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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Abmagerung im Alter


Susanne64
12-03-2012, 10:20
Meine Shar-Pei Hündin ist jetzt 11 Jahre alt. Ich barfe seit ca. 4 Jahren.
Ich hatte noch nie einen alten oder älteren Hund. Nun stelle ich fest, dass sie seit etwas mehr als einem halben Jahr dünner geworden ist, auch die Muskulatur - gerade hinten an den Schenkeln - ist zurückgegangen. Mir ist klar, dass ein älterer Hund nicht mehr aussehen kann, wie mit 2 Jahren. Ich mache mir Sorgen, dass sie vielleicht einen Mangel hat, obwohl ich abwechslungsreich füttere. Hat vielleicht jemand so ähnliche Erfahrungen gemacht?

coyote
12-03-2012, 10:28
Also ich kenn das von vielen älteren Hunden. Sehe das grade aktuell bei dem Hund meiner Freundin. Er ist im November 13 geworden und bis letztes Jahr musste sie immer auf sein Gewicht achten, weil er sehr gern frißt und leicht zunahm.
Jetzt kann er reinhauen was er will - er bleibt mager.
Und auch die Hinterhand ist deutlich schwächer als früher. Wobei man da einiges machen kann z. B. bewußt im Wald spazieren gehen, schwimmen bzw. durchs Wasser laufen etc.

Also ich finde das im normalen Rahmen wie du es schilderst. Aber wenn du dir Sorgen machst oder der Hund lustlos wirkt, würde ein Blutbild sicher nicht schaden.

tösitill
12-03-2012, 10:31
bei meiner jini ist das auch. sie ist jetzt 16. so ab 14 ging das los.
sie hat ihr korrektes gewicht, ist aber insgesamt knochiger, dünner geworden.

auch die hinterhand ist "schlabberiger" geworden.

claudia61
12-03-2012, 10:33
wenn das so deutlich ist, würde ich mal eine physio draufschauen lassen.
ich denke, dass kann auch ein zeichen für entlastung wegen schmerzen sein, wenn muskulatur abgebaut wird. da würde ich also schauen, ob da was behandlungsbedürftig ist....

Susanne64
12-03-2012, 10:53
Vielen Dank für Eure Antworten. Das Gute ist, dass sie vom Verhalten her gut drauf ist. Wir haben eine ziemlich steile Wendeltreppe im Haus, die läuft sie auch noch - zwar langsamer - immer noch hoch und runter.
Aber was mir auch auffällt, vor allem nachts - wenn es ruhig ist - höre ich laute Magen- und Darmgeräusche. Gebe dann immer mal wieder Ananas und Papaya mit ins Futter (wegen Enzymen), auch grüne Tonerde. Aber trotzdem gurgelt es in ihr rum. Hat jemand einen Tipp? Verdauungsenzyme wollte ich eigentlich nicht füttern - oder hat das damit gar nichts zu tun?

VG - Susanne

Selkie
12-03-2012, 10:53
Auch mein (jetzt 12-jähriger) Hund hat seit etwa einem Jahr abgebaut. Ich habe einfach etwas mehr gefüttert, den bis dahin grenzwertig niedrigen Fleischanteil etwas erhöht und sonst gedacht: sie wird eben alt.

Letzte Woche habe ich mich aus aktuellem Anlaß etwas intensiver mit Herzerkrankungen beim Hund beschäftigt. Da fand ich "Verlust an fettfreier Körpermasse" als ein mögliches Symptom.

Ich denke, ein Gang zum TA kann nicht schaden. Ich jedenfalls ärgere mich ein wenig, daß ich nicht schon vor Monaten zur Herzuntersuchung gegangen bin.

jägerhof
12-03-2012, 10:58
Vielen Dank für Eure Antworten. Das Gute ist, dass sie vom Verhalten her gut drauf ist. Wir haben eine ziemlich steile Wendeltreppe im Haus, die läuft sie auch noch - zwar langsamer - immer noch hoch und runter.
Aber was mir auch auffällt, vor allem nachts - wenn es ruhig ist - höre ich laute Magen- und Darmgeräusche. Gebe dann immer mal wieder Ananas und Papaya mit ins Futter (wegen Enzymen), auch grüne Tonerde. Aber trotzdem gurgelt es in ihr rum. Hat jemand einen Tipp? Verdauungsenzyme wollte ich eigentlich nicht füttern - oder hat das damit gar nichts zu tun?

VG - Susanne

Das Gurgeln im Bauch hat mein Wuschel nur, wenn er etwas gefressen hat, das er nicht verträgt. Bei ihm ist es inzwischen Huhn und Pute.

Susanne64
12-03-2012, 11:00
Selkie!!
Die Herztöne waren bei der letzten Untersuchung i.O. - kein Befund. Leider kann ich ihr nicht so sehr viel mehr Futter geben, da sie vor 2 Jahren eine Magendrehung hatte (trotz Rohfütterung). Ich muss ihre gesamte Tagesration nun auf 3 x aufteilen. Der Magen soll sich nicht mehr zu sehr weiten. Ich gebe ihr aber immer ein wenig mehr, gerade weil sie jetzt "knochiger" geworden ist.

LG

coyote
12-03-2012, 11:08
Deutlich mehr Futter bringt da auch nix. Der Körper kann das halt nicht mehr so verarbeiten. Ich persönlich finde diese Magerkeit auch besser als wenn der Hund im Alter stark zunimmt.
Gefährlich wird es nur wenn der Hund dann erkrankt weil er nix zuzusetzen hat. Man kann versuchen öfter mal Nudeln oder eingeweichte Hafer-/Hirse-/Reisflocken zu geben.

Bei der Treppe würde ich aufpassen und sie dort möglichst wenig rauf und runter laufen lassen oder nur in Begleitung. Wenn ein alter Hund wegrutscht kann das fatale Folgen haben.

Bei den Magengeräuschen wäre vielleicht eine Art Kalender hilfreich. Also mal aufschreiben was sie am Tag bekommt und ob es dann mehr oder weniger deutlich ist. Kann gut sein, daß sie das eine oder andere nicht mehr verträgt.

Susanne64
12-03-2012, 11:14
Mit dem Kalender - ist eine gute Idee. Das werde ich machen. Habe die Obst- und Gemüseration deshalb schon auf früh's gesetzt und nicht mehr abends (ggf. Gährung). Sie bekommt abends reines Fleisch. Aber vielleicht ist ja wirklich 'ne Sorte dabei, die sie nicht mehr so gut vertragen kann.

Vielen Dank - Susanne

Cicero
12-03-2012, 11:27
Vielleicht hat dein Hund seit der Magendreh-Op eine Magenfunktionsstörung. Es klingt für mich danach.

claudia61
12-03-2012, 11:47
Selkie!!
Die Herztöne waren bei der letzten Untersuchung i.O. - kein Befund. Leider kann ich ihr nicht so sehr viel mehr Futter geben, da sie vor 2 Jahren eine Magendrehung hatte (trotz Rohfütterung). Ich muss ihre gesamte Tagesration nun auf 3 x aufteilen. Der Magen soll sich nicht mehr zu sehr weiten. Ich gebe ihr aber immer ein wenig mehr, gerade weil sie jetzt "knochiger" geworden ist.

LG

leider ist abhören nicht wirklich edr weisheit letzter schluss. ein herzproblem lässt sich nur im herzultraschall sauber diagnostizieren. ich hatte meine hündin auch noch ende letzten jahres udn anfang des jahres abhören lassen. keine nebengeräusche. von jetzt auf gleich beim ersten extremen wetterwechsel meldete sich massiv ein herzproblem. die rechte herzklappe schliesst nicht mehr. bei meiner hündin staute sich wasser ind er lunge und es staute sich blut in der leber. daher gabs herzhusten und eine enorme umfangvermehrung am bauch. sie hatte auch verdauungsschwierigkeiten, immer wieder magen-darm-geräusche.
ich werde zukünftig lieber die 70€ fürs US ausgeben statt mich mit nur abhören zufrieden zu geben.....

Alex H.
12-03-2012, 12:50
Also meiner ist bald 16 und er begann etwas einzufallen mit 12-13 Jahren. Er macht immer noch seine Spaziergänge mit, ist aber eben nicht mehr soooo mobil. Ich habe festgestellt das ihm eine erhöhung des Fettgehaltes gut getan hat, er hat meine ich wieder ein bisschen aufgebaut.

Susanne64
12-03-2012, 13:23
An Cicero: Magenfunktionsstörung - sollte ich da beim Zubereiten des Fressens auf irgendetwas besonders achten?

An Alex H: Mehr fettreich füttern, was fütterst Du da, habe bisher das meiste Fett (nicht alles) vom Fleisch weggetan, damits die Leber nicht so belastet.

VG - Susanne

Cicero
12-03-2012, 15:22
An Cicero: Magenfunktionsstörung - sollte ich da beim Zubereiten des Fressens auf irgendetwas besonders achten?



Wenn es eine Magenfunktionsstörung wäre, müsste der Hund in mehreren kleinen Portionen gefüttert werden, kein BARF, kein Trockenfutter, gekocht und anschließend püriert, an Fett nur die Erhaltungsdosis (das liegt sonst zu lange im Magen - Folge: Blähungen, Geräusche), hochwertige Eiweiße, Vit. C, nur Erhaltungsdosis.

Viel Glück

Susanne64
12-03-2012, 15:28
Entschuldige, aber was ist denn eine Erhaltungsdosis ? Bin ich jetzt ein bisschen blöd?

Selkie
12-03-2012, 15:55
Selkie!!
Die Herztöne waren bei der letzten Untersuchung i.O. - kein Befund. Leider kann ich ihr nicht so sehr viel mehr Futter geben, da sie vor 2 Jahren eine Magendrehung hatte (trotz Rohfütterung). Ich muss ihre gesamte Tagesration nun auf 3 x aufteilen. Der Magen soll sich nicht mehr zu sehr weiten. Ich gebe ihr aber immer ein wenig mehr, gerade weil sie jetzt "knochiger" geworden ist.

LG
leider ist abhören nicht wirklich edr weisheit letzter schluss. ein herzproblem lässt sich nur im herzultraschall sauber diagnostizieren. ich hatte meine hündin auch noch ende letzten jahres udn anfang des jahres abhören lassen. keine nebengeräusche. von jetzt auf gleich beim ersten extremen wetterwechsel meldete sich massiv ein herzproblem. .....

Ich wollte (und will) keine Angst verbreiten. :friends:
Im Oktober hat die TÄ bei Motte noch nichts gehört. Jetzt war es deutlich zu hören und auf dem Röntgenbild konnte sogar ich sehen, daß das Herz nicht normal aussieht.

Es muß ja nichts sein. Keineswegs. Aber das weiß man erst, wenn man genau hingeschaut hat. :friends: Es kann auch noch andere mögliche Ursachen geben, die man erst findet, wenn man genauer hinschaut.

Was das Futter betrifft: ich achte jetzt mehr darauf, hochwertig zu füttern. Also weniger bis gar kein sehniges, schwer verdauliches Bindegewebszeug (Schlund, Euter, Lunge ...), dafür mehr (fettiges) Muskelfleisch.

Entschuldige, aber was ist denn eine Erhaltungsdosis ? Bin ich jetzt ein bisschen blöd?
Ich schätze, Anna meint, daß man so genau wie möglich am Bedarf des Hundes sein soll mit dem Futter.
(Erhaltungsbedarf ist das, was der Hund braucht, um seine elementaren Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Der tatsächliche Bedarf ist aber immer höher, weil unsere Hunde sich auch noch ein wenig bewegen dürfen. ;))

Lunica
12-03-2012, 16:12
An Alex H: Mehr fettreich füttern, was fütterst Du da, habe bisher das meiste Fett (nicht alles) vom Fleisch weggetan, damits die Leber nicht so belastet.

Hat er denn Leberprobleme ?
Fett ist DER Energielieferant unserer Hunde, ist also existentiell !
Es könnte also durchaus auch sein, dass durch die zu magere Ernährung Dein Hund abgebaut hat (aber m. 12 baut jeder Hund langsam ab).
Mein Senior ist auch 12 J. alt und hat dementsprechend abgebaut, er ist aber auch sehr gross, hat Stockmass 70 cm.

Ich stimme bezüglich dem Herzcheck absolut zu, dass nur ein Herzultraschall mit Farbdoppler, am besten vom Spezialisten (nicht mal röntgen ist genau genug) eine wirklich aussagekräftige Diagnose stellen kann.

Eine plötzliche und schnelle Gewichtsabnahme würde ich auf jeden Fall dem TA vorstellen.

Susanne64
12-03-2012, 17:05
Nein, so richtige Leberprobleme hat sie nicht. Beim letzten Blutbild waren die Werte nicht so in Ordnung. Meine THP hat mir Globulis (Mariendistel und Schöllkraut) gegeben, damit unterstütze ich die Leber.

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie Herzprobleme hat. Sie ist vom Verhalten her richtig fit. Aber Ihr habt schon Recht, dass kann natürlich nur ein Ultraschall zeigen. Werde mal mehr fettreicheres Fleisch und Fisch geben, vielleicht habe ich wirklich zu viel Mageres gefüttert (Wild, Huhn und mageres Rind). Mal sehen, vielleicht tut sich da schon was.
LG

Cicero
12-03-2012, 18:33
Ich schätze, Anna meint, daß man so genau wie möglich am Bedarf des Hundes sein soll mit dem Futter.
(Erhaltungsbedarf ist das, was der Hund braucht, um seine elementaren Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.)

So ähnlich - nur nicht am Futter- sondern am Fettbedarf.
Die Futtermenge sollte dann sogar erhöht und muss in viele kleine Portionen über den Tag verteilt werden.
Ich spreche aber hier - wohl bemerkt - von einer Magenfunktionsstörung nach der OP.
Ob eine solche tatsächlich vorliegt, kann ich aus der Ferne natürlich nicht sagen. Unwahrscheinlich wäre sie nach einer solchen OP jedenfalls nicht.

Ansonsten begleitet Abmagerung einer ganze Reihe von Krankheitsverläufen.

Alex H.
13-03-2012, 07:41
Ich war jetzt auch davon ausgegangen das der Hund keine Lebererkrankung hat und auch sonst soweit altersentsprechend gesund ist.

Dann versuche ich hier auf ca. 20% Fett zu kommen...das riet mir sogar meine TÄ die wie viele andere auch natürlich nicht vom barfen begeistert ist.
Dazu gebe ich am liebsten Lammfett, aber natürlich geht auch alles andere. Für den notfall hab ich hier immer ein zwei Schälchen Gänseschmalz.

Hat der Hund Erkrankungen die eine Fettreduzierung nötig machen sollten ist das natürlich was anderes....

derkleinemuck
15-03-2012, 13:54
Hallo!

Ich führe mittlerweile mit Hilfe eines Ganzjahresplaners (pro Tag eine Seite) für unsere Tagebuch...
Ich trage darin ein :
Gassigehen mit Temperatur/ Uhrzeit/ Dauer
Mahlzeiten Uhrzeit/ was wurde gefütter
im Feld Besonderheiten: Abweichungen Stuhl, nächtliche Unruhe, Medikamentengabe etc.

So kann ich ggf. Rückschlüsse ziehen ob die Hundis auf bestimmtes Essen anders reagieren, die Knochenmenge dem Kot anpassen, die Innereien dem Kot anpassen etc.

Hört sich zwar kompliziert an, mit ein wenig Übung und Routine ist das allerdings in Stichworten recht schnell erledigt....

Wenn ich dann im Nachhinein nohcmal reinschaue dann fällt mir manches wie Schuppen von den Augen da ich es ja schwarz auf weiß lesen kann und nicht erst rumraten muss....

Esdo-Lady
14-04-2012, 19:53
Hallo derkleinemuck,

Respekt, das nenne ich wirklich Disziplin! Deine Aufzeichnungen finde ich wirklich nachahmenswert.

LG
Rita

Cornelia T
15-04-2012, 11:56
Wir haben derzeit 5 alte Hunde ab 11 Jahren bis 14 Jahren. Abgesehen von der Ernährung, haben wir auch immer ein Augenmerk auf Be-und Entlastung im Tagesablauf. Wir versuchen bei den Spaziergängen die Muskulatur zu erhalten, in dem wir sehr abwechslungsreiches Gelände bevorzugen, kleine Spiele und die Hunde, wenn möglich, schwimmen lassen
Ernährung ist bei uns kein Problem, da PJRTs vom Fressenverhalten in der Regel sehr unkompliziert sind.
Wir barfen seit einem Jahr, da wir durch die Krebserkrankung einer unserer Hündin darauf aufmerksam wurden.
Ich lege Wert auf gut aufschließbare Nahrung, da der alte Organismus entlastet werden soll, der sich natürlich bei der Verwertung der Nahrung schwerer tut als ein junger Organismus.

Rottiheidi
15-04-2012, 13:36
Felix hat in den letzten Monaten mehr als 4 kg abgenommen. Er wiegt momentan nur noch gut 11,5 KG. Organisch ist er gesund. Sein Appetit ist nicht mehr so gut wie früher, aber er frisst.

Auf diesem Bild sieht er dicker aus als er ist und seit diesem Bild ist noch mal ein knappes Kilo weg ......

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/00421dfek9opa.jpg

Bullebu
15-04-2012, 13:40
Ich denke auch, dass es ein normaler Vorgang ist. Sie bauen leider irgendwann ab. :fahne:

Ich hatte mit meinem Labbibub das Problem, dass er durch Krankheit (Nahrungsmittelallergie) sehr schlimm abgebaut hat mit 8 Jahren. Das haben wir auch nie wieder hingebogen bekommen. Dann musste er mit 9 Jahren auch noch kastriert werden und das war dann das Anfang vom Ende...
Der Muskelabbau ging rasend schnell und damit kamen dann auch die Gelenkprobleme, was vorher wohl noch die gute Muskulatur ausgeglichen hat, war danach einfach nur noch ein kaputtes Gelenk ohne Stütze...

Cornelia T
15-04-2012, 16:30
Rottiheidi, wie alt ist Felix denn?
4 kg in wenigen Monaten bei einem Hund, der dadurch gut 1/4 seines Körpergewichts verloren hat, finde ich sehr viel.
Unsere alten Hunde werden zwar hagerer, aber sie verlieren im Verhältnis gesehen nicht so viel Gewicht wie dein Felix.

tösitill
15-04-2012, 17:51
Rottiheidi, wie alt ist Felix denn?
4 kg in wenigen Monaten bei einem Hund, der dadurch gut 1/4 seines Körpergewichts verloren hat, finde ich sehr viel.
Unsere alten Hunde werden zwar hagerer, aber sie verlieren im Verhältnis gesehen nicht so viel Gewicht wie dein Felix.

diesen gedanken hatte ich auch gerade.

Txori
15-04-2012, 19:21
Rottiheidi, wie alt ist Felix denn?

Laut ihres Profils ist er von April '97.

Rottiheidi
16-04-2012, 05:47
Rottiheidi, wie alt ist Felix denn?
4 kg in wenigen Monaten bei einem Hund, der dadurch gut 1/4 seines Körpergewichts verloren hat, finde ich sehr viel.
Unsere alten Hunde werden zwar hagerer, aber sie verlieren im Verhältnis gesehen nicht so viel Gewicht wie dein Felix.

Er wird Ende des Monats 15 Jahre alt. Ich habe alles überprüfen lassen. Blutwerte, inkl. Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse, Zähne etc.. Er frisst halt deutlich weniger. Früher frass er alles, was ihn nicht gefressen hat, heute moderat - aber nicht zu wenig.

Cornelia T
16-04-2012, 06:31
Unsere Hunde sind alle schlank, aber nicht mager. Sie werden einmal im Monat gewogen und die Ergebnisse notiert, damit wir eine Verlaufskontrolle haben.
Ich nehme mal als Beispiel unseren kleinen Malteser Annlis. Sie wiegt 5 bis 5,2 kg. Das ist für sie das Idealgewicht. Sie ist 12 1/2 Jahre.
Würde sie jetzt bei gewohnter Fütterung soviel Gewicht verlieren wie Felix, wären das in der Relation 1,25 kg.
Das würde ich nicht für die normale Gewichtsabnahme eines alten Hundes halten, der eben altersbedingt hagerer wird. Ganz im Gegenteil, ich wäre alarmiert.
Selbst wenn der Hund durchgecheckt ist und nichts gefunden wurde, würde ich schauen, das er wieder zulegt.
Wenn Felix mit seinem Ursprungsgewicht wie man so sagt "gut dabei war", sollte er dieses Gewicht nicht wieder erreichen.
Aber sein Normalgewicht sollte auch ein alter Hund solange als möglich halten.
Je älter er wird, desto mehr Substanz kostet ihn das Leben an sich und sollte dann noch eine Erkrankung hinzu kommen, hat der Hund dem nichts mehr entgegen zu setzen.

birgit
16-04-2012, 10:42
Hallo Heidi, hallo Susanne,

wir hatten das gleiche Problem vor zwei Jahren mit unserer damals 11 jähirgen Hundin. Sie nahm an Gewicht und Muskelmasse langsam aber schleichend ab und ich konnte nichts dagegen tun. Da es ihr ansonsten gut ging, haben wir es auch auf das Alter geschoben, was sich leider als Fehleinschätung erwies. Im Februar letzten Jahres platzte ein Lymphknotentumor am Darm. Sie mußte notoperiert werden und ein drittel des Dünndarms mußte raus. Der Krebs hatte letztendlich also so an ihrem Körper gezehrt. Sie hat aber alles gut überstanden und hat danach auch sofort wieder an Gewicht und Muskelmasse zugenommen. Heute mit fast 13 Jahren ist sie besser dran (läuft täglich ihre 10 km am Rad mit einer wirklich sehr gut bemuskelten Hinterhand) als damals mit 11 Jahren während der Krebserkrankung.

Ich würde ebenfalls vorsichtshalber den Hund einmal richtig durchchecken lassen.

Grüße von Birgit

Rottiheidi
17-04-2012, 05:46
Er ist richtig durchgecheckt, wird zudem regelmäßig kontrolliert. Isst relativ normal - ein bisserl weniger.

AlexBibi
21-04-2012, 09:50
Hallo,
Bibi mit ihren fast 14J. (Idealgewicht 19kg) hatte letzten Herbst auch eine Phase in der sie abnahm -sie war dann bei knapp 17,5kg. Da sie mit den üblichen 19kg nicht zu dick ist -der Kardiologe wünschte sich wegen Bibi`s DCM einen schlanken Bullterrier- fallen diese 1,5kg bei ihr schon sehr, sehr auf. Ich habe daraufhin hre Futterration extrem erhöht (Erkrankungen konnte ich soweit ausschliessen). Statt 250g Fleisch 1x tgl. bekam Bibi dann, auf 2-3 Mahlzeiten verteilt, täglich 700g Fleisch. Sie hat daraufhin langsam aber stetig zugenommen und ist wieder bei ihrem Normalgewicht gelandet. Jetzt bekommt sie 350-400g Fleisch und dazu noch Sahnequark und die Fettabschnitte vom Saumfleisch.

Bei Pitou war es vor kürzem ähnlich. Er wird 13J., und wog immer 10kg (mit Tendenz nach oben wenn man ihn gelassen hätte). Und dann stell ich ihn auf die Waage und er hat nur noch 9kg *uih*
Also: Futterration erhöht. Früher bekam er nur 125-150g Fleisch tgl. weil er mit mehr zunahm. Und jetzt bekommt auch er 250g Fleisch tgl. + Sahnequark und die Fettabschnitte vom Saumfleisch. Ich habe ihn noch nicht wieder gewogen, aber die Streichelprobe ergibt: mehr auf den Rippen :err:

Ich denke, das im Alter die Nährstoffe evtl. nicht mehr so gut aufgenommen werden und der Hund deshalb mehr Nahrung braucht. Entweder mengenmäßig mehr oder mehr "Kalorien"/Fett.
Natürlich vorausgesetzt das nix Krankhaftes dahintersteckt.

Aber: Bibi sieht selbst mit ihrem üblichen Gewicht im Alter anders aus als noch vor einigen Jahren. Das wird wohl an der sinkenden Muskelmasse liegen. Sie wirkt irgendwie......"trockene" sagt man beim Pferd wohl :haeh:
Aber solange sie sonst gut drauf ist :friends:

Viele Grüße,
Alexandra mit Oma Bibi und Opa Pitou

tösitill
21-04-2012, 10:43
Sie wirkt irgendwie......"trockene" sagt man beim Pferd wohl :haeh:
Alexandra mit Oma Bibi und Opa Pitou

so ist das bei uns auch. jini hat ihre 12 kilo, aber sieht eben auch "trockener" aus, oder fühlt sich auch so an.

Cornelia T
22-04-2012, 09:26
AlexBibi, mit der Ansicht, das die Nährstoffe im Alter nicht mehr so gut verwertet werden können, liegst du richtig.
Ich finde, je älter der Hund wird, desto mehr Wert sollte auf sehr hochwertige gut aufschließbare Nahrung gelegt werden.
Der Ansicht bin ich generell, aber im Alter ist es halt unter Umständen etwas schwieriger zu gestalten.
Unsere Hunde sind alle schlank, aber gerade bei den Alten geht es oft nicht nur um die allgemeine Konstitution, sondern auch um schon vorhandene körperliche Gebrechen. Unsere Urmel mit ihren 14 Jahren hat Spondylose und schon allein deshalb sollte sie kein überflüssiges Gewicht mit sich herum schleppen.
Sie wird schlank gehalten und bis jetzt hat sie kein Problem mit Abmagerung und ich hoffe, das das noch lange so bleibt.
Wir bemühen uns, unsere Alten so zu führen, das ihre Muskelmasse möglichst lange erhalten bleibt, aber Veränderungen sind natürlich mit der Zeit zu sehen.
Das Alter hält niemand auf.

Rottiheidi
22-04-2012, 09:27
So sieht er momentan aus:

http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/0088e3oxu64k5.jpg

Cornelia T
22-04-2012, 09:34
Rottiheidi, Felix wirkt jetzt nicht zu mager auf mich.
Hättest du mal ein Bild, wo er von der Seite aufgenommen wurde, damit man ihn aus einer anderen Perspektive sieht?