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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : starker juckreiz bei welpen


mystaff
03-09-2010, 20:49
Hallo,

ich hab hier schon ein Thema wegen Demodex. Bin davon ausgegangen das mein Hund (14 Wochen) das evtl. hat. Da sich mein Hund aber immer und ständig kratzte bin ich zu einem Arzt.
Es wurde eine bakterielle Infektion festgestellt. Er gab mir ein AB und Stronghold mit. Das Stronghold prophylaktisch (hab ich wegen prophylaktisch noch nicht rauf gemacht). Ich soll nach den 10 Tagen AB noch mal hin und falls es nicht besser ist wird ein Hautgeschabsel gemacht.
Nun haben wir fast 7 Tage AB hinter uns und der Hund kratzt sich stärker als vorher. Der tut mir so leid-teilweise sind die Stellen aufgekratzt. Das Jucken scheint überall zu sein am schlimmsten sind jedoch Bauch, Beine und Hals, die Achseln sind eigentlich immer schorfig. Manchmal zieht er sich mit dem Bauch quer durch den Garten um sich zu "kratzen". Der Haarausfall hält sich in Grenzen. Das ist nicht schlimmer geworden, aber auch nicht besser. Ein paar mehr kleine, runde und kahle Stellen glaub ich sinds mehr.

Ich geb ihm Kefir (selbstgemacht) oder Jogurt und dazu Lachsöl, Spirulina und Hagebutte. Das Ganze morgens und abends, mittags mach ich Heilerde rein. Ich hab ihn tägl. mit der Hollunder/ Knoblauch-Tinktur eingerieben (Rezept hier aus dem Forum).

Kennt das jemand?
Nächste Woche gehts zum Arzt. Mal sehen was dann rauskommt.

Tanja

beauci
04-09-2010, 00:38
Hallo Tanja,

meine Souris fing seinerzeit auch plötzlich an sich zu kratzen wie eine Verrückte. Ein Allergietest ergab eine Unverträglichkeit auf Mais und Milchprodukte. Mais bekam sie eh nicht und Mipro ließen wir sofort weg. Das Kratzen blieb trotzdem. Verdacht auf Demodex. Nach Ivomec plus AB-Gabe war Ruhe - 4 Wochen lang, dann ging`s wieder los. Verdacht auf Flohspeichelallergie -Cortison plus jede Menge anderer chemischen Keulen... das war`s auch nicht. Wenn ich heute über die vielen Medis nachdenke, wird mir im Nachhinein noch übel. Eine Bioresonanz-Prüfung brachte es schließlich an den Tag. Hab fast alles untersuchen lassen, womit sie in Berührung kam, sogar Leckerchen. Die Farbstoffe unserer neuen Nepal-Teppiche waren der Auslöser. Das Jucken hat unsere Süße auch draußen im Garten versucht zu stoppen, indem sie sich an unserer Thuja-Hecke geschubbert hat. Klasse, die ist bei Berührung hoch giftig. Hab ich durch`s Forum rausgefunden. Teppiche haben wir rausgeschmissen, Thuja gemieden und unser Sonnenschein hat sich nicht mehr gekratzt.
Vielleicht hilft Dir unser Leidensweg ein wenig weiter.
Gute Besserung für Deinen Welpi.

Liebe Grüße
Rita und Souris

Lotte 2009
04-09-2010, 00:45
hallo!
wurde dein hund mit 12 wochen geimpft?
meine kleine bekam nach der letzten SHP impfung auch hautprobleme. starker juckreiz, schuppen, haarausfall (erbrechen nicht zu vergessen - 2 wochen kaum gefressen, bzw. das meiste erbrochen) . mit hilfe von bioresonanz und globuli war die sache innerhalb von 2 -3 wochen überstanden.

gute besserung!

EvelynH
04-09-2010, 04:27
als erstes würde ich an flöhe denken....

Lessi
04-09-2010, 05:56
Hallo,

Demodexmilben sind ja über ein tiefes Hautgeschabsel diagnostizierbar. Hilfreich ist es zu wissen, ob die Mutter oder andere Geschwister betroffen sind. Nicht alles was juckt muss eine Demodikose sein (die juckt auch mal gar nicht).

Juckreiz und Pusteln bei Welpen kommen sehr häufig vor (typischerweise an den Stellen, die Du beschreibst) und sind ein Zeichen, dass das Immunsystem gerade nicht so gut funktioniert (Futterumstellung, Haltungswechsel, hormonelle Veränderung, Kontakt mit bisher nicht gekannten Erregern).

Der Juckreiz mit bakterieller Infektion ist dann meist nur das, was über die Haut sichtbar wird (die Haut ist die Barriere zwischen innen und außen...).

Meistens geht das Problem wieder von ganz alleine. Allerdings sollte das Immunsystem unterstützt werden und dem Hund über eine symptomatische Behandlung Erleichterung verschafft werden. Ein Tierheilpraktiker kann in solchen Fällen wesentlich mehr ausrichten, als ein Tierarzt!

Ich würde übrigens die Milchprodukte weglassen, da die Verschlimmerung auch eine Reaktion/Unverträglichkeit darauf sein kann (das ist dann doch ein bisschen viel für das Immunsystem...).

Ist das Problem erst nach der letzten Impfung aufgetreten, würde ich EINMAL das homöopathische Mittel Thuja C30 geben ( 1Tablette / 1x fünf Globulis ).

Waschungen / Betupfen mit Cistrosentee oder Haferkleie lindert den Juckreiz...

Tierisch liebe Grüße
Lessi

mystaff
04-09-2010, 21:53
Vielen Dank für die Antworten.
@beauci
Genau so etwas möchte ich vermeiden. Das mit der Thujahecke ist interessant, da hätten wir nämlich einige. Da kaut er auch ab und zu mal drauf rum.

@Lotte 2009
Nein, an der Impfung kann es nicht liegen. Die letzte liegt 6-8 Wochen zurück. Ich habe den Hund jetzt seit 4 Wochen und da hatte er sich schon ständig gekratzt. Die letzten Tage unter AB ist es noch schlimmer geworden.

@EvelynH
Ich habe noch zwei erw. Hunde. Keiner von denen kratzt sich. Ausserdem hab ich den Welpen auf Flöhe untersucht-nichts.

@Lessi
Eine meiner Großen ist von der selben Mutter und hatte im selben Alter Demodex. Von einem Bruder aus dem selben Wurf weiß ich von ähnlichen Problemen.
Eine Futterumstellung gab es nicht, der Halterwechsel war vor etwa vier Wochen und die letzten Tage wurde es schlimmer (unter AB). Zu hormonellen Veränderungen oder unbekannten Erregern kann ich nichts sagen.
Die Milchprodukte (Kefir/ Jogurt) gebe ich zur Unterstützung des Immunsystems. Was kann ich denn alternativ geben um Algen und Hagebutte unterzurühren? Mein Hund bekommt Trockenfutter-kein Feuchtfutter. Würde ich jetzt FF nehmen wäre das wieder eine Futterumstellung.
Was ist eine symptomatische Behandlung?

Liebe Grüße,
Tanja

mystaff
12-09-2010, 12:25
so, mit ziemlicher sicherheit soll es sarcoptes sein. es konnte in einem hautgeschabsel zwar nicht nachgewiesen werden, aber scheinbar ist das auch nicht so einfach.
der kleine hat nun stronghold drauf und bekommt synulox.
nach 2-3 tagen hat er nur würmer gek... igitt und ich dachte der wäre entwurmt.
leider ist das mit dem kratzen nur kurz besser geworden. jetzt nach 5 tagen ist es wieder wie am anfang.
ich lasse beim nächsten arztbesuch einen bluttest wegen den milben machen, da ich es genau wissen möchte. der arzt will cortison spritzen falls es mit dem kratzen nicht besser wird. das möchte ich aber nicht unbedingt, da es ja "nur" gegen das jucken hilft nicht aber gegen die milben.
es ist nicht so das mein hund sich die ganze zeit und ständig kratzt und scheuert. nur halt manchmal dafür dann aber richtig.
hat einer von euch nicht einen tip was ich gegen diesen juckreiz machen könnte?

tanja

herrmann
12-09-2010, 12:52
Hallo,
ich würde jegliche Chemie sein lassen und mit umgehend einen klassisch arbeitenden Homöopathen suchen, schau mal hier unter Therapeuten www.elabi.de

beauci
12-09-2010, 13:11
der arzt will cortison spritzen falls es mit dem kratzen nicht besser wird. das möchte ich aber nicht unbedingt, da es ja "nur" gegen das jucken hilft nicht aber gegen die milben.
es ist nicht so das mein hund sich die ganze zeit und ständig kratzt und scheuert. nur halt manchmal dafür dann aber richtig.
hat einer von euch nicht einen tip was ich gegen diesen juckreiz machen könnte?

tanja
Hallo Tanja,

Cortison war damals bei uns auch das "TA-Zauberwort". Würd ich in dem Fall nie mehr geben. Hilft nur etwa 3 - 4 Wochen, dann ist das Gejucke wieder da. Wie schon gesagt wurde, würde ich heute auch nur noch homöopatisch vorgehen.
Den Juckreiz kann man übrigens mit verdünntem Apfelessig eindämmen. (ein Teil Apfelessig, 2 Teile Wasser - das ganze in eine Sprühflasche geben).

Liebe Grüße
Rita und Souris

rilox
12-09-2010, 14:36
ich kann dir auch nur den Tipp mit der Bioresonanz geben.Lennox wurde dadurch sehr geholfen.Er hatte als Welpe auch ständig Juckreiz.Jetzt lass ich negativgetestete Dinge weg und gut ist`s.Sogar Kaustangen aus dem Supermarkt verträgt er nicht ... völliges Wundlecken der Ballen.

boxerrudel
13-09-2010, 07:20
iceby hatte dies auch - verdacht auf futtermilbenallergie, wir hatten trofu vom züchter mitbekommen. ich stellte ihn auf rohfleisch um, aber viel besser wurde es nicht. also allergietest (blut), da er ja noch sehr jung war & es stellte sich heraus: allergisch auf rind, getreide, u.a..

ich ließ es weg & es wurde besser, aber verschwunden ist es nicht. die juckenden pfoten & ohren wurden vom ta mit einer lösung behandelt & die brannte, aber besser - nein.

freunde rieten mir eine heilpraktikerin aufzusuchen & die tierheilpraktikerin fand durch bioresonanz noch andere komponenten auf die er reagierte z.b. thymian & andere kräuter, also gibt es keine kräutermischungen mehr.

in der zwischenzeit war er 8 monate alt, aber ganz weg war es immer noch nicht. auf empfehlung der heilpraktikerin suchte ich einen anderen ta auf, dieser riet zur ausschlußdiät.

ergebnis: erfolgreich durchgeführt, noch mehr unverträglichkeiten herausgefunden, aber er fühlt sich pudelwohl, hat super fell.
pustel & schorf sowie juckreiz sind verschwunden!

ich empfehle dir eine tierheilpraktikerin aufzusuchen, denn eine cortison behandlung bei so einem jungen hund hat schwerwiegende folgen & unser neuer ta wollte dies selbst bei einem 9 monate alten rüden nicht tun!:sun_smile

ich hoffe, die ursache des juckreizes wird gefunden & es werden nicht nur die sympthome behandelt!

susami
13-09-2010, 07:55
Statt Cortison würd ich es erstmal mit wesentlich harmloseren Antihistamin probieren (wie Fenistil, es gibt aber ein spezielles für Hunde)
Oder was homöopathisches (da kenn ich mich nicht gut genug aus, ich glaub Ledum hilft erstmal gegen Juckreiz??)

Denn unabhängig von der Ursachenforschung muss man bei Juckreiz erstmal die Symphtome in den Griff kriegen weil die sonst auch zum Selbstläufer werden. Schorf auf aufgekratzter Haut juckt auch, die Kratzer selbst sind quasi eine Einladung für alle möglichen Bakterien, Pilze und Viren - und das Verhalten kann sich ebenfalls verfestigen so das der Hund später auch ohne Grund immer kratzt.

Das Thema Impfreaktion würd ich nicht so schnell wegschieben - das kann unter Umständen noch Monate nach einer Impfung passieren.
Fänd ich jetzt auch nicht unlogisch - das Immunsystem ist durch die Impfung stark beschäftigt oder gar überfordert und kann daher den Parasiten nichts entgegensetzen.

Allergie halte ich dagegen für unwahrscheinlich bei einem Welpen - normalerweise wird eine Allergie "erworben" durch häufigen langfristigen Kontakt mit dem Allergen (bei entsprechender Disposition).

mystaff
13-09-2010, 12:46
Sarcoptes Milben sollen ja auch ansteckend sein. Ich habe noch zwei erwachsene Hunde-einer mit 13 Jahren und die Kleine mit einer Leberzirrose. Der Welpe ist nun schon seit über 5Wochen bei uns. Die beiden Großen haben nichts, auch bei meinem kleinen Sohn ist nix.
Deswegen möchte ich den Bluttest noch machen um ganz sicher zu sein. Eine Pilzkultur wurde schon angelegt-die Ergebnisse erfahre ich beim nächsten TA Besuch.
Kennt jemand einen guten Homöopathen südlich in und um Berlin?

Tanja