufruhr gesorgt.

Konna
16-09-2008, 09:21
Hallo,

ich will gar nicht viel dazu schreiben, hat Alex vorher schon gemacht.

Wenn ein "Hundeprofi" schon "Listenhunde" ablehnt zu trainieren dann sagt es ja schon genug aus.
Und warum sind dann die "normalen Hunde" nicht auch so "böse", man sieht ja bei manchen wie sie sich daneben benehmen.
Meiner Meinung nach kann man kleine oder große Hunde genauso gut erziehen oder eben verziehen.

Und über die "Liste" schreib ich jetzt mal nichts, hilft eh nicht.

Übrings hab ich einen Rotti und einen Mix (Schulterhöhe 34cm), der ist aber zwar nicht böse, aber der Rotti ist um einiges braver.

LG

Konna

Bonita2002
16-09-2008, 09:48
Der Vorreiter zu dieser Sendung lief mal auf Premiere : "Brad der knallharte Hundecoach" (USA). Nur diese Rütter-Sendung finde ich noch schlechter....

Amonchen
16-09-2008, 10:12
Ich finde die Sendung ansich nicht schlecht, nur sehr schlecht zusammengeschnitten. Teilweise gehen jegliche sinnvolle Zusammenhänge verloren. Ist wie Herr der Ringe, da gibt es einmal die normale Version und einmal die Extended-Version, in der normalen Version fehlen einige Zusammenhänge, so das manche Szenen komisch wirken.
Das Booh ein Halsband trug, fand ich auch nicht gut, die Frage ist halt, ob die Frau Booh überhaupt mit Geschirr halten kann. In das Geschirr würde dieser Hund sicherlich noch mehr Kraft investieren. Da sollte man mal an der Leinenführigkeit trainieren. Das ist eine Sache, die ich nicht verstehe, wie kann man jahrlang hinter einem Hund herfliegen. Wegen dem Tennisball hatte Rütter gemeint, dass das für Booh die beste Methode wäre. Also hat er andere Methoden schon getestet. Timo fand ich wesentlich gefährlicher als Booh und da war sicherlich noch Potenzial da mit der Besitzerin zu arbeiten.

Und damit kein falsches Bild entsteht, ich schaue mir die Sendung neutral an, mir scheint allerdings, seitdem er zur Abgabe von einem gewissen Hund geraten hat, steht er bei vielen auf dem Kicker. Es ist nicht alles Gold was glänzt und bei jedem findet man etwas, was nicht passt.
Ich habe z. B. einen Hund von einer sehr bekannten Hundetrainerin u. da habe ich schon Zweifel, ob sie sich nicht nur gut vermarkten kann.

mallow
16-09-2008, 13:49
Also, ich habe jeden auf dem Kieker, der mehr erscheinen will als er ist.

Und da steht der "diplomierte Tierpsychologe", "Hundeversteher" und "Hundeprofi" Rütter ganz oben auf der Liste.

Und wenn jeder andere auf der Welt ihn für einen tollen Trainer hält bin ich anderer Meinung bis er mal einen wirklichen Erfolg auf die Platte legt.

Tanja H.
16-09-2008, 14:13
Allerdings - ja, eine mediengerechte Ausstrahlung und ein gutes Auftreten hat er. Das bewies er ja schon bei SternTv. Er kann ganz klar gut unterhalten, ein echter Entertainer - das ist ja auch der Sinn der Vox-Sendung.

Eben und ob er als Hundetrainer im "wirklichen" Leben gut ist, kann wohl solch eine Sendung nicht beantworten.

Als Entertainer find ich ihn sehr gut.

Eine Meinung über ihn als Hundetrainer würde ich mir dann erlauben, wenn ich persönliche Erfahrungen mit ihm hätte.

Josie
16-09-2008, 14:52
Hallo,
ich hatte meine persönliche Erfahrung mit Martin Rütter und ich brauche keine zweite. Er macht mir zu viel eiteitei in der Hundeerziehung. Ich glaub nicht das Booh es schafft auf lange sicht von ihrem Frauchen abgelengt zu werden, weil es irgendwann zu langweilig wird und das andere spannender. Hier sollte man ein strenges "Nein" mit einbauen. Ausserdem würde ich eine Führleine mit Geschirr vorschlagen, weil viele Besitzer damit einen ziehenden Hund besser halten können. Wenn Booh kein Geschirr kennt wird sie damit besser lernen bei Fuss zu laufen. Wie sieht das mit dem Grundgehorsam aus, hat das Frauchen von Booh schon mal was davon gehört? (Diese frage wird wohl unbeantwortet bleiben.) Mit Grundgehorsam kann man schon einiges erreichen.
LG Tina

Konna
17-09-2008, 09:28
Hallo,

es wäre ja schon mal nicht am Schlechtesten am Grundgehorsam zu arbeiten, (eine andere Leine oder Geschirr braucht man sowieso).

Wenn der Hund mal die wichtigsten Kommandos kennt kann man mal weiter sehen. Vielleicht dann mal auf die BH hinarbeiten, auch wenn es dahin sowieso noch ein seeeeehr langer Weg ist.

Meiner Meinung nach hat sich wieder mal wer einen Hund zugelegt, einfach so nach Aussehen und dann macht man nichts damit, der Hund ist nicht ausgelastet und macht dann natürlich Unsinn.
Wäre eben schön wenn man wenigstens jetzt mit der Ausbildung anfängt, sonst wird es niemals mehr was.
Traurig für den Hund.

LG

Konna

Mara+Frauchen
17-09-2008, 11:29
Meiner Meinung nach hat sich wieder mal wer einen Hund zugelegt, einfach so nach Aussehen und dann macht man nichts damit, der Hund ist nicht ausgelastet und macht dann natürlich Unsinn.


So habe ich das bei Booh auch empfunden.

Ich hatte ja selbst einen Hund, der das gleiche Verhalten an den Tag gelegt hat wie Booh und ich wußte damals auch nicht mehr, was ich tun sollte, um das zu ändern.
Mein Hund hat vermutlich auch machen dürfen, was er wollte und als bei den Erstbesitzern nix mehr ging, ab ins TH. Ich stand dann da und war mit diesem riesigen, ständig austickenden Schäferhund an meine Grenze gekommen. Wir haben dann nur HuSchu gemacht und ich habe mein Mädchen nicht wieder erkannt. Sie war ausgeglichener, ansprechbarer. Unsere Probleme waren damit nicht gelöst, aber ich hatte einen Zugang zu meinem Hund gefunden und hing nicht mehr hilflos an der Leine hinten dran.

c.schnuffelblau
17-09-2008, 16:07
Hallo Konna,
Meiner Meinung nach hat sich wieder mal wer einen Hund zugelegt, einfach so nach Aussehen und dann macht man nichts damit, der Hund ist nicht ausgelastet und macht dann natürlich Unsinn.

Vermutlich gibt es viele die so in ein Leben mit Hund starten.
Denn um die Problematik zu verstehen, muß man ja erstmal Hudneerfahrung und Wissen haben. Womit sich die Katze in den Schwanz beißt.

Mein Leben mit Hunden begann auch mit einem Hund der schwierig war und schon mehrere Vorbesitzer verschlissen hatte. Man sah es dem Hund nicht an. Er war klein und süß. Durch ihn wurde ich gezwungen mich sehr genau mit Hudneerziehung zu beschäftgen. Genauer gesagt, habe ich dann alle Hundeschulen im Umkreis verschlissen, weil die auf DIESE Renitenz nicht eingestellt waren. Ich habe dann aber doch noch eine gute gefunden, um er wurde der besterzogenste Hund der Umgebung.
Und ich habe viel gelernt.

Die Besitzerin von Booh sagte doch auch, daß sie bereit ist jahrelang daran zu arbeiten, wenn es was bringt.
Dein Posting klingt recht verächlich ihr gegenüber.
LG, Christiane

die weisse
18-09-2008, 07:13
Hat irgendwer die Sendung von letztem Samstag aufgezeichnet und könnte mir eine DVD davon schicken. Gegen Bezahlung versteht sich!! Ich bin leider nicht dazu gekommen, sie mir anzuschauen. Bitte PN. Danke

LG Susanne

mallow
18-09-2008, 08:33
Die Besitzerin von Booh sagte doch auch, daß sie bereit ist jahrelang daran zu arbeiten, wenn es was bringt.


Wenn man dem glaubt was die Besitzerin im Bulldoggen-Forum schreibt hatte sie schon eine Hundeschule hinter sich. Statt einer Behandlung ihres Grundproblems konzentrierte man sich dort auf die Vermittlung der Grundkommandos.

Dann kam die Möglichkeit einen der sich am besten verkaufenden Hundetrainer zu bekommen der von sich selbst behauptet mehr über Hunde zu wissen als jede(r) andere.

Und nun ist sie auf der Suche nach einer weiteren Hundeschule die ihr bei ihrem Problem helfen kann. Sie ist sich auch bewusst dass ihr Verhalten ihren Hund beeinflusst weiß aber immer noch nicht wie anders sie sich verhalten muss um ihrem Hund mehr Sicherheit geben zu können.

c.schnuffelblau
18-09-2008, 13:53
Hallo Mallow,
Dann kam die Möglichkeit einen der sich am besten verkaufenden Hundetrainer zu bekommen der von sich selbst behauptet mehr über Hunde zu wissen als jede(r) andere.

Machen das nicht fast alle Hudnehalter?
Das Forum hier ist doch voll davon von Leuten die,( teilweise recht unfreundlich), rüberbringen, das alle anderen keine Ahnung haben, außer ihnen selbst.

Liebe Grüße, Christiane

mallow
18-09-2008, 16:31
Das Forum hier ist doch voll davon von Leuten die,( teilweise recht unfreundlich), rüberbringen, das alle anderen keine Ahnung haben, außer ihnen selbst.


Hm, habe ich noch nicht so gemerkt. Dagegen oft Hilfsbereitschaft soweit es im Rahmen eines Forums möglich ist, ob nun bei Gesundheit oder Verhaltensfragen. Die "Absolutis" gehen oft ziemlich schnell wieder, gründen ihr eigenes Forum und ziehen dann von dort über die ihrer Meinung nach Ahnungslosen her.

Und ich kenne auch sehr viele Hundeleute (Hundehalter, Trainer, Züchter, Tierärzte, THP usw.), auch hier im Forum, die sich austauschen weil sie eben nicht die absolute Ahnung haben und dies auch zugeben.

c.schnuffelblau
18-09-2008, 16:45
Dagegen oft Hilfsbereitschaft soweit es im Rahmen eines Forums möglich ist, ob nun bei Gesundheit oder Verhaltensfragen.

Ja, die gibt es natürlich auch, und das ist es, was mich hier noch hält.

Die "Absolutis" gehen oft ziemlich schnell wieder, gründen ihr eigenes Forum und ziehen dann von dort über die ihrer Meinung nach Ahnungslosen her.

*schulterzuckundmundhalt*
Liebe Grüße, Christiane

mallow
18-09-2008, 18:37
Vielleicht wären grade die unbequemen Fragen/Themen für viele ein interessantes Thema.......


Im Moment ist hier Herrn Rütters Sendung Thema ;)

Und wir sind hier alle Swanies Gäste, ich glaube nicht dass sie hier alle Fragen und Themen dulden muss :fahne:

c.schnuffelblau
19-09-2008, 06:12
Moment ist hier Herrn Rütters Sendung Thema ;)

Und wir sind hier alle Swanies Gäste, ich glaube nicht dass sie hier alle Fragen und Themen dulden muss

*entsetztguck*

selli
20-09-2008, 21:50
Das geht ja heiss her.
Ich mach es mal so Neutral wie es mir möglich ist.

Ob man den Hr.Rütter gut findet oder nicht sollte jeder für sich entscheiden.

Was ich immer sehr Schade finde,das man nur einen kurzen Einblick in das Leben dieser Menschen wie Hunde bekommt,und kein Kommentar danach was nun daraus geworden ist.

Zu den Hund Timo: was soll es bringen diesen Hund abzu geben? Würde er nicht wieder(in der nächsten Familie) Schutztrieb entwickeln??Da wäre dann das gleiche Prob schon wieder.Und wieder abgeben?? Damit der Hund dann irgendwann in x-Familien war?? Für mich keine gute Lösung, sondern dann ein Teufelskreis:devil1:.

Finde deswegen solche Sendungen im ALLGEMEINEN wenig hilfreich,weil es dann Lainen gibt,die sowas bei Ihrem Hund sehen und gleiche Methoden probieren ohne das grosse ganze zu sehn und vieles nur noch schlimmer machen.

Hilfe finde ich nur Vorort Sinnig,bin kein Fan von Selbstbehandlung oder Ferndiagnosen.:muell:

Meine Meinung zu Hr.Rütter:Schöne Selbstlobpudelei!

LG S

die weisse
21-09-2008, 07:14
@selli

Bin vollkommen Deiner Meinung.

Sofawolf
21-09-2008, 08:09
gesehen und für gut befunden, allerdings ziemlich unspektakulär. ich kenne es zwar selber, dass man betriebsblind ist und auf die einfachsten lösungen partout nicht kommen will, aber die lösungen von gestern sind wirklich keine neuigkeiten und wenn man sich objektiv bemüht nach zu denken, sollte man sowas eigentlich auch ohne (teuren) hundetrainer hinbekommen.

was ich grundsätzlich gut finde, ist das der rütter seine "ich erziehe den menschen, nicht den hund"-masche deutlich rüber bringt.

Marlene
21-09-2008, 08:35
Moin,

mal ne Frage: was haltet ihr von der Wurfkettenmethode?
Zum Hintergrund - Ende Oktober kommt für 4,5 Wochen Lucy, eine verwöhnte kleine JRT.
Lucy hat Katzen zum fressen gerne und stürzt sich immer mit Gebrüll auf sie, auch Gustav wird manchmal so angegangen:devil1:
Ich überlege jetzt schon dauernd wie ich das verhindern kann und dachte an eine Wasserspritze, doch da sieht sie ja woher das kommt und sehr weit kann ich auch nicht spritzen. Die Kette ist da ja unauffälliger.
Absagen kann ich ihren Besuch leider nicht. Clicker und Co kennt sie nicht;)

Sofawolf
21-09-2008, 11:57
was haltet ihr von der Wurfkettenmethode?

grundsätzlich finde ich methoden ohne hilfsmittel immer noch am besten, aber richtig angewandt finde ich wurfketten, klapperdosen, disc´s, oä nicht verkehrt. allerdings muss man schon deutlich diverenzieren ob ein hund zb aus purer wut, jadglust, ... - eben mit viel selbstbewusstsein das unerwünschte verhalten zeigt, oder ob zb ein hund vor lauter angst ein fehlverhalten zeigt. dann wäre so eine doch nicht ganz geringe strafe sicher kontraproduktiv und viel ehr eine umlenkung des verhaltens mit vertrauensaufbau angesagt.

die weisse
21-09-2008, 11:58
Wenn Du Katzen hast, die Hunde gewöhnt sind, werden sie sich vermutlich schon selbst gegen die Angriffe wehren. Wenn nicht, dann würd ich vesuchen, mich zwischen Hund und Katze zu stellen um die Katze abzuschotten und den Hund dadurch abzudrängen. Wenn Hund merkt, dass Du die Sache in die Hand nimmst und es nicht zulässt, dass er die Katze anmacht, dürfte das Thema in kurzer Zeit erledigt sein. Ansonsten probier es wie Rütter gestern sagte.. Jagdverhalten umlenken in ein Spiel. Vielleicht eine Reizangel statt Leckerlis?

Marlene
21-09-2008, 12:10
grundsätzlich finde ich methoden ohne hilfsmittel immer noch am besten
ja, ich auch;) Aber, Lucy ist ja nur kurz da und wir haben jedes Jahr das gleiche Problem:aaaah:
dann würd ich vesuchen, mich zwischen Hund und Katze zu stellen um die Katze abzuschotten und den Hund dadurch abzudrängen. Wenn Hund merkt, dass Du die Sache in die Hand nimmst und es nicht zulässt, dass er die Katze anmacht, dürfte das Thema in kurzer Zeit erledigt sein.
habe ich alles schon versucht, auch ablenken mit Spielen, Streicheln usw. funktioniert leider alles nicht.
Wenn Du Katzen hast, die Hunde gewöhnt sind, werden sie sich vermutlich schon selbst gegen die Angriffe wehren.
Leider ist Schröder sehr ängstlich. Ich befürchte echt, dass er Probleme bekommt:rolleyesg
allerdings muss man schon deutlich diverenzieren ob ein hund zb aus purer wut, jadglust, ... - eben mit viel selbstbewusstsein das unerwünschte verhalten zeigt
Lucy ist schon ein echter Terrier und Katzen jagen ist toll:devil1:

Silvia W.
21-09-2008, 12:31
Stellt sich mir die Frage, ob du diesen Hund aufnehmen MUßT....

Wenn sie schon öfter für einige Wochen gekommen ist und es Probleme mit dem Kater gab, würde ich solch einen Hund garnicht mehr aufnehmen.
Da gehen mir meine eigenen Tiere vor....

Läßt es sich aber nicht anders regeln, würde ich den Kater solange irgendwo gesichert unterbringen. Kannst ja nicht 24 Stunden aufpassen und dich zwischen Hund und Katze stellen.

Silvia W.
21-09-2008, 12:36
Oh, ging ja hier eigentlich um die Sendung....

Ich fand die Fälle diesmal auch unspektakulär. Vor allem die kleine eifersüchtige Zicke - sowas kann man wirklich selber regeln. Zumal, wenn man dafür 4 Jahre Zeit hatte.

Wurfkette
Hab ich vor Jahren mal bei einem Setter ausprobiert, der sich auf jeden Rüden stürzen wollte. Aber draußen hat man eben nicht immer geeigneten Untergrund, auf dem es auch scheppert. Und mein Setter war sowas von souverän, der hat sich nach einigen Malen drüber kaputt gelacht. Mit ihm konnte ich an Glaskontainern locker vorbeigehen, wenn die in den LKW geleert wurden.
Ich glaube auch nicht, dass ein unterforderter Hund dadurch gefordert wird, dass man ihn im Wohnzimmer von Käsestückchen zu Käsestückchen laufen läßt....

Ich hoffe mal drauf, dass die letzte Folge der STaffel zeigt, was aus den Hunden nach Wochen oder Monaten geworden ist...

Carol
21-09-2008, 12:40
Hallo Marlene !

Ich habe die Wurfkette-Methode bei Polly am Anfang benutzt. Sie hatte die Gewohnheit ALLES zu fressen was sie am Wegesrand fand. Ich meine nicht Plastiktüten oder sowas, sondern z.B. Durchfall von anderen Hunden. Ich hatte einfach Angst, dass sie sich etwas holt.
Ich habe die Kette benutzt, und als sie schnell wieder zu mir kam, gab es ein Leckerli. Jetzt, wenn sie die Kette nur rascheln hört, kommt sie angerannt - es funktioniert besser als eine Pfeife :dizzy:
Die Methode hat bei ihr auf jeden Fall funktioniert.

Ich finde die Kette nicht so krass wie Wurfscheiben - Marlene, du kennst Mimöschen Polly - die Wurfscheiben wären für sie wahrscheinlich zu "hart".

Marlene
21-09-2008, 12:41
Stellt sich mir die Frage, ob du diesen Hund aufnehmen MUßT....
ja. Lucy gehört meiner Schwester und bleibt, wenn meine Schwester in den Urlaub will, nur bei mir:rolleyesg
Es ging auch immer einigermaßen gut, aber Schröder ist erst knapp 1,5Jahre alt und z.Zt. sehr ängstlich.
Kannst ja nicht 24 Stunden aufpassen und dich zwischen Hund und Katze stellen.
GsD beisst sie die Katzen nicht sondern jagt nur laut kläffend hinter ihnen her.
Vielleicht sollte ich noch ein paar mal dem Herrn Rütter zusehen?:dizzy:

Carol
21-09-2008, 12:43
Ach ja, die Sendung :candle:

Nix neues. Die Probleme mit den kleinen Hunden waren selbstgemacht, die Lösung ziemlich eindeutig.

Marlene
21-09-2008, 12:46
Hallo Carol,
Ich finde die Kette nicht so krass wie Wurfscheiben
ich eigentlich auch nicht..
Marlene, du kennst Mimöschen Polly
och komm, Du weißt, dass ich sie sehr gerne habe....:kiss:
Aber ich denke, dass ist die schnellste Methode und weh tut es ja auch nicht.

Grüße Deine 4-Beiner von mir

Silvia W.
21-09-2008, 12:47
D.h., Schröder war beim vorigen Urlaubsbesuch noch garnicht da???
Oder ist er durch irgendwas ängstlicher geworden?

Er bleibt aber im Haus, oder hat er Freigang?

Wenn er nur im Haus bleibt, würde ich versuchen, für ihn einen bestimmten Raum zu reservieren, in den Lucy dann nicht darf.
Normalerweise rettet sich ja ne ängstliche Katze auf irgendwas drauf, wo der Hund nicht hin kann. Aber den Stress braucht der Kleine ja auch nicht über Wochen....

Dem R. weiterhin zuzuschauen, wird dein Problem wohl nicht lösen. Oder glaubst du, die zeigen noch einen ähnlichen Fall, aber dann dürfte der Hund die Katz im Garten oder im gemeinsamen Haushalt jagen?;)

Hoffentlich hast du auch alles gefliest, wenn du Lucy mit Wurfkette schocken willst. Und hoffentlich ist sie nicht cool genug, um das wegzustecken...

Marlene
21-09-2008, 12:53
D.h., Schröder war beim vorigen Urlaubsbesuch noch garnicht da???
doch, aber er war noch ein Kind
Oder ist er durch irgendwas ängstlicher geworden?
ja, leider. Aber ich weiß nicht warum.
Er hat Freigang.
Hoffentlich hast du auch alles gefliest, wenn du Lucy mit Wurfkette schocken willst. Und hoffentlich ist sie nicht cool genug, um das wegzustecken...
ist alles gefliest und sehr cool ist die kleine Zicke nicht;)
Ich werde berichten ob ich Erfolg hatte, das wird schon..

Anette
21-09-2008, 12:55
Hoffentlich hast du auch alles gefliest, wenn du Lucy mit Wurfkette schocken willst.
Könnte es nicht vielleicht auch passieren, dass die eh schon ängstliche Katze davon mehr schockiert sein wird als der Hund?

Viele Grüße

Anette

selli
21-09-2008, 17:18
Hallo,halte die Wurfkette für absolut Falsch,da du nicht nur Hund schockierst sondern noch mehr deine ohnehin schon ängstliche Katze.
Das kann dazu führen,das sie vom nächsten Freigang nicht wieder kommt,und dann hast du einen gasthund und keine Katze mehr.

Kennt denn der JRT die Grundkommandos oder mangelt es da auch,grad bezüglich dem Rückruf??

Was auch ne Lösung wäre ist eine Trennwand(Babygitter) Katze kommt drüber,aber Hund nicht.

LG

Stinki
21-09-2008, 18:55
GsD beisst sie die Katzen nicht sondern jagt nur laut kläffend hinter ihnen her.


Ich würd Türgitter für die Zeit des Terrierbesuchs einbauen, so dass das Katerchen überall hin kann, das Terriermonsterchen aber nicht ungebremst hinterher kann.

Sofawolf
21-09-2008, 20:03
@ marlen

ich hatte im frühling die 2 hunde meiner mutter und das lief auch nicht so geschmeidig wie ich mir das gedacht hatte. beide sind angeblich ware engel, aber haben mir am 1. tag schon ein frisch renoviertes zimmer zerlegt :devil1: zurück bringen oder 5 wochen urlaub nehmen, kam definitiv nicht in frage, also habe ich die beiden so untergebracht, dass am wenigsten schaden entstand.

für so kurze zeit würde ich daher tatsächlich weniger an der erziehung arbeiten (was sowieso dem besitzer überlassen werden sollte), als präventivmaßnahmen zum schutz der eigenen tiere / wohnung zu ergreifen. das es dem gasthund dabei nicht schlecht gehen soll, ist ja selbstverständlich.

Ich finde die Kette nicht so krass wie Wurfscheiben

was genau unterscheidet für dich die beiden "mittel" im bezug auf krass oder weniger krass ? laut sind ja beide etwa gleich - ist es die tonlage ? ich persönlich sehe eigentlich keinen unterschied zwischen wurfkette und discs, außer das ich die discs einfacher still halten kann, als die wurfkette.

Carol
22-09-2008, 09:14
Hallo Susanne !

In unserem Fall hätten die Discs lauter gescheppert als die Kette, die meistens ins Gras geworfen wurde.. Die Kette habe ich benutzt um Polly bei ihrer "Beschäftigung" zu unterbrechen, wie gesagt, z.B. beim Durchfallkot von anderen Hunden fressen. Da hat sie dann zu mir geschaut und ich konnte sie zu mir rufen und gleich anschliessend belohnen. Es hat wunderbar funktioniert. Sie betrachtet das Rascheln der Kette jetzt als Zuruf, ich brauche nur mit der Kette in der Tasche zu klimpern und sie kommt (meistens ;) ) angerannt.

Rottiheidi
22-09-2008, 09:17
Ich fand es ganz entsetzlich. Der Hund hatte Panik und ich bin der Meinung, dass ein Hund beim Lernen keine Panik haben sollte.

Carol
22-09-2008, 09:27
Nur um klar zu stellen, Polly hatte KEINE Panik. Das würde meiner sanften Hündin nie antun. Ich habe lediglich ihre Konzentration unterbrochen, dass sie mich anschaut.

van Halen
22-09-2008, 09:27
Ich fand es ganz entsetzlich. Der Hund hatte Panik und ich bin der Meinung, dass ein Hund beim Lernen keine Panik haben sollte.

Panik?

Der Hund hatte Stress, dass er den hat und warum er den hat, hat Rütter doch erklärt.

Ich fand die Vorgehensweise völlig in Ordnung, inbesondere bei einem Terrier, ist ja kein Windi oder so, der gleich zusammenbricht?

Rottiheidi
22-09-2008, 09:32
@Van Halen

Da kann man zu stehen wie man will. Ich habe auch einen Terrier-Mix. Eine solche Vorgehensweise würde ich bei meinem Hund nicht dulden. Stress oder Panik ist mir dabei vollkommen wurscht.

Ein Terrier hat genauso ein Recht auf eine vernünftige Erziehung, wie jeder andere Hund.

van Halen
22-09-2008, 09:35
Ein Terrier hat genauso ein Recht auf eine vernünftige Erziehung, wie jeder andere Hund.

Ach, wirklich? :dizzy:

Nein, im Ernst. Danke für den Einwand, jetzt weiss ich das auch.

Was ich sagen wollte, es gibt tatsächlich Hunde, die mit Stress und u. U. auch Zwang sehr gut umgehen können. Wenn Dein Hund das nicht tut, sollte man davon absehen.

Mein Terrier und die die ich kenne, stecken i. d. R. viel mehr weg als zB mein Windi-Mix... aber das sind bestimmt Ausnahmen. ;)

Rottiheidi
22-09-2008, 09:41
@Van Halen

Mein Hund kann sogar sehr gut damit umgehen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich das anwende. Ich sehe generell davon ab. Es sei denn, es gibt überhaupt keine anderen Alternativen.

Ich höre immer, der Hund oder die Rasse kann das ab. Habe ich bei den Rottweiler Leuten auch immer gehört. Die Frage ist nur, ob man es anwendet, nur weil er es ab kann.

claudia61
22-09-2008, 09:43
ich habe auch einen terriermix und eine maßnahme, ein verhalten erstmal zu unterbrechen, um einen hund ansprechbar zu machen, damit man überhaupt erstmal einen fuss in die tür bekommt, das kann schlicht nötig sein, weil sonst eben nix geht. mein terrier konnte sich so derart hochpushen, dass der überhaupt nichts mehr mitbekam, garnichts ging dann mehr!
bei einem second-hand-hund z.b., wo sich dinge bereits etabliert haben, da kann ich halt u.u. eben nicht "rumsäuseln" und so sensibel terrier sein können, oft genug kommt man um klare worte nicht herum, weil sie alles andere eben nicht ernst nehmen! auch wenn man das gerne anders hätte!!
fand ich also nun auch in dem fall nicht spektakulär.

van Halen
22-09-2008, 09:46
Ich höre immer, der Hund oder die Rasse kann das ab. Habe ich bei den Rottweiler Leuten auch immer gehört. Die Frage ist nur, ob man es anwendet, nur weil er es ab kann.

Ich denke, man sollte div. Geschichten anwenden, wenn sie nötig sind und der jeweilige Hund damit umgehen kann.

Claudia hat es ganz gut zusammengefasst.

Carol
22-09-2008, 09:53
Claudia hat es ganz gut zusammengefasst

:exactly

claudia61
22-09-2008, 10:11
Ich denke, man sollte div. Geschichten anwenden, wenn sie nötig sind und der jeweilige Hund damit umgehen kann.


sehe ich auch so. man muss das, was man tut, dem individuum anpassen!

und die möglichkeit, einem hund grenzen aufzuzeigen, die sind halt sehr unterschiedlich. der eine hund ist schon sehr leicht, der andere vielleicht kaum beeindruckbar.

bei meiner gnädigen frau reicht vielleicht ein strenger blick, ein entschiedenes wort, aber der terrier lacht sich über sowas echt wech. der braucht überdeutliche ansagen.
und wenn ich ihm die nicht machen würde, dann würde er den umkehrschluss anwenden:
die setzt sich nicht durch, die weiss nicht, was sie will, also ist die nicht wirklich vertrauenswürdig.....
......und dann hätten wir ein ziemliches problem!
und das wird gerne mal vergessen, dass es der hund ist, der bestimmte ansprüche stellen kann.......und wenn man denen nicht nachkommt, dann gehts halt in die hose..........

Rottiheidi
22-09-2008, 10:20
@Claudia

Wie weit würdest Du denn gehen um einem Hund die Grenzen aufzuzeigen?

Marlene
22-09-2008, 10:52
Moin,

ich werde natürlich Schröder an die Kette gewöhnen und sie nur anwenden, wenn er keinen Schock bekommt.
Kindergitter geht nicht - Lucy ist kleiner als die Katzen:err: und wenn sie die Katzen sieht, hört + sieht sie nichts anderes mehr:rolleyesg
Danke für die vielen Anregungen:friends:

claudia61
22-09-2008, 10:55
@Claudia

Wie weit würdest Du denn gehen um einem Hund die Grenzen aufzuzeigen?

du willst doch jetzt nicht ernsthaft von mir wissen, ob ich bereit wäre, einem hund tatsächlich gewalt anzutun?

ich glaube nicht an gewalt.
ich glaube an vertrauen und respekt.
und ich glaube, dass erziehung nicht funktioniert ohne grenzen.
dabei ist es eben ein wesentlicher unterschied, ob ich einen welpen habe, den ich gleich in einem entsprechenden rahmen aufwachsen lassen kann, wie ich mir das vorstelle oder ob ich einen völlig durchgeknallten erwachsenen terrier bekomme, dessen vertrauen und respekt ich mir erstmal sauer erarbeiten muss, um ihm ein entspanntes und ausgeglichenes hundeleben bieten zu können.....

Rottiheidi
22-09-2008, 10:58
Doch, das wollte ich wissen. Habe auf die Antwort gehofft, die Du gegeben hast. Wobei es sicherlich unterschiedliche Auffassungen davon gibt, wie man sich Respekt und Vertrauen erarbeitet.

c.schnuffelblau
22-09-2008, 11:36
Claudia hat es ganz gut zusammengefasst.

Ja, sehe ich absolut auch so.

Liebe Grüße, Christiane

Marlene
22-09-2008, 11:46
mal ´ne Geschichte: Als Sam vor gut 10 Jahre einzog bekam ich den Tipp mit einer, mit Steinen gefüllten, Schepperdose zu werfen, wenn er was "Unrechtes" tat.
Als er wieder mal den Garten umgrub, habe ich mit dem Ding geworfen. Sam stutzte kurz, stürzte sich auf das Ding und fand das neue Spielzeug einfach klasse:joker:
Für den Moment hat er aufgehört mit dem Graben:rolleyesg

Amonchen
22-09-2008, 11:51
Ein Hund aus dem Tierheim, entschuldigt aber nicht, Hilfsmittel anzuwenden. Ich finde, das es ohne Hilfsmittel gehen muss und es geht auch ohne. Hilfsmittel sind für mich jetzt auch nur ein Instrument, was man kurzzeitig einsetzt und einen schnellen Erfolg zeigt, allerdings behebt es meiner Ansicht nach nicht die Ursache, es unterdrückt nur das unerwünschte Verhalten.

Ich gehe lieber den längeren Weg ohne Hilfsmittel, danach weiß ich aber auch, dass wir das Problem zusammen gelöst haben.

Rottiheidi
22-09-2008, 11:51
Welchen Schaden hat denn die Schepperdose in Deinem GARTEN angerichtet???:joker::joker::joker::fish::fish::fi sh::err:

Marlene
22-09-2008, 11:59
Welchen Schaden hat denn die Schepperdose in Deinem GARTEN angerichtet???:joker::joker::joker::fish::fish::fi sh::err:

hab doch eine ganz kleine genommen, ich wollte doch meinen Welpi nicht so erschrecken:err:

c.schnuffelblau
22-09-2008, 12:19
Hallo Amonchen,
Ein Hund aus dem Tierheim, entschuldigt aber nicht, Hilfsmittel anzuwenden. Ich finde, das es ohne Hilfsmittel gehen muss und es geht auch ohne.

Das mag für Deine Hunde auch so gegolten haben.
Aber wieviele Hunde hattest Du?

Bei meinen Shelties wäre ich nie auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen irgendwie mit Bestrafung zu arbeiten. Das wäre für die auch schlimm. Sie sind sensibel und verstehen es besser, wenn ich mit Clicker arbeite oder mit Lob und Verstärkung.

Bei meinem Jack Russell war das nicht so. Der war komplett anders. Natürlich habe ich auch da mit Lob und Verstärkung gearbeitet. Aber ich musste teilweise auch mit Bestrafung arbeiten.
Und nein, das war nicht der erste und einfache Weg. Der war eben d er über Lob und so. Damit habe ich zwar eine supergute Grunderziehung hinbekommen, aber in allen Bereichen hat es eben nicht gereicht.

Jeder Hund ist anders. Aber manche Hunde muß man selbst erlebt haben und zu verstehen, daß man manchmal auch nur mit Bestrafung weiterkommt.
Das finde ich nicht toll. Aber manchmal muß man eben auch etwas tun, was einem wiederstrebt, wenn es in dem Falle richtig ist.

So wie Du es schreibt, nämlich daß Du bereit bist auch einen längeren Weg zu gehen und so weiter, kommt deutlich rüber, daß Du Dich als den besseren Menschen siehst. Nämlich als jemanden der Geduld hat und sich Zeit nimmt...im Gegensatz zu Leuten wie mir.
Ich gestehe, daß ich das arrogant finde und mich darüber ärgere.
Vielleicht gerätst Du ja auch mal an einen Hund wo die reine positive Verstärkung nicht hinhaut. Ich denke, dann siehst Du manches anders.
Liebe Grüße, Christiane

Rottiheidi
22-09-2008, 12:28
@Christiane

Anstatt sich über Ammonchen zu ärgern, sollte man sich freuen, dass es Leute gibt, die eine solche Einstellung haben. Das ist nicht arrogant, das ist eine Lebenseinstellung. Für mich ist positve Verstärkung auch der richtige Weg. Natürlich immer auch der langwierigere. Natürlich kann es Situationen geben, wo es nicht funktioniert. Das sind aber absolut die selterenen Fälle.

Ich verstehe einfach nicht, was das mit Arroganz zu tun hat.

van Halen
22-09-2008, 12:44
Jeder Hund ist anders. Aber manche Hunde muß man selbst erlebt haben und zu verstehen, daß man manchmal auch nur mit Bestrafung weiterkommt.
Das finde ich nicht toll. Aber manchmal muß man eben auch etwas tun, was einem wiederstrebt, wenn es in dem Falle richtig ist.

So wie Du es schreibt, nämlich daß Du bereit bist auch einen längeren Weg zu gehen und so weiter, kommt deutlich rüber, daß Du Dich als den besseren Menschen siehst. Nämlich als jemanden der Geduld hat und sich Zeit nimmt...im Gegensatz zu Leuten wie mir.
Ich gestehe, daß ich das arrogant finde und mich darüber ärgere.
Vielleicht gerätst Du ja auch mal an einen Hund wo die reine positive Verstärkung nicht hinhaut. Ich denke, dann siehst Du manches anders.
Liebe Grüße, Christiane

Bingo. :dank4

"Jedes Hilfsmittel ist so gut oder so schlecht wie sein Anwender".

Rottiheidi
22-09-2008, 12:52
@Van Halen

Und ein guter Ausbilder hat nicht jedes Hilfsmittel nötig!!!!!:aaa:

Warum ist jemand arrogant, der positive Verstärkung als Grundmotto hat? Eigentlich sollten alle Tierfreunde aufstehen und applaudieren. Ob es im Endeffekt immer funktioniert ist die zweite Frage. Aber sich darüber aufzuregen, dass jemand den Ansatz hat finde ich absolut fragwürdig.

claudia61
22-09-2008, 12:52
hättest du mich vor 5 jahren gefragt, da hatte ich nur meine kleine madam und da hätte ich dir auch gesagt, dass ich selbstverständlich nur mit pos.verstärkung arbeite!
und dann kam der terrier......
.....und dann kam noch ein kleiner renitenter rüde......

ich habe sehr viel dazulernen müssen und das fazit ist:
es gibt nicht DIE methode, die vorgehensweise, die immer und für alle hudne richtig ist! dafür sind unsere hudne viel zu individuell!

und es gibt dinge, da wäre ich nicht bereit, ein paar jahre daran zu arbeiten, bis die sitzen.
das kommando NEIN fidne ich z.b. ganz extrem wichtig, denn das kann meinen hunden das leben retten! udn das wird immer mit das erste sein, was ein hund bei mir lernen muss, denn da kann ich keine andere vorsorge treffen.
meine kleine hündin hat sich einmal in ihrem leben bei mir für einen ganz kurzen moment erschrocken, als sie nur verbal und körpersprachlich das NEIN lernen musste. sie ist leicht beeindruckbar und in diesem kurzen moment hat sie begriffen, dass NEIN etwas absolutes ist, das sie einzuhalten hat. udn das klappt bis heute.
udn da muss ich ganz klar sagen:
wenn meine hunde auf dem besten weg sind, etwas aufzunehmen, was für sie tödlich sein könnte, dann brülle ich ein NEIN vom allerfeinsten udn meine körpersprache lässt dann auch keinen zweifel mehr!
und da ist mir das schnurzegal, wieviel stress sie in dem moment dabei haben, denn ich will nur eines:
dass sie nicht an einem eventuellen giftköder krepieren müssen!!

bei uns gibts nur zwei wirklich wichtige sachen: die kommandos nein und hier!
alles andere ist kür und da ist mir das sowas von wurscht, wie lange das braucht bis es klappt.......

van Halen
22-09-2008, 13:09
@Van Halen

Und ein guter Ausbilder hat nicht jedes Hilfsmittel nötig!!!!!:aaa:



Steht auch nirgends, oder?!
Wo hab ich bitteschön auch nur ansatzweise von JEDEM Hilfsmittel gesprochen!?
Jedes Hilfsmittel ist so gut wie sein Anwender, heisst für Dich, ich wende jedes Hilfsmittel an? Aha.

Bevor Du mich hier so anschreist, lies doch.

Rottiheidi
22-09-2008, 13:12
@Van Halen

Ich schrei doch gar nicht. Ich habe halt so eine laute Stimme. :aaaah::err:

van Halen
22-09-2008, 13:13
@Van Halen

Ich schrei doch gar nicht. Ich habe halt so eine laute Stimme. :aaaah::err:


Wie lustig.

Deine Anhäufung der Ausrufezeichen bedeutet im Netz nunmal schreien.

Rottiheidi
22-09-2008, 13:17
Hupps. Wusste ich nicht. Bei allen Meinungsverschiedenheiten sollte der Respekt voreinander nicht verlorengehen. Aus diesem Grund würde ich Dich nie anschreien.

c.schnuffelblau
22-09-2008, 14:21
Hallo Rottiheidi,

Ich verstehe einfach nicht, was das mit Arroganz zu tun hat.

Arrogant finde ich den Gedanken,d er automatisch dahinter steht: Es geht bei jedem Hund! Wenn es nicht geht, haben die was falsch gemacht!
Ich würde sowas Böses nie tun (ich bin besser als die).

Den Gedanken es erstmal mit positiver Verstärkung zu versuchen, wird hier sicher jeder begrüßen.
Aber es geht nicht bei jedem Hund in jeder LSituation. Tut es einfach nicht.
Eine solche Diskussion führe ich ja nicht zum ersten Mal. Daher kenne ich die Sichtweise des Gegenübers.
Die gehen immer nur von den Hudnen aus die sie selbst hatten.
Und wenn andere sagen, daß alle nicht Hunde gleich sind, dann wird das nicht geglaubt. Auch das ist doch irgednwie anmaßend, oder?
Anderen zu unterstellen, sie hätten zu wenig Geduld und sich zu wenig Zeit genommen.
Es gibt Hunde, die sind nicht erreichbar, wenn sie z.B ne Katze/Wild sehen. Da würden die sich kein Stück für Lob, Leckerchen oder sonstwas interessieren und auf die Jagd gehen.
Liebe Grüße, Christiane

Amonchen
22-09-2008, 14:36
Hallo Amonchen,
Ein Hund aus dem Tierheim, entschuldigt aber nicht, Hilfsmittel anzuwenden. Ich finde, das es ohne Hilfsmittel gehen muss und es geht auch ohne.

Das mag für Deine Hunde auch so gegolten haben.
Aber wieviele Hunde hattest Du?

Bei meinen Shelties wäre ich nie auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen irgendwie mit Bestrafung zu arbeiten. Das wäre für die auch schlimm. Sie sind sensibel und verstehen es besser, wenn ich mit Clicker arbeite oder mit Lob und Verstärkung.

Bei meinem Jack Russell war das nicht so. Der war komplett anders. Natürlich habe ich auch da mit Lob und Verstärkung gearbeitet. Aber ich musste teilweise auch mit Bestrafung arbeiten.
Und nein, das war nicht der erste und einfache Weg. Der war eben d er über Lob und so. Damit habe ich zwar eine supergute Grunderziehung hinbekommen, aber in allen Bereichen hat es eben nicht gereicht.

Jeder Hund ist anders. Aber manche Hunde muß man selbst erlebt haben und zu verstehen, daß man manchmal auch nur mit Bestrafung weiterkommt.
Das finde ich nicht toll. Aber manchmal muß man eben auch etwas tun, was einem wiederstrebt, wenn es in dem Falle richtig ist.

So wie Du es schreibt, nämlich daß Du bereit bist auch einen längeren Weg zu gehen und so weiter, kommt deutlich rüber, daß Du Dich als den besseren Menschen siehst. Nämlich als jemanden der Geduld hat und sich Zeit nimmt...im Gegensatz zu Leuten wie mir.
Ich gestehe, daß ich das arrogant finde und mich darüber ärgere.
Vielleicht gerätst Du ja auch mal an einen Hund wo die reine positive Verstärkung nicht hinhaut. Ich denke, dann siehst Du manches anders.
Liebe Grüße, Christiane

Wieviele Hunde man hat, ist egal, es kommt auf die Beziehung zum Hund an. Ich habe schon mehrere Tierheimhunde ausgebildet u. ich habe selbst einen älteren Hund aus dem Tierheim. Und ob mein Hund schwierig ist oder nicht, ist völlig egal. Er war sein ganzes Leben im Tierheim, seine Vorbesitzer haben ihn nach 1 Jahr wieder zurückgebracht und für mich ist es einfach ein toller Hund, der in den richtigen Händen ein wahrer Lottogewinn ist. Übrigens bin ich mit einem Terrier aufgewachsen und wie ich finde, haben sie halt ihren eigenen Charakter, ich liebe Hunde mit Sturköpfen. Ich finde ein Hund muss wegen mir gehorchen bzw. aus Vertrauen heraus und nicht, weil ich da irgendetwas rumwerfe. Viele Erziehungsfehler würden gar nicht aufkommen, wenn Mensch sich im richtigen Moment richtig Verhalten würde.
Für mich ist Hundeerziehung halt ein wenig mehr und ich beschäftige mich auch sehr viel damit. Wenn Du mit Hilfsmittel arbeitest, dann ist das doch deine Entscheidung und mir letztendlich egal, für mich ist es halt nicht der Weg.

Ich war damals auch so ein Leinenrucker, bis ich irgendwann mal meine Handlungen hinterfragt habe und seitdem bin ich anderer Ansicht. Und ich lerne immer dazu, ich denke gerade beim Thema Hund hat man nie fertig gelernt. Und von mir aus, kannst du das auch als arrogant empfinden.

van Halen
22-09-2008, 15:03
Hupps. Wusste ich nicht. Bei allen Meinungsverschiedenheiten sollte der Respekt voreinander nicht verlorengehen. Aus diesem Grund würde ich Dich nie anschreien.

:friends:

c.schnuffelblau
22-09-2008, 18:26
Hi Amonchen,
Für mich ist Hundeerziehung halt ein wenig mehr und ich beschäftige mich auch sehr viel damit

Siehst Du, Du setzt vorraus, daß Du Dich mehr mit Hundeerziehung beschäftigst als ich. Ich wage zu behaupten, daß das nicht so ist.
Gleich fahre ich los und nehme an einem Intensiv-Kurs über 14 Tage Hundeerziehung teil.
Ich habe schon ne Menge Kurse besucht und viele, viele Einzelstunden gehabt um speziell für meine Hunde ein zugeschnittenes Programm erarbeiten zu können.
Auch das halte ich für aggrogantes Denken: dieses " die tun ja nichts, die nehmen den einfachen Weg"
Das ist ein Vorurteil welches einfach nicht stimmt.

Ich hatte vorhin noch ne Einzelstunde mit meinen Hudnepsychologen und habe den mal gefragt, wie er das so sieht mit Hetzttrieb bei Hudnen. Er sagt, viele kann man mit Konsequenz und Geduld erziehen. Die meisten.Bei einigen nimmt er das Sprühhalsband zur Hilfe, weil es anders nicht geht.
Er sagt, pro Jahr schickt er 3 Leute nach Hause unverrichteter Dinge nach Hause,weil diese sanften Methoden nicht wirken.
Er sagt, ihm tut es leid, aber gelingt nicht bei jedem Hund den Jagtrieb zu durchbrechen.
Liebe Grüße, Christiane

selli
22-09-2008, 21:29
Boah ich lehne mich mal aus dem Fenster:ist das hier das Forum Kindergarten?

Meine Herren werden hier Grundprinzipiell alle Worte auf die Goldbarre gelegt?Oder Ausrufe Zeichen?

Dann entschuldige ich mal gleich im Vorraus,denn so kenne ich mich nicht aus,oder kenne die Bedeutung mehrerer Zeichen.

Und jetzt mal bitte zurück zu Thema,weil wer besser wen was erzieht ist sehr supjektiv und auf solche Sachen hab ich keine Lust,deswegen hab ich mich nicht angemeldet.

Wer Hilfsmittel braucht Bitte,wer Zeit hat und Geduld super.

Wurfketten ist die Frage kann man zielen?Denn auf dem Hundeplatz hat mal eine meinen Hund damit getroffen,über das Hämatom konnte ich schon schwer hinweg sehen,aber das UPPS:devil1: da bin ich geplatzt.
Deswegen werde ich sie für mich sicher nicht mehr anwenden,aber bei meinem Hund reicht es auch wenn ich die Stimme erhebe oder ich meinen einspez. Pfeifton einsetze.

Und nun noch ein Wort zumTerrier:wir vergessen immer mal wofür Sie gezüchtet worden sind, Terrier leitet sich von Terre ab und heisst Erde,welches daher kommt das er die Beutetiere aus den Bau treiben soll, und da musste er nunmal selbst entscheiden.Und das raus zu bekommen ist sehr schwer.
Also Hut ab,wer da noch ein Probfall hat und das hin bekommt.

Svea

claudia61
23-09-2008, 07:23
wir vergessen immer mal wofür Sie gezüchtet worden sind, Terrier leitet sich von Terre ab und heisst Erde,welches daher kommt das er die Beutetiere aus den Bau treiben soll, und da musste er nunmal selbst entscheiden.

jo.....und vor allem kennt der terrier nur eine richtung: nach vorne!
und das auch und gerade,w enn er angst hat.
zögern, zurückgehen, das könnte in einem bau ganz fatale folgen haben!


im übrigen wüsste ich gerne mal, wie andere, die jedes hilfsmittel, jeden abbruch, jedes bisken stress etc. ablehnen, z.b. ein sicheres NEIN etabliert haben. betonung auf sicher.
da lege ja wohl nicht nur ich besonderen wert drauf, oder?

claudia61
24-09-2008, 07:31
schade, niemand hat auf meine frage geantwortet.
ich wüsste nämlich wirklich gerne, wie jemand, der sagt, dass er ausschliesslich (!) über positive verstärkung arbeitet udn für einen abbruch mit hilfsmitteln keinerlei verständnis aufbringt, bei seinem eigenen hund ein sicheres kommando für den abbruch einer handlung hinkriegt.......

van Halen
24-09-2008, 08:06
schade, niemand hat auf meine frage geantwortet.
ich wüsste nämlich wirklich gerne, wie jemand, der sagt, dass er ausschliesslich (!) über positive verstärkung arbeitet udn für einen abbruch mit hilfsmitteln keinerlei verständnis aufbringt, bei seinem eigenen hund ein sicheres kommando für den abbruch einer handlung hinkriegt.......

Und ich möchte die Frage erweitern,
"bei einem triebstarken Hund" ;), einem als erwachsenen übernommenen Hund, der zB sein Triebziel und somit Erfolge hatte, dessen Verhalten u. U. etabliert ist...

Mara+Frauchen
24-09-2008, 08:11
jo.....und vor allem kennt der terrier nur eine richtung: nach vorne!
und das auch und gerade,w enn er angst hat.
zögern, zurückgehen, das könnte in einem bau ganz fatale folgen haben!


im übrigen wüsste ich gerne mal, wie andere, die jedes hilfsmittel, jeden abbruch, jedes bisken stress etc. ablehnen, z.b. ein sicheres NEIN etabliert haben. betonung auf sicher.
da lege ja wohl nicht nur ich besonderen wert drauf, oder?


Claudias Frage schließe ich mich jetzt einfach mal an. Zumal ich auch jetzt noch die Erfahrung gemacht habe, dass es Menschen gibt, die bereits ein konsequentes "Nein" ablehnen.
Bei mir blinken da nur noch Fragezeichen in Augen, und zwar sehr viele :aaaah:

Rottiheidi
24-09-2008, 08:20
Ich habe mit Felix lange mit Schleppleinentraining gearbeitet. Desweiteren haben wir mit Reizangel zwecks Reizkontrolle trainiert. Es hat wirklich ziemlich lange gedauert, gebe ich zu, aber das "Nein" war und ist dann gefestigt gewesen.

Felix ist ein Glatthaar-Foxterrier-Beagle-Mix. Ich habe ihn bekommen als er drei Jahre alt war. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits unzählige Kaninchen getötet, weil es seinen Vorbesitzern schietegal war. Traurig aber war. :aaaah:

Ein deutliches NEIN lehne ich nicht ab. Geht aus der Entfernung nicht anders.

claudia61
24-09-2008, 08:24
wie genau hat der hund denn gelernt, was ein NEIN bedeutet?
udn wie lange in etwa hast du denn daran arbeiten müssen?

Marlene
24-09-2008, 08:28
Moin,

es hieß hier doch "ohne Hilfsmittel"?
Eine Schleppleine ist auch ein Hilfmittel, sie schränkt den Hund sehr in seiner Bewegungsfreiheit ein;)
Und eine Antwort auf Claudias Frage würde mich doch auch sehr interessieren.

Rottiheidi
24-09-2008, 08:30
@Claudia

Das NEIN kannte er schon, bevor ich mit dem Antijagdtraining begonnen hatte. War wohl das einzige was er bei seinen Vorbesitzern gelernt hatte (ausser, dass man Angst vor der Zeitung haben muss, weil man damit Haue bekommt!!!:aaaah:).

Es hat wirklich lange gedauert. Das erste mal ohne Schleppleine dauerte (wenn ich mich recht erinnere) ca. 1,5 - 2 Jahre).

@Marlene

Felix hat es nicht eingeschränkt.

claudia61
24-09-2008, 08:41
Zumal ich auch jetzt noch die Erfahrung gemacht habe, dass es Menschen gibt, die bereits ein konsequentes "Nein" ablehnen.
Bei mir blinken da nur noch Fragezeichen in Augen, und zwar sehr viele :aaaah:

da habe ich auch fragezeichen in den augen.
ich hatte mal für eine kurze zeit einen dackelrüden in pflege und zur vermittlung. der war soweit unkompliziert, wenn auch gelegentlich etwas dickschädelig. wir waren im wald unterwegs und am wegrand hat etwas gelegen. der daggel hatte das sofort im maul. GsD war das nicht klein genug, dass er das einfach so abschlucken konnte. eine olivfarbene scheibe wie ein puck. ich wusste nicht, was das war. aber ich hatte die vollpanik und habe versucht, das ding sofort aus dem maul zu holen. es war unglaublich! der kleine drecksack hatte die kiefer so fest zusammengebissen als wäre das ein schraubstock! was war das eine aktion, bis ich das aus dem maul raus hatte. es war ein tollwutköder für die füchse, habe ich dann erfahren. ich war schweissgebadet und fix und fertig!
ein anderes mal habe ich gesehen, wie schnell das gehen kann, dass hunde etwas finden und fressen. bei einem spaziergang am fühlinger see hatte ein grösserer hund die karkasse von einem brathähnchen im maul udn versuchte, das runterzuwürgen. bis man da dran ist udn sowas aus dem maul geholt hat!
jedenfalls bin ich bei sowas echt leicht paranoid....
mein horrorszenario ist, dass ich dafür verantwortlich sein könnte, dass meine hunde an etwas sterben müssten, was sie draussen aufgenommen haben und was ich nicht verhindern konnte, weil ich etwas versäumt habe, weil ich ihnen kein abbruchkommando beigebracht und regelmässig geübt habe.........

van Halen
24-09-2008, 08:45
ein anderes mal habe ich gesehen, wie schnell das gehen kann, dass hunde etwas finden und fressen. bei einem spaziergang am fühlinger see hatte ein grösserer hund die karkasse von einem brathähnchen im maul udn versuchte, das runterzuwürgen. bis man da dran ist udn sowas aus dem maul geholt hat!
jedenfalls bin ich bei sowas echt leicht paranoid....
mein horrorszenario ist, dass ich dafür verantwortlich sein könnte, dass meine hunde an etwas sterben müssten, was sie draussen aufgenommen haben und was ich nicht verhindern konnte, weil ich etwas versäumt habe, weil ich ihnen kein abbruchkommando beigebracht und regelmässig geübt habe.........

Gutes Thema.
Hatten wir doch hier auch schon öfter.

Und ich böser Mensch bin immernoch der Meinung, dass ich meinen Hunden jederzeit alles aus der Gosch holen können muss, bzw. ich sehr grossen Wert (muss ich sportmässig eh ;) ) auf "Aus" lege. Auch auf Distanz.
Mir wurde dann schon vorgehalten, dass das von mir nicht ok sei, weil "der Hund kein Vertrauen zu mir haben könne, damit nicht umgehen könne usw". ;)

Rottiheidi
24-09-2008, 08:54
@Van Halen

Da bin ich ganz Deiner Meinung. Man muss seinem Hund alles aus der Schnauze holen können. Das kann lebensrettend sein.

claudia61
24-09-2008, 09:00
@van halen
praktischerweise ist es bei gnädiger frau so, dass sie bei meinem nein auch gleich die kiefer aufklappt, wenn sie was im maul haben sollte.
ihr ein sicheres aus beizubringen, das ist etwas schwierig.
genauso auch beim terrier, der hat das einfach nicht gerafft, was ich von ihm wollte, aber ich habs immer und immer wieder versucht und seit einiger zeit hat er begriffen, was ich auf aus von ihm will. ich bin da scheints auch nicht so besonders talentiert, ihm das beizubringen, wie ich das gerne hätte. aber das wird schon noch.
wichtig ist mir, dass beide hunde auf ein nein gut reagieren und dass sich beide hunde alles abnehmen lassen.

Mara+Frauchen
24-09-2008, 09:01
Hi Claudia,

muss da noch was ergänzen. Ursprung dieser Diskussion war schon der Herr R. mit seiner Sendung, der Auslöser war dann wohl sein Einsatz der Wurfkette.
Die Userin, die bereits ein "Nein" abgelehnt hatte, schlug vor, den Hund zu beobachten und im Vorfeld ein Alternativverhalten anzubieten.

Das klang für mich erstmal ganz toll, ABER: das setzt doch auch voraus, dass ich meinen Hund in- und auswendig kennen muss, seine Körpersprache absolut verstehen muss und eigentlich nichts anderes tun darf, als beide Augen und das Gehirn nur beim Hund zu haben.

Ich habe mir das bei meiner Hündin vorgestellt, die ich vor fast 11 Monaten als totales Angstbündel aus dem TH geholt habe. Meine Maus gewinnt immer mehr Vertrauen, sie wird mutiger, Dinge vor denen sie heute noch zurückgeht, die traut sich sich morgen dann schon :dizzy:.

In Situationen, die ich von Anfang an bei ihre kenne, z.B. ihre Reaktion bei Autos, Mopeds, Traktoren und auch bei manchen Hunden, die hab ich so gut im Griff, dass ich da mit einem Alternativverhalten arbeiten kann. Viel mehr Schwierigkeiten haben wir da im Haus, da ist sie das reinste "Überraschungsei". Mir fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie ich ein Alternativverhalten aufbauen soll, wenn sie plötzlich den Mülleimer leert, während ich auf Toilette bin :fahne:.
Meine Hündin "klammert" auch sehr und sie bedrängte mich, mir war das gar nicht so richtig bewußt. Seitdem arbeite ich da viel mehr mit Körpersprache und auch mit Körpereinsatz. Aber das wurde ebenso abgelehnt.

Und da hab ich dann gar nix mehr verstanden :aaa:

claudia61
24-09-2008, 09:13
@rottiheidi
dann hast du also das kommando nein bei deinem hund garnicht etablieren müssen.
und du nutzt auch hilfsmittel.

ich hatte mich anfangs auch mal so gesehen, dass ich bei meinen hunden voll der "wattebäuschchenwerfer" bin.......aber irgendwann musste ich mich damit auseinandersetzen, dass ich eben auch hilfsmittel nutze, dass ich meinen hunden eben auch mal kurzzeitig stress antun muss, dass ich sie auch mal einschränken muss, dass ich sie auch mal zu einem meideverhalten bringen muss etc.pp.
ausschliesslicher einsatz von positiver verstärkung ist sicherlich in der erziehung nicht umsetzbar!
(im übrigen rede ich von der grunderziehung, von der arbeit zur alltagstauglichkeit meiner hunde, das sollte noch erwähnt werden!)
was ich für mich für umsetzbar halte, das ist, mit kleinstmöglicher "negativer" einwirkung, mit grösstmöglichem einsatz von positiver verstärkung, mit grösstmöglicher konsequenz, mit möglichst wenigen und sinnvollen hilfsmitteln, mit möglichst klarer kommunikation, mit möglichst durchdachter und vorausschauender sichtweise und in abhängigkeit von dem, was der einzelne hund an voraussetzungen mitbringt und wie die jeweilige situation ist, zu arbeiten.

Rottiheidi
24-09-2008, 09:19
@Claudia

Für Felix stellte das NEIN eine absolute Bedrohung dar, da es für ihn ein Zeichen dafür war, dass er demnächst wieder eine versemmelt bekommt.

Ich unterscheide schon die Hilfsmittel. Wurfkette, Sprayhalsband, Schleppleine sind für mich schon unterschiedlich. Es gibt also auch nicht DIE Hilfsmittel.

Bei Felix habe ich vieles etablieren müssen. Ein erwachsener Foxterrier-Beagle-Mix mit Raubzeugschärfe, ohne Grundgehorsam ist eine Aufgabe.

claudia61
24-09-2008, 09:31
Hi Claudia,

muss da noch was ergänzen. Ursprung dieser Diskussion war schon der Herr R. mit seiner Sendung, der Auslöser war dann wohl sein Einsatz der Wurfkette.
Die Userin, die bereits ein "Nein" abgelehnt hatte, schlug vor, den Hund zu beobachten und im Vorfeld ein Alternativverhalten anzubieten.

Das klang für mich erstmal ganz toll, ABER: das setzt doch auch voraus, dass ich meinen Hund in- und auswendig kennen muss, seine Körpersprache absolut verstehen muss und eigentlich nichts anderes tun darf, als beide Augen und das Gehirn nur beim Hund zu haben.

Ich habe mir das bei meiner Hündin vorgestellt, die ich vor fast 11 Monaten als totales Angstbündel aus dem TH geholt habe. Meine Maus gewinnt immer mehr Vertrauen, sie wird mutiger, Dinge vor denen sie heute noch zurückgeht, die traut sich sich morgen dann schon :dizzy:.

In Situationen, die ich von Anfang an bei ihre kenne, z.B. ihre Reaktion bei Autos, Mopeds, Traktoren und auch bei manchen Hunden, die hab ich so gut im Griff, dass ich da mit einem Alternativverhalten arbeiten kann. Viel mehr Schwierigkeiten haben wir da im Haus, da ist sie das reinste "Überraschungsei". Mir fehlt einfach die Vorstellungskraft, wie ich ein Alternativverhalten aufbauen soll, wenn sie plötzlich den Mülleimer leert, während ich auf Toilette bin :fahne:.
Meine Hündin "klammert" auch sehr und sie bedrängte mich, mir war das gar nicht so richtig bewußt. Seitdem arbeite ich da viel mehr mit Körpersprache und auch mit Körpereinsatz. Aber das wurde ebenso abgelehnt.

Und da hab ich dann gar nix mehr verstanden :aaa:

ich verstehe manchmal auch nix mehr....:err:

ich hatte und habe ja auch "gebraucht"-hunde mit unerfreulicher vorgeschichte.
meine erfahrungen sind, je klarer ich mich für den hund zeige, je eindeutiger udn konsequenter ich regeln aufstelle und grenzen setze, einem hund einen rahmen gebe, in dem er sich bewegen kann, desto besser kommt der hund klar, desto sicherer fühlt er sich, desto mehr vertrauen baut er auf, einfach, weil ihm so eine orientierung möglich ist.
der knackpunkt für mich ist das, wofür mein terrier ein gutes beispiel ist.
ich habe dem terrier eine menge beigebracht. solange ich für ihn alles stabil halten kann, das umfeld, die situationen, solange ist alles gut.
gerät er aber in eine für ihn extreme situation, setze ich ihn veränderungen oder situationen aus, die ihn verunsichern oder gar ängstigen, dann fällt er sehr leicht in alte verhaltensmuster zurück.
und mit jedem "rückfall" wird's schwieriger.....da kann man ab einem gewissen punkt kaum noch gegen antrainieren.....
der punkt ist doch, dass ich einem hudn beibringen kann, was ich will, es ist "nur" ein erlerntes (alternativ)verhalten. und ein erlerntes verhalten ist nur abrufbar und kann der hund nur zeigen, solange er nicht unter stress gerät. gerät der hund in eine für ihn stressige situation, so muss der stress nur gross genug werden und er wird in ein-/geprägte verhaltensmuster zurückfallen, wird er in muster zurückfallen, die instinktiv abgerufen werden können. erlernte verhaltensmuster sind eben nicht in allen situationen abrufbar.


ergänzen möchte ich noch, dass ich denke, dass bei diesem "katzenhasser"-hund ohne einen abbruch dieses scheinbar bereits doch sehr verfestigten verhaltens eben nicht so ohne weiteres ein alternativverhalten trainierbar wäre.
der hund stand erst bei seinem tagesablauf ziemlich unter anspannung und war dann aber innerhalb relativ kurzer zeit ganz deutlich entspannter. und der preis dafür war, dass der hund sich in einer trainingseinheit erschrecken musste. das halte ich schon für gangbar.
und ich denke auch, dass alles, was man tut, natürlich auch praktikabel sein muss. wie sollte das praktisch aussehen? statt des hudnes stehe ich den ganzen tag am fenster und warte darauf, dass eine katze vorbeikommt, um mit dem alternativen-training zu beginnen? udn das mache ich dann tagein tagaus? da hat meine vorstellungskraft dann auch seine grenzen....

claudia61
24-09-2008, 09:41
Bei Felix habe ich vieles etablieren müssen. Ein erwachsener Foxterrier-Beagle-Mix mit Raubzeugschärfe, ohne Grundgehorsam ist eine Aufgabe.

DAS glaub ich dir aufs wort!
und nein.....ich würde auch nicht tauschen wollen......mein terrier reicht mir voll und ganz! :err:

aprops etablieren:
das NEIN, das hast du nicht etablieren müssen!
udn das ist genau das, was mM nach eben NICHT über positive bestärkung zu erreichen ist......

c.schnuffelblau
24-09-2008, 10:57
Hallo Rottiheidi,
Ich unterscheide schon die Hilfsmittel. Wurfkette, Sprayhalsband, Schleppleine sind für mich schon unterschiedlich. Es gibt also auch nicht DIE Hilfsmittel.

Stimmt. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, so lange mit meinen Jacky an der Schleppleine gegangen zu sein.
Damals war ich in einer Hundeschule die damit warb super sanft zu erziehen. Und das wollte ich ja.
Das ist nun 13 Jahre her. Ich weiß nicht, ob Schleppleinentraining heute noch so "in" ist. Ich hoffe nicht.
LG, Christiane

claudia61
24-09-2008, 11:05
Hallo Rottiheidi,
Ich unterscheide schon die Hilfsmittel. Wurfkette, Sprayhalsband, Schleppleine sind für mich schon unterschiedlich. Es gibt also auch nicht DIE Hilfsmittel.

Stimmt. Ich habe heute noch ein schlechtes Gewissen, so lange mit meinen Jacky an der Schleppleine gegangen zu sein.
Damals war ich in einer Hundeschule die damit warb super sanft zu erziehen. Und das wollte ich ja.
Das ist nun 13 Jahre her. Ich weiß nicht, ob Schleppleinentraining heute noch so "in" ist. Ich hoffe nicht.
LG, Christiane

was war für dich denn am schleppleinentraining nicht i.o.?

in verbindung mit der schleppleine habe ich auch schon so manches gruseliges gesehen.
da werden schleppleinen am halsband befestigt z.b. oder sogar an der retrieverleine (also das einteilige teil und ohne zugstop).
der härtefall war, dass ich sogar einmal sehen musste, dass leute ne schleppe am halti befestigt hatten!

ein vernünftiges schleppleinentraining (in verbindung mit geschirr und unter entsprechender anleitung) halte ich persönlich hingegen für einen guten weg.

Rottiheidi
24-09-2008, 11:06
Was hat Dich am Schleppleinentraining genau gestört? Wie hast Du es aufgebaut?

@Claudia

Sehe ich genauso. Die Schleppleine gehört an das Geschirr und eine sachkundige Anleitung ist sehr wichtig.

c.schnuffelblau
24-09-2008, 11:29
Hallo Claudia,


ein vernünftiges schleppleinentraining (in verbindung mit geschirr und unter entsprechender anleitung) halte ich persönlich hingegen für einen guten weg

Um meinem damaligen Hund irgednwie zu beeindrucken bzw zu erreichen, musste ich so fest ziehen, daß er Saltos schlug.
Da hätte ich einen Sprüher wesentlich harmloser gefunden. Aber Geräte waren ja verpönt, weil man sanft sein wollte.

Das Wildern hat er so auch nicht gelassen. Auch nach einem Jahr konsequentem Schleppleinentrainig. War kein Wild in der Nähe, war er der besterzogenste Hund der Umgebung, aber das Wildern konnte ich ihn so nicht abgewöhnen.
Heute würde ich, wie gesagt, einen Sprüher nehmen. Das finde ich wesentlich weicher.
Liebe Grüße, Christiane

urmelgudrun
24-09-2008, 11:37
ich glaube nicht an gewalt.
ich glaube an vertrauen und respekt.
und ich glaube, dass erziehung nicht funktioniert ohne grenzen.
dabei ist es eben ein wesentlicher unterschied, ob ich einen welpen habe, den ich gleich in einem entsprechenden rahmen aufwachsen lassen kann, wie ich mir das vorstelle oder ob ich einen völlig durchgeknallten erwachsenen terrier bekomme, dessen vertrauen und respekt ich mir erstmal sauer erarbeiten muss, um ihm ein entspanntes und ausgeglichenes hundeleben bieten zu können.....


:appl::dank4

...und jetzt geh ich weiterlesen...

claudia61
24-09-2008, 11:37
Um meinem damaligen Hund irgednwie zu beeindrucken bzw zu erreichen, musste ich so fest ziehen, daß er Saltos schlug.


öhm.....saltos? nun, das war wohl nicht das, was ich als schleppleinentraining bezeichnen würde......

Rottiheidi
24-09-2008, 11:45
@Claudia

Da hast Du vollkommen recht.

urmelgudrun
24-09-2008, 12:09
Claudia61 schrieb:

der punkt ist doch, dass ich einem hudn beibringen kann, was ich will, es ist "nur" ein erlerntes (alternativ)verhalten. und ein erlerntes verhalten ist nur abrufbar und kann der hund nur zeigen, solange er nicht unter stress gerät. gerät der hund in eine für ihn stressige situation, so muss der stress nur gross genug werden und er wird in ein-/geprägte verhaltensmuster zurückfallen, wird er in muster zurückfallen, die instinktiv abgerufen werden können. erlernte verhaltensmuster sind eben nicht in allen situationen abrufbar.



Dem stimme ich zu.

Und da sind wir doch wieder beim Unterschied von Konditionieren und Kommunizieren.

...und bei der Gelegenheit möchte ich diesen thread wieder hochholen:

http://www.gesundehunde.com/forum/showthread.php?t=111987&highlight=kommunikation


Um zum eigentlichen Hundeprofi-Thema zurückzukehren möchte ich noch sagen, dass Rütter mM nach in den meisten Fällen lediglich Erziehungsversuche unternimmt und an Symptomen rumdoktert.

claudia61
24-09-2008, 12:21
Claudia61 schrieb:

der punkt ist doch, dass ich einem hudn beibringen kann, was ich will, es ist "nur" ein erlerntes (alternativ)verhalten. und ein erlerntes verhalten ist nur abrufbar und kann der hund nur zeigen, solange er nicht unter stress gerät. gerät der hund in eine für ihn stressige situation, so muss der stress nur gross genug werden und er wird in ein-/geprägte verhaltensmuster zurückfallen, wird er in muster zurückfallen, die instinktiv abgerufen werden können. erlernte verhaltensmuster sind eben nicht in allen situationen abrufbar.



Dem stimme ich zu.

Und da sind wir doch wieder beim Unterschied von Konditionieren und Kommunizieren.

...und bei der Gelegenheit möchte ich diesen thread wieder hochholen:

http://www.gesundehunde.com/forum/showthread.php?t=111987&highlight=kommunikation


Um zum eigentlichen Hundeprofi-Thema zurückzukehren möchte ich noch sagen, dass Rütter mM nach in den meisten Fällen lediglich Erziehungsversuche unternimmt und an Symptomen rumdoktert.

ich kenne rütter nicht persönlich, aber das, was du schreibst, das ist jedenfalls der eindruck, den man mit dieser sendung präsentiert bekommt.......


den zitierten fred habe ich nicht durch.
kommunikation ist der punkt, aber da muss man u.u. auch erstmal hinkommen, dass sie möglich ist, dass sie anwendbar ist.....

c.schnuffelblau
24-09-2008, 12:35
öhm.....saltos? nun, das war wohl nicht das, was ich als schleppleinentraining bezeichnen würde

Nee, tut mir auch echt leid im Nachherein. Die Hundeschule würde ich keinem empfehlen. Aber ich war damals noch völlig unwissend, habe mich an Fachleute gewandt und dachte, die wissen das doch besser als ich.
Die Schule war 200 Kilometer entfernt. Damals gab es die noch nicht so häufig wie heute. Und es hieß, daß sie eben sanft arbeiten. Nicht mit Teletakt, was damals ja noch üblich war.

Nur: wie hättest Du Dich Schleppleinenmäßig verhalten, wenn der Hund am Ende der Leine kein Stück auf einen Ruck reagiert?
Der war nicht zu erreichen, wenn der Wild gesehen hat.
Liebe Grüße, Christiane

claudia61
24-09-2008, 12:51
ich bin einfach weitergegangen oder habe mich auf dem absatz umgedreht und bin in die entgegengesetzte richtung gegangen und wenn ich gehe, kommt die leine nur auf zug und der hund muss ja dann zwangsläufig mitgehen.
oder ich habe ihn gerufen und einfach die leine eingeholt, um ihn zu mir zu holen.
ich habe nicht ruckerei oder so eingesetzt.

c.schnuffelblau
24-09-2008, 13:08
ich bin einfach weitergegangen oder habe mich auf dem absatz umgedreht und bin in die entgegengesetzte richtung gegangen und wenn ich gehe, kommt die leine nur auf zug und der hund muss ja dann zwangsläufig mitgehen.

Ich glaube, das nennt sich "Verunsichern auf Distanz". Das habe ich in dieser Hundeschule leider nicht gelernt. In meiner späteren, die dann irgedwann aufmachte in meiner Nähe, schon.
Inzwischen sagt man ja, daß der Hund bei dem Rucken wie man es mir zeigte eben keinen Hinweis bekommt, was er nun eigentlich soll. Aber wußte man das damals schon?

oder ich habe ihn gerufen und einfach die leine eingeholt, um ihn zu mir zu holen.

Reagiert hat er, der sonst perfekt erzogen war, ja nicht bei Wild. Ranziehen hieß, er wurde rangezogen, gegangen ist er keinen Schritt in Richtung "weg vom Wild".. Es blieben dann 4 Spurrillen im Boden.

Ich denke es ist doch so: unser Wissen über Hudneerziehung wächst. Noch vor 13 Jahren hat man Fehler auch von Hundeschulen aus gemacht, die heute wohl nicht mehr vorkommen würden.
Diese Leute in dieser Hundeschule haben es mir ja auch nach bestem Wissen und Gewissen gezeigt. Und die haben sich garantiert belesen und hatten Ahnung. Dem damaligem Stand entsprechend.
Aber wie gesagt: Schlpeppleine ist für mich negativ belegt, und es war für ihn auch nicht das richtige Mittel. Das wäre es auch heute nicht. Er war schon leinenführig (außer eben bei Wild) Aber das ist es ja nicht,w as mit der Schleppleine trainiert werden soll. Von daher hätte diese Absatz-Kehrt Methode auch nichts gebracht. An der Schleppleine soll er ja auch nicht leinenführig sein, was er ja sonst war.
Liebe Grüße, Christiane

claudia61
24-09-2008, 13:18
Noch vor 13 Jahren hat man Fehler auch von Hundeschulen aus gemacht, die heute wohl nicht mehr vorkommen würden.
.................................................. .................................................. .
da würde ich nicht drauf wetten! ;)
sicherlich ist das niveau insgesamt gestiegen, aber gut? ich weiss nicht.....jeder kann hingehen udn sich einen gewerbeschein kaufen und schon gibts einen tariner oder eine hundeschule mehr.....

und solange noch leute solche absurden sachen erzählen, dass als erziehungsmaßnahme zur leinenführigkeit eines völlig unsicheren und überforderten jungrüden von ihrem "trainer" angesagt wurde: "stachler drauf und sack über den kopp......dann muss der mit!"......da wird einem doch schlecht!
und nein, das ist nicht aus dem vorletzten jahrhundert, das ist eine ganz aktuelle sache......

c.schnuffelblau
24-09-2008, 13:39
Hi claudia61,

und solange noch leute solche absurden sachen erzählen, dass als erziehungsmaßnahme zur leinenführigkeit eines völlig unsicheren und überforderten jungrüden von ihrem "trainer" angesagt wurde: "stachler drauf und sack über den kopp......dann muss der mit!"......da wird einem doch schlecht!

War das Hundeschule? Oder Hundeplatz?
Sowas kenne ich nicht von Profi-Hundeschulen, sowas kenne ich nur von Hundeplätzen. Die Leute die Tierpsychologie studiert haben und sich immer weiter fortbilden sind wohl eher in Hundeschulen zu finden. Mein Trainer ist so einer. Der hat seine Schule vor 13 Jahren eröffnet. Aber aus der Anfangszeit mit meinem Terrier kannte ich ihn noch nicht.
Bei dem erfährt man immer neue und interessante Dinge. Auch bei Kursen die man schonmal hatte.
Leider kostet das richtig Kohle, das ist manchmal das Problem
Liebe Grüße, Christiane

selli
24-09-2008, 19:21
Hab da mal ein ganz grundprinzipielle Frage,wo fängt Hilfsmittel an und wo hört es?

Also ich benutze einen Ball oder eine Frisbischeibe,da fährt mein Dicker völlig drauf ab,und macht fast alles dafür. genau genommen sind das auch Hilfsmittel,aber er lässt sich damit sehr gut umlenken.

Ein Nein zu konditionieren kann man auch über Leckerli,sollte aber das Non plus ultra zu sein.Ich lege dann das Leckerli vor meinen Hund und ich sage Nein,je länger er das durch hält,desto besser,er bekommt natürlich dann das Leckerli.Er macht das mittlerweile so gut,das ich sogar ein Katzenleckerli auf Ihn ablegen kann und es sich eine meiner Katzen von Ihn runterholt,und dafür bekommt er damm eine richtig fette Belohnung.

Und zu den Hundeschulen:es gibt sehr gute und natürlich auch sehr schlechte.Aber das raus zu finden ist sehr schwierig,da eder Hundehalter verschiedene Ansprüche hat.

Zu diesem Leinengerucke:aaaah: geht für mich nicht wirklich,da man immer eine Erschütterung auf die Wirbelsäule ausübt,und das kann nicht gesund sein.
Egal ob man das am Halsband oder Geschirr macht.

Mit Schleppleine hab ich noch nicht gearbeitet.Könnte mir das aber unter guter Anleitung vorstellen.

LG Svea

c.schnuffelblau
24-09-2008, 19:46
Hallo Selli,

Mit Schleppleine hab ich noch nicht gearbeitet.Könnte mir das aber unter guter Anleitung vorstellen.

Wie soll denn da ein Effekt eintreten, wenn man nicht ruckt?
Ein weiterer Nachteil der Schleppleine (die hält man nicht in der Hand, darüber sind wir uns alle einig?) ist der, daß ein Hund mit wirklich starkem Jagdtrieb so schnell weg ist, daß man die Leine nicht immer erwischt. Der Hund verheddert sich dann irgendwo und man kann nur hoffen, daß man ihn findet. Mal von der Verletzungsgefahr abgesehen.
Also der Bringer schlechthin ist ne Schleppleine auch nicht.
Liebe Grüße, Christiane

Josie
24-09-2008, 20:32
Hallo,
Halsband und Führleine sind auch Hilfsmittel. Hilfsmittel sind okay und ein bißchen Stress hat noch keinem Hund geschadet.
Geschirr und Feldleine für viele Erziehungmethoden sehr gut geeignet - Disk oder Kette - man soll den Hund damit ja auch nicht schlagen, Halti - wenn man nicht dran rumreißt, ein gutes Hilfsmittel.
LG Tina

claudia61
25-09-2008, 07:26
die vorteile des trainings mit der schleppe sind für mich z.b.:
der hund ist gesichert.
der hund hat keine kontraproduktiven erfolgserlebnisse.
der hund lernt, einen gewissen radius einzuhalten.
der hund lernt, sich an mir zu orientieren.
der hund lernt, dass es sich für ihn lohnt, mit mir zusammenzuarbeiten.
der hund lernt kommandos.
der hund lernt, dass ich jedes kommando durchsetze.

wichtig: ich habe das ende der 5m-schleppe immer in der hand!

darüberhinaus sehe ich sehr wohl einen unterschied, ob ich eine schleppe an einem HB oder mit einem gutsitzenden geschirr (ich habe neoprengepolsterte camiros) verwende. die einwirkung auf den hund ist deutlich unterschiedlich! mit HB oder halti kann sich ein hund theoretisch sogar das genick brechen, wenn er volle pulle in die schleppe rennt......beim geschirr wird der schwung mit dem brustbereich abgefangen und das ist eine ganz andere nummer.

@christiane
gerucke ist weder sinn noch zweck einer schleppe.
der effekt ist, wenn du meine obige auflistung mal anschaust, durch ganz andere dinge gegeben.

claudia61
25-09-2008, 07:42
Ein Nein zu konditionieren kann man auch über Leckerli,sollte aber das Non plus ultra zu sein.Ich lege dann das Leckerli vor meinen Hund und ich sage Nein,je länger er das durch hält,desto besser,er bekommt natürlich dann das Leckerli.Er macht das mittlerweile so gut,das ich sogar ein Katzenleckerli auf Ihn ablegen kann und es sich eine meiner Katzen von Ihn runterholt,und dafür bekommt er damm eine richtig fette Belohnung.


hast du ein nein so konditioniert? wie variantenreich ist das geübt? udn wie sicher funktioniert das nein?
funktioniert das nein zuverlässig in wirklich allen denkbaren und undenkbaren situationen? wäre der hund verfressen, würde er also draussen nichts fressen bzw. aufnehmen, selbst wenn es um das leckerste menschenessen ginge? wäre der hund jagdambitioniert, würde er sich sofort stoppen lassen, wenn ein hase direkt vor ihm aufspringt oder ein reh? etc.pp.

c.schnuffelblau
25-09-2008, 07:50
die vorteile des trainings mit der schleppe sind für mich z.b.:
der hund ist gesichert.
der hund hat keine kontraproduktiven erfolgserlebnisse.
der hund lernt, einen gewissen radius einzuhalten.
der hund lernt, sich an mir zu orientieren.
der hund lernt, dass es sich für ihn lohnt, mit mir zusammenzuarbeiten.
der hund lernt kommandos.
der hund lernt, dass ich jedes kommando durchsetze.

wichtig: ich habe das ende der 5m-schleppe immer in der hand!

Okay, das kenne ich nun ganz anders.
Ne Schleppleine soll ja schleppen, also frei laufen. Ich kenne das so, daß der Hund dieses alles (bis auf Einhaltung des Radius) schon kann, wenn man mit ihm an die Schleppleine geht.
Also meiner konnte das. Der war perfekt erzogen. Nur eben nicht bei Wild. Das hat er alle Erziehung vergessen. Er sollte paktisch denken, daß er frei läuft, und dann merken, daß man doch noch Einfluß hat. Deshalb sollte die Leine anfangs 20 Meter haben und dann nach und nach gekürzt werden.
Dazu ist es aber nie gekommen.

Anscheinend gibt es da ganz unterschiedliche Arbeitsweisen mit Schleppleine.
All das was Du oben beschreibst bringe ich meinem Sheltie gerade durch Leinenführigkeit/bei Fuß gehen bei. Bis auf den Radius.(Den hält er von alleine ein)
Aber das ist ein Kinderspiel gegen einen wildwütigen Jacky. ;-)

darüberhinaus sehe ich sehr wohl einen unterschied, ob ich eine schleppe an einem HB oder mit einem gutsitzenden geschirr (ich habe neoprengepolsterte camiros) verwende.
LIebe Grüße, Christiane

Rottiheidi
25-09-2008, 08:02
Es gibt auch ein ganz gutes Buch dazu.

Autorin ist Pia Gröning.

claudia61
25-09-2008, 08:05
das schleppleinentraining habe ich bei meinem terrier eingesetzt, der als erwachsener und verkorkster auslandshund zu mir kam.
ich kenne die schleppe vona nfang an also aus der richtung allgemeine erziehung/verhalten und nicht speziell beschränkt auf antijagdtraining.

vielleicht kommen daher auch einige diskrepanzen in diskussionen auf, weil man zwar denselben begriff benutzt, aber u.u. etwas völlig anderes darunter versteht......


aber um es nochmal zu ergänzen und speziell aufs jagen abzuheben.
mein terrier reagiert auf bewegung. der rennt erst los und fragt dann, was war. :err:
der terrier ging sehr lange an der schleppe. wir haben von anfang an ein NEIN etabliert, was bei uns heisst: hör sofort auf mit dem, was du tust, egal was das ist! ausserdem hat er gelernt, auf den wegen zu gehen und sich nicht in die büsche zu schlagen, da wird er konsequent mit einem RAUS DA zurückgerufen. ausserdem habe ich mit ihm in wildgehegen gearbeitet und dann auch hier anfangs nochmal gezielt wild gesucht und gesichert mit der schleppe nochmal in erinnerung gerufen wie ich das so sehe, die sache mit dem jagen.... ;)
das hat ganz gut funktioniert mit der zeit und das üben wir aber auch permanent.
wie gut das funktioniert, das weiss ich erst, seitdem wir hier etwas ländlicher wohnen und umzingelt sind von suizidgefährdetem getiers wie fasanen, hasen, rehe, die echt völlig schmerzfrei sind in ihrem verhalten!
wir hatten hier schon alles mögliche an situationen und die heisseste war nicht mit hasen oder rehen sondern mit einem fuchs, der direkt vor dem terrier aus dem gebüsch sprang. der terrier hatte eine schrecksekunde, aber startete durch. er war mit einem NEIN am wegrand zu stoppen. eine weitere deutliche hemmschwelle war trotz seiner aufregung das verlassen des weges und letztendlich konnte ich ihn daher mit HIER zurückrufen. ich war megastolz auf ihn!
bei ihm hat dieses vorgehen also ganz gut geklappt und ich denke, dass ein so geartetes schleppentraining doch kernpunkte nicht schlecht abdeckt.....:)

c.schnuffelblau
25-09-2008, 10:51
vielleicht kommen daher auch einige diskrepanzen in diskussionen auf, weil man zwar denselben begriff benutzt, aber u.u. etwas völlig anderes darunter versteht......

Ja, denke ich auch. Ich habe es wirklich nur als Antijagdtraining benutzt, weil ich ihn mit der normalen Leine sehr gut erzogen habe. Das war allerdings auch harte Arbeit. Viele Vorbesitzer die an seiner Renitenz gescheitert sind. Er lebte auch teilweise frei und ist ungehindert auf die Jagd gegangen. Hat nicht nur Kaninchen getötet, sondern hing auch Rehen an der Gurgel. Der kam NIE zurück,ohne Beute. Teilweise hat er sich dabei schwer verletzt, denn der hat nicht aufgehört zu hetzten, egal ob er schon Dornen im Auge hatte oder sonstwie verletzt war.
Na ja, und mit Schleppleine hat er das nicht-jagen eben kein Stück gelernt.
Liebe Grüße, Christiane

selli
25-09-2008, 19:48
claudia61

Also zu dem Nein,bei mir hat es so funkioniert,ich kann ihn jeglicher Zeit abrufen,selbst wenn er schon auf der Jagt ist.Ein Pfiff und Nein,Kehrt und er dreht im Lauf um,selbst wenn das Kanickl vor uns läuft.

Zu dem Fressen,was so rum liegt,ich hab ein Gourmet,der nimmt nicht alles,nicht mal meine Hundekekse,auf welche andere Hunde stehen.Und rohes Fleisch sowieso nicht,hab ich ihm abgewöhnt,als er Welpe war!!:dizzy:
Nicht mal die Gute Pute,bei uns wurden damal Puten-Rattengift-Köder gelegt,und da hab ich alles was die Küche an Gewürzen hergab,in ein Stück Pute gespritzt,und ihm hingelegt,fand er richtig schrecklich:aaaah:
ich gut,weil seit dem hat er nix mehr angerührt.Lieber einmal dünnschi.. als einen vergifteten Welpen/Hund.

Und noch was zu Schleppleine,hab ja gelesen das sich Hunde gerne darin an Bäume Verwickeln,wenn Besi nicht schnell genug war,vorallem in Unterholz ja extrem gefährlich.Wie wäre es einfach den Karabinerhaken mit einem Panikhaken(Pferdesport) auszutauschen,da kann sich der Hund wenigsten in Not befreien.

LG Svea

pekingente
26-09-2008, 23:09
Wie wäre es einfach den Karabinerhaken mit einem Panikhaken(Pferdesport) auszutauschen,da kann sich der Hund wenigsten in Not befreien.

LG Svea

DaS versuche ich gerade, mir bildlich vorzustellen. Das sind doch die Teile die man zu sich hinzieht und dann die gehen auf, oder? Ich denke, das ist für einen Hund ein zu schwerer Mechanismus und die Dinger sind ja auch noch total riesig, die könnte der Wuffel noch nicht mal zerbeißen....

Ein Zangenhaken wäre vielleicht gut, weil der beim richtigen Winkel beim Draufbeißen leich aufgeht...

die weisse
28-09-2008, 12:47
Mal auf die Sendung gestern (Retriever, Dalmatiner) zu sprechen kommend... wie fandet ihr die?

betty_ke
28-09-2008, 13:07
... war mit völlig wurscht ... fand nur die blaue dogge genial!

gevadderchen mit stock und diesem riesen blauen, coolen buben :err::err::err:

;)

Peppino
28-09-2008, 13:15
zustimm!!! Die beiden waren klasse anzusehen.


... war mit völlig wurscht ... fand nur die blaue dogge genial!

gevadderchen mit stock und diesem riesen blauen, coolen buben :err::err::err:

;)

selli
28-09-2008, 13:16
Ja die Dogge war cool,aber ich hab mir dauernd die Frage bei der Dalmi-Hündin gestellt,ob Sie dieses ´Verhalten nur bei der Dogge zeigt oder allgemein bei großen Hunden(Rüden?Hündinnen? etc.) war mir zu einseitig und zu speifisch auf die Dogge fixiert!

Der Goldi war auch herzlich,und da sieht man wieder welche Fehler der mensch macht,aber wirklich gute Tipps waren für mich auch nicht dabei,ausser der Hund soll beschäftigt werden.

Das ist für mich kein Tipp,sondern ein GRundvorrausetzung,bevor man sich einen Hund anschafft.

LG Svea

susafrankreich
28-09-2008, 14:55
Ich bin gestern während der ersten Werbeunterbrechung angerufen worden und hab heute früh verpennt. Hätte es so gerne gesehen. Hat nicht zufälligerweise jemand aufgezeichnet? :D

die weisse
28-09-2008, 15:02
[QUOTE=selli;1749491

Der Goldi war auch herzlich,und da sieht man wieder welche Fehler der mensch macht,aber wirklich gute Tipps waren für mich auch nicht dabei,ausser der Hund soll beschäftigt werden.

Das ist für mich kein Tipp,sondern ein GRundvorrausetzung,bevor man sich einen Hund anschafft.

LG Svea[/QUOTE]


Liebe Svea,

da stimme ich Dir zu. Aber die meisten Leute schaffen sich diese Grundvoraussetzung nicht vor dem Anschaffen eines Tieres, sondern meist erst dann, wenn es "Probleme" gibt. Und auch dann sehn sie das Problem erstmal nicht bei sich, sondern bei dem Tier. Beim Anschaffen gehts bei den meisten Menschen erstmal um das Äussere Erscheinen des Tieres, und was es ihnen an Aufmerksamkeit durch die Umwelt zuträgt. Warum sonst gäbe es jährlich neue Modehunde, und die eigentlich unpassenden Menschen dazu?

Pelle13
28-09-2008, 15:03
Ich fand den Fall des Retrievers auch zu einfach und irgendwie hat sich dort für mich auch kein Lerneffekt eingestellt. Erst kastrieren, dann doch nicht - er braucht Beschäftigungstherapie...mh, alles so undefiniert. ich fand es nicht so toll.

Die Dogge war klasse!

Sofawolf
28-09-2008, 15:09
also beide fälle fand ich interessant, weil lasse auch so ein schisshase ist und mich solche aufreiter tierisch nerven und die meisten sagen, dass man da nichts machen könne ...

beim dalmatiner fand ich es auch suboptimal, dass immer mit der gleichen dogge trainiert wurde. klar hat der hund jetzt keine oder zumindestens weniger angst vor DIESEM hund, aber was ist mit anderen ? strupp war anfangs auf männer total angstaggresiv, aber hat sich mit meinem freund von anfang an super verstanden.

die behandlung des goldies war mir auch zu läppisch. die meisten aufreiter die ich kenne, werden gut ausgelastet und haben auch vernünftige besitzer. das eine kastration da nicht immer was ausrichtet ist klar, aber mich hätte speziell die "behandlung" dieses problems interessiert.

Eiszeit
28-09-2008, 15:17
An die Dogge hat sich der Dalmi also langsam gewöhnt.
Und was passiert beim nächsten großen Hund?

Pelle13
28-09-2008, 15:22
Ja, das hätte mich auch interessiert, denn sie verhielt sich ja angeblich generell bei großen Hunden so ängstlich, nicht nur bei dieser Dogge.

Brumsum
28-09-2008, 19:13
ich kenne beide dogge und Dalmi.
gefilmt wurde das hinter unserem Haus-
Also die Frage kann ich euch beantworten, die dalmidame hat auch vor meiner Isis (groß und schwarz ) eine Riesenangst.

Eiszeit
28-09-2008, 19:18
ich kenne beide dogge und Dalmi.
gefilmt wurde das hinter unserem Haus-
Also die Frage kann ich euch beantworten, die dalmidame hat auch vor meiner Isis (groß und schwarz ) eine Riesenangst.


Hallo Iris,
jetzt doch nicht mehr, sie wurde doch therapiert ;).

Brumsum
28-09-2008, 19:22
Ich kann euch gerne berichten, wenn es euch interessiert.

Allerdings habe ich da meine Zweifel.
Ne richtige lösung bei dem Problem Cora konnte ich nicht erkennen.

Habe nur ein Problem mit meiner Isis, sie mobbt so extrem ängstlich Hunde, naja wenn die Dalmidame nun keine Angst mehr hat, dann wohl nicht mehr;)
allerdings versteh ich auch nicht so ganz warum Rütter oder Besitzerin einige andere Hunde dazu geholt hat

Eiszeit
28-09-2008, 19:24
Ich wäre da auch vorsichtig :err:.
Naja, fürs Fernsehen muss halt immer ein schneller Erfolg her :rolleyesg.

Silvia H.
28-09-2008, 21:31
Hallo allerseits,

die Sendung wird ja leider nicht über einen mehrmonatigen Zeitraum aufgezeichnet, d. h. wirklich "endgültige" Entwicklungen wird der Zuschauer in den seltensten Fällen zu sehen bekommen.

Die Reihe zeigt lediglich einen möglichen Weg auf. Was die Halter davon dann alles umsetzen und in der Zukunft realisieren, ist ihre Sache.

Und ich finde gerade dieses Konzept eigentlich gut (wenn auch leider etwas oberflächlich umgesetzt). Ich glaube nicht, dass es hier um schnelle Lösungen geht, die sind in den seltensten Fällen einfach mal eben so möglich. Es wurde ja auch gerade in der letzten Sendung wieder betont, kleine Schritte zu gehen, Geduld dabei mitzubringen.

Aus diesem Grund empfand ich es bei Cora auch nicht als problematisch, dass in der Sendung nur mit einem einzigen Angstauslöser gearbeitet wurde. Erst diesen als nicht mehr so schlimm etablieren, dann mit dem nächsten Hund arbeiten und mit der Zeit den "Bekanntenkreis" immer weiter ausdehnen und hoffen, dass eine Generalisierung stattfindet. Die arme Maus musste ja auch schon einiges in ihrem Hundeleben einstecken...

Liebe Grüße,

Silvia

Antrosili
28-09-2008, 21:44
@Silvia
gut gesagt! :friends:

SonjaBenny
29-09-2008, 11:59
Hallo,

Das ist für mich kein Tipp,sondern ein GRundvorrausetzung,bevor man sich einen Hund anschafft.

Das mag bei dir so sein, aber scheinbar nicht bei der Frau mit dem Golden.
Der Hund war ja sichtlich unausgelastet und nicht einen Funken interessiert an der Frau.

Ich stimme mit Rütter bisher insofern zu, das viele Hunde einfach keine "Arbeit" haben und schlichtweg total unterfordert sind.
Das gefällt mir sehr gut, das er das eigentlich immer erwähnt.

Bei den Beiden mußte es ja etwas leichtes sein, das die Frau als Anfänger gebacken bekommt und der Hund dennoch erstmal eine körperliche Auslastung erfährt.
Wobei mir auch nicht ganz klar war, was sie denn nun mit ihm macht. Geschwommen ist der Golden ja nicht so gut, oder doch?

Habe nur ein Problem mit meiner Isis, sie mobbt so extrem ängstlich Hunde, naja wenn die Dalmidame nun keine Angst mehr hat, dann wohl nicht mehr
Natürlich hat der Dalmi noch Angst, man kann das ja nicht erwarten in der kurzen Zeit - schliesslich heist er ja Rütter und nicht Gebmann :err:

Und mit mobbenden großen Hunden hätte ich auch so meine Probleme ;).

@Silvia:
zustimmt :dank4

~°Alex°~
29-09-2008, 16:46
Wobei mir auch nicht ganz klar war, was sie denn nun mit ihm macht. Geschwommen ist der Golden ja nicht so gut, oder doch?

Hmmm...also das, was ich gesehen habe, war folgendes: Hund wird drinnen so weit als möglich ignoriert. Draußen stellt sich dann folgende Situation: Frau bekommt Handschuhe an und eine Schleppleine in die Hand gedrückt, der Hund hopst und rennt wie ein Irrer um sie herum, sie ruft ihn immer mal wieder heran und man nennt das dann "Auslastung" oder "Beschäftigung". Kann ich beides darin nicht finden.
:rolleyesg

Ich weiß nicht, auch das mit der Dalmatinerdame und der Dogge... das sind alles irgendwie so "halbe Lösungen", auf die man mit wenig Denken schon selbst kommen könnte und die im Endeffekt das grundsätzliche Problem mit Hund und Halter nicht angehen. Aber wie schon weiter vorne geschrieben - das Format ist eben auch nicht dazu gedacht, Haltern langfristige Lösungen aufzuzeigen oder gar eine Vorbildfunktion auszuüben - es soll lediglich eine reine Unterhaltung sein.

Liebe Grüße
Alex

claudia61
30-09-2008, 07:04
es soll lediglich eine reine Unterhaltung sein
.................................................. ..........
aber genau so wird das sicherlich nicht allgemein aufgefasst!
es wird reichlich hundehalter geben, die solche serien als "weiterbildungsmaßnahme" sehen......und genau da wirds dann meiner meinung nach problematisch......

Beagleboys
30-09-2008, 16:34
Hi !

Also ich mag den Rüther auch nicht ebenso nicht die Hundenanny. Gut einige gute Tipps macht er schön aber eingies past mir überhaupt nicht.

~°Alex°~
02-10-2008, 13:05
aber genau so wird das sicherlich nicht allgemein aufgefasst!
es wird reichlich hundehalter geben, die solche serien als "weiterbildungsmaßnahme" sehen......und genau da wirds dann meiner meinung nach problematisch......

Ja, da kann ich dir nur zustimmen, ich finde solche Sendungen auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Aber das ist eben die Begründung, die der Sender dazu liefert, ähnlich wie bei "Wildes Wohnzimmer". Wobei dort sogar wirklich gravierende Haltungsmängel bei Exoten gezeigt wurden, das ist hier "immerhin" nicht der Fall. Daher hilft es wohl nur, mit anderen Hundehaltern darüber zu sprechen und vielleicht die ein oder andere Vorstellung wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Liebe Grüße
Alex

mallow
02-10-2008, 15:06
Daher hilft es wohl nur, mit anderen Hundehaltern darüber zu sprechen und vielleicht die ein oder andere Vorstellung wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.

Das denke ich auch. Ich kenne auf jeden Fall einige Hundehalter die der Meinung sind in der Sendung würden "Handlungsansätze" zu sehen sein die man ohne Grundwissen übernehmen könnte - so eine Art Sendung mit der Maus für Hundehalter ohne Interesse an Hundeverhalten.

Cushie
02-10-2008, 15:51
Hallo Selli,

Mit Schleppleine hab ich noch nicht gearbeitet.Könnte mir das aber unter guter Anleitung vorstellen.

Wie soll denn da ein Effekt eintreten, wenn man nicht ruckt?
Ein weiterer Nachteil der Schleppleine (die hält man nicht in der Hand, darüber sind wir uns alle einig?) ist der, daß ein Hund mit wirklich starkem Jagdtrieb so schnell weg ist, daß man die Leine nicht immer erwischt. Der Hund verheddert sich dann irgendwo und man kann nur hoffen, daß man ihn findet. Mal von der Verletzungsgefahr abgesehen.
Also der Bringer schlechthin ist ne Schleppleine auch nicht.
Liebe Grüße, Christiane

Mit einer Schleppleine hast du primär eine Sicherung, erst sekundär ein Sicherungshilfsmittel. Es gibt von Monika Gutmann ein gutes Buch für Schleppleinenanfänger, im AJT wird es aber auch sehr schön beschrieben.

Kannst du dir denn wirklich nichts anderes vorstellen, als an der Schleppleine zu rucken? :aaaah:

c.schnuffelblau
02-10-2008, 22:32
Kannst du dir denn wirklich nichts anderes vorstellen, als an der Schleppleine zu rucken? :aaaah:[/QUOTE]

Welch reizende Fragestellung. Da bekommt man wirklich Lust zu antworten.
:-)

Christine+Emma
03-10-2008, 08:08
Hallo Christiane,

bei Deiner Äußerung hat man aber auch nicht wirklich Lust zu antworten, wenn man, so wie ich, seit 2 Monaten mit der Schleppleine unterwegs ist. Wir trainieren an der Schleppe so: die Schleppleine wird so lange festgehalten, bis der Hund den Radius freiwillig und ohne ins Ende der Leine zu rennen einhält. Wir üben vor allem Blickkontakt aufnehmen, Unterordnung auf Distanz usw. Kurz vor Ende der Leine bekommt Paul ein "Ende", läuft er weiter, stoppt ihn die Leine. Inzwischen kommt Paul bei "Ende" entweder zu mir gelaufen oder er bleibt stehen oder er läuft einen Bogen, ist alles ok, er soll nur nicht in die Leine rennen. Paul wird an der Schleppleine weder geruckt (außer er stürmt hinein, da bleibe ich aber passiv) noch herangezogen. Kommt er auf "Hier" nicht, wird gewartet bis er von selbst wieder aufmerksam ist und weiter geübt.

Klappen so ca. 90 % der Kommandos, kann die Schleppleine fallen gelassen werden. Wir sind nun so weit, dass Paul die Schleppe in gut einsehbaren Gebieten hinter sich her schleift. Bin ich nicht konzentriert genug oder ist Ablenkung in Sicht, nehme ich die Schleppe wieder auf.

Der nächste Schritt ist bei uns das Kürzen der Leine. Ich hoffe, nach einem halben Jahr konsequenten Schleppleinentrainings so weit zu sein, dass Paul keine mehr braucht.

Damit es nicht nur OT ist: ich finde die Sendung für ein Format bei VOX gar nicht so schlecht und denke schon, dass Hundehalter, die mit ihren Hundis nichts machen außer 3x pro Tag Gassi zu gehen, Anregungen erhalten wie man einen Hund beschäftigen kann.

SonjaBenny
03-10-2008, 12:52
Hallo Claudia,

hast du ein nein so konditioniert? wie variantenreich ist das geübt? udn wie sicher funktioniert das nein?
funktioniert das nein zuverlässig in wirklich allen denkbaren und undenkbaren situationen? wäre der hund verfressen, würde er also draussen nichts fressen bzw. aufnehmen, selbst wenn es um das leckerste menschenessen ginge? wäre der hund jagdambitioniert, würde er sich sofort stoppen lassen, wenn ein hase direkt vor ihm aufspringt oder ein reh? etc.pp.


Ich mein "laß es" ähnlich aufgebaut wie vorher beschrieben wurde. Auch über einen Frustaufbau und mit Leckerchen. (ich habs schon mal irgendwo im Forum beschrieben)

Ja es funktioniert sehr gut, aber noch nicht in jeder Lebenslage (sie wird bald 8 Monate)
Angewandt habe ich es beim Versuch Menschen in die Hinterbeine zu zwicken.
Dafür war es hervorragend.
Sicherung fürs nicht Beachten war die Schleppleine am Geschirr.

Es funktioniert sehr gut bei gestellten Situationen und in ablenkungsarmen Gebieten.

Sogar bei Rebhühnern und div. Hunden kann ich damit das "angucken/fixieren" unterbrechen -
aber nicht dauerhaft oder lang genug, weil der Reiz einfach noch zu hoch ist.

Beim Fressen und Jagen gehts sicherlich noch nicht, aber dazu fehlt die Übung und der Ausbau dieses Singals.

Aber bei extremen Hunden neige ich eher dazu, anders bei sowas ranzugehen. Denn das Verhalten dauerhaft zu verbieten - steigert m.M. das Interesse zu stark.

Eher würde ich mit dem "Fehlverhalten" arbeiten, also schon mit Abbruch, aber auch mit Dürfen und z.b. Bringen vom Fressen aufbauen oder anzeigen beibringen.

Ich denke das motiviert den Hund mehr zu Mitarbeit als ein dauerhaftes Verbieten seiner Vorlieben....

c.schnuffelblau
04-10-2008, 06:52
Hallo Christine,

bei Deiner Äußerung hat man aber auch nicht wirklich Lust zu antworten, wenn man, so wie ich, seit 2 Monaten mit der Schleppleine unterwegs ist.

Du meinst, weil ich den Umgang mit der Schleppleine anders gelernt habe, hast Du keine Lust zu antworten?

Die Dinge die vorher hier als Schleppleinentraining genannt wurden, kenne ich nicht also solches, weil ich die mit der normalen Leine beigebracht hatte.

Mit Deiner Erklärung kann ich mehr anfangen und mir vorstellen, daß es sinnvoll ist.
LG, CHristiane

Christine+Emma
04-10-2008, 15:06
Hallo Christine,

bei Deiner Äußerung hat man aber auch nicht wirklich Lust zu antworten, wenn man, so wie ich, seit 2 Monaten mit der Schleppleine unterwegs ist.

Du meinst, weil ich den Umgang mit der Schleppleine anders gelernt habe, hast Du keine Lust zu antworten?

Nein natürlich nicht, ich habe mich auf Deine Antwort bezogen, dass DU keine Lust zu antworten hättest und auf dies von Dir:

Wie soll denn da ein Effekt eintreten, wenn man nicht ruckt?
Ein weiterer Nachteil der Schleppleine (die hält man nicht in der Hand, darüber sind wir uns alle einig?) ist der, daß ein Hund mit wirklich starkem Jagdtrieb so schnell weg ist, daß man die Leine nicht immer erwischt. Der Hund verheddert sich dann irgendwo und man kann nur hoffen, daß man ihn findet. Mal von der Verletzungsgefahr abgesehen.
Also der Bringer schlechthin ist ne Schleppleine auch nicht.


Die Dinge die vorher hier als Schleppleinentraining genannt wurden, kenne ich nicht also solches, weil ich die mit der normalen Leine beigebracht hatte.



Bei Emma brauchte ich gar keine Leine. Deshalb habe ich mich mit dem Schleppleinentraining anfangs auch sehr schwer getan.


Mit Deiner Erklärung kann ich mehr anfangen und mir vorstellen, daß es sinnvoll ist.
LG, CHristiane

Dann wäre es ja geklärt :)

c.schnuffelblau
06-10-2008, 11:26
Ich fand die Reihe am Samstag ja auch wieder gut.
Alleine, daß er darauf hingewiesen hat, daß Hunde dieses Geklopfe auf den Kopf (und anderswohin) nicht mögen.
Sieht man ja ständig, daß die Hudne kleine Schläge bekommen. Und das soll dann noch ne Belohnung sein!
LG, CHristiane

claudia61
06-10-2008, 12:11
Hallo Claudia,

Ich mein "laß es" ähnlich aufgebaut wie vorher beschrieben wurde. Auch über einen Frustaufbau und mit Leckerchen. (ich habs schon mal irgendwo im Forum beschrieben)

Ja es funktioniert sehr gut, aber noch nicht in jeder Lebenslage (sie wird bald 8 Monate)
Angewandt habe ich es beim Versuch Menschen in die Hinterbeine zu zwicken.
Dafür war es hervorragend.
Sicherung fürs nicht Beachten war die Schleppleine am Geschirr.

Es funktioniert sehr gut bei gestellten Situationen und in ablenkungsarmen Gebieten.

Sogar bei Rebhühnern und div. Hunden kann ich damit das "angucken/fixieren" unterbrechen -
aber nicht dauerhaft oder lang genug, weil der Reiz einfach noch zu hoch ist.

Beim Fressen und Jagen gehts sicherlich noch nicht, aber dazu fehlt die Übung und der Ausbau dieses Singals.

Aber bei extremen Hunden neige ich eher dazu, anders bei sowas ranzugehen. Denn das Verhalten dauerhaft zu verbieten - steigert m.M. das Interesse zu stark.

Eher würde ich mit dem "Fehlverhalten" arbeiten, also schon mit Abbruch, aber auch mit Dürfen und z.b. Bringen vom Fressen aufbauen oder anzeigen beibringen.

Ich denke das motiviert den Hund mehr zu Mitarbeit als ein dauerhaftes Verbieten seiner Vorlieben....

hi sonja,

dein eingeführtes kommando ist dann also etwas ganz anderes als das, was ich meine und das für mich persönlich einen sehr hohen stellenwert hat.
ich bin der überzeugung, dass ein sicheres abbruchkommando wie ein NEIN für meine hunde überlebenswichtig sein kann und wäre nicht bereit, über jahre hinweg an einem so wichtigen kommando herumzuwurschteln und das mit zweifelhaftem erfolg.
ohne die erzeugung von meideverhalten kein sicheres abbruchkommando, das in wirklich jeder (!) situation funktioniert, meine ich.
in der zwischenzeit kann meine hunde nämlich meine animosität, ihnen nur ein einziges mal eine grenze aufzuzeigen, schlicht das leben kosten........
udn das, um ihnen einmal einen kurzen moment lang etwas stress zu ersparen? nein, das kann es nicht sein!

und wenn man mal schaut, wie hunde in so manchen situationen untereinander agieren, dann hat der ein oder andere hund deutlich stress auszuhalten! zurechtweisungen, grenzen setzen......dat kann alles andere als stressfrei sein! ;)

Christine+Emma
06-10-2008, 13:00
hi sonja,

dein eingeführtes kommando ist dann also etwas ganz anderes als das, was ich meine und das für mich persönlich einen sehr hohen stellenwert hat.
ich bin der überzeugung, dass ein sicheres abbruchkommando wie ein NEIN für meine hunde überlebenswichtig sein kann und wäre nicht bereit, über jahre hinweg an einem so wichtigen kommando herumzuwurschteln und das mit zweifelhaftem erfolg.
ohne die erzeugung von meideverhalten kein sicheres abbruchkommando, das in wirklich jeder (!) situation funktioniert, meine ich.
in der zwischenzeit kann meine hunde nämlich meine animosität, ihnen nur ein einziges mal eine grenze aufzuzeigen, schlicht das leben kosten........
udn das, um ihnen einmal einen kurzen moment lang etwas stress zu ersparen? nein, das kann es nicht sein!

und wenn man mal schaut, wie hunde in so manchen situationen untereinander agieren, dann hat der ein oder andere hund deutlich stress auszuhalten! zurechtweisungen, grenzen setzen......dat kann alles andere als stressfrei sein! ;)

Hallo Claudia,

ich trainiere das Nein so ähnlich wie Sonja, ohne Meideverhalten der Hunde. 100 %ig hat das bei Emma aber nicht geklappt (vor allem bei vermeintlich Fressbarem). Wie erzeugst Du denn das Meideverhalten? Vielleicht habe ich überlesen, wie Du das Nein aufbaust? Das würde mich sehr interessieren.

claudia61
06-10-2008, 13:16
bei xica hat ein einziges mal ein lautes gebrüll mit nein und eine entsprechende nachdrückliche körperhaltung ausgereicht, um ein meideverhalten hervorzurufen. dem nein wird dann immer ein hier nachgeschoben und das zu mir kommen dann belohnt.
sie hat durch dieses eine mal begriffen, was die nummer bedeutet.
beim terrier muss man etwas nachdrücklicher sein in allem, aber auch er hat sofort gepeilt, was das heisst.
kommando nein mit folgekommando hier habe ich dann weiter geübt und variantenreich geübt und mehr nicht.
wenn das kommando allerdings nicht befolgt wird, hat das I M M E R eine konsequenz!
wenn krümel z.b. durchstartet, weil sich irgendwas gewegt hat, dann kommt von mir ein brüll, der sich gewaschen hat. da fluche ich auch wie ein bierkutscher. kommt der terrier aber auf ruf zurück, gibt es auch I M M E R etwas positives für ihn! fete! jackpott! leckerlie! abknutschen!
kann aber durchaus auch mal ein schlüsselbund fliegen, wenn nötig. das allerdings nur beim terrier, bei dem es das einfach gibt, dass man ihn anders nicht mehr erreicht, nicht jedoch bei gnädiger frau, die würde das nicht packen.

selli
06-10-2008, 13:32
@claudia61
mit Gebrüll ist klar,wenn er nicht hört,aber wie kann man ein Schlüsselbund werfen?:aaaah: Das ist für mich ein No GO, du kannst den Hund dabei treffen und Verletzungen auslösen,welche vll. irreparabele Schäden zufügen.

Für mich nur ein Kopfgeschüttel:rotkart:

LG Svea

claudia61
06-10-2008, 13:37
@claudia61
mit Gebrüll ist klar,wenn er nicht hört,aber wie kann man ein Schlüsselbund werfen?:aaaah: Das ist für mich ein No GO, du kannst den Hund dabei treffen und Verletzungen auslösen,welche vll. irreparabele Schäden zufügen.

Für mich nur ein Kopfgeschüttel:rotkart:

LG Svea

man kann ein schlüsselbund auch einfach nur werfen, um ein geräusch zu erzeugen udn nicht, um einen hund zu treffen. kannst dich also wieder abregen.......

Fellflummy
06-10-2008, 16:02
Googelt mal nach Fuchskackealarmschrei.
Ich muss den jetzt auch mal endlich in Angriff nehmen...

SonjaBenny
06-10-2008, 19:13
Hallo Claudia,

ich bin der überzeugung, dass ein sicheres abbruchkommando wie ein NEIN für meine hunde überlebenswichtig sein kann und wäre nicht bereit, über jahre hinweg an einem so wichtigen kommando herumzuwurschteln und das mit zweifelhaftem erfolg.

Amira war 10 Wochen alt und hat es nach ein paar Mal konditionieren verstanden, was es bedeutet.
Sollte der Reiz höher sein, dann hab ich die Schleppleine zum Stoppen.
Ich erwarte aber nicht, das ich damit einen Hund mit 7 Monaten mitten unterm Jagen stoppen kann - was ja bei einem ABS auch gehen sollte, wenn es denn klappt.
Aber ich kann sie stoppen, wenn sie guckt, wenn sie ansetzt, wenn sie lauert (Schleppleine immer in meiner Zone) und sie bricht kurz ab, aber ohne Meideverhalten.
Was mich aber nicht daran hindert die Schwierigkeiten hochzuschrauben bzw. das ABS weiter zu trainieren und zu festigen.

claudia61
07-10-2008, 11:43
hi sonja,

und das genau ist für mich persönlich der punkt: wie lernt der hund ein ABS? es liegt für mich in der natur der sache, dass ein generelles ABS wie ein nein nur dann sicher funktionieren kann, wenn es auch ein meideverhalten auslöst. ich konditioniere also nicht (um), sondern setze mit dem ABS eine grenze, die der hund nicht zu überschreiten hat udn wo allein der versuch einer überschreitung schon folgen und die überschreitung auch immer eine konsequenz hat.
und da liegt für mich der wesentliche unterschied in den beiden wegen. denn je nach motivations-/trieblage oder auch vorerfahrungen/verhaltensmustern (also je nach "stress-level") interessiert es einen hund u.u. doch herzlich wenig, wenn ich ein rein konditioniertes verhalten abrufen will. ein rein konditioniertes verhalten ist unter "stress" eben nicht immer und zuverlässig abrufbar.

der welpe einer freundin hat ein NEIN gelernt. der welpe wurde einfach nur beeindruckt unter erzeugung von meideverhalten. ein einziges mal! danach wurde das nur noch geübt. die konnte das ab diesem zeitpunkt! und zwar richtig gut! erst ein nein, dann ein hier und das wird dann belohnt.
lieber beeindrucke ich einen welpen einmal in seinem jungen leben und danach habe ich ein funktionierendes ABS für alle situationen, wenn ich das gezielt und variantenreich übe, als dass ich monat um monat, jahr um jahr herummache und ein hund hat in der zeit u.u. unendlich viele gelegenheiten, sich selber (oder ggf. auch andere) zu gefährden........

mit den erwachsenen hunden (mit xica kaum, mit krümel intensiver) habe ich geübt und sie dabei anfangs mit der leine abgesichert, um jedes unerwünschte erfolgserlebnis verhindern zu können und das kommando immer durchsetzen zu können. und ich übe das vor allem mit futter, bei krümel auch mal mit spielzeug, auch heute noch. immer mal wieder. mit krümel suche ich mir auch gezielt wildkontakt, was hier sehr einfach ist und übe auch da das nein immer mal wieder.
in verbindung mit dem antrainierten nur-auf-den-wegen-gehen funktioniert das echt gut. das wirkt dann nämlich nochmal absichernd wie eine zusätzliche grenze. da gibts nach all der zeit eine echte hemmschwelle.
und wenn ich einmal ein ABS wie ein NEIN habe, dann heisst das ja:
hör SOFORT auf mit dem, was du tust, egal was es ist! es ist universell anwendbar. es ist bei mir auch beschränkt auf die wirklich wichtigen dinge im leben. auf alles, was mit sicherheitsaspekten zu tun hat.
für die unwichtigeren, eher lästigen dinge benutze ich ein einfaches LASS ES.

und ich werde auch nicht die einzige sein, die festgestellt hat, dass so ein kommando im übungsfall vielleicht noch schwächen zeigt, aber im ernstfall dann erstaunlich gut funktioniert. stimme und körpersprache sind im ernstfall offensichtlich sehr überzeugend!
wenn mein hund gerade lustig auf etwas herumkaut, von dem ich annehmen muss, dass es tödlich für ihn sein könnte, dann werde ich doch nicht herumflöten, mit dem hund über ein tauschen diskutieren oder sonstwas in der art. wenn mitten im wald ne frikadelle rumliegt, dann werde ich davona usgehen, dass irgendein krankes hirn da rasierklingen oder rattengift reingepackt hat und werde mich nicht darauf verlassen, dass das einem wanderer aus dem rucksack gefallen ist. da werde ich doch massiv eingreifen und schauen, dass ich sowas schnellstmöglich bei dem hund aus der schnauze kriege........egal wie! und wenn ich da massiv rumbrüllen müsste oder auch unsanft zupacken muss, dann werde ich das in so einem notfall mit sicherheit auch tun! da interessiert es mich nicht, ob der hund gestresst wird, ob er anschliessend meideverhalten zeigt, da interessiert mich nur, dass so eine nummer meinen hund nicht das leben kostet!
das ist nix anderes.....ich greife nur vor und versuche, mit so wenig einfluss wie möglich, so ein ABS zu etablieren.

oder was tun andere in so einer situation? nach dem hund flöten? so, dass er noch zeit hat, fertig zu kauen und in aller seelenruhe runterzuschlucken? das dürfte wohl kaum so sein.......

ich habe schonmal die panik geschoben, als einer meiner pflegehunde einen köder im maul hatte und es ist dieser mein persönlicher alptraum, der mir das thema so wichtig macht.
und nu hat der fusshupenquäler färtisch! :D

Tinalu
07-10-2008, 20:57
Ich sehe das genau so, wenn es um die Sicherheit geht, verstehe ich auch kein Spass mehr und da würde ich alles tun.
Ich habe auch so eine kleine Ziege , die alles austesten will. Seit Weihnachten habe ich herum gedocktert. Da war der letzte Ausreißerversuch. 2 Std. hat sie sich vergnügt. Ich bin sieben Tode gestorben.10 Monate habe ich mit Schleppleine trainiert. Immer mit raus da und nein,hier. Es hat ein wenig geholfen. Immer wieder testet sie mich. Vor ungefähr 4 Wochen habe ich meine Taktik etwas geändert.

Ich habe zwar keinen Schlüßel benutzt aber eine Klapperdose.Vor die hat sie riesen Respekt. Lynn war an der Schleppleine die ist ja 10 Meter lang. Ich habe mich im Gebüsch versteckt. Ihr war es ja scheiß egal wo ich war.
Beim ersten Ansatz , Wild in Sicht, durchstarten kam ein ganz tiefes böses nein(vorher war mein nein immer zu sanft) und ich warf die Dose zeitgleich, so das ich sie getroffen hatte. Sie sollte ja das böse Wort mit mir in Verbindung bringen.In null komma nichts war sie bei mir mit ein riesen Lob. Dieses habe ich nocheinmal wiederholen müßen.

Nach vier Wochen kann ich sagen, kommt dieses böse Nein, mit einem fröhlichem Hier. Sie kommt angewetzt voller Freude und ich hole alles aus mich raus um das zu feiern. Sie überlegt jetzt zweimal,ob sie durchstartet.

Ich finde , man muß immer den Hund sehen,ob er es verträgt. Lynn ist äußerst robust, sie kann schon was verpacken. Mit meine zweiten Hündin könnte ich das nicht machen, sie ist ein Border da habe ich monatelang an einem ersatzkomando gearbeitet.(Down) Auto in Verbindung mit Down, so schnell liegt kein Hund.

Mein Fazit: Das was man sagt, muß man fühlen und ernst meinen.
Grenzen setzten kann man nicht immer nur Postiv,manchmal muß man auch mal masiver werden. Das Leben ist nicht nur Glam und Gloria . Es kommt auf die Sitution und auf den Hund an. Wenn ein Kind auf die Autobahn läuft,würde ich gar nicht an den Folgen drüber nachdenken, was mit mir oder mit dem Kind passieren würde um es zu retten.

Tinalu
07-10-2008, 20:58
Bis denn,dann
Tina

Christine+Emma
12-10-2008, 08:04
Hallo,

anscheinend wird "Der Hundeprofi" nun Samstag und Sonntag, 19:15 Uhr, gesendet.

Sofawolf
12-10-2008, 09:31
anscheinend wird "Der Hundeprofi" nun Samstag und Sonntag, 19:15 Uhr, gesendet.

wiederholung oder 2 eigene folgen ?

alliba
12-10-2008, 09:38
so wie ich es verstanden habe, ab jetzt nur noch sonntags.

liebe grüße
alex

Christine+Emma
12-10-2008, 13:40
es sieht so aus, nächsten Samstag kommt jedenfalls laut Vox um 19.15 wildes Wohnzimmer.