Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wölfe auf dem Vormarsch; Montag, 08.09.2008 20:15 Uhr, DasErste
Luna2706
07-09-2008, 09:55
Das Erste | Montag, 08.09.2008 | 20:15 Uhr
Wölfe auf dem Vormarsch
Zwischen Ostsee und Alpen
Film von Holger Vogt
Endlich gibt es sie wieder, freilebende Wölfe in Deutschland. In den meisten Gebieten wurden sie bereits vor 150 Jahren ausgerottet, doch nun sind sie zurück. Das Comeback der Wölfe begann auf einem sächsischen Truppenübungsplatz. Heute hat Sachsen etwa 25 Wölfe und auch in anderen Bundesländern wurden einige gesichtet. Die Wölfe sind wieder auf dem Vormarsch und das ist eine Erfolgsgeschichte, wie man sie heute vom Artenschutz selten hört.
Der Biologe Sebastian Koerner beobachtet die Tiere seit mehr als zehn Jahren. Dabei entstanden einzigartige Aufnahmen, die selbst Wolfsexperten so noch nie gesehen haben. Zusammen mit der Wolfsforscherin Gesa Kluth und ihrer Kollegin Ilka Reinhardt spürt er den "deutschen" Wölfen nach. Das eingespielte Team dokumentiert und erforscht ihr Vorkommen und ihre Lebensweise.
Doch die sensationelle Rückkehr dieser faszinierenden Raubtiere erfreut nicht jeden. Wolfsgegner und um ihre Beute fürchtende Jäger verbreiten das Rotkäppchen-Syndrom - irgendwann wird der sächsische Wolf kleine Kinder fressen, heißt es.
Abgelehnte Abschussanträge und die Begeisterung über die Wölfe seitens des Umweltministeriums in Berlin verhindern jedoch nicht, dass die Welpen des ersten deutschen Wolfspaares spurlos verschwinden. Eine kleine Wölfin bleibt in der Oberlausitz zurück und ist nicht lange allein. Ein Wolf aus Polen findet den Weg zu ihr und es entsteht ein zweites Rudel. Während die Biologen erneut jubeln, bläst ein unverbesserlicher Teil der örtlichen Jägerschaft massiv zum Angriff: In Sachsen gäbe es zu viele Wölfe!
Die "Wunderwaffe" der Pro-Wolf gestimmten Wissenschaftler ist der Einsatz von GPS-Sendern. Mit diesen wollen sie die Gegner überzeugen, dass "zu viel Wolf" in einem Gebiet unmöglich ist, weil Jungtiere immer abwandern und eigene Reviere erobern. So verwundert es nicht, dass immer mehr Gebiete in Deutschland melden: Die Wölfe sind zurück! So erst vor kurzem in Hessen geschehen.
Sebastian Koerner ist den abwandernden Wölfen mit seiner Kamera auf der Spur und es bleibt spannend: Wie weit werden sie wandern? Können sie in Deutschland überleben oder setzen sich die Wolfsgegner durch? Wie viel Wildnis lässt die Bevölkerung zu? Diese Dokumentation, mit seinen einmaligen Wolfsbildern, leistet einen wichtigen Beitrag, damit "unsere" Wölfe eine faire Chance bekommen.
Quelle (http://programm.daserste.de/detail1.asp?id=X000702428&sdatlo=08.09.2008&sender=1&dpointer=26&anzahl=41&ziel=26)
Finebiene
08-09-2008, 20:15
tja, hier sollte ich öfter mal reinschauen - habe den bericht gds durch "zufall" entdeckt - SEHENSWERT! letztlich auch leider aus negativen gründen, wenn man an die wirklich depperten aussagen der sog. hege-jäger denkt. :devil1:
unglaublich schön zu sehen, dass ein stück natürlicher regelung in die natur zurück gelangt durch die wölfe!
wünschen wir ihnen, dass die menschen auch wieder ein stück zur natur zurückfinden und lernen mit bzw neben den wölfen so selbstverständlich zu leben, wie sie es mit fuchs und hase auch tun.
Oh Mann, da kann einem wirklich das Messer in der Hose aufgehen, wenn man die Argumentation dieser Jäger hört. :bash:
Finebiene
08-09-2008, 20:36
:friends:
jau timsha, aber es werden sich ja mit ein wenig glück noch "natürliche feinde" dieser engstirndeppen finden... :err:
Filou2004
08-09-2008, 20:42
Sch...e ich habe es verpaßt:bash:
Hi Ihrs
aber ich hab mich sehr gefreut, daß so ein toller Bericht im Sinne der Wölfe mal zu einer vernünftigen, populären Sendezeit kam und dann noch im Ersten und nicht verstckt in einem der Dritten.
Das läßt hoffen und ich dachte bei mir " Mensch, ich muß garnicht nach Yellowstone" fahren, um mal Wölfe heulen zu hören "( hab ich nämlich auf meiner ToDo-Liste seit Elli Radinger auf dem GH Treff).
Und mit einem schönen, gut gemachten Wolfstourismus könnte man den Wölfen hier zu einem positiven Ansehen in der Bevölkerung verhelfen, die sich ja über jeden der kommt freut, wie gesagt wurde.
Ich habe es vergessen . Sch .... .:bash:
Hatte mir fest vorgenommen es zu sehen .
Julia H.
09-09-2008, 00:03
Ich habe es leider auch verpasst!
Aber das hier finde ich doch sehr schön;)
Vielleicht ein kleiner Beitrag
http://de.youtube.com/watch?v=p8C8AVWLhwI
Grüße
Julia
tja, hier sollte ich öfter mal reinschauen - habe den bericht gds durch "zufall" entdeckt - SEHENSWERT! letztlich auch leider aus negativen gründen, wenn man an die wirklich depperten aussagen der sog. hege-jäger denkt. :devil1:
... was natürlich auch mit geschickter Stimmungsmache gegen Jäger zu tun hat, denn die, welche der Wolfszuwanderung positiv gegenüber stehen, die kommen natürlich in solchen Beiträgen nicht zu Wort!;)
Bernhardinersusi
09-09-2008, 06:21
Hallo,
ich würde mich freuen, wenn sich Wölfe auch hier im Pfälzerwald ansiedeln würden.
Meine Freundin Edith stammt aus Siebenbürgen und dort sind Wölfe etwas völlig Normales. Dort wird auch 'mal ab und zu ein Schaf gerissen, aber die Bauern haben sich dort damit arrangiert.
Als sie vor ein paar Jahren ihr Heimatdorf besucht hat, konnte man abends immer die Wölfe heulen hören.
Und wenn die Damen und Herren in Grün nicht so viele Geweihe für's Wohnzimmer bekommen, werden sie es doch bestimmt überleben. Auch der Normalsterbliche muß ja den Gürtel enger schnallen....
Viele Grüße
Susanne und Cora
Bernhardinersusi
09-09-2008, 06:22
Hallo,
ich würde mich freuen, wenn sich Wölfe auch hier im Pfälzerwald ansiedeln würden. Groß genug ist er ja und hat Platz für Wölfe und Wanderer.
Meine Freundin Edith stammt aus Siebenbürgen und dort sind Wölfe etwas völlig Normales. Dort wird auch 'mal ab und zu ein Schaf gerissen, aber die Bauern haben sich dort damit arrangiert.
Als sie vor ein paar Jahren ihr Heimatdorf besucht hat, konnte man abends immer die Wölfe heulen hören.
Und wenn die Damen und Herren in Grün nicht so viele Geweihe für's Wohnzimmer bekommen, werden sie es doch bestimmt überleben. Auch der Normalsterbliche muß ja den Gürtel enger schnallen....
Viele Grüße
Susanne und Cora
van Halen
09-09-2008, 06:45
Ich fand den Bericht sehr gut gemacht, besonders angenehm fand ich diesen einen Jäger, der sich ganz klar pro Wölfe ausgesprochen hat, und dem Tenor dieses merkwürdigen "Vereins für Sicherheit und Artenschutz" :devil1: eben nicht gefolgt ist...
Traumhafte Aufnahmen, sehr interessant.
whippstaff
09-09-2008, 08:05
Ich würde mich auch sehr freuen, wenn sich die Wölfe bundesweit ansiedeln würden! Und man sie auch ließe!
Was in so manchem Jäger vor sich geht! Es geht mal wieder nur um´s Geld und die Lust am Töten!!!! :bash::bash:
Elchnase
09-09-2008, 08:47
Ein gelungener Bericht! Absolut sehenswert, nicht nur für Wolfsfreunde, sondern auch für Menschen die sich generell Interessieren!
Die Rückkehr des Wolfes ist in jeder Hinsicht begrüßenswert! Ein Stück Natur kommt zurück! :-)
Ich jedenfalls hoffe dass er es schaffen wird, und dass er genügend Unterstützung dabei erhält!!
LG
... was natürlich auch mit geschickter Stimmungsmache gegen Jäger zu tun hat, denn die, welche der Wolfszuwanderung positiv gegenüber stehen, die kommen natürlich in solchen Beiträgen nicht zu Wort!;)
Hi Petra,
damit hast du ganz sicher Recht! Andererseits kenne ich auch meinem weiteren Bekanntenkreis leider auch 2 Jäger, die in das gleiche Horn tuten, wie der Herr im Beitrag... Sehr schade und sehr engstirnig.
van Halen
09-09-2008, 10:10
... was natürlich auch mit geschickter Stimmungsmache gegen Jäger zu tun hat, denn die, welche der Wolfszuwanderung positiv gegenüber stehen, die kommen natürlich in solchen Beiträgen nicht zu Wort!;)
Also ICH hab da einen Jäger gesehen, der den Wölfen durchaus positiv gesonnen ist und auch zu Wort kam...
Das läßt hoffen und ich dachte bei mir " Mensch, ich muß garnicht nach Yellowstone" fahren, um mal Wölfe heulen zu hören "( hab ich nämlich auf meiner ToDo-Liste seit Elli Radinger auf dem GH Treff).
Hättest Du doch was gesagt, das hättest Du schon auf dem Treff haben können :err:
Schlimm für uns waren die Heulsequenzen am Anfang. Die Hunde sind fast in den Fernseher gekrochen und haben dann alles gegeben. Sie waren kaum zu beruhigen.
Blöderweise habe ich erst später daran gedacht, das es ein toller Klingelton wäre ;) - Problem: Die fangen so fort an und machen mit, wenn sie ein Heulen hören....
Und mit einem schönen, gut gemachten Wolfstourismus könnte man den Wölfen hier zu einem positiven Ansehen in der Bevölkerung verhelfen, die sich ja über jeden der kommt freut, wie gesagt wurde.
Ja, wir waren in Polen auf einem Treffen, genau in dieser Gegend, nur auf der anderen Seite der Neisse. Dabei haben wir auch die Gelegenheit genutzt, uns die Gegend anzuschauen. Besonders nett war auch das Interesse der Menschen an unseren Hunden. War ein echt toller Ansatz und man merkte, daß es einige gibt, die den Wölfen aufgeschlossen gegenüber stehen. Und die anderen habe sich einfach nicht gezeigt :)
Für uns waren diese 2 Tage doppelt schön.
... was natürlich auch mit geschickter Stimmungsmache gegen Jäger zu tun hat, denn die, welche der Wolfszuwanderung positiv gegenüber stehen, die kommen natürlich in solchen Beiträgen nicht zu Wort!;)
Hab den Bericht auch gesehen und es kamen auch einige Jäger zu Wort, welchen positiv zu den Wölfen stehen. Diese sehen die Wölfe nicht als "Konkurenz", sondern als natürlicher Helfer.
das muß ich auch loswerden.
Es war ein dermaßen gut gemachter Bericht, absolut sachlich, mit zwar voller Tendenz pro Wolf aber ohne die übliche reißerische Aufmache, die man von den Privaten gewohnt ist.
Das Reißerischste dabei war wieder mal die BLÖD Zeitung, hätte Herrn Springer und Konsorten an die Gurgel gehen können *grmpf*
Aber daß eben sich Jäger ! und Förster FÜR den Wolf ausgesprochen haben und eigentlich die Argumentation ( so man denn diese an den Haaren herbeigezognen Sätze dieses Vorstandes und auch die Haßtiraden der eingeflognen "Experten" als solche bezeichnen will)
vor der Kamera ad absurdum geführt wurden,
das wär eigentlich ein Kompliment an die ARD wert( und natürlich die Filmemacher).
Im TV kam heute wieder ein Bericht, dass sich die Lausitzer vor den Wölfen fürchten und vorallem um ihre Kinder Angst haben. Da kamen so Sprüche wie: "Heute sind es Schafe und morgen dann Menschen."
Die Wolfsforscherin hat zum wiederholten Male gesagt, dass die Wölfe sich vor Menschen fürchten und ihnen aus dem Weg gehen würden.
Sie haben für die Schäfer, bei denen wohl bereits Schafe gerissen wurden, HSH aus der Schweiz geholt. Diese Hunde sind allerdings nur geliehen und der Schäfer meinte, dass er sich solche Hunde nicht leisten könnte.
vBulletin® v3.7.0, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.