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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epilepsieverdacht-was checken lassen???


denny2580
23-02-2012, 12:51
Hallo zusammen,
da sich hier ja sehr viele "Epilepsieerfahrene" tummeln, hoffe ich auf Tips.
Da ich aus den anderen Threads gemerkt habe, dass ihr so viele Infos wie möglich möchtet, versuch ich es so kurz aberso informativ wie möglich zu halten.
Unsere Bella (KLM, 6 Jahre, unkastriert) hat Krampfanfälle und unser Tierarzt äußert den Verdacht auf Epilepsie. Sie ist seit dem sie 1,5 Jahre ist bei uns, sie kommt aus dem Tierheim, angeblich aus einer Familie die keine Zeit mehr hatte. Ihre Krämpfe die wir beobachten konnten :
26. September 10 Dauer ca. 6 Minuten
11. November 10 Dauer ca. 2 Minuten
22. April 11 Dauer ca. 5 Minuten
11. Mai 11 Dauer ca. 4 Minuten
11. Februar 11 Dauer ca. 10 Minuten
12. Februar 11 Dauer ca. 4 Minuten

Sie krampfte (bis auf das vierte Mal da war es am frühen Nachmittag) im Anschluss der Übung auf dem Hundeplatz) immer aus der Ruhe heraus, als sie schlief oder döste, immer am späten Nachmittag/Abend. Wenn sie nicht eh schon neben einem liegt, sucht sie die Nähe und legt sich hin, stehen kann sie dann auch nicht-sie knickt weg. Sie krampft dann mit den Beinen, sie rudert allerdings nicht, die Beine sind angezogen oder gestreckt und krampfen. Beim ersten Mal dachte ich an ein eingeschlafenes Bein und hab sie gelockt zum Aufstehen, sie hat es versucht, sie ist also bei vollem Bewusstsein. Die Augen sind ganz groß aufgerissen und nach Ende der Krämpfe speichelt sie unheimlich (klarer Speichel).
Nach Ende der Anfälle möchte sie in den Garten (auf wackeligen Beinen) und erbricht oder macht einen Haufen.
Wir haben nun bereits den dritten Bluttest gemacht und auch extra Schilddrüsenwerte angefordert-alles unauffällig. Jetzt lese ich hier im Forum das die zwei Schilddrüsenwerte gar nicht aussagekräftig sind-na toll!
MRT bereits gemacht-unauffällig. Allerdings musste sie bei der Narkose nachgespritzt werden, die Tierärztin dort sprach von einem sehr guten Stoffwechsel mit Hinweis auf Überprüfung der Schilddrüse.
Bella bekommt Trockenfutter (ohne Zusatz-und Konservierungsstoffe,mit Reis als einzige Getreidequelle). Medikamente bekommt sie wegen der noch geringen Anzahl der Anfälle noch nicht. Impfungen waren jeweils im Juni. Zeckenzeug gab es letztes Jahr gar nicht.
Nächste Woche habe ich einen Termin in der Tierklinik hier in der Nähe zur weiteren Ausschlussdiagnostik und einer zweiten Meinung. Auch wenn es keine "typische" Epilepsie gibt, sind die Anfälle doch recht lang im Vergleich zu anderen hier im Forum. Und auch die Abstände sind sehr groß (Gottseidank). Zeitgleich bin ich auf der Suche nach einem guten Homöopathen.
Was muss/soll untersucht werden? Anscheinend ist es ja wirklich sagen was man untersucht haben möchte, da die Ärzte selbst noch weniger Ahnung haben als ich bezüglich Epilepsie. Habe durch das Forum hier sehr viel gelernt. Gibt es etwas was ich vergessen habe oder was ihr als überflüssig erachtet?
-Blutbild mit allen (!!!) Schilddrüsenwerten
-Insulin bzw. Bauchspeicheldrüse
-Übersäuert? Säure-Basen Haushalt
-Vitamin B Mangel? Sie frisst gerne Hasenkot und Pferdeäpfel.
-Boreliose
-Babesiose
-Neospora
-Anaplasmose
-Toxoplasmose
-Glucosetest (das waren die einzig konstant niedriegen Werte bei den Bluttests-Erklärung des Tierarztes, kann durch Stress bei der Blutabnahme sein und/oder beim Einschicken der Probe zersetzt sich die Glucose).

Es ist jetzt doch ganz schön lang geworden, vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen.

Der Rote Blitz
23-02-2012, 19:25
Hallo Denise!

Ich rate Dir, unbedingt vom nüchternen Hund einen Glucose- und Insulintest machen zu lassen. Mein Hund hat ein Insulinom, nur aufgrund des niedrigen Zuckerwertes, der tatsächlich aufgrund von Stress, Lagerung, etc. schwanken kann, wäre der TA nie draufgekommen, was los ist.
Du kannst auch Fiebermessen bei Bella, mein Ranger hatte knapp Untertemperatur, was auch ein Hinweis auf ein Insulinom sein kann.

Epileptische Anfälle können leider durch alle möglichen Grunderkrankungen ausgelöst werden. Mein Hund hatte auch Krämpfe bei Bewußtsein aufgrund der Unterzuckerung die sich bis jetzt zweimal bis zum Grand Mal Anfall gesteigert haben.

Ich wünsche Dir, daß die Diagnose nicht Insulinom lauten wird, allerdings ist die Krankheit eine Zeit lang nur mit der richtigen und regelmäßigen Fütterung ganz gut händelbar.
Bitte laß das unbedingt abchecken!

Wenn Du magst, kannst Du mal in meinem Thread nachschauen, wie das bei uns verlaufen ist und wie lang es gedauert hat, herauszufinden, was da vor sich geht.

http://www.gesundehunde.com/forum/showthread.php?t=161772

Ich drück Euch die Daumen und schau demnächst wieder öfters hier rein, vielleicht kann ich ja helfen. Ein Insulinom wäre duch Medikamente nicht heilbar, aber es wäre operabel. Mit der richtigen Fütterung kann man es eine Zeit lang gut in den Griff kriegen.

Liebe Grüße
Barbara und Ranger

denny2580
23-02-2012, 21:20
Hallo Barbara und natürlich auch ein Hallo an Ranger,

ich hatte euren Thread schon letzte Woche gelesen und das kalte Grausen bekommen. Du hast meinen vollsten Respekt!:kiss:
Ich werde in der Tierklinik auf jeden Fall darauf hinweisen und auch darauf einen Test machen und eh ein Ultraschall machen lassen.
Das wäre allerdings eine Diagnose, die ich mir nicht wünschen würde.
Vielen Dank für dein Interesse, es ist schön zu wissen, dass man hier ein offenes Ohr und Hilfe findet...und wenn es "nur" seelischer Beistand ist.
Wie geht es denn Ranger momentan? Ich seid bestimmt ein eingespieltes Team im Alltag. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Der Rote Blitz
24-02-2012, 17:35
Hallo Denise!
Ich wünsche Euch, daß Bella etwas hat, was zu beheben ist und nicht so aufwändig behandelt werden muss!

Da unser Alltag durch den Verlauf der Erkrankung stark eingeschränkt wurde, kann ich sagen, ja wir sind ein eingespieltes Team. Viel Freizeit bleibt einem nicht mehr und man lebt mehr oder weniger in Zeitfenstern, in denen der Hund regelmäßig versorgt werden muss. Kann sein, dass ich es mit der Fürsorge übertreibe, aber ich will es ihm halt noch so schön wie möglich machen und für ihn da sein.
Unternehmen können wir ja nicht mehr viel ausser ein paar Gassirunden drehen und ein wenig spielen. Man kann den Hund dann ja auch nicht mehr so einfach jemand anderem überlassen, wenn nicht hundertprozentig sichergestellt ist, dass alles nach Plan läuft.
Die Lebenserwartung betroffener Hunde variiert angeblich zwischen einem halben bis zu 3 Jahren, was ich bis jetzt so gehört und gelesen habe. Wie lange man das selber mitmachen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ich hoffe, Du hast viele kompetente Leute, die Dich tatkräftig unterstützen können!
Ranger geht es momentan aber recht gut, das kann sich leider schnell ändern. Dann sehen wir weiter. Ab und zu bin ich selber schon am Rande der Verzweiflung, weil sich alles nach dem Hund richtet, aber wenn ich sehe, dass er wieder lustig herumgaloppiert, weiß ich, daß ich es richtig mache.

Ich bin gespannt auf Eure Auswertungen und drücke ganz fest die Daumen, dass es eine gut behandelbare Erkrankung ist!
Jaeky hier im Forum kennt sich sehr gut mit Insulinom aus, von ihr habe ich viele Tips bekommen. :) Vielleicht liest sie ja auch hier mit und meldet sich.

Wie gesagt, ich wünsche es Euch auf gar keinen Fall, denn es wird Dein Leben auf den Kopf stellen!

Liebe Grüße
Barbara und Ranger

denny2580
24-02-2012, 19:24
Hallo Barbara,

ich habe jetzt mit den "wenigen" Anfällen (mir reichen sie, es müssten nicht mehr werden) schon ein schlechtes Gewissen, wenn sie kurze Zeit alleine ist Da sie eh bei uns im Bett schläft und ich einen ganz leichten Schlaf hab, steh ich jedes Mal wenn Madame träumt und irgendwelche Hasen jagt senkrecht im Bett. Meine Eltern nehmen Bella, wenn mal was wirklich wichtiges (Hochzeit etc...) ist, aber wenn ich nicht selbst bei ihr bin, werd ich halt schon unruhig.
Ich fühle mich schon sehr allein gelassen. Unser Tierarzt meint:"Ist halt Epilepsie!" Auf einen Urintest angesprochen kam die Antwort:" Können wir machen, aber das ist rausgeschmissenes Geld. Ganz sicher Epilepsie."
Mein Partner zeigt null Eigeninitiative, er macht zwar alles mit was ich vorschlage, aber er informiert sich nicht oder fragt mal.

Da wir in der heutigen Zeit viele Möglichkeiten haben unseren Hunden zu helfen, versuch halt weiterhin alles in deiner Macht stehende für ihn zu tun. Solange es ihm gut geht und er munter die Nase in den Wind streckt, ist es eine Bestätigung für dich, dass du das Richtige getan hast!

Barack
24-02-2012, 19:31
Wie waren denn die SD-Werte?

Amazingblue
24-02-2012, 21:31
Hallo Denise!
Ich habe selbst einen Epileptiker gehabt. Fast 4 Jahre haben wir gegen diese schlimme Krankheit gekämpft und leider verloren.
Ich bin über diese Krankheit ans Barfen und an die Homöopathie gekommen und würde heute wohl andere Wege gehen.
Da Du hinsichtlich der klassischen Medizin ja schon recht viel gemacht hast und schon einiges ausschliessen konntest, würde ich Dir eine miasmatische homöopathische Behandlung empfehlen..
Google das doch mal...wenn Du Interesse hast kann ich Dir gern eine sehr kompetente THP nennen, die auch viel Erfahrung mit Krampfanfällen hat..
Allerdings wirst Du dann um eine Futterumstellung nicht "rumkommen"...
Viele Grüße
Nathalie

denny2580
25-02-2012, 00:28
Wie waren denn die SD-Werte?

Hallo Sabine,

Freies Thyroxin:
28.09.10 1,2 ng/dl
14.05.11 1,2 ng/dl
14.02.11 1,0 ng/dl

Nächste Woche in der Klinik lasse ich auf jeden Fall alle (!!!) Werte überprüfen. Aber vor diesem Forum hab ich es leider nicht besser gewusst und dachte, der Tierarzt weiß was er tut/ tun muss, wenn ich die Schilddrüse überprüfen möchte. Das heißt nicht, dass er nicht gut ist, aber beim Lesen hier, was es alles sein könnte, bin ich doch sehr enttäuscht von ihm. Dafür geh ich doch zu einem Tierarzt!

denny2580
25-02-2012, 01:05
Hallo Denise!
Ich habe selbst einen Epileptiker gehabt. Fast 4 Jahre haben wir gegen diese schlimme Krankheit gekämpft und leider verloren.
Ich bin über diese Krankheit ans Barfen und an die Homöopathie gekommen und würde heute wohl andere Wege gehen.
Da Du hinsichtlich der klassischen Medizin ja schon recht viel gemacht hast und schon einiges ausschliessen konntest, würde ich Dir eine miasmatische homöopathische Behandlung empfehlen..
Google das doch mal...wenn Du Interesse hast kann ich Dir gern eine sehr kompetente THP nennen, die auch viel Erfahrung mit Krampfanfällen hat..
Allerdings wirst Du dann um eine Futterumstellung nicht "rumkommen"...
Viele Grüße
Nathalie


Hallo Nathalie,
der Verlust eures Vierbeiner tut mir leid. Auch nach 6 Jahren kann man oft immer noch nicht fassen warum. Er bleibt für immer in deinem Herzen!
Aber deine weiteren sechs halten dich bestimmt auf Trab?!

Mit dem Barfen hadere ich schon etwas länger, konnte mir den letzten Ruck bislang nicht geben. Ich traue es mir ehrlich gesagt nicht zu meinen Hund mit all dem zu versorgen was er braucht.
Sie frisst ihr Futter sehr gerne, Output wenig, augenscheinlich bekommt es ihr gut, glänzendes Fell, draussen agil (drinnen ist sie eine kleine Schlafmütze). Und müsste sie dann nicht auch häufiger Anfälle bekommen und nicht nur alle paar Monate wenn es am Futter liegt? Wir füttern seitdem wir sie haben bis auf eine Unterbrechung von 2 Monaten dieses Futter. Es ist bequemer und platzsparender mit TF, für´s Barfen müsste dann eine Tiefkühltruhe her. Aber daran sollte es nicht scheitern, ich denke man kriegt alles hin, man muss sich nur organisieren. Sollte auch nur annähernd rauskommen das es am Futter liegt, wird sofort gebarft. Anregungen und Tips werde ich hier glaub ich genug finden und der innere Schweinehund hat halt Pech gehabt und muss sich hinten anstellen.

Tante Google hab ich bemüht bezüglich der Miasmen. Scheint ein sehr komplexes Thema zu sein in der Art: Das Übel an der Wurzel packen und nicht die Symptome behandeln. Wobei ich bei den ersten 1,5 Jahren bei unserer Kleinen ja passen muss, da wir sie aus dem Tierheim haben. Wir hatten schon mal versucht an die Telefonnummer der Vorbesitzer zu kommen, um etwas mehr zu ihrer Vorgeschichte zu erfahren, aber da ist das Tierheim eisern, auch die Weitergabe unserer Telefonnummer wurde abgeblockt.

Ich behalte dein Angebot auf jeden Fall im Hinterkopf und komme nächste Woche vielleicht drauf zurück. Ich habe allerdings das Gefühl ich hab noch gar nichts abklären können, ausser durch´s MRT einen Hirntumor. Und da bin ich jetzt im nachhinein echt froh, dass bei der Narkose nix schief gegangen ist! Bei den meisten Epi-Hunden kommen die Anfälle viel häufiger aber dafür nicht so lange.
Nach dem was ich hier gelesen hab, könnte es alles sein und es liegt an mir den Tierärzten den richtigen Hinweis zu geben. Ich sauge alles auf was ich hier und auch sonst lese/höre und hab schon jetzt ein klitzekleines bißchen Mitleid mit dem armen Arzt nächste Woche, dem ich mein DIN A4 Blatt unter die Nase halte.

Die Fellnasen
25-02-2012, 15:17
Hallo Denise,

ich habe / hatte zwei Hunde mit unspezifischer Epilepsie.
Rowdy (Jack Russel - Chihuamix) begann mit 5 Jahren zu krampfen. Erst halbjährlich und dann mit Zitter- und Schwächeanfälle zwischendurch.
Er war auch ballverrückt und wir in dieser Hinsicht noch naiv.

Nach dem letzten heftigen Anfall vor 2,5 Jahren fing ich an zu recherchieren. Der Ball kam weg, er wurde nicht mehr geimpft, statt Spot On gab es Kokosöl und Kokosflocken und der Glucosewert war sehr niedrig. Somit war er oft unterzuckert. Ein Herzultraschall zeigte eine Herklappenfribrose, die wir beobachten sollen. Er bekommt nun zwei Mahlzeiten (ich koche seit 4 Monaten) und wir haben immer Traubenzucker oder ähnliches bei uns. Er ist seit diesen 2,5 Jahren anfallsfrei und nächsten Monat 10 Jahre alt.

Fussel ( Pinschermix 3 Jahre alt) bekam mit 11 Monaten den ersten Krampfanfall, er war recht heftig, dauerte 15 Minuten aber er war nicht weggetreten. Aus anfänglichen Abständen von 6 Monaten wurden die Anfälle unregelmäßig, mal zweimal im Monat dann wieder ein paar Monate Ruhe. Anfang 2011 suchte ich eine Neurologin auf, da sich die Anfälle häuften. Dort wurde er auf den Kopf gestellt und Blut untersucht, ein MRT wurde nicht gemacht. Die SD Werte waren erniedrig aber noch in der Norm. Da Fussel sehr hibbelig, überdreht und recht niedrige Frustolleranz hat, zogen wir eine Verhaltenstherapeutin dazu.

Im Jahr 2011 hatte Fussel 9 Anfälle und obwohl mich viele Leute zu Medikamenten drängen, habe ich sie nicht gegeben. Seine Anfälle kamen fast immer nach Waldspaziergängen mit den Fellen und man sah das er oft Stress hatte. Auch bekam er die Anfälle direkt bei Gewitter oder innerhalb 24 Stunden danach. Somit tippe ich auch auf eine Angst- / Stressepilepsie.

Er bekommt seit 3 Monaten Zylkene, wir arbeiten an seinem Stress, die Anfallsabstände werden wieder weniger und wesentlich milder (letzter 20 Sekunden) und so sehe ich das wir auf dem richtigen, "unseren" Weg sind.

Ja, das Leben ändert sich mit einem Epihund sehr, auch die phsychische Belastung ist hoch, aber wir machen es gerne!

Ob die SD Werte mit einer Epilepsie zu tun haben kann ich soweit nicht abschätzen, doch die Verhaltenstherapeutin meinte, gerade bei Hunden wie Fussel sollte man bei einem niedrigen Wert abklären (supklinische SDU), ob eine Hormongabe sinnvoll wäre.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Findung und alles Gute deiner Fellnase!

Barack
25-02-2012, 15:33
Entschuldige bitte, aber die Werte hätten eine Weiterforschung in Sachen SDU absolut nötig gemacht... mal wieder ein TA, der die Werte falsch deutet:bash:

Lass bitte schnellstens alle Werte + ein ordentliches Organprofil machen...

Amazingblue
25-02-2012, 22:06
Hallo Denise!
Ich hab mich auch lang gegen das Barfen "gewehrt"...
Mein Argument war auch das Deine...
Bis mich mal jemand gefragt hat, ob ich mich denn trauen würde, meine eigene Famile zu bekochen, oder ob ich da auch nur Fertiggerichte mache..
Durch Limerick's Krankheit musste es sein und nachdem ich mich erstmal damit auseinandergesetzt habe, konnte ich gar nicht mehr anders..
Meine Hunde danken es mir...
Und für einen nicht gesunden Hund ist eine gesunde Ernährung natürlich umso wichtiger...
Viele Grüße
Nathalie

denny2580
25-02-2012, 22:55
Entschuldige bitte, aber die Werte hätten eine Weiterforschung in Sachen SDU absolut nötig gemacht... mal wieder ein TA, der die Werte falsch deutet:bash:

Lass bitte schnellstens alle Werte + ein ordentliches Organprofil machen...

Hallo Sabine,

mit Organprofil ist ein Komplett-Ultraschall gemeint, oder?
Ich möchte es nur genau wissen, damit mir nicht wieder jemand einen vom Pferd erzählt. Bei dem Termin nächste Woche ist auch eine Internistin dabei.

Barack
25-02-2012, 23:01
Hi!

Nein, das Organprofil zeigt Leberwerte, Nierenwerte, usw. ;) mit "alle Werte" meinte ich die SD-Werte...

denny2580
25-02-2012, 23:08
Hihi,

da musste ich doch erstmal schmunzeln

"meine Familie bekommt ja auch nicht jeden Tag Fertiggerichte"

Ich würde sagen, der Vergleich trifft´s es schon sehr. Auf jeden Fall hat er mich zum Grübeln gebracht was das Barfen angeht.

denny2580
25-02-2012, 23:18
Ah ok,

also bei den SDW werde ich aufpassen wie ein Luchs, das die mir bloß ALLE geben bzw. auswerten, soviel ist sicher!

Die Leber-, Nieren- , Pankreas-und Muskelwerte hab ich vom großen Blutbild (28.09.10/14.05.11/ 14.02.12), sollte ich das nochmal machen lassen?

Dunny
26-02-2012, 00:14
Die Leber-, Nieren- , Pankreas-und Muskelwerte hab ich vom großen Blutbild (28.09.10/14.05.11/ 14.02.12), sollte ich das nochmal machen lassen?

Nein, 14.02.2012 ist akuell genug;). Kannst Du das mal mit Referenzwerten einstellen?

denny2580
26-02-2012, 01:08
Blutabnahme vom 13.02./untersucht am 14.02.
(Krampfanfälle am 11.02. und 12.02.)

Ergebnis (Normalwerte)
Niere:
Harnstoff-N 16,1 mg/dl (9-29)
Kreatinin 0,8 mg/dl (<1,4)
Natrium 148 mmol/l (143-156)
Kalium 5,0 mmol/l (3,9-5,8)
anorg. Phospat 1,0 mmol/l (0,9-1,7)

Leber:
Gesamt-Bilirubin <0.10 mg/dl (<0,3)
ALT (GPT) 57,4 U/l (<122)
Alk.Phosphatase 29 U/l (<147)
y-GT <1 U/l (<13)
AST (GOT) 33,8 U/l (<59)
GLDH 5,47 U/l (<18)
Gesamteiweiß 6,6 g/dl (5,5-7,3)
Albumin im Serum 4,04 g/dl (3,1-4,6)
Globulin 2,5 g/dl (1,6-4,1)

Pankreas:
Glucose 45 mg/dl (57-126)
a-Amylase 406 U/l (<1264)
Lipase 64,3 U/l (<298)
Cholesterin 291 mg/dl (<398)
Fruktosamin 307 umol/l (203-377)

Muskel:
CK 237 U/l (<378)
LDH 265 U/l (<159)
Calcium 2,2 mmol/l ( 2,1-2,9)
Magnesium 0,9 mmol/l (0,7-1,1)
Triglyceride gesamt 62 mg/dl (28-150)

Freies Thyroxin 1,0 ng/dl (0,6-3,7)

denny2580
01-03-2012, 13:05
So kommen gerad aus der Klinik.
Hab mich und Bella wirklich gut aufgehoben gefühlt. Die TÄ hat sich Zeit genommen, Bella mochte sie und die Arzthelferinnen. Ich hatte meinen Spickzettel mit Notizen (u.a. hier aus dem Forum) zwar in der Tasche, aber sie mir alles erklärt und hat so ziemlich alles was drauf stand angesprochen, von Anaplasmose über Bauchspeicheldrüse, Vitamin B Mangel, Boreliose, Babesiose, Neospora, Anaplasmose, Blutzucker, Toxoplasmose, Liquoruntersuchung, fehlende Schilddrüsenwerte von den anderen Blutbildern, evtl. Stoffwechselerkrankung...
Es ist Blut abgenommen worden, Ultraschall und Röntgenaufnahmen vom Bauchraum-soweit alles ok.
Wir warten auf die ausstehenden Werte und dann geht´s (je nachdem) weiter in der Ausschlussdiagnostik. Habe jetzt das Gefühl endlich jemand der weiß wovon er spricht

Jaeky
02-03-2012, 08:03
hallo,

ich drücke dir die daumen, das etwas harmloses herauskommt...am liebsten etwas wo du nur das futter ein wenig umstellen musst.:hugs:

alles liebe
sandra

jacquie2210
02-03-2012, 20:06
Hallo zusammen,
da sich hier ja sehr viele "Epilepsieerfahrene" tummeln, hoffe ich auf Tips.
Da ich aus den anderen Threads gemerkt habe, dass ihr so viele Infos wie möglich möchtet, versuch ich es so kurz aberso informativ wie möglich zu halten.
Unsere Bella (KLM, 6 Jahre, unkastriert) hat Krampfanfälle und unser Tierarzt äußert den Verdacht auf Epilepsie. Sie ist seit dem sie 1,5 Jahre ist bei uns, sie kommt aus dem Tierheim, angeblich aus einer Familie die keine Zeit mehr hatte. Ihre Krämpfe die wir beobachten konnten :
26. September 10 Dauer ca. 6 Minuten
11. November 10 Dauer ca. 2 Minuten
22. April 11 Dauer ca. 5 Minuten
11. Mai 11 Dauer ca. 4 Minuten
11. Februar 11 Dauer ca. 10 Minuten
12. Februar 11 Dauer ca. 4 Minuten

Sie krampfte (bis auf das vierte Mal da war es am frühen Nachmittag) im Anschluss der Übung auf dem Hundeplatz) immer aus der Ruhe heraus, als sie schlief oder döste, immer am späten Nachmittag/Abend. Wenn sie nicht eh schon neben einem liegt, sucht sie die Nähe und legt sich hin, stehen kann sie dann auch nicht-sie knickt weg. Sie krampft dann mit den Beinen, sie rudert allerdings nicht, die Beine sind angezogen oder gestreckt und krampfen. Beim ersten Mal dachte ich an ein eingeschlafenes Bein und hab sie gelockt zum Aufstehen, sie hat es versucht, sie ist also bei vollem Bewusstsein. Die Augen sind ganz groß aufgerissen und nach Ende der Krämpfe speichelt sie unheimlich (klarer Speichel).
Nach Ende der Anfälle möchte sie in den Garten (auf wackeligen Beinen) und erbricht oder macht einen Haufen.
Wir haben nun bereits den dritten Bluttest gemacht und auch extra Schilddrüsenwerte angefordert-alles unauffällig. Jetzt lese ich hier im Forum das die zwei Schilddrüsenwerte gar nicht aussagekräftig sind-na toll!
MRT bereits gemacht-unauffällig. Allerdings musste sie bei der Narkose nachgespritzt werden, die Tierärztin dort sprach von einem sehr guten Stoffwechsel mit Hinweis auf Überprüfung der Schilddrüse.
Bella bekommt Trockenfutter (ohne Zusatz-und Konservierungsstoffe,mit Reis als einzige Getreidequelle). Medikamente bekommt sie wegen der noch geringen Anzahl der Anfälle noch nicht. Impfungen waren jeweils im Juni. Zeckenzeug gab es letztes Jahr gar nicht.
Nächste Woche habe ich einen Termin in der Tierklinik hier in der Nähe zur weiteren Ausschlussdiagnostik und einer zweiten Meinung. Auch wenn es keine "typische" Epilepsie gibt, sind die Anfälle doch recht lang im Vergleich zu anderen hier im Forum. Und auch die Abstände sind sehr groß (Gottseidank). Zeitgleich bin ich auf der Suche nach einem guten Homöopathen.
Was muss/soll untersucht werden? Anscheinend ist es ja wirklich sagen was man untersucht haben möchte, da die Ärzte selbst noch weniger Ahnung haben als ich bezüglich Epilepsie. Habe durch das Forum hier sehr viel gelernt. Gibt es etwas was ich vergessen habe oder was ihr als überflüssig erachtet?
-Blutbild mit allen (!!!) Schilddrüsenwerten
-Insulin bzw. Bauchspeicheldrüse
-Übersäuert? Säure-Basen Haushalt
-Vitamin B Mangel? Sie frisst gerne Hasenkot und Pferdeäpfel.
-Boreliose
-Babesiose
-Neospora
-Anaplasmose
-Toxoplasmose
-Glucosetest (das waren die einzig konstant niedriegen Werte bei den Bluttests-Erklärung des Tierarztes, kann durch Stress bei der Blutabnahme sein und/oder beim Einschicken der Probe zersetzt sich die Glucose).

Es ist jetzt doch ganz schön lang geworden, vielen Dank an alle, die sich die Zeit nehmen.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Letztes Jahr haben wir uns eine wunderschöne Straßenköterin aus Polen geholt mit den tollsten blauen Augen der Welt. 3 wochen nachdem sie bei uns war, lag sie entspannt bei mir auf dem Sofa und krampfte plötzlich, fiel vom Sofa, war danach für mindestens 1 Stunde blind, hyperaktiv, verfressen und damals noch knurrend gegen mich. Es war ein Grand Mal, wie er im Buche steht. Dann warteten wir auf Wiederholung, die dann immer öfter wurden. Also Medis, aber fast alle Tierärzte sagten, ne, muss erst abgeklärt werden, bis die Anfälle alle 5 Tage kamen, dann wurde ich rabiat, denn--- wenn ich das Geld für diese Untersuchungen ausgegeben hätte, dann wären wir jetzt alle ohne Bleibe und (jetzt kommt das Absurde) meine Tochter hat eine Absencenepilepsie, die sie sogar ins Koma fallen ließ und trotz Untersuchungen an 3 Kinderkliniken mit Schlafentzugs-EG, Computertomographie, Blutanalysen etc. etc. etc. wurde nie die Ursache gefunden. Jetzt bekommt unsere Dana Phenobarbital und hat in guten Zeiten alle 6 Wochen einen Anfall, aber seit kurzem wird sie dabei echt nervig: sie bellt freudig wedelnd vor sich hin und wird dabei immer lauter. sie bekommt die anfälle entweder kurz vorm Schlafen oder direkt nach dem Aufwachen, schön in einer Mietwohnung! Weiss jemand, welches Mittel darauf beruhigend wirkt? So langsam sind meine Tochter und ich selber reif für eine Therapie.....

denny2580
03-03-2012, 21:18
Hallo jacquie2210,
ich hab leider selbst zu wenig Ahnung davon und lerne jeden Tag dazu. Es gibt ja verschiedene Epilepsiemedis, vielleicht ist Phenobarbital für eure das falsche? Habt ihr denn einen guten TA der sich auskennt mit Epilepsie? Wißt ihr durch was die Anfälle ausgelöst werden? Wobei nachdem was ich hier alles gelesen habe, werden die wenigsten Epihunde anfallsfrei und auch jeder Anfall ist unterschiedlich von Hund zu Hund. Vielleicht ist es nunmal bei eurer Hündin so, dass sich die Anfälle lautstark äußern. Versuch stark zu sein, es ist bestimmt nicht einfach, aber eure Hündin braucht euch nunmehr als zuvor!Vielleicht ist es der Streß der Eingewöhnung, neue Situation, neue Eindrücke? Auch wenn man weiß, dass man die Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt, wenn man es zu sich holt, wird es einem erst bewusst wenn man alle Konsequenzen tragen muss. Ich bin inzwischen der Meinung, dass ich mir nicht vorwerfen möchte, etwas unversucht gelassen zu haben um Bella zu helfen. Es ist immer die Hoffnung dabei, etwas "Blödes" zu finden, etwas dass sich gut behandeln lässt ggf. durch Futterumstellung, durch Vermeiden bestimmter Situationen oä. Sollte es wirklich idiopathische Epilepsie sein, werden wir gemeinsam das Beste draus machen. Hilfe und Tips findest du hier genug. Ich drück euch die Daumen!

Der Rote Blitz
07-03-2012, 09:31
Hallo Denise!

Hast Du schon eine Ursache für Bella´s epileptische Anfälle rausgefunden oder ist es eine idiopathische Epilepsie?

Lieben Gruß!
Barbara und Ranger

denny2580
07-03-2012, 11:28
Hallo Barbara,

ich sitze hier wie auf heißen Kohlen und warte auf die Blutergebnisse. Röntgen und Ultraschall war ja ok, jetzt werden halt ALLE Schilddrüsenwerte gecheckt und das Blut wird auf Toxoplasmose, Anasplasmose, Borreliose und Babesiose untersucht.
Sollte da nix bei rauskommen, wird weiter geschaut. Die TÄ sprach von einem Leberbelastungstest. Bei diesem wird dem Blut Ammoniak zugeführt. Die Leber müsste dies in einer bestimmten Zeit abgebaut haben, also nach 10 Minuten müsste der Wert bei X liegen und nach 20 Minuten bei XX usw. Tut sie das nicht, deutet das auf eine Disfunktion der Leber hin und auch das wäre ein möglicher Auslöser da Giftstoffe dann weitergeleitet werden.
Bis jetzt war auch alles ruhig- keine weiteren Anfälle (schnell auf Holz klopf).

Der Rote Blitz
08-03-2012, 12:08
Toi toi toi für Euch beide!
Fühlt Euch geknuddelt!

denny2580
09-03-2012, 19:47
So, heute hat die TÄ angerufen um die Ergebnisse mitzuteilen. Da es auf der Arbeit war und es just in dem Moment sehr stressig war.
Also...die Tests auf Toxoplasmose und FSME waren "leicht" positiv. Sie rät zu einer Liquoruntersuchung um das genauer sagen zu können. Die generellen Vollnarkosen mit ihren Risiken bzw. die speziellen bei Epileptikern sind ihr bewusst, in der Klinik haben sie bislang nur gute Erfahrungen machen dürfen. Sie schickt mir alle Unterlagen und eine schriftliche Einschätzung. Meine Partner ist generell gegen eine Vollnarkose und gegen eine Liquoruntersuchung. Für mich wäre es eine Option um evtl. die Wurzel des Übel zu kriegen und behandeln zu können. Aber ist es das Risiko wert? Hat jemand bereits Erfahrung damit?
Ich lasse mir das alles in Ruhe durch den Kopf gehen und werde den Schriftkram abwarten...

Der Rote Blitz
12-03-2012, 12:37
Hallo!
Also wenn Du sonst alles austesten hast lassen, was ohne Narkose möglich ist, aber nichts auf eine Ursache der Epilepsie hinweist, dann kannst Du glaub ich ruhigen Gewissens die Bella in Vollnarkose durchchecken lassen. Wenn Du es Dir leisten kannst und der Hund sowieso schon schläft, würde ich auch ein MRT machen lassen.

Ich hab zwar keine Erfahrung mit Liquoruntersuchung, aber es stand auch schon ganz kurz zur Debatte, als wir noch nicht wußten, woran Ranger grundsätzlich leidet.

Untersuchungen in Vollnarkose würde ich auch erst als letzten Weg der Ursachenforschung beschreiten.

Ich drück Euch die Daumen!
Barbara

denny2580
12-03-2012, 13:13
Hallo Barbara,
ein MRT haben wir letztes Jahr als allererstes machen lassen, da war auch alles ok. Die schriftlichen Ergebnisse von dem Bluttest aus der Klinik müssten eigentlich morgen früh mit der Post hier sein. Die TÄ sagte ja, dass Toxoplasmose und FSME "leicht" positiv sind, dann müsste es doch viel stärker ausfallen, oder??? Mich wundert halt nur, dass diese typischen Anzeichen dafür bei Bella nicht da sind wie Fieber, Brechdurchfall, erhöhte Schmerzhaftigkeit, Husten...das hat sie ja alles nicht, vor allem auch nie gehabt seitdem sie bei uns ist. Und müsste es dann nicht so sein, dass die Krankheit bei Nichtbehandlung immer schlimmer wird? Sie scheint es ja schubweise zu haben und ohne (bislang) erkennbaren Auslöser ungefähr jedes halbe Jahr. Und irgendwie scheint es als ob immer zwei Anfälle sind (Abstand ein paar Wochen bei den ersten beiden Malen außer jetzt im Februar da war es ein Tag) und dann wieder nix. Sie musste bei der MRT-Narkose zweimal nachgespritzt werden und dementsprechend arg lange an der Narkose zu knabbern gehabt. Wir sind gegen mittag von der Praxis weg, sie konnte alleine "Schlangenlinien" laufen und hat dann aber bis abends gegen 19 Uhr sehr wackelig gestanden bzw. beim spazierengehen-natürlich sehr kleine Mini-Runde-sich nach kurzer Zeit hingelegt weil sie nicht mehr konnte. Ich hab bei der Narkose-TÄ angerufen, weil ich schon richtig Panik hatte, sie meinte aber ich soll beobachten und es wäre verständlich bei der Menge an Narkosemittel. Sie hatte mir auch empfohlen die SD untersuchen zu lassen, aber da scheint ja auch alles ok zu sein. Bin hin und her gerissen, ob man einfach mit den "paar" Anfällen jedes halbe Jahr leben soll oder lieber jetzt so früh wie möglich eben weitersucht um eine Ursache zu finden. Das Geld ist mir wurscht, so lange es geht. Aber mir ist halt nicht egal, wennn ich Bella dem Streß der Untersuchungen bzw. der Narkose aussetze. Bin ich da vielleicht übervorsichtig?

Der Rote Blitz
12-03-2012, 13:33
Hallo!

Der Insulinwert war auch in Ordnung?
Hab ich jetzt nicht rausgelesen.

Also mein TA hat mir auch gesagt, dass die Hunde normalerweise Fieber und andere typische Anzeichen für eine Entzündung zeigen, wenn sie an Mittelmeerkrankheiten und anderen parasitären Geschichten leiden. Der ander TA in der Praxis hatte auch noch eine verschleppte Staupe in Verdacht, da ich ja nicht weiß, wie Ranger aufgewachsen ist. Staupegebiss hat er aber keines. Vielleicht kann Dir jemand anderes im Forum zu den leicht erhöhten Werten Deiner Hündin etwas sagen.

Mich macht es halt stutzig, dass Bella bei Bewusstsein krampft, das ist für eine Epilepsie sehr untypisch. Es gibt wahrscheinlich nix was es nicht gibt, aber von daher würde ich Dir raten, noch mehr zu recherchieren, was als Auslöser für die Krämpfe in Frage kommt. Eine Futtermittelallergie auf oder eine Allergie auf irgendwelche Zusatzstoffe in Leckerchen halte ich auch nicht für ausgeschlossen.

Ranger´s Krämpfe kamen zu Beginn auch in zeitlichen Abständen von mehreren Monaten oder Wochen, das hat sich mit der Zeit dann verschlimmert bis er jeden Tag was hatte. Ich bin froh, dass wir draufgekommen sind, woran er erkrankt ist, auch wenn die Diagnose niederschmetternd ist. Wir haben etwa ein halbes Jahr gebraucht, bis wir das rausgefunden haben.

Lass auf jeden Fall alle 2-3 Monate ein Blutbild machen, am Anfang hat man bei uns auch nicht wirklich was rausgesehen, nicht mal die Unterzuckerung, weil die ja schubweise gekommen ist und der Insulinwert ja extra getestet wird.

Ich würde an Deiner Stelle mit Antiepileptika noch warten, wenn die Anfälle in einem erträglichen Rahmen stattfinden. Zudem können sie die Werte im Blutbild verfälschen.

Gib nicht auf, die Ursache zu finden, aber mach Dich auch nicht verrückt. Es ist gut, wenn Du eine TÄ hast, die sich Deine Wünsche und Anregungen zu Herzen nimmt!

Alles Gute für Euch!
Barbara und Ranger

pepper1970
09-04-2012, 18:21
Hallo,

mein Zwergpudel Pepper (4 Jahre, kastriert) hatte heute nachmittag einen ersten Anfall, hmm Krampfanfall oder Epilepsie ist die Frage, denke bei einem ersten Anfall ca 20 sec. danach leichte Benommenheit, Desorientierung, aber bald wieder vorbei, Füttern, Drinken, Gassi ok, brauche ich noch nicht zum TA und alle Tests machen oder? ihr schreibt dass eine Futterumstellung hilft, aber ich barfe eh schon, ich denke auch dass ich ihn einfach weiter normal behandle inkl. Spaß-Agility (ohne Tuniere) und abwarte ob noch weitere kommen oder nicht, oder bin ich leichtsinnig? Er wurde auch vor drei Wochen von einem Hofhund arg geschüttelt - kann das der Auslöser sein, oder ist es einfach eine leider pudeltypische Erkrankung? Ich wäre für eure Antworten sehr dankbar!!!

Mfg

Michaela & Pepper

denny2580
09-04-2012, 18:43
Hallo Michaela,

Kopf hoch! Das erste Mal ist immer sehr schlimm, weil man hilflos dabei ist und erstmal nicht weiß was man machen soll. Ich hoffe sehr für euch, dass es bei diesem einen Mal bleibt-auch das kommt häufig genug vor.

Also ich würde glaub ich die großen Untersuchungen auch noch nicht nach einem Mal machen lassen, wohl aber einen Bluttest mit Schilddrüsenwerten. Es schadet eh nicht das Blut seiner Fellnase ein paar Mal im Jahr checken zu lassen und hierbei könnte vielleicht auch eine Ursache für den Krampf gefunden werden.
Weißt du etwas zu der Vorgeschichte von Pepper? Gibt es in seiner Verwandschaft bereits Epilepsie? Kommt er aus dem Ausland?

pepper1970
09-04-2012, 18:57
Hallo Denise,

danke für deine rasche Antwort, leider liegt Peppers Ahnengalerie im Dunklen denn er ist ein Auslandshund aus Deutschland :-) Genauer gesagt stammt er aus einem deutschen Zirkus der 2008 in Österreich gastierte, dort kaufte eine Familie den Welpen und misshandelte ihn in Folge schwer, wurde beschlagnahmt, und kam mit 4 Monaten über Tierschützer zu mir, denke dass die im Zirkus mit den auftretenden Pudeln kreuz/quer gezüchtet haben, Pepper hat noch einige andere Baustellen sodaß mich dieser Anfall nicht wirklich überrascht, Der Zirkus heisst Belli kooperiert mit dem Zirkus Althof-Jakobi und gerade die sind bekannt für Ihre Pudeln, denke diese kranken Verbrecher sind Massenvermehrer, die ihre Welpen in der Pause zu Geld machen, wahrscheinlich unterscheidet sich Pepper nicht wirklich von den Welpen aus dem ehemaligen Ostblock, danke für deine netten Worte, ich habe beschlossen ich lasse mich nicht verrückt machen, werde aber morgen zum TA, gehen und ein Tagebuch anlegen wo ich alles vermerke. Liebe Grüße Michaela & Pepper

denny2580
09-04-2012, 19:09
Hallo Michaela,

ach herrje, da hat Pepper aber schon einiges mitgemacht. Na gut, dass diese Zeit vorbei ist.

Dich nicht verrückt zu machen ist genau richtig, denn der Krampfanfall kann tausendundeine Ursache haben. Ich drück euch beiden die Daumen, dass es bei diesem einen Mal bleibt und toi toi toi beim Tierarzt morgen.

denny2580
18-04-2012, 20:13
Hallo,

nachdem Bella im Februar ja zwei Anfälle an aufeinanderfolgenden Tagen hatte (bislang lagen zwischen den "obligatorischen" zwei Anfällen immer Wochen), hatte sie diesen Montag abend wieder einen und der zweite folgte direkt in der Nacht. Es waren immer kurze Anfälle bei Bewusstsein um die 4 Minuten. Am Montag abend habe ich sogar dran gedacht meine Mama mit dem Handy filmen zu lassen, aber...unbedarft wie sie ist in Sachen Technik hatte sie ihren Finger vor der Linse.

Wir haben jetzt auch einen Termin bei Ingrid Hönig machen können, leider erst Ende Mai. Ich weiß, das sie keine Wunder vollbringen kann, aber ich habe die Hoffnung, dass ihr etwas auffällt was der Schulmedizin entgangen ist. Eine Liquoruntersuchung werden wir hintenanstellen.
Es gibt bei Youtube eine Hündin, deren Anfälle unseren bzw. Bellas sehr sehr ähnlich sind. Ich glaub den Link darf ich nicht reinstellen, aber sucht einfach mal nach "Polly Anfall 1".

Nach dem wirklich guten und informativem Thread hier im Forum über "Kotproben einschicken und testen lassen", hatten wir das im März auch in Hannover machen lassen. Super und einfach nur empfehlenswert! Schnell, unkompliziert und kostengünstig (9,52€). Das Ergebnis war leider nicht so toll, sie hatte Oocysten von Kokzidien und Larven von Ancylostomatidae und von beidem jede Menge. Dagegen gabs dann Procox als Kombipräparat, wir füttern jetzt Kokosflocken täglich und auch Möhren gibt es öfter als sonst. Jetzt steht am WE die nächste Kotprobe zur Kontrolle an. Bin sehr gespannt!

Die Fellnasen
18-04-2012, 21:02
Hallo Denise,
es ist so verdammt schwierig die Nadel im Heuhaufen zu finden und wir sind ja auch noch dabei.
Wir geben nun seit über 4 Monaten Zylkene und die letzten drei Vorfälle, die Anfälle geworden wären, konnten dadurch endlich abgeblockt werden.

Da du das Video angesprochen hast, ich habe es mir angeschaut, genauso oder sehr ähnlich verläuft es bei Fussel schau:

Das ist ein Ausschnitt aus der Anfangszeit mit 1,9 Jahren und Dauer bis zu 15 Minuten (bitte Ton Aus)
http://www.youtube.com/watch?v=WtTw8m5_t9U (http://www.youtube.com/watch?v=WtTw8m5_t9U)

Das war im letzten September (knapp 3 Jahre) unter den ersten Anfängen von Zylkene und schon abgeschwächter und kürzer.
http://www.youtube.com/watch?v=YZKmjOmMHGY (http://www.youtube.com/watch?v=YZKmjOmMHGY)

Eventuell siehst du eine Ähnlichkeit?

Die letzten 3 abgeblockten Anfälle äußerten sich in dauerhaften, Niessalven, tränendes Auge, verstecken oder das andere Mal mit leichtem Zittern.
Wir sind auch noch auf der Suche, doch glaube ich nicht mehr daran, das die Anfälle irgendwann einfach verschwinden. Doch wenn Zylkene ausreicht um seine Anfälle zu unterdrücken sind wir auf einen guten Weg.

Ich drücke euch weiterhin die Daumen !!

pepper1970
24-04-2012, 19:18
Sodala wahrscheinlich keine Epi beim Peppi :-) aber ein doppelt so hoher Leukozythenwert... Hmmm ich persönlich tippe ja auf eine fast symtomlose Borriolose, nächste Blutabnahme am 30.4, dann wird weiter g'schaut!!! Melde mich wieder, lg Michaela & Borre-Pepper

denny2580
24-04-2012, 19:29
Ich drück euch die Daumen! Wenn man weiß was es ist, kann man endlich (be-)handeln.
Toi-Toi-Toi

RomanianRascals
12-09-2012, 21:47
Huhu,


kann mir nochmal jemand genau aufschreiben welche SD Werte man nehmen lassen sollte?
Meine Motte hat heute erstmal gekrampft und ich möchte sie nun natürlich auf den Kopf stellen.
Kann ich mich ansonsten auf diese Liste stützen?


-Blutbild mit allen (!!!) Schilddrüsenwerten
-Insulin bzw. Bauchspeicheldrüse
-Übersäuert? Säure-Basen Haushalt
-Vitamin B Mangel? Sie frisst gerne Hasenkot und Pferdeäpfel.
-Boreliose
-Babesiose
-Neospora
-Anaplasmose
-Toxoplasmose
-Glucosetest (das waren die einzig konstant niedriegen Werte bei den Bluttests-Erklärung des Tierarztes, kann durch Stress bei der Blutabnahme sein und/oder beim Einschicken der Probe zersetzt sich die Glucose).
.

denny2580
17-09-2012, 19:58
Hallo Kathrin,

tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melde, wir waren im Urlaub.
Ich weiß, dass man so schnell wie möglich Antworten auf seine Fragen möchte um etwas tun zu können. Du hast aber ja schon einige Tests gemacht und bist schon etwas weiter hab ich gelesen. Hat Motte denn noch einmal gekrampft?
Wir sind seit April anfallsfrei (toi toi toi), woran auch immer es liegt, ich freue mich still.

Liebe Grüße
Denise

RomanianRascals
17-09-2012, 21:17
Hallo Denise,

kein Problem!
Erstmal freue ich mich sehr, dass ihr schon so lange anfallsfrei seit!
SUPER!!!

Motte hat nicht mehr gekrampft!
Ihr Blutbild wollte ich morgen mal einscannen.
Da passt einiges nicht zusammen. Auffällig ist der Glucosewert von 30 (Referenz 60-120). Nun müssen wir über 16 Stunden ein Glucosetagebuch führen und stündlich Blut nehmen. Danach testen wir ggf. Insulin.
Außerdem lasse ich mir morgen noch einen Termin beim Kardiologen geben.
Die Kotprobe die ich abgegeben habe (da die Eos. Granulozyten zu hoch sind) war zumindest auf Giardien negativ. Schauen wir mal was die Parasiten sagen.

denny2580
17-09-2012, 22:14
Toi toi toi!

denny2580
07-01-2014, 21:35
Ich bin immer noch auf der Suche nach der Ursache. Der letzte Krampfanfall war im September. Im Dezember waren wir in der hiesigen Tierklinik, die sehr sympathische und m.E. kompetente Tierärztin vom letzten Mal arbeitet leider nicht mehr dort. Also hatte ich bei der Terminabsprache extra gefragt ob ein anderer TA sich mit Epilepsie auskenne und wie aus der Pistole geschossen bekam ich einen anderen Namen genannt. Gut dachte ich mir, dann also zu ihr. Mir ging es um´s Abchecken von einer "Beule" die Bella seit Anfang Dezember an der Seite hat evtl. ein Lipom?! Inzwischen haben wir ja auch die Krämpfe gefilmt und auch diese wollte ich der TÄ zeigen.

Tja, weit gefehlt. SIE ist der Meinung, dass man auf den Videos gar keine Krämpfe erkennt, SIE ist der Meinung, dass ein Hund bei zwei Anfällen im Jahr bereits Diazepam bekommen sollte, alles andere wäre dumm, SIE ist der Meinung es wäre verantwortungslos den Hund nicht zu impfen, es würde nicht umsonst eine Impfpflicht in D geben...:hirnh:hirnh:hirnh

Meine Güte was hab ich mich aufgeregt. Mein Freund sagte, ich hätte sie nicht so angehen sollen. Es wäre kein Wunder, dass sie hinterher nicht mehr so freundlich gewesen wäre, ich hätte ihr schließlich ihre Arbeit erklären wollen...Ich habe mich wirklich bemüht freundlich zu sein, aber irgendwann ging es nicht mehr, ich war auch ziemlich fassungslos ob dieser Aussagen.

Klinische Untersuchung:
- Schleimhäute: rosa-feucht
- Kapilläre Rückfüllungszeit: < 2 sec
- Lymphknoten: o.b.B.
- Herzfrequenz: 112 /min., sehr pochend, kein HNG
- Herzauskultation: o.b.B.
- Lungenauskultation: deutl. inspiratorisch verschärft
- Abdomen: Palpation: weich, nicht dolent
- IKT: 37,7°C
- ca. haselnussgroße UVM am Rippenbogen rechts, verschieblich, weich -> V.a. Lipom
Weiterführende Untersuchungen:
Rö Thorax 2E: VHS 9, Aorta erscheint prominent, dtl. interstitiell.bronchiale Lungenzeichnung, fraglich Bullae
präcardial, Mediastinum erscheint verbreitert
VetABC: leichte Leukopenie, Eosinophilie
Leberrotor: obB
Ammoniak: low
Glukose: dezente Hypoglykämie

http://imageshack.us/scaled/large/30/qgfb.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/30/qgfb.jpg/)

http://imageshack.us/scaled/large/43/jymt.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/43/jymt.jpg/)

http://imageshack.us/scaled/large/59/k7o9.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/59/k7o9.jpg/)

http://imageshack.us/scaled/large/838/o9kt.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/838/o9kt.jpg/)

Vielleicht fällt euch was auf?!

Fluffi
08-01-2014, 06:17
Hey, ich kann euch nachfühlen!
Wir haben 4 Jahren nach der Ursache gesucht!
Unsere Hündin hatte allerdings nicht die typischen Anfälle: auf dem Boden herumwälzen und zucken, sondern sie hatte eine Art Lähmung und zittern mit weit aufgerissenen Augen und leichtem Speichelfluss.
Alle Tä inkl. Tierklinik haben auf Epi behandelt: Zum Schluss hat meine Hündin 5 Luminaletten am Tag bekommen.
Da sie ein Terrier ist, ließ sie sich nicht unterkriegen, das Einzige, was anders war, war das Trinkverhalten. 2-3 Liter am Tag gingen so weg.
Unsere Tierklinik mit wechselnden Personal:bash: war aber so vernünftig, das sie mir zustimmte, das Impfungen weggelassen werden. Sie ist jetzt 10 Jahre alt und ich lasse sie seit 3 Jahren nicht mehr impfen.

Sie bekommt, wie ich und meine Koi, ein Jahrescheck mit Blutabnehmen etc.

Die Ursache stellte sich durch einen Zufall heraus. Ich bin ja mit Diggimon befreundet, sie ist hier auch im Forum. Wir saßen vor einem Jahr im Sommer zusammen und unsere Hündin bekam gerade, trotz Tabletten wieder einen Anfall. Wir fütterten hochwertiges, sehr teures Trockenfutter, weil ich dachte: Teuer wäre auch gleichzeitig gut.
Diggimons Gatte hat uns dann erstmal aufgeklärt über das Futter, welches wir fütterten und Diggimon brachte uns am nächsten Tag anderes TF mit.....und siehe da, die Anfälle gingen zurück, aber waren nicht gleich auf 0.
In einem Rassespezifischen Forum heulte ich noch mal deswegen herum und bekam den Tip, ich solle die Schilddrüse untersuchen lassen.
Ich dachte, bei dem Jahrescheck wurden auch die Schilddrüsenparameter mitbestimmt aber Pustekuchen. Es wurden nur Nieren-und Leberwerte abgenommen. Ich war sowas von sauer:devil1: und bat, das sofort nachzuholen. Und siehe da, meine Hündin hat eine Unterfunktion. Wir hatten derweilen auf ein anderes Futter umgeschwenkt, so das da schon die Anfälle gen 0 gingen.
Sie bekommt jetzt Schilddrüsentabletten und wir schleichen langsam die Luminaletten aus und sie hat keine Anfälle mehr! Gewichtsreduktion ist auch schon zu sehen (sie hatte wegen der ganzen Aktion ihr Leben lang schon Übergewicht).
Ergo haben wir den Hund die ganzen Jahre mit Epitabletten gequält und sie hatte eine banale Unterfunktion!!!!!!!
Ich wäre fast an die Decke gesprungen vor Wut, aber ich muß mich sowas von Bedanken bei Diggimon und ihrem Mann, die uns den richtigen Weg gewiesen haben.
Und das hoffe ich auch bei euch, das ihr die Lösung für die Epi findet und sei es, das Komissar Zufall euch in die Hände spielt wie bei uns....

baluese
09-01-2014, 22:16
Hallo Nicole,

Bitte bitte bitte, pass auf mit dem Aussteuern der Luminaletten.

Das ist leider "brandgefährlich"...ein Hund , der jahrelang Luminal bekommen hat, ist ein "Junkie".....und abhängig von dem Zeug.

Wenn es abgesetzt wird, kommt es sehr oft, vor allem wenn zu schnell ausgesteuert wird zu schlimmen Entzugskrämpfen.

Wir haben das mit unserem Hund erlebt....und er hätte es beinahe nicht überlebt.

Auf den Rat einer nur halbinformierten TÄ hin haben wir über 8 Wochen hinweg ausgesteuert( er war auf einer Minimaldosierung anfallfrei)...

Nach sechs Wochen ganz ohne hatte er eine katastrophale Serie von Anfällen, die nur stationär in der TK gestoppt werden konnten.
Die TÄ dort und mein ursprünglicher HausTA haben mich dann aufgeklärt, dass man eben eigentlich tunlichst nicht aussteuert.

Heute braucht mein Hund die dreifache Dosis, um anfallfrei zu bleiben. Und selbst da haben wir noch Glück, denn häufig schlägt Phenobarbital dann nicht mehr an.

Im Übrigen sind niedrige Schilddrüsenwerte unter Phenobarbital nicht unüblich ( hat meiner auch), insofern kann man im Nachhinein nicht klären, ob er die SDU schon vorher hatte.


Insofern überlege es bitte ausgesprochen gut...der Preis ist so immens hoch-

Lg Barbara mit Morris und Lenny

denny2580
09-01-2014, 22:31
Hey, ich kann euch nachfühlen!
Wir haben 4 Jahren nach der Ursache gesucht!
Unsere Hündin hatte allerdings nicht die typischen Anfälle: auf dem Boden herumwälzen und zucken, sondern sie hatte eine Art Lähmung und zittern mit weit aufgerissenen Augen und leichtem Speichelfluss.

Und das hoffe ich auch bei euch, das ihr die Lösung für die Epi findet und sei es, das Komissar Zufall euch in die Hände spielt wie bei uns....

Hallo Nicole,

das ist auch meine Hoffnung, dass wir irgendwann die Ursache finden und damit die Anfälle der Vergangenheit angehören. Ich wünsch euch alles Gute und drück euch die Daumen, dass ihr es schafft!

Fluffi
10-01-2014, 05:39
Hallo Nicole,

Bitte bitte bitte, pass auf mit dem Aussteuern der Luminaletten.

Das ist leider "brandgefährlich"...ein Hund , der jahrelang Luminal bekommen hat, ist ein "Junkie".....und abhängig von dem Zeug.

Wenn es abgesetzt wird, kommt es sehr oft, vor allem wenn zu schnell ausgesteuert wird zu schlimmen Entzugskrämpfen.

Wir haben das mit unserem Hund erlebt....und er hätte es beinahe nicht überlebt.

Auf den Rat einer nur halbinformierten TÄ hin haben wir über 8 Wochen hinweg ausgesteuert( er war auf einer Minimaldosierung anfallfrei)...

Nach sechs Wochen ganz ohne hatte er eine katastrophale Serie von Anfällen, die nur stationär in der TK gestoppt werden konnten.
Die TÄ dort und mein ursprünglicher HausTA haben mich dann aufgeklärt, dass man eben eigentlich tunlichst nicht aussteuert.

Heute braucht mein Hund die dreifache Dosis, um anfallfrei zu bleiben. Und selbst da haben wir noch Glück, denn häufig schlägt Phenobarbital dann nicht mehr an.

Im Übrigen sind niedrige Schilddrüsenwerte unter Phenobarbital nicht unüblich ( hat meiner auch), insofern kann man im Nachhinein nicht klären, ob er die SDU schon vorher hatte.


Insofern überlege es bitte ausgesprochen gut...der Preis ist so immens hoch-

Lg Barbara mit Morris und Lenny

Danke für diese Info, wir sind dabei schon seit 6 Monaten mind. auszuschleichen, alle 30-35 Tage eine halbe Tablette weniger. Also jede Packung. Hmm, sollte man denn eine Grunddosis erhalten? Wir schleichen unter Tä Leitung aus, halten regelmäßig Rücksprache und unsere Hündin geht jetzt monatlich zum Blutcheck. Du schreibst von Krampfanfällen, wie sehen die denn genau aus?
Meine Hündin hatte ja nicht dieses typische krampfen, sondern es waren mehr Körperlähmungen, sie war ja auch komplett ansprechbar und versucht sogar, mitten im Anfall, uns mit einem Ball zu bespaßen...
Durch das Luminal sind ja ihre kompletten Werte richtig abgerutscht, Niere und Leber waren schon sehr in Mitleidenschaft gezogen, insofern MUSSTE was passieren.
Sollte sie jetzt dennoch wieder irgendwann Anfälle bekommen, dann wird sie auch nicht mehr Barbital bekommen, sondern ein anderes Mittel, das ist leberfreundlicher.
Wenn sie weiterhin in hohen Dosen Luminaletten bekommt, dann wird es darauf hinauslaufen, das wir den Hund einen irreparablen Leberschaden zufügen.
Im Moment läuft es relativ gut, die Sache an sich war ja die, erst als wir das Futter wechselten, erst dann hörten die Anfälle auf oder besser: Wurden weniger.
Das konnte irgendwie kein Zufall sein..
@denny
Dankeschön, Glück können wir gebrauchen mit solcher Geschichte, besonders, weil bald eine OP ansteht und dazu mache ich einen Extrathread auf.
Ich wünsche euch auch alles alles Gute!

baluese
10-01-2014, 17:59
Hallo Nicole,

ich rate Dir, Dich im epiforum ( mit dem gängigen davor und dahinter) anzumelden.

Dort sind ausschliesslich Epihundehalter, deren Hunde die unterschiedlichsten Formen von Anfällen haben.

Wäre ich damals dort schon registriert gewesen, hätte man mir da auch gesagt, wie gefährlich das Ausschleichen ist.

Wir sind aufgrund der Lungenerkrankung meines anderen Hundes in zwei TA- Praxen.
So kam es, dass ich dort mit einer zugegeben recht jungen TÄ ( was ja nicht heissen musste, dass sie "schlecht" ist)und Gespräch über Lennys Anfallserie kam.

Lenny hatte nur einmalig Anfälle ( in Fremdbetreuung unter Stress), aber sofort eine heftige Serie, so dass man sich entschied, sofort Luminaletten zu geben ( 15mg pro Tag).
Da bei ihm ebenfalls die Schilddrüsenwerte sehr niedrig waren, er unter Juckreiz litt und das Fell dünn wurde, riet mir diese Ärztin, doch langsam auszuschleichen. Es war gut möglich, dass nie wieder etwas käme bzw. nur einmal im Jahr oder so.
Die Hochschule Hannover würde das so empfehlen, wenn der Hund ein halbes Jahr ohne Anfälle wäre.
Wir sollten alle drei Wochen eine viertel Tablette weglassen...

Es ging wie gesagt gut, bis der Spiegel nach sechs Wochen komplett ohne soweit abgefallen war, dass es zu heftigen Krämpfen kam.
Diese äußerten sich wie typische Epianfälle, aber sehr heftig ( zum Schluss inklusive Schaum vorm Maul und einem noch nach dem Anfall vor sich hin schreiendem Hund)und eben sechs Anfälle in 20 Stunden.
Nach dem sechsten brachte ich ihn in eine TK mit der Bitte, ihn zu erlösen, wenn es nicht binnen weniger Stunden zu stoppen wäre.

DAS wünsche ich Niemandem.....aber er konnte nicht mehr- und ich auch nicht.

Er bekam stationär weiteres Luminal und Diazepam intravenös und hatte keinen Anfall mehr.

Wir sind dann auf einer Dosis von 45 mg ( also das 3 1/2 fache) gelandet und so anfallfrei.

Sowohl die TK als der HausTA( der selber einen EpiHund hatte) haben mir klar gemacht, dass dieser Verlauf leider typisch ist und dass man eben deshalb erst nach gesicherter Diagnose mit Luminal beginnt, weil das Aussteuern ein eigentlich unkalkulierbares Risiko ist.
Der HausTA hat mir gesagt, dass wir Glück haben, dass Luminal überhaupt noch anschlägt....das sei oft dann nicht mehr der Fall.

Die Schilddrüsenwerte sind jetzt etwas gestiegen und an der untersten Grenze des Referenzbereiches, aber er ist fröhlich und die Fellprobleme haben wir mit Ölen im Futter etc. ganz gut im Griff.

Ich beschreibe das so ausführlich und vielleicht auch schockierend, weil es mir wirklich ein Anliegen ist, andere vor dieser schrecklichen Erfahrung zu bewahren.

Ich rate Dir, auf einer niedrigen Dosierung zu bleiben.....nur wenige TÄ kennen sich wirklich mit Epi aus....ich denke meiner gehört einfach aus eigener Betroffenheit dazu..

Ganz liebe Grüße von Barbara mit Morris und Lenny

denny2580
10-01-2014, 18:16
Ich meine mal was gelesen zu haben, dass man bei dem Ausschleichen tatsächlich mit dem Messer immer etwas von der Tablette abschabt, so dass es immer minimalst weniger wird.

denny2580
10-01-2014, 18:19
Im Moment läuft es relativ gut, die Sache an sich war ja die, erst als wir das Futter wechselten, erst dann hörten die Anfälle auf oder besser: Wurden weniger.
Das konnte irgendwie kein Zufall sein..

Und das klingt doch toll! Ich freu mich für euch!

Fluffi
10-01-2014, 18:26
Danke für den Tip mit dem Ausschleichen!
Habe mit meinem Partner gesprochen und wir haben uns darauf geeinigt, eine Minimaldosis zu erhalten.
In unserer Tierklinik arbeitet auch eine Tä, die von der Hochschule Hannover kommt und sich auf Epi spezialisiert hat......ich werde unbedingt! mit ihr Rücksprache halten!
Und wo finde ich das Epiforum?

Die Fellnasen
10-01-2014, 20:15
Und wo finde ich das Epiforum?

Hier: www.epiforum.de (http://www.epiforum.de)

Ich hoffe der Link bleibt für alle Betroffene erhalten und ich rate dir auch, dich dort anzumelden! ;)

Fluffi
10-01-2014, 20:21
Yes, hatte ich vorhin schon gefunden und mich gleich registriert, mein account ist auch schon aktiviert und dann werde ich dort morgen mal vorstellen!
Vielen Dank für eure Tips, es war die richtige Entscheidung, mich hier doch endlich mal anzumelden:banana:

baluese
10-01-2014, 20:37
Hallo Nicole,


..Ich glaube Ihr seid auf einem guten Weg!!!

Epiforum ist super, Dein Partner wägt mit ab und zieht mit, das ist Klasse und eine TÄ, die scheinbar vertraut ist mit Epi ist Gold wert.

Ich drücke die Daumen, dass Ihr einen gut gehbaren Weg für Euch findet..

Lg Barbara

Knutschmaus
12-01-2014, 11:23
Hallo,

das Epiforum wurde hier schon genannt. Das unterstützt Dich bei Deinen Fragen.

Ich hatte vor unserer Leni auch einen Epileptischen Hund, nur hatte der
eines der vielen verschiedenen Arten von Epilepsie, der sehr selten
vorkommenden und schwer zu diagnostizierenden so genannten
"limbischen Epilepsie", das limbische System im Kopf reguliert den Magen und Darmtrakt des Hundes und wenn diese Epilepsie ausbricht, kann der Hund irgendwann nichts mehr fressen, weil er nichts mehr verdauen kann.

Dauersodbrennen und s.g. Licking fits sind da Symptome.

Unser GSS Rüde wurde am 14. Januar 2013 mit 2 Jahren und 4 Monaten eingeschläfert.

ich weiß also, was Du durchmachst und wie Du Dich fühlst. Fühl Dich von mir tröstend umarmt :allgut bei der Epi Deines Hundes.