Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das System Wiesenhof
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,f33ivr9q5e7ndy3i~cm.asp
Vielleicht mag das ja jemand gucken
Vielleicht mag das ja jemand gucken
ja, hoffentlich recht viele!
Hab die Info auch schon bei Facebook geteilt.
Aargonja
30-08-2011, 16:16
Ich glaube ich kann das nicht sehen. Dann muss ich heulen. Kenne es aber aus ältere Berichte. Überwiegend vermeide ich solche Produkte zu kaufen. Aber leider :wein: füttere ich damit meine Hunde. Bei 4 Hunden ist es leider nicht möglich anders einzukaufen. Glaubt mir ich würde es tun.
Kirstin69
30-08-2011, 17:58
Aber leider :wein: füttere ich damit meine Hunde. Bei 4 Hunden ist es leider nicht möglich anders einzukaufen. Glaubt mir ich würde es tun.
:haeh:
Erinnerung:
Die Sendung fängt in einer Viertelstunde an
Los gehts.
Ich werds mal beginnen zu schauen, auch wenn ich es nicht vorhatte.
Da Wiesenhof wohl dagegen vorgehen wollte, wird es bestimmt interessant.
Leider jetzt erst eingeschaltet, gucke es gerade.
BieneMaja
31-08-2011, 21:35
Ich habe es gesehen... Mir ist schlecht!
Sagt mir... Wo ist die alternative Bezugsquelle für Hundi?
Kann das nicht aushalten! Perverse Menschen!
Bei mir in der Nähe gibt es keine Geflügelbezugsquelle. Kann doch Hundi nicht nur von Rind ernähren.
Bei Internetbestellungen weiß man ja auch nicht wirklich wo es her kommt.
Außerdem glaube ich nicht das es in anderen Betrieben besser ist.
Ich würde mich auch für alternative Bezugsquellen interessieren, aber ich denke, das ist einfach Massentierhaltung. Wer kein Bio-Geflügel kauft, unterstützt wohl automatisch eine derartige Haltung. Es geht ja nicht nur darum, dass die Tiere geschlagen werden, sondern auch um den Rest der Haltung.
Ich glaube aber eher, unterstützt wird so eine Massentierhaltung vor allem durch die NAchfrage für den menschlichen Bedarf - Hähnchenbrust, Hähnchenschenkel usw.
Hälse, Flügel, Innereien und Karkassen sind da eher der "Abfall".
Ich denke, es wird kein Huhn weniger so gehalten, nur weil ich keine Hühnerhälse mehr kaufe - aber sehr wohl, wenn ich kein Hähnchenbrustfilet oder Schenkel kaufe.
Ich glaube, wir müssen in erster Linie UNSEREN, den menschlichen Konsum überdenken. Wenn kein Mensch mehr Hähnchenbrust vom Massenerzeuger kauft, kommt auch kein Hühnerhals aus Massenerzeugung in den Verkauf.
Früher habe ich bei einem Geflügelbetrieb hier aus der Gegend Hühnerhälse gekauft. Der hat mir irgendwann erzählt, sonst verkauft er das an Chappi etc.
Bio-Geflügel ist schweineteuer - kann man aber ausgleichen, wenn man weniger und seltener Fleisch ist.
Ich kauf lang nicht alles bio, aber bei Produkten, die von Tieren sind, schaue ich schon lange genauer hin und kaufe sehr bewußt ein.
Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich einen Pansen oder einen Hühnerhals aus Massentierhaltung verfüttere. Das Tier, von dem diese "Abfälle" (auch marktwirtschaftlicher Sicht) stammen, ist dafür nicht gestorben, wurde dafür nicht gequält und es ist völlig unerheblich, ob ich das kaufe oder ein Fertigfutterhersteller für Tiernahrung.
Klar würd ich auch für die Tiere lieber Bio kaufen. Aber 30 kg Fleisch im Monat kann ich mir nicht in Bio-Qualität leisten - und im Internet kauf ich kein "bio", da können die mir ja sonstwas erzählen und nachher kommt es doch vom Wiesenhof - soviel Bio, wie als Bio mittlerweile für Tiere verkauft wird, gibts doch gar nicht....
Julia H.
31-08-2011, 22:39
Es ist nicht die erste Sendung über die Zustände bei Wiesenhof. Geändert hat sich ja offensichtlich nichts. Letztendlich ist die Agrarlobby (noch) zu stark und der einzelne Konsument verschliesst dann doch wieder Augen und Hirn, wenn er im Supermarkt vor dem Regal steht.
Charlotte24
31-08-2011, 23:04
Ich hatte bereits in dem anderen Thread hierzu geschrieben.
Es wäre gut, wenn man Bezugsquellen von Biohöfen bundesweit bekäme, die "Abfälle" verkaufen bzw. versenden! Vielleicht eine neue Geschäftsidee?
Damit würden wir nicht die Massentierhaltung unterstützen und gleichzeitig unseren Hundis was Gutes tun.
Ich werde jedenfalls erstmal - schade für Lara, für die ich ab und an mal Geflügel brauche (die ursprüngliche Bezugsquelle kennt man ja bei einigen NoName-Produkten nicht direkt...) - kein Geflügel kaufen!!!! Weder für Hundi noch für mich!
Möge die Menschheit sich doch endlich bewußt werden, dass sie sich selber kaputt macht. Es ist doch schon 5 vor 12... Ich darf meine Denke gar nicht aktivieren zu all den augenblicklich geschehenden Grausamkeiten auf dieser Erde, sonst würde ich nur noch mit dem Kopf gegen die Wand rennen...
Ich hab den Film auch gesehen , wirklich nicht apettitlich
nun die andere Seite
Ich brauchte letzte Woche schnelles Mittagessen
in Laden rein Päckchen Hähnchenschlegel (7Stück) und 1 Eisbergsalat
Weil es eilte hab ich nicht auf den Preis geschaut, an der Kasse ,,,,,2,00Euro irgend was
Das war jetzt aber hmmm :dizzy: günstig
und dann fing ich an zu rechnen
Kücken , Aufzucht, Futter, Arbeitskosten, Transport, Schlachtung, Transport, Supermarkt 2,00 Euro--7 Schlegel = 3,5 Hühnchen
also geht so ein Preis nur über Masse , Schnelligkeit , ect........
Bevor ich jetzt loslege zu schreien
Frag ich mich ist jeder bereit , mehr zu bezahlen
Hätte jetzt jeder Schlegel 2 Euro gekostet hätte ich fast 15,00 Euro bezahlt
Sagen jetzt viele ja ich bin Vegetarier , dann barft ihr doch euer Hunde
1 Schlegelchen für den Hund am Tag 2,00 Euro sind 60,00 Euro im Monat
mit Obst und Gemüse und Zusätze 100,00 Euro im Monat
und das nächste ist , wenn man sich bischen mit Fleisch auskennt
würden wirklich alle Hühnchen , wie im Film gesehen so geschupst, so gestossen und in Kisten geschmissen, wären alle Hähnchen im Supermarkt
Blutunterlaufen und sind sie das?
Ich will nichts beschönigen beim Anblick ist mir auch fast das Essen vergangen
Wenn wir bereit sind mehr zu bezahlen könnte man einiges ändern
Ich glaube aber eher, unterstützt wird so eine Massentierhaltung vor allem durch die NAchfrage für den menschlichen Bedarf - Hähnchenbrust, Hähnchenschenkel usw.
Hälse, Flügel, Innereien und Karkassen sind da eher der "Abfall".
Ich denke, es wird kein Huhn weniger so gehalten, nur weil ich keine Hühnerhälse mehr kaufe - aber sehr wohl, wenn ich kein Hähnchenbrustfilet oder Schenkel kaufe.
Ich glaube, wir müssen in erster Linie UNSEREN, den menschlichen Konsum überdenken. Wenn kein Mensch mehr Hähnchenbrust vom Massenerzeuger kauft, kommt auch kein Hühnerhals aus Massenerzeugung in den Verkauf.
Früher habe ich bei einem Geflügelbetrieb hier aus der Gegend Hühnerhälse gekauft. Der hat mir irgendwann erzählt, sonst verkauft er das an Chappi etc.
Bio-Geflügel ist schweineteuer - kann man aber ausgleichen, wenn man weniger und seltener Fleisch ist.
Ich kauf lang nicht alles bio, aber bei Produkten, die von Tieren sind, schaue ich schon lange genauer hin und kaufe sehr bewußt ein.
Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich einen Pansen oder einen Hühnerhals aus Massentierhaltung verfüttere. Das Tier, von dem diese "Abfälle" (auch marktwirtschaftlicher Sicht) stammen, ist dafür nicht gestorben, wurde dafür nicht gequält und es ist völlig unerheblich, ob ich das kaufe oder ein Fertigfutterhersteller für Tiernahrung.
Klar würd ich auch für die Tiere lieber Bio kaufen. Aber 30 kg Fleisch im Monat kann ich mir nicht in Bio-Qualität leisten - und im Internet kauf ich kein "bio", da können die mir ja sonstwas erzählen und nachher kommt es doch vom Wiesenhof - soviel Bio, wie als Bio mittlerweile für Tiere verkauft wird, gibts doch gar nicht....
Du hast vollkommen Recht. Unsere Hunde bekommen ohnehin Abfall. Das würde sonst entsorgt werden. Ich habe vor ein paar Monaten meinen Fleischkonsum drastisch eingeschränkt. Ich esse nur noch 1 x pro Woche etwas Fleisch und dann auch eher kein Geflügel, weil ich weiß, wie das so gehalten wird. Das einzige, was ich vom Huhn esse, sind eigentlich Hühnerherzen. Ich möchte Wiesenhof eigentlich für den "Abfall" auch kein Geld geben. Ich würde die lieber als Bio-Version kaufen, aber ich finde einfach gar kein Bio-Geflügel. Bio muss es auch nicht sein. Mir ist wichtig, dass die Tiere Auslauf an der frischen Luft haben. Ob sie bestimmte Medis oder nur Bio-Futter bekommen, ist für mich nicht so wichtig. Hauptsache, die Hühner leben so wie früher bei meiner Oma.
Ich frage mich ohnehin, wie eine solche Massentierhaltung mit dem Tierschutzgesetz konform sein kann. Eigentlich müsste man Massentierhaltung verbieten. Tiere müssten an die frische Luft dürfen und müssten genug Auslauf an der frischen Luft haben. Hühner sollen scharren und picken können, Kühe grasen und Schweine in der Erde wühlen. Es wäre gut, wenn Masentierhaltung verboten würde. Dann wird zwar alles teurer, aber man braucht halt auch nicht täglich Fleisch.
mopstoni
01-09-2011, 08:47
Hallo,
wer es verpasst hat, man kann im Internet in der Mediathek von ARD den Film noch sehen.
Ich habs mir gerade angeguckt. Es hilft mir, mich 'mal wieder ein bisschen wachzurütteln.
Und ich glaube auch: vor allem kein Huhn- und Putenfleisch für uns Menschen mehr kaufen, das aus "normalen" Betrieben stammt. Damit wäre schon viel erreicht.
Ich frage mich ohnehin, wie eine solche Massentierhaltung mit dem Tierschutzgesetz konform sein kann. Eigentlich müsste man Massentierhaltung verbieten. Tiere müssten an die frische Luft dürfen und müssten genug Auslauf an der frischen Luft haben. Hühner sollen scharren und picken können, Kühe grasen und Schweine in der Erde wühlen. Es wäre gut, wenn Masentierhaltung verboten würde. Dann wird zwar alles teurer, aber man braucht halt auch nicht täglich Fleisch.
:dank1 Das unterschreibe ich sofort!
Ich frage mich ohnehin, wie eine solche Massentierhaltung mit dem Tierschutzgesetz konform sein kann. Eigentlich müsste man Massentierhaltung verbieten. Tiere müssten an die frische Luft dürfen und müssten genug Auslauf an der frischen Luft haben. Hühner sollen scharren und picken können, Kühe grasen und Schweine in der Erde wühlen. Es wäre gut, wenn Masentierhaltung verboten würde. Dann wird zwar alles teurer, aber man braucht halt auch nicht täglich Fleisch.
Ganz genau. Und dann gäbe es auch keine "Abfälle" mehr aus Massentierhaltung.
Vor allem müssen wir für unseren Konsum genau hinschauen. Das ist ja nicht nur Fleisch, sondern auch Milchprodukte - Käse, Joghurt, Milch - und Eier.
Wer sich über Massentierhaltung und deren Missstände informieren möchte, eventuell sogar engagieren, dem empfehle ich folgenden Verein:
http://provieh.de
:greati
Wiesenhof wehrt sich gegen die ARD:
http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/Ein-Unternehmer-wehrt-gegen-yahoofinanzen-4198404516.html?x=0
Ihr sprecht von Tierhaltung wie zu unserer Vorfahrenzeiten
o.k. wäre ich auch dafür
aber als ich Kind war gab es fast in jeder Straße im Ort einen Bauernhof
sie sind bis auf 2 im Ort und 2 Aussiederhöfe verschwunden
der Hahn darf nicht mehr schreien
der Mist stinkt
Auflagen ohne Ende
unsere Kleinbauern die ihr gerne haben möchtet werden immer weniger - warum?
Du hast vollkommen Recht. Unsere Hunde bekommen ohnehin Abfall. Das würde sonst entsorgt werden.
Die Entsorgung würde die Produzenten Geld kosten. So kann man aber noch prima Geld mit dem Abfall machen und aus diesem Grund kaufe ich auch keine Schlachtabfälle aus Massenproduktion, weil ich diese in keinster Weise unterstützen möchte.
LG Rena
Ganz genau. Und dann gäbe es auch keine "Abfälle" mehr aus Massentierhaltung.
Vor allem müssen wir für unseren Konsum genau hinschauen. Das ist ja nicht nur Fleisch, sondern auch Milchprodukte - Käse, Joghurt, Milch - und Eier.
Milch, Käse, Joghurt und Eier kaufe ich schon seit Jahren ausschließlich aus Bio-Haltung. Der Preisunterschied ist wirklich nicht so hoch und man hat wenigstens ein gutes Gefühl, denn bei Bio-Haltung müssen die Tiere doch Freigang haben, oder?
Ich denke, wenn man Massentierhaltung verbieten würde und Subventionen lieber in Bio-Haltung investieren würde, dann würden sich die Preise auch nicht verdreifachen.
Es wird ohnehin viel zu viel subventioniert. Das unterstützt ja nicht nur die Massentierhaltung, sondern führt auch noch dazu, dass in sehr armen Ländern Produkte importiert werden, weil sie hier günstiger angeboten werden. Das gefährdet Arbeitsplätze in den Ländern und das Überleben von vielen Menschen. Und wenn man dazu noch bedenkt, wie viel Milch z. B. entsorgt werden muss, weil durch die Subventionen das Marktgleichgewicht durcheinander kommt, dann könnte ich einfach nur heulen. Für Milch müssen Kälber umgebracht werden und wenn diese Kälber schon ihr Leben lassen, dann doch bitte nicht für die Mülltonne.
Du hast vollkommen Recht. Unsere Hunde bekommen ohnehin Abfall. Das würde sonst entsorgt werden.
Was ist beim Hähnchen auser Knochen Abfall?
man kann die Flügel essen
man kann Magen, Leber, Herz essen
man kann das Fleisch essen
also was ist beim Hähnchen Abfall?
Macht ihr es Euch nicht bischen einfach
Wie gesagt mir gefällt die Haltung auch nicht
aber manche Argumente :dizzy:
Die Entsorgung würde die Produzenten Geld kosten. So kann man aber noch prima Geld mit dem Abfall machen und aus diesem Grund kaufe ich auch keine Schlachtabfälle aus Massenproduktion, weil ich diese in keinster Weise untertützen möchte.
Ich sehe das etwas anders.
Eine Entsorgung von etwas, das noch eßbar ist, ist für mich wirklich schlimm - gerade, wenn es sich dabei um Fleisch handelt, denn da steht ein Lebewesen dahinter, das wegen dieses Fleisches gestorben ist.
Früher war es so, wenn geschlachtet wurde, dann wurde wirklich ALLES verwertet, selbst die Därme, Gallenblase und Hufe.
Für mich ist am Schlimmsten, wenn z.B. ein Huhn wegen seiner Brust abgemurkst wird und der REst dann in den ABFALL wandert.
Irgendwie kommt mir das dann so respektlos vor, so überflüssig, so arrogant.
Ja, das Tier ist gestorben, es hatte ein schlechtes Leben und wahrscheinlich einen grausamen Tod. Aber dann Teile von ihm einfach wegwerfen?
Ich für mich möchte diese Entsorgung von etwas, womit man ein weiteres Lebewesen satt machen kann, nicht unterstützen. Irgendwie denke ich, war dann der Tod nicht ganz so dekadent, nicht ganz so arrogant, nicht ganz so - hm, wie soll ich sagen, so tierverachtend?
Für mich ist das Wegwerfen von Teilen eines Tieres wesentlich schlimmer als die Tatsache, dass der Verkauf von Nebenprodukten für die Massentierhaltung ein Nebengeschäft ist.
Wobei ich nicht glaube, dass die Produzenten unbedingt die "unnötigen" Teile kostenpflichtig entsorgen müssen, denn es gibt eine riesige Futtermittelindustrie, die diese "Abfälle" verarbeiten - entweder im Fertigfutter für Hunde und Katzen oder auch in Tiermehlen oder Fleischmehlen, die wiederum für die Fütterung von Nutztieren angewendet werden. Selbst im Industriedünger wird Fleischmehl und Tiermehl verarbeitet.....
Und auch da wieder - bevor die Abfälle wiederum an Tiere verfüttert werden, die dann auch wieder sterben und Teile von ihnen als Abfall wiederum verfüttert werden....oder bevor die Abfälle als Dünger auf Äckern landen.....nutze ich diese Abfälle lieber, um einen Fleischfresser damit einigermaßen artgerecht zu ernähren.
So bescheuert das vielleicht klingen mag, aber irgendwie ist dann für mich ein Teil der "Weltordnung" wieder hergestellt - der Hund frißt das, was er auch fressen würde, wenn er das Tier selber getötet hätte und damit ist zumindest ein klitzekleiner Teil eines Ablaufes, wie ihn die Natur vorgesehen hat, einigermaßen erfüllt.
Falls das jetzt alles total bescheuert und abgehoben klingt - sorry, ich kann es nicht besser ausdrücken.
Für mich ist ein Tod nur wegen eines Brustfilets einfach abscheulich und grausam. Und irgendwie denke ich für mich, wenn dann das komplette Tier verwendet bzw. verfüttert wird anstatt weggeworfen, als Dünger entsorgt oder als Mastfutter für Tiere verarbeitet, denen das gleiche Schicksal blüht, macht es diesen Tod irgendwie ein klein wenig sinnvoller, respektvoller gegenüber des Tiers, das da sein LEben gegeben hat.
Öh...also irgendwie finde ich dafür nicht die richtigen Worte. Puh.....
ClaudiaH
01-09-2011, 10:50
Danke Gabi....du hast genau die richtigen Worte gefunden.
Was ist beim Hähnchen auser Knochen Abfall?
man kann die Flügel essen
man kann Magen, Leber, Herz essen
man kann das Fleisch essen
also was ist beim Hähnchen Abfall?
Macht ihr es Euch nicht bischen einfach
Wie gesagt mir gefällt die Haltung auch nicht
aber manche Argumente :dizzy:
Schau doch einfach mal in einem Supermarkt in die GEflügeltheke. Am besten ein richtig großer Supermarkt, Real oder sowas.
Du findest - Brustfilet, Geschnetzteltes aus der Brust, Brust mit Haut und Knochen, Schnitzel aus Brust, jede menge Schenkel, aber nur wenig Flügel und so gut wie kaum Innereien und Karkassen schon gar nicht.
Im TK-Bereich findest Du wieder jede Menge Fertigfutter aus Hähnchenbrust oder Hähnchenbrustformfleisch, im Aufschnittregal ebenfalls......und im TK-Bereich dann ganz wenig Hühnerklein, Leber, Herz oder Magen.
Da stimmt das Verhältnis nicht.
Ein Huhn hat eine BRust, zwei Schenkel, zwei Flügel, ein Herz, Magen, Leber.
Gehe ich einfach mal durch einen Supermarkt und zähle, komme ich auf wesentlich mehr Brust als alles andere.
Es werden also wesentlich mehr Innereien, Flügel und Karkassen, auch Haut, nicht verkauft bzw. nicht für den menschlichen Verzehr angeboten, als tatsächlich anfällt.
Auch im Fast-Food-Bereich ist es genauso. McDonalds hat Chicken Burger (aus Hähnchenbrustformfleisch) und CHicken Nuggets (dito), mit Burger King kenn ich mich nicht aus, Kentucky Fried Chicken hat Hühnerteile auch aus dem Rücken, aber keine Innereien.
Was glaubst Du, was da am Tag umgesetzt wird - und was passiert mit dem Rest vom Huhn?
Auch Grillhähnchen aus der Pommesbude. Da isses das ganze Huhn, ohne Hals und Innereien. Was passiert mit den ganzen Hälsen, mit den Innereien?
Ich find das Thema auch echt schwierig.
Fakt ist wohl:
Produziert werden muss, und zwar
-hygienisch
-mit wenig gesundheitlichem Risiko für Mensch und Tier
-qualitativ
-dem Bedarf gerecht werdend
Und dann ist man schon eingeschränkt, zB mit den Legehennen (die sind jetzt mal mein Beispiel, weil sie mir besonders im Gedächtnis geblieben sind).
Hygienisch: sie sollen nicht in ihrem Kot sitzen, deshalb sitzen sie auf Gittern
gesundheitliches Risiko: so eine Beschaffenheit der Käfige, dass sie leicht zu reinigen sind, keine Verletzungsmöglichkeiten bieten, ggf werden die Schnäbel kupiert
qualitativ: das Futter muss kontrolliert und ausgewogen sein, soundsoviel Kalzium, so und so viel Dies und Jenes, wenn die Hennen das so nicht fressen, legen sie zu wenig oder schlechte Eier; schmutzige Eier, Knickeier oder sonstiges muss eigentlich DIREKT entsorgt werden und geht nicht in den Verkauf
dem Bedarf gerechtwerdend: eine der Hochleistungshennen legt pro Tag ein Ei; käme sie in die Mauser (tut sie nicht, sie wird vorher gemerzt, nach einem Jahr), würde sie nur "Zeug" fressen, würde sie sich sonstwie austoben und Energie für anderes verwenden, könnten sie diese Leistung nicht mehr bringen
Die Hennen haben es in der "neuen" Käfighaltung eigentlich verhältnismäßig "gut" (im Vergleich zur 2007 verbotenen konventionellen Käfighaltung und unter Berücksichtigung der oben genannten Kriterien).
Sie haben ein etwas abgedunkeltes "Nest", wo sie etwas Ruhe zum Eierlegen haben, Scharrmatten zum scharren, ein Sandbad, und das Futter ist so beschaffen, dass sie auch ihren Picktrieb etwas ausleben können.
In der Bodenhaltung konnten die Hennen sogar nach draußen, zumindest in dem Betrieb, wo ich kurz gearbeitet habe.
Ich kaufe auch keine "3" gestempelten Eier (nur 0 und 1) und ich befürworte das auch nicht. Aber ich grüble schon seit über 2 Wochen, wie man dem Bedarf halbwegs gerecht werden kann, und gleichzeitig die benötigte Qualität sichern kann. Und das alles etwas artgerechter.
Wie geht das in anderen Ländern?
In der Schweiz gibt es ja gar keine Käfighaltung mehr, wie machen die das?
Ich grüble und grüble und komme nicht weiter. Mein erster Schritt ist nun, Bio zu kaufen und Fleisch vom Metzger, der mir sagt, wo es herkommt.
Und weiter?
*mh*
Was ist beim Hähnchen auser Knochen Abfall?
man kann die Flügel essen
man kann Magen, Leber, Herz essen
man kann das Fleisch essen
also was ist beim Hähnchen Abfall?
Macht ihr es Euch nicht bischen einfach
Wie gesagt mir gefällt die Haltung auch nicht
aber manche Argumente :dizzy:
Naja, hier in Deutschland isst man z. B. auch die Füße nicht mit, den Kopf auch nicht, der Hals ist auch nicht so beliebt. Das mag in anderen Ländern wieder anders sein, aber bei uns wird viel weggeworfen, weil auch Karkassen und Innereien in dem Umfang nicht gebraucht werden.
@Gaby: Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht.
I
Ich kaufe auch keine "3" gestempelten Eier (nur 0 und 1) und ich befürworte das auch nicht. Aber ich grüble schon seit über 2 Wochen, wie man dem Bedarf halbwegs gerecht werden kann, und gleichzeitig die benötigte Qualität sichern kann. Und das alles etwas artgerechter.
Ein wichtiger SChritt wäre, den Bedarf zu senken.
Das könnte durchaus gehen über die Preisgestaltung. Wenn Eier oder Fleisch, Fleischprodukte, Wurst und Milchprodukte wesentlich teurer wären, dann würde davon weniger gekauft, ergo müßte weniger produziert werden und damit wäre der Bedarf niedriger.
Es muss KEINER jeden Tag Fleisch, Wurst, Eier oder Milchprodukte essen.
Ich denke, würde jeder Mensch (der nicht vegetarisch oder vegan lebt) nur 1-2x die Woche Fleisch essen, täglich maximal 1 Scheibe Wurst und 1 Scheibe Käse, dazu maximal 3 Eier in der Woche, dann wäre da schon sehr, sehr viel erreicht.
Wer unbedingt mehr oder öfter Fleisch essen möchte (oder Wurst), kann da auch sehr bewußt einkaufen. Beispielsweise den guten Braten am Sonntag machen, Reste davon als Aufschnitt verwenden oder einen Eintopf damit machen. Oder Geflügel - ein Hähnchen kaufen, die Brust lecker als Schnitzel essen, aus dem Rest ein leckeres Hühnerfrikassee machen oder eine Suppe.
Auch muss es nicht sooo viel Fleisch sein. Ein Schnitzel muß keine 300g haben, es dürfen auch 100g sein. Dafür dann halt mehr Beilagen. Schmeckt doch auch (mir manchmal sogar besser*g*)
Denn auch wenn man seinen gesamten Bedarf über Bio-Produkte deckt - es wird nicht weniger. Dann droht auch in der Bio-Produktion eines Tages eine relative Massenhaltung, indem dann gerade mal so eben die Vorschriften eingehalten werden. Je mehr Tiere ein Landwirt oder ein Betrieb aber hält, desto weniger kann auf das einzelne Tier eingegangen werden. Gerade in der Bio-Landwirtschaft, wo viele Medikamente gar nicht erlaubt sind, kann das fatale Folgen haben, wenn eine Erkrankung oder Verletzung nicht frühestmöglich entdeckt wird - und das führt auch wieder zu Tierleid oder einem vermeidbaren Tod als "Notschlachtung".
ALLES sehr schön geschrieben!!
Ein wichtiger SChritt wäre, den Bedarf zu senken.
Das ist es.
Aber wie macht man es?
Aufklären bringt ja irgendwie nix. Oder nicht so viel, dass der Bedarf merklich gesenkt wird.
Es wurde auch gesagt, das Frühstücksei ansich macht den Kohl nicht Fett (ich esse nicht mal 3 Eier die Woche, vielleicht pro Monat... also aktiv als Ei), sondern die Industrie. In jedem zweiten Lebensmittel sind Eier.
woodchuck
01-09-2011, 11:58
Gerade bei Geflügel versteh ich die Preisgestaltung nicht. "Normale" Haltung ist wirklich spottbillig, Bio-Geflügel dagegen sauteuer. Gerne wär ich ja bereit das Doppelte für bessere Haltung zu bezahlen, aber Bio kostet das mehrfache....
LG
Cordula.
ALLES sehr schön geschrieben!!
Das ist es.
Aber wie macht man es?
Aufklären bringt ja irgendwie nix. Oder nicht so viel, dass der Bedarf merklich gesenkt wird.
Es wurde auch gesagt, das Frühstücksei ansich macht den Kohl nicht Fett (ich esse nicht mal 3 Eier die Woche, vielleicht pro Monat... also aktiv als Ei), sondern die Industrie. In jedem zweiten Lebensmittel sind Eier.
Und die garantiert nicht aus Freilandhaltung oder Bio....
Doch, aufklären, vorleben, im eigenen Umfeld öfter mal vegetarisch kochen oder ausdrücklich beim Familienessen nur ein klitzekleines Stück Fleisch essen und da den Genuss am gesamten Essen eindeutig vorleben.
Freunde einladen, sie vegetarisch oder mit einem Gericht mit wenig Fleisch bekochen - mein Geheimtip ist da Irish Stew. Eigentlich ist das Lammfleisch mit Kartoffeln und Zwiebeln. Bei mir ist es ein Gericht aus Kartoffeln und Zwiebeln mit etwas Lammfleisch - und schmeckt genauso lecker.
Und Lebensmittel, die Ei enthalten, versuchen, weitgehend zu meiden oder wenn, dann ebenfalls als Bio oder regional kaufen. Das geht z.B. bei Nudeln und Gebäck schon recht gut. Auch bei Schokolade und einigen Fertigprodukten, wie Salaten, Majonaise usw.
Es muß auch nicht unbedingt bio sein, es reicht auch, manche Sachen beim ortsansässigen Bäcker zu kaufen (Brot, Feingebäck, Stuten etc.), von dem man weiß, was für Zutaten (mit welcher Herkunft) er verwendet.
Manche Sachen kann man gut selber machen, ohne allzuviel Aufwand - dank Chefkoch.de findet man auch immer wieder recht einfache Rezepte, z.B. für Sauce Hollandaise, die wirklich auch Anfängern oder Wenig-Kochern gelingen, wenn sie sorgfältig lesen und die Anleitung befolgen.
Ich mach das seit Jahren so, daß ich viele vegane Sachen beim Aldi / Netto etc. einkaufe und nur die Sachen, wo ich den Unterschied wirklich merke (Biobrot, Sojajoghurt) im Reformhaus. Bei Aldi gibt´s vegan so viele Sachen- Gemüse, Smoothies, Nüsse, Basmatireis, Miracoli etc. etc.
Dann kauf ich noch vieles über I-net Versand. Unsere Brotaufstriche bestell ich immer in einem Shop der pro kleiner Dose 80 ct. billiger ist, dort gibt´s auch billig Fruchtaufstriche ohne Rohrzucker, Weizenfleisch etc.
Vollei ist eine widerliche Angelegenheit, wenn´s mal Kuchen sein muß, klappt das prima ohne Eier und mit Sojamilch und Öl. Unsere Fleischesser (Hund und zwei Katzen) bekommen bio wo´s geht.
Und soviel Zeit zum brutzeln etc. hab ich auch nicht. Wir arbeiten beide ganztags, aber Grünzeug in die Pfanne packen etc. klappt immer.
Klar gibt man mehr Geld für´s Essen aus. Es sind ja auch unsere Körper wo´s durchwandert und nochmal bekomme ich keinen Körper, wenn meiner hinüber ist :rolleyesg das Leben ist keine Generalprobe....
Klar gibt man mehr Geld für´s Essen aus. Es sind ja auch unsere Körper wo´s durchwandert und nochmal bekomme ich keinen Körper, wenn meiner hinüber ist :rolleyesg das Leben ist keine Generalprobe....
Schön gesagt.
Mir wurde gesagt, dass die Deutschen nur 13% des "Gesamtvermögens" für Essen ausgeben.
Aargonja
01-09-2011, 13:01
Ich lese hier ja fleißig mit und Gabi spricht da auch meine Meinung.
Denke mal das dieser Bericht wieder viele Menschen wachgerüttelt hat. Und das ist doch das Wichtigste. Eine gewisse Menschengruppe erreichen, die das denn weitergeben.
Bei dem Eierskandal letztens hat es jedenfalls gewirkt. Im Bioladen sind die 0-Eier oft vergriffen. Früher standen immer Stapelweise noch da.
Die Erzeuger werden sich sicher irgendwann etwas einfallen lassen müssen.
Weitererzählen ist das Wichtigste. Vorleben, unseren Kindern Vorleben wie es besser geht. Denke ich jedenfalls.
Gerade bei Geflügel versteh ich die Preisgestaltung nicht. "Normale" Haltung ist wirklich spottbillig, Bio-Geflügel dagegen sauteuer. Gerne wär ich ja bereit das Doppelte für bessere Haltung zu bezahlen, aber Bio kostet das mehrfache....
Das hat viele Gründe. Biohähnchen bekommen ein anderes Futter, sie benötigen mehr Grundfläche, sie leben länger - Biohähnchen werden länger gemästet.
Also gibt es erstmal x Kosten mehr für Fläche und Futter und das multipliziert mit x Wochen, die diese im Vergleich zu konventioneller Haltung länger anfallen....
Aber - Biohähnchen schmeckt auch GANZ anders, finde ich.
Ich habe letztens mal geschaut:
Bio-Hähnchen, so ein Mais-Hähnchen, 25 Euro!!!!
Ist das ein normaler Preis??
Denke mal das dieser Bericht wieder viele Menschen wachgerüttelt hat. Und das ist doch das Wichtigste. Eine gewisse Menschengruppe erreichen, die das denn weitergeben.
Bei dem Eierskandal letztens hat es jedenfalls gewirkt. Im Bioladen sind die 0-Eier oft vergriffen. Früher standen immer Stapelweise noch da.
Das ist leider nur kurzfristig. Mensch verdrängt und vergisst.
Ich habe mich gerade vor 2 Wochen mit unserer Eierproduzentin unterhalten (hole die Knickeier für meine Hunde) und meinte, dass sie doch jetzt die Eier bestens los bekommt, da sie doch Bio sind.
Das ganze hielt genau 2 WOCHEN an, danach war der Skandal vergessen und sie hat wieder jede Menge Eier in der Eierkammer :rolleyesg
Diese ganzen Berichte, über die Missstände, finde ich sehr wichtig. Auch wenn alles nur kurzfristig ist, bleibt es doch bei einigen Menschen hängen.
Gebe es aber Vorschriften, die solche Haltungen und Handlungen eindeutig verbieten, ginge es den Tieren besser!
Ich habe letztens mal geschaut:
Bio-Hähnchen, so ein Mais-Hähnchen, 25 Euro!!!!
Ist das ein normaler Preis??
Uff. Nee, also ich kenns deutlich über 10, aber noch unter 20 EUR.
25 EUR find ich etwas sehr viel. Andererseits, für Bio-Rindfleisch und Bio-Schweinefleisch zahlt man auch locker 20 EUR pro KG und mehr.
Ich habe letztens mal geschaut:
Bio-Hähnchen, so ein Mais-Hähnchen, 25 Euro!!!!
Ist das ein normaler Preis??
Bei Demeter zahlst Du um die 30 Euro für ein Bio-Hähnchen
Sibylle2
01-09-2011, 13:43
Hier ist noch mal der Filmbeitrag: http://http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/799280_reportage---dokumentation/8068044_ard-exclusiv--das-system-wiesenhof
Aber wie macht man es?
Aufklären bringt ja irgendwie nix. Oder nicht so viel, dass der Bedarf merklich gesenkt wird.
Gaby hat es schon angeschnitten, aber den Bedarf zu steuern, wäre echt einfach. Massentierhaltung verbieten, zwingend Tageslicht, x qm pro Tier, sauber Untergrund etc. vorschreiben. Einfach die Einhaltung des Tierschutzgesetzes radikal durchsetzen. Dadurch würde automatisch der Preis aller Produkte ansteigen und schon kaufen die Leute weniger. Es muss ja nicht gleich Bio sein, mir würde es reichen, wenn die Tiere so gehalten würden, wie ich das von Großbauern in der Nähe kenne: Kühe von Mai - September auf die Weide - sonst Offenstall mit Auslauf, Hühner und Schweine im Offenstall mit Auslauf, Erde zum Wühlen für Schweine etc. Ob das Tier jetzt mit Bio-Futter ernährt wird oder nicht, ist mir eigentlich egal und dem Tier wohl auch. Hauptsache, es kann sich so verhalten, wie die Natur das vorgesehen hat.
Unsere Hühner hatten z. B. alle noch ihre Schnäbel und die haben sich nie gehackt. Und unsere Hühner hatten auch keine nackten Stellen im Gefieder.
Und ein Bio-Ei schmeckt wirklich anders, auch Bio-Milch und Bio-Joghurt.
Wenn man diese Dinge einhalten würde, dann würde der Preis halt steigen und schon ist die Nachfrage gedrosselt. Über 50 % der Deutschen sind ohnehin übergewichtig. Verbot der nicht artgerechten Tierhaltung (ist ja eigentlich verboten - also tatsächliche Durchsetzung) hätte viele Vorteile - für Alle.
Wenn ich das so lese, dann kommt mir der Gedanke das wir an eigenen Hühnern nicht vorbei kommen. Allerdings sind diese ganzen Auflagen echt anstrengend. Wir halten eine kleine Herde Schafe, die auch geschlachtet werden. Erst im Alter von einem Jahr oder mehr. Auf den Weiden dürften gerne noch ein paar Hühnchen mit rum düsen und im Stall wäre auch noch Platz. Unser Schlachter würde diese auch mit schlachten, ein passt Eier fänd ich nett. Also wird wohl doch bald das nächste Projekt angepackt.
Im übrigen gibt es nichts Schöneres, als so ein Selbstversorger-Menü aus Lammkeule, grünen Bohnen und Kartoffeln. Lediglich die Gewürze und das Mehl zum Soße andicken muss dazu gekauft werden. Ein Genuss!
Und unser Hund bekommt viel Wild aus heimischen Wäldern, das hatte bestimmt genug Auslauf vorher.
Eine Bezugsquelle für Fleisch aus extensiver Haltung könnte auch der örtliche Hausschlachter sein. Einfach mal fragen.
lordlady
03-09-2011, 11:45
Ich habe letztens mal geschaut:
Bio-Hähnchen, so ein Mais-Hähnchen, 25 Euro!!!!
Ist das ein normaler Preis??
Ja, ist hier ein absolut normaler Preis für so ein "glückliches" Hähnchen.
lordlady
03-09-2011, 12:00
Im übrigen kann ich die Argumentation "ich kaufe ja eh´nur die Abfälle, die keiner will" nicht nachvollziehen. Denn auch der "Abfallmarkt" ist ein zusätzlicher Absatzmarkt. Und gerade, weil heutzutage so viel Gewese um Haustiere gemacht wird, sogar ein sehr lohnender. Für die Massentierproduzenten ein "zusätzliches" Geschäft - und wenn ich bedenke, dass dort so ziemlich alles landet und der Mensch sich nur die Perlen für den Verzehr rauspickt - dürfte es sogar ein ziemlich lohnenswertes und umfangreiches Geschäft sein. Es ist nicht so, das da was "abfällt" - damit werden gezielt Geschäfte gemacht. Damit lohnt sich die Massentierhaltung nämlich gleich doppelt, denn es finden sich nicht nur Abnehmer für die wenigen ausgewählten Leckereien - sondern vor allem massenhaft für die Verwertung der "Abfälle". Die sind nämlich Gold wert. Und mit jedem Kauf von "Abfall" aus der "Massentierhaltung" unterstütze ich direkt diesen Markt und seinen Geist, indem ich an der Kasse signalisiere "macht weiter so".
Ich beziehe für meinen Hund Geflügel von einem Demeter-Hof (Eierfabrikation). Aber ich mache mir keine Illusionen über die Haltung. Etwas großzügiger, ja. Etwas "anders". Vielleicht. Aber es sind immer noch Tausende Hühner unter einem Dach, die dann periodisch ausgeräumt und ersetzt werden. Und diese "Suppenhühner" landen bei meinem Hund dann im Napf. Massentierhaltung - ob bio oder konventionell - kann in meinen Augen nicht die Lösung sein (bei Bio-Puten handelt es sich sogar oft um dieselbe brustlastige Sorte wie beim konventionellen Geflügel, ich kaufe im schlimmsten Fall dasselbe Leiden "in grün"). Eine "große" Lösung gibt es mMn eh´nicht. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
leider geht der Link mit dem Filmbeitrag nicht , würde es gern mal sehen
Im übrigen kann ich die Argumentation "ich kaufe ja eh´nur die Abfälle, die keiner will" nicht nachvollziehen.
Tja, schade. Es ist aber nun mal ein Fakt - solange es Menschen gibt, die eben Billigfleisch haben wollen und auch kaufen, solange wird es auch Abfälle aus dieser Billigproduktion geben.
Es ist meines Erachtens völlig egal, ob Du oder ich diese Abfälle nun kaufen oder nicht, denn dann wirds halt im Dünger verarbeitet oder im Futter für diese Massentierhaltungsbetriebe (Fleischmehl und Tiermehl wird immer noch im Futter für Schweine und Hühner verarbeitet).
Wirklich etwas ändern wird sich nur, wenn die Masse der Abnehmer solches Billigfleisches das Kaufverhalten ändert. Und es ist auch nicht die Lösung, wenn plötzlich alle Bio kaufen - denn da gibt es genau so eine Massentierhaltung wie bei konventioneller Haltung. Leider.
Allerdings hast Du in einem Punkt recht - kauft man für seinen Hund aus der Supermarkttheke z.B. Hühnerschenkel ,-flügel oder Rinderknochen etc., dann unterstützt man damit die Massentierhaltung. Denn man kauft Produkte, die gezielt für den menschlichen Verzehr produziert werden.
Geflügelhälse und Karkassen, vom Rind Stichfleisch, Saumfleisch, Lefzen, Kopffleisch, Schlund, Euter, Lunge, Blättermagen, Pansen etc. dagegen fällt bei der MAssentierhaltung immer an und ist im Vergleich zum Brustfilet, Hühnerschenkel, Rindersteak, Gulasch, Rouladen nur ein "Zubrot". Sprich, kriegen die Produzenten die Hühnerhälse oder den Rinderblättermagen nicht verkauft, landet das Zeug halt im Dünger, in der Fertigfutterproduktion, im Mastfutter für noch mehr Tiere usw.
Und selbst, wenn keiner mehr z.B. Hühnerhälse mehr kaufen würde für seinen Hund - es würde nicht EIN Huhn weniger geschlachtet. Denn das Brustfilet wird ja weiter verlangt und gekauft, auch für nen EUR mehr, der dann für die Entsorgung der "überschüssigen" Teile anfällt.
Ich für mich finde es widerlich, wenn von Tieren, die getötet werden, Teile weggeworfen werden. Egal, wie sie gelebt haben, egal, wie sie getötet wurden. Und deshalb kaufe ich weiter die "Abfälle",egal welcher Herkunft.
lordlady
03-09-2011, 14:50
Geflügelhälse und Karkassen, vom Rind Stichfleisch, Saumfleisch, Lefzen, Kopffleisch, Schlund, Euter, Lunge, Blättermagen, Pansen etc. dagegen fällt bei der MAssentierhaltung immer an und ist im Vergleich zum Brustfilet, Hühnerschenkel, Rindersteak, Gulasch, Rouladen nur ein "Zubrot". Sprich, kriegen die Produzenten die Hühnerhälse oder den Rinderblättermagen nicht verkauft, landet das Zeug halt im Dünger, in der Fertigfutterproduktion, im Mastfutter für noch mehr Tiere usw.
Die Industrie wird diese "Abfälle" nicht verschenken. Und mit allem, was wir kaufen, geben wir an der Kasse unser Votum für etwas ab. Egal, ob wir "Abfälle", "Verzehrfleisch", Dünger, Tiermehl oder sonstwas kaufen. Im Grunde ist es ja auch gut, dass alles wiederverwertet werden kann. Schlachthöfe haben auch längst erkannt, dass sie mit ihren Abfällen gerade bei Tierhaltern noch einen guten Euro machen können. Niemand, der sich an diesem Markt beteiligt - ob als Produzent, Händler oder Konsument - kann sich da herausreden. Natürlich werden die Tiere auch geschlachtet, würden die Abfälle keine dankbaren Abnehmer finden. Aber indem wir sie kaufen, füttern wir die Maschinerei zusätzlich.
Die Industrie wird diese "Abfälle" nicht verschenken. Und mit allem, was wir kaufen, geben wir an der Kasse unser Votum für etwas ab. Egal, ob wir "Abfälle", "Verzehrfleisch", Dünger, Tiermehl oder sonstwas kaufen. Im Grunde ist es ja auch gut, dass alles wiederverwertet werden kann. Schlachthöfe haben auch längst erkannt, dass sie mit ihren Abfällen gerade bei Tierhaltern noch einen guten Euro machen können. Niemand, der sich an diesem Markt beteiligt - ob als Produzent, Händler oder Konsument - kann sich da herausreden. Natürlich werden die Tiere auch geschlachtet, würden die Abfälle keine dankbaren Abnehmer finden. Aber indem wir sie kaufen, füttern wir die Maschinerei zusätzlich.
Sehe ich anders. Denn für die Abfälle würde so oder so eine Verwendung gefunden - egal, ob Du oder ich sie kaufen oder ob ein Düngemittelfabrikant sie kauft oder, ganz prekär - wenn sie an die nächste Generation Masttiere verfüttert werden.
Da dürftest Du beispielsweise auch kein Getreide oder Gemüse mehr kaufen, denn der Produzent verwendet vielleicht einen solchen Dünger, in dem Tierteile aus Massenhaltung verarbeitet wurde....
Meiner Meinung nach verwende ich persönlich diese Abfälle dann lieber, um meinen Hund damit zu füttern.
Finde ich ethisch irgendwie korrekter, als wenn das Zeug im Dünger oder anderen Masttieren landet.....
Denn - essen muß er nun mal und ich kaufe dann lieber diese Abfälle, anstatt etwas zu kaufen, das für den menschlichen Verzehr produziert wurde.
Also lieber Hühnerhälse und Karkassen anstatt Schenkel....deshalb kaufe ich für meinen HUnd auch NICHTS, was im Supermarkt in der Fleischtheke für Menschen erhältlich ist.
BieneMaja
03-09-2011, 17:36
Ich verstehe dabei immer wieder nicht wie alle darauf kommen das Bio gleich Glücklich ist. Die Tiere können genauso gefoltert sein. Bio heißt doch nur das sie anders gefüttert werden... Daher auch der bessere Geschmack.
Woher sonst sollen diese MASSEN an Bioware im Supermarkt kommen.
Ein aberglaube der so weit verbreitet ist.
Ok, manch einer wird sagen Zeiche setzen aber ob es damit besser wird... Dann bekommen halt in Zukunft alle Mastviecher Bio und dann wird noch mehr profit gemacht.
hallo ihr lieben,
hab jetzt nicht alles gelesen, sag nur kurz was zum thema 25€ für ein biohuhn. der preis ist in jedem fall gerechtfertigt, die leute müssen nur wieder lernen, selbstverständlicher mit kochen und essen umzugehen.
ein biohuhn, lebt deutlich länger als eines aus massenzucht und hat demzufolge locker mal knappe 2 kg.
nehmen wir eine 4 köpfige familie.
plan: huhn ausnehmen (bei nem biohuhn sind herz, leber und nieren eigentlich immer dabei) und das hähnchen auskochen
1. portion: hühnerbrühe; karotten und reis reinkochen fertig
2. portion: schenkel und brust, wahlweise kross braten oder panieren, vollwertiges sonntagsessen gemüse und kartoffeln dazu
3. portion das kleinfleisch von den karkassen, fleisch von den flügeln und innerein zu nem sugo kochen, erbsen oder was weiß ich mit rein, mit nudeln.
schlagen wir also auf die 25€ noch 5€ für die beilagen macht 30€ für ein 4-köpfige Familie macht pro Tag 10€, also pro Person und Portion 2,50€ mit allem drum und dran. und wenn ich nur zu zweit bin, frier ich halt was ein. außerdem sollte fleisch wieder wie früher als besonderes sonntagsessen gesehen werden und nicht als normal.... und wenn sich die 4 köpfige familie von oben da dran hält, dann reicht ihr das 25€ huhn für 3 wochen fleischverzehr...
wie man das problem lösen soll, weiß ich leider auch nicht :-( das größte problem ist wohl, dass 80% der leute schon nicht wissen wie man was zubereiten könnte und für jeden mist ein rezept brauchen... (wenn ich mir schon den "rezept-thread" in cafe angucke...) leute, geht doch einfach mal auf den markt, kauft was euch schmeckt und macht was draus, da braucht man doch keine rezepte.... naja, wollt ich nur mal gesagt haben, ist so mein "lieblings-aufregerthema" ;)
liebe grüße, eva
Ich verstehe dabei immer wieder nicht wie alle darauf kommen das Bio gleich Glücklich ist. Die Tiere können genauso gefoltert sein. Bio heißt doch nur das sie anders gefüttert werden... Daher auch der bessere Geschmack.
Woher sonst sollen diese MASSEN an Bioware im Supermarkt kommen.
Ein aberglaube der so weit verbreitet ist.
Ok, manch einer wird sagen Zeiche setzen aber ob es damit besser wird... Dann bekommen halt in Zukunft alle Mastviecher Bio und dann wird noch mehr profit gemacht.
Naja, so ganz isses nicht. Je nach Anbieter gibt es da auch gewisse Anforderungen an die Tierhaltung an sich - da gibt es ja verschiedene, Demeter, Bioland usw.
Bio bedeutet nicht nur ein anderes Futter - sondern auch Verzicht auf bestimmte Medikamente, mehr Platz für ein einzelnes Tier, längere Lebensdauer usw.
Siehe auch hier:
http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/landwirtschaft/service/biosiegel/
Insofern ist Bio auf jeden Fall ein guter Ansatz - besser als gar nix.
lordlady
03-09-2011, 20:11
( das größte problem ist wohl, dass 80% der leute schon nicht wissen wie man was zubereiten könnte und für jeden mist ein rezept brauchen...
Ich brauch´kein Rezept - ich kauf´fertig. :err: Kochen ist mir viel zu aufwändig und macht mir vor allem keinen Spaß...
hallo ihr lieben,
außerdem sollte fleisch wieder wie früher als besonderes sonntagsessen gesehen werden und nicht als normal..
liebe grüße, eva
Hallo Eva,
stimme Dir voll zu, so mache ich es schon seit Jahren.
Dann kann man sich nämlich Biofleisch leisten oder aber auch "normales"kaufen.
Wenn alle das so handhaben würden gäbe es auch nicht die explodierende Massenproduktion "Fleisch". Da braucht man doch nur die Angebote der Einkaufszentren an Fleisch anschauen. Es wird immer billiger und jeder der sehr aufs Geld schauen muß ernährt sich mehr und mehr von Fleisch.
Wo führt das hin?
Timbally
04-09-2011, 10:03
Hallo Eva,
auch ich stimme Dir voll und ganz zu. So wurde bei meinen Eltern und Großeltern auch gekocht und verwertet. Leider ist es heute aber nur noch selten so. Das, was vom Vortag übrig blieb, wurde am nächsten Tag ins neue Essen eingefügt, und wenn's dann halt Bratkartoffel oder Kartoffelsalat war, weil Kartoffeln übrig waren. Fortgeschmissen wurde kaum was.
hallo ela und erika!
genau so ist es. kürzlich habe ich im fernsehen eine sendung gesehen, was so alles an lebensmitteln weggeschmissen wird. ich fand das erschreckend. ich schütte vielleicht einmal pro monat eine sauer gewordene milch weg, aber sonst??? und aufwändig finden wohl eher die das kochen, die keinerlei bezug zu lebensmitteln und deren verarbeitung haben. traurig, aber ne lösung weiß ich auch nicht... :rolleyesg
liebe grüße,
eva
Wie es der Zufall wollte, ging ich gestern einkaufen und mein Freund hatte "Huhn" auf den Einkaufszettel geschrieben. Im Supermarkt gibt es eigentlich nur Wiesenhof-Produkte. Es gibt auch noch Produkte einer Firma namens Stolle, aber die sitzt im gleichen Ort wie Wiesenhof. Das kommt mir verdächtig vor, also landet davon nichts mehr im Einkaufswagen. Wie auch immer, zufälligerweise gab es aber auch frz. Hähnchen aus bäuerlicher Freilandhaltung mit unbegrenztem Auslauf für 6,99/kg. Ich schlug sofort zu und kaufte gleich zwei. Das eine wird eingefroren, das andere hat mein Freund gerade zubereitet.
Er meinte, die Beine seien viel länger als bei den Hähnchen, die er bisher verarbeitet hatte und ihn hätte verwundert, dass das Hähnchen am Rücken auch Fleisch hatte. Ich gehe mal davon aus, dass das Tier einfach älter werden durfte als 35 Tage und dass daher die Knochen länger wachsen konnten. Und mehr Bewegung, weil Freilandhaltung, schafft natürlich auch mehr Muskulatur. Es gibt also einen Unterschied und ich denke, es wird auch anders schmecken - nicht so wässrig. Ich werde ihn fragen, denn ich hatte Freitag schon Fleisch. Das reicht.
Natürlich sind 6,99 Euro mehr als 2,75 Euro (das hätte das kg Wiesenhof-Huhn gekostet), aber eigentlich ist es eine Frechheit, dass Fleisch überhaupt so billig ist. Ein kg Paprika kostet mehr! Sowas müsste wirklich verboten werden. Man braucht nicht täglich Fleisch. Fertig.
Mittlerweile habe ich auch einen Bio-Geflügelhof in der Nähe entdeckt. Die haben einen Hofladen und man kann auch ansehen, wie das Geflügel lebt. Ich fahre dort mal hin.
hallo ela und erika!
genau so ist es. kürzlich habe ich im fernsehen eine sendung gesehen, was so alles an lebensmitteln weggeschmissen wird. ich fand das erschreckend. ich schütte vielleicht einmal pro monat eine sauer gewordene milch weg, aber sonst??? und aufwändig finden wohl eher die das kochen, die keinerlei bezug zu lebensmitteln und deren verarbeitung haben. traurig, aber ne lösung weiß ich auch nicht... :rolleyesg
Genau das isses. Wir haben irgendwie keinen Respekt mehr vor Lebensmitteln und deren Wert. Ich kenne genug Menschen, die einen Joghurt, der über dem Verfallsdatum ist, nicht mehr essen, obwohl er noch völlig in Ordnung ist.
Ich werfe nur Sachen weg, die wirklich verdorben sind - und leider passiert mir das immer noch öfter, als mir lieb ist. In der Beziehung muß ich echt noch an mir arbeiten.
Genau das isses. Wir haben irgendwie keinen Respekt mehr vor Lebensmitteln und deren Wert. Ich kenne genug Menschen, die einen Joghurt, der über dem Verfallsdatum ist, nicht mehr essen, obwohl er noch völlig in Ordnung ist.
Ich werfe nur Sachen weg, die wirklich verdorben sind - und leider passiert mir das immer noch öfter, als mir lieb ist. In der Beziehung muß ich echt noch an mir arbeiten.
Ich versuche immer alles, was ich nicht mehr so gut finde, wenigstens im Hundefutter zu verarbeiten. Bananen mit dunklen Stellen z. B. esse ich nicht gern. Die landen dann im Futternapf. Ebenso wie Käse, der irgendwie schon komisch ist. Natürlich nichts mit Schimmel oder so, aber ich versuche, alles irgendwie zu verwenden. Trockenes Brot landet z. B. draußen bei den Krähen. Die freuen sich und man hat nichts weggeworfen.
Ich versuche immer alles, was ich nicht mehr so gut finde, wenigstens im Hundefutter zu verarbeiten. Bananen mit dunklen Stellen z. B. esse ich nicht gern. Die landen dann im Futternapf. Ebenso wie Käse, der irgendwie schon komisch ist. Natürlich nichts mit Schimmel oder so, aber ich versuche, alles irgendwie zu verwenden. Trockenes Brot landet z. B. draußen bei den Krähen. Die freuen sich und man hat nichts weggeworfen.
Klar, aber davon red ich nicht. Sondern von Brot, das schimmelig geworden ist, Wurst, die grün geworden ist (meistens, weil mein Herr Göttergatte die Packung aufgemacht und den Rest nicht wieder gescheit eingepackt hat*motz) und sowas.
Und das sollte nicht passieren. Da ärgere ich mich jedesmal schwarz drüber.
Hey Gaby, da hast Du aber noch einiges an "Erziehungsarbeit" vor Dir:dizzy::dizzy::dizzy:
Ich habe einen 2-Personenhaushalt, da denke ich ist alles überschaubar.
Mein Brot backe ich selbst und gefriere dann immer den 2-Tagesbedarf ein.
Wenn ich das dann nicht alles brauche, ist es am 3. Tag auch noch o.k.
Ansonsten bekommt fast alles Asko. Was bei mir aber manchmal
hinüber geht ist Sahne und die leere ich dann aus.
Klar, aber davon red ich nicht. Sondern von Brot, das schimmelig geworden ist, Wurst, die grün geworden ist (meistens, weil mein Herr Göttergatte die Packung aufgemacht und den Rest nicht wieder gescheit eingepackt hat*motz) und sowas.
Und das sollte nicht passieren. Da ärgere ich mich jedesmal schwarz drüber.
Sowas kommt hier auch vor und ich ärgere mich natürlich auch. Aber schau, Du hast das wenigstens auf dem Schirm und arbeitest daran - im Gegensatz zu den meisten Leuten. Die Deutschen werfen jährlich 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel weg, nur in Haushalten. Sowas ist erschreckend, vor allem vor dem Hintergrund, dass es tatsächlich Kinder in Deutschland gibt, die nicht satt werden.
Timbally
04-09-2011, 19:27
Was mir grad noch einfällt (wenn man schon über die guten alten Zeiten nachdenkt), meine Eltern haben bei unseren Nachbarn (bin auf dem Land groß geworden) für die Schlachttage immer 1/4 oder 1/2 Rind bestellt. Ebenso war es mit Lamm. Damals hatten wir selbst Enten und meine Oma Hühner. Hasen hatten wir auch (Gott, was einem so alles einfällt) und natürlich einen großen Gemüsegarten. Jeder in der Familie hatte Obstbäume, sodaß der Bedarf an Obst jeglicher Art in der Familie auch abgedeckt war. Gab einen regen Tauschhandel damals :-)
Und ganz ehrlich, ich vermisse in der heutigen Zeit diese typischen Bauernhöfe. Als Kind war ich oft mit, die Kühe von den Weiden zu holen, oder wieder hinzubringen. Heute gibt es das doch gar nicht mehr - oder?
Und ganz ehrlich, ich vermisse in der heutigen Zeit diese typischen Bauernhöfe. Als Kind war ich oft mit, die Kühe von den Weiden zu holen, oder wieder hinzubringen. Heute gibt es das doch gar nicht mehr - oder?
Doch gibt es! Zum Glück! Aber eben leider nicht in der Massentierhaltung. Es gibt aber noch Höfe, die auch ohne Bio-Siegel ihre Kühe halbjährig auf der Weide stehen lassen, weil sie begriffen haben, dass ein glückliches Rind, das Gras fressen und einfach Kuh sein darf, mehr Milch gibt als eine, die in einem dunklen Verschlag hocken muss.
Bei uns ist das noch eine ganz übliche Haltung. Und es gibt auch immer mehr Bauern, die neue Ställe bauen, die man zu einem großen Teil öffnen kann. Also damit die Tiere dann in der übrigen Zeit, in der es keinen Weidegang gibt (für die Milchkühe ist das übrigens zumindest hier nicht ganzjährig erlaubt, die Tiere müssten dann wohl nachts reingetrieben werden). Und das ist unabhängig von den Temperaturen auf Oktober bis April festgelegt. Färsen sieht man hier aber auch im Herbst wenn es noch nicht friert teilweise noch auf den Weiden (halt auch tagsüber und auf Weiden, die direkt am Hof liegen was ja in vielen Fällen eben nicht so ist).
Auffallend ist hier im Bereich allerdings in den letzten Jahren, daß die Anzahl der Kühe abgenommen hat, das Bild der Hammriche im Frühjahr und Sommer hat sich gewandelt...
Dafür sieht man auch öfter mal Mutterkuhhaltung. Allerdings nicht bei den Schwarzbunten, sondern bei "robusteren" Sorten. Und es gibt hier vor Ort eine Freilandschweineanlage. Wenn man die sieht weiss man allerdings auch wieder was in der heute üblichen Schweinehaltung so fehlt.
Timbally
04-09-2011, 20:31
Schön, so etwas zu hören :-)
Schön, so etwas zu hören :-)
Also ich fahr jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit an einer Weide vorbei, auf denen schwarzweiße Kühe stehen.
Hier in NRW sieht man das auch noch viel -glücklicherweise.
Sowas kommt hier auch vor und ich ärgere mich natürlich auch. Aber schau, Du hast das wenigstens auf dem Schirm und arbeitest daran - im Gegensatz zu den meisten Leuten. Die Deutschen werfen jährlich 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel weg, nur in Haushalten. Sowas ist erschreckend, vor allem vor dem Hintergrund, dass es tatsächlich Kinder in Deutschland gibt, die nicht satt werden.
Das erinnert mich an eine Fernsehsendung, die ich mal gesehen habe. Weiß nicht mehr genau, um was es ging, aber es war eine junge HartzIV-Empfängerin mit Tochter. Die war dann einmal bei den Tafeln, da hat sie ohne große Auswahlmöglichkeit eine Tüte gepackt bekommen.
Noch an der Bushaltestelle hat sie die Hälfte davon in den Müll geworfen - das war gerade abgelaufen, dies mochte sie nicht, jenes war angematscht, das Brot nicht mehr frisch genug....
also ehrlich....
Man muss aber leider auch sagen: Es gibt grade hier auch in letzter Zeit immer mehr Hähnchen- und Putenmastbetriebe bzw. Bestrebungen diese anzusiedeln. Die Milchkuhhaltung ist für viele Bauern nicht mehr rentabel genug.
Ok, dagegen bilden sich auch immer mehr Protestgruppen. Wobei da für sehr viele wohl weniger der Tierschutz eine Rolle spielt als vielmehr die Geruchs- und Lärmbelästigung und die Tatsache, daß sowas natürlich Touristen abschreckt (und davon leben hier ja viele Gemeinden mehr oder weniger).
Eine Freilandanlage für Gänse gibt es hier am Ort übrigens auch, da ist dann um Martini und Weihnachten die grosse Schlachtung/Abverkauf. Puten haben die mittlerweile auch, Gans liegt ja nicht mehr so im Trend. ;)
Und wo Gaby grade die Tafeln erwähnt: Da kann man hier auch nicht meckern. Es beteiligen sich eigentlich alle großen Geschäfte (außer Aldi, aber die machen ja nirgends mit, jedenfalls nicht Aldi Nord). Und da die Leute aussuchen dürfen ist das mit dem wegschmeißen auch nicht so gegeben. Und man verwertet dort auch noch hartes Brot und z. B. das Grün von den Wurzeln, das bekommen Leute mit Pferden/Kaninchen.
GAns esse ich sehr gerne und wenn ich es kriege, verfüttere ich auch an meinen Hund.
Aber dann nur deutsche Gänse aus Freilandhaltung.....bloß keine polnischen Mastgänse...
Bei uns in der Tageszeitung stand, dass die Krankenhäuser jetzt gesünderes Essen anbieten müssten weil kaum jemand das Essen dort ganz isst. Dort werden Tonnen weg geworfen und das darf auch (eigentlich) nicht mehr weiter verwertet werden. Zudem soll es weniger Fett und Zucker und nur noch einmal pro Woche Fleisch geben, zwei Mal Fisch.
Die Patienten kämen oftmals schon mangelernährt an. Nicht unterernährt, sondern adipös und mit zu wenig Vitaminen versorgt. Ich finde, dass es das ganz gut auf den Punkt trifft. Es spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse. Das Essen muss gut, günstig, schnell zubereitet sein und viel Kauen sollte man auch nicht müssen. Ich kenne Leute, die wenig Geld haben und trotzdem jeden Tag Fleisch essen. Die Logik ist einfach: Gemüse ist teurer, schwerer zuzubereiten und man braucht insgesamt einfach länger. Zudem macht es kürzer satt (zumindest das Gekochte). Aber im Alltag fehlt oft die Möglichkeit und Zeit zur Reflektion der Ernährungsgewohnheiten. Ich beuge dem vor, indem ich jede Woche eine Bio-Kiste bekomme, ob ich will oder nicht :err: (ich könnte sie abbestellen, aber so ist das ja auch sehr praktisch). Fleisch gibt es auf meinem Teller gar nicht und beim Hund versuche ich so oft wie möglich artgerecht gehaltene und geschlachtete Tiere zu bekommen. Leider sind "Bio"-Tiere echt teuer aber es gibt auch "glückliche" Hühner, die kein Siegel haben.
fleshlover
05-09-2011, 06:04
Ich glaube ich kann das nicht sehen. Dann muss ich heulen. Kenne es aber aus ältere Berichte. Überwiegend vermeide ich solche Produkte zu kaufen. Aber leider :wein: füttere ich damit meine Hunde. Bei 4 Hunden ist es leider nicht möglich anders einzukaufen. Glaubt mir ich würde es tun.
Samstags kurz vor Ladenschluß mal in einen türkischen Laden gehen und nachfragen was es für den Hund gibt ist zwar nicht mehr so hübsch manchmal aber völlig ok und meistens ne ganze Menge von Fleisch bis Knochen für lau.
Gruß Thorsten
P.S.: Wenn du auch Gemüse für lau haben willst musst du es sagen.:greati
Julia H.
05-09-2011, 06:12
Samstags kurz vor Ladenschluß mal in einen türkischen Laden gehen und nachfragen was es für den Hund gibt ist zwar nicht mehr so hübsch manchmal aber völlig ok und meistens ne ganze Menge von Fleisch bis Knochen für lau.
Gruß Thorsten
P.S.: Wenn du auch Gemüse für lau haben willst musst du es sagen.:greati
... und das Fleisch stammt wahrscheinlich aus Schächtung. :rolleyesg
Wie kommst Darauf,die Empfehlung, bei einem türkischen Metzger zu kaufen, sei eine tierleidfreiere Alternative zu den Maststallhähnchen???
... und das Fleisch stammt wahrscheinlich aus Schächtung. :rolleyesg
Wie kommst Darauf,die Empfehlung, bei einem türkischen Metzger zu kaufen, sei eine tierleidfreiere Alternative zu den Maststallhähnchen???
Dazu müsste das Fleisch aber aus dem Ausland kommen, oder? In Deutschland ist Schächten doch verboten und ich hoffe inständig, dass man sich daran hält (jedenfalls in der industriellen Produktion).
Julia H.
05-09-2011, 11:03
Nein- es kommt nicht aus dem Ausland. Offiziell ist es in Deutschland verboten, aber es gibt immer wieder sogenannte Ausnahmeregelungen.Google mal nach Schächten. Du wirst Dich wundern, wie hier das Tierschutzgesetz zugunsten des Gesetztes Religionsausübung ausgehebelt wird.
Kirstin69
05-09-2011, 11:06
Google mal nach Schächten. Du wirst Dich wundern, wie hier das Tierschutzgesetz zugunsten des Gesetztes Religionsausübung ausgehebelt wird.
OMG ...sehr religiös, ich hoffe sie schmoren alle in der Hölle.
Mir ist ganz schlecht...
Kirstin
Julia H.
05-09-2011, 11:12
Nur zur Info: erst jüngst ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, das zu heftigen Reaktionen geführt hat:
http://www.sueddeutsche.de/bayern/bayerischer-verwaltungsgerichtshof-schaechten-erlaubt-1.1124097
greyekle
05-09-2011, 11:20
Eine Bezugsquelle für Fleisch aus extensiver Haltung könnte auch der örtliche Hausschlachter sein. Einfach mal fragen.
Hier bei uns gibt es nicht mal einen richtigen Metzger weit und breit!
Und die Metzgertheke im Supermarkt bezieht bei - ..... Wiesenhof.
Viele Grüße
Elke
Sibylle2
05-09-2011, 11:22
Wer mit protestieren möchte:
http://action.peta.de/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=44&ea.campaign.id=5401
wäre schön, wenn sich viele Menschen daran beteiligen....
ClaudiaH
05-09-2011, 11:25
OMG ...sehr religiös, ich hoffe sie schmoren alle in der Hölle.
Mir ist ganz schlecht...
Kirstin
wer? :haeh:
Margot Vaßen
05-09-2011, 11:29
Julia,
du könntest das wohn was netter sagen.
Aargonja
05-09-2011, 11:32
Ich glaube ich kann das nicht sehen. Dann muss ich heulen. Kenne es aber aus ältere Berichte. Überwiegend vermeide ich solche Produkte zu kaufen. Aber leider :wein: füttere ich damit meine Hunde. Bei 4 Hunden ist es leider nicht möglich anders einzukaufen. Glaubt mir ich würde es tun.
Ich habs gesehen (nicht alles manchmal hab ich ins Kissen gesehen, zu grausam), und bin fleißig dabei andere Alternativen zu suchen. Bzw. mein Lieferant (wenn aus dem Urlaub zurück) nach der Herkunft zu fragen.
Hab zur Zeit viele Probleme und wenig Zeit. Wenn es wieder ruhiger wird melde ich mich natürlich häufiger.
Grüße alle hier im Forum!
Kirstin69
05-09-2011, 11:41
wer? :haeh:
"Menschen", die aus einem "Glauben" heraus Tiere zu Tode quälen dürfen.
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof Schächten erlaubt
24.07.2011, 16:41
Von Andreas Salch
Es ist eine Frage des Glaubens: das Schächten von Lämmern zum muslimischen Opferfest. Bislang wurde dies jedoch verweigert.
Laut einem Grundsatzurteil dürfen muslimische Metzger nun die Tiere unbetäubt ausbluten lassen.
Zitat aus der Süddeutschen. Siehe Link von Julia.
Nein- es kommt nicht aus dem Ausland. Offiziell ist es in Deutschland verboten, aber es gibt immer wieder sogenannte Ausnahmeregelungen.Google mal nach Schächten. Du wirst Dich wundern, wie hier das Tierschutzgesetz zugunsten des Gesetztes Religionsausübung ausgehebelt wird.
Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Massentierhaltung ist ja schließlich auch nicht gesetzeskonform.
TierSchG §2:
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1.
muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.
darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.
muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Ein Huhn auf engstem Raum mit Artgenossen auf eigenem Kot kriechend ohne Sonnenlicht einzusperren, es nicht scharren zu lassen, die Schnäbel abzuschneiden und es so zu ernähren, dass es vom schnellen Wachstum Schmerzen hat und es dann auch noch zu prügeln, verstößt m. E. schon gegen diesen 1 Paragraphen...
Julia H.
05-09-2011, 17:05
Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Massentierhaltung ist ja schließlich auch nicht gesetzeskonform.
Ein Huhn auf engstem Raum mit Artgenossen auf eigenem Kot kriechend ohne Sonnenlicht einzusperren, es nicht scharren zu lassen, die Schnäbel abzuschneiden und es so zu ernähren, dass es vom schnellen Wachstum Schmerzen hat und es dann auch noch zu prügeln, verstößt m. E. schon gegen diesen 1 Paragraphen...
Das Tierschutzgesetz ist insofern ein TierNUTZgesetz, als durch ein einziges Wort alles, was da verboten ist ausgehebelt, nämlich "aus vernünftigen Gründen". Einem Tier zum Beispiel Schmerzen zuzufügen, ist verboten, ausser aus vernünftigen Gründen. Wirtschaftsinteressen und Agrarlobbyismus haben mit Empathie nichts zu tun, sondern entspringen "vernünftigen" ökonomischen Motiven.
Das Tierschutzgesetz ist insofern ein TierNUTZgesetz, als durch ein einziges Wort alles, was da verboten ist ausgehebelt, nämlich "aus vernünftigen Gründen". Einem Tier zum Beispiel Schmerzen zuzufügen, ist verboten, ausser aus vernünftigen Gründen. Wirtschaftsinteressen und Agrarlobbyismus haben mit Empathie nichts zu tun, sondern entspringen "vernünftigen" ökonomischen Motiven.
Man sollte eine Petition einreichen und das Wort "vernünftig" ersatzlos streichen. Vernünftig wäre für mich sowas wie Notwehr. Also wenn mich ein Hund angreift, dann habe ich das Recht, ihm durch Tritte Schmerzen zuzuführen, um mich zu wehren. Andere Gründe sind aus meiner Sicht nicht vernünftig, sondern lediglich ökonomisch. Und ökonomisch ist nicht immer vernünftig.
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