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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Borreliose - Leberschaden


09-07-2007, 10:40
Hallo,

ich bin ganz neu hier und hoffe, Ihr könnt mir evtl. weiterhelfen.

Mein jetzt sechs Jahre alter Eurasierrüde Mowgli hatte vor etwa eineinhalb Jahren eine Meniskus- und Kreuzband-Op, nach der er ganz gut wieder laufen konnte.

Vor etwa 4 Monaten konnte er plötzlich nicht mehr aufstehen (kam hinten nicht hoch), wimmerte vor Schmerzen usw. Eine Röntgenaufnahme zeigt Arthrose an beiden Knien und beginnende Arthrose an der unteren Wirbelsäule.

Beginn einer Odyssee: mehrere Tierärzte und Höomöopathen, Schmerzmittel (Rimadyl, Metacam, Previcox.....schlugen auf den Magen, Hund fraß nicht mehr), Massagen (halfen etwas), Akupunktur (half nicht wirklich) usw.

Schließlich prüften wir die Möglichkeit, Goldimplantate setzen zu lassen. Die dafür zuständige TÄ stellte Mowgli erst mal "richtig auf den Kopf", verschrieb Physiotherapie und machte ein großes Blutbild. Ergebnis: Borreliose, Schädigung der Leber und des Herzmuskels.

Wir haben dann vier Wochen Antibiotika-Behandlung gemacht (Spritzen mit Amoxicilin) und 7 Wochen Leber-Infusionen. Dazu spezielles Leberfutter, Ergänzungen (Mariendistel, Artischocke usw.) und sehr oft Selbstgekochtes (Vollkornnudeln mit Hühnchen und Möhren).

Da der Hund schon immer ein schlechter Fresser war (trotz seiner die Rasse übertreffenden Größe und seinem Gewicht von über 40 kg), nahm er nun rasant ab (z. Zt. fast 11 kg). Er kann zwar inzwischen besser aufstehen, ist aber sehr schlapp und müde, kann nur etwa 10 Minuten spazierengehen und schläft mindestens 20 Stunden am Tag. An eine OP - egal welcher Art - ist im Moment nicht zu denken, da er nicht "narkosefähig" ist. Er ist stark gealtert und das Fell wird stumpf.

Hier die letzten auffälligen Werte:

LEBER:
ALT (GPT) 333
Alk. Phosphatase 217
AST (GOT) 174
GLDH 28
Gesamteiweiß 8,5
Globulin 4,6

Muskel:
CK 294
LDH 310

Leukozyten 3,7
Hämoglobin 14,6
Thrombocyten 88
Eosynophile 490
Lymphocyten 578


In drei Wochen soll ein neuer Bluttest gemacht werden, um zu sehen, ob sich die Leber erholt hat und die Borrelien "in Schach" gehalten werden können.

Habt Ihr weitere Tipps und Hilfen für uns?

Vielen Dank!

Gabi

Schmusefluse
09-07-2007, 10:55
Hallo Gabi,

wirklich helfen kann ich dir auch nicht, aber habt ihr auch mal die anderen "Zeckenkrankheiten" testen lassen?

LG
Martina

09-07-2007, 11:04
Hallo Martina,

ja, das volle Programm inkl. aller Mittelmeerkrankheiten.
Zunächst gab es noch einen kleinen "Babesienverdacht", der sich aber im Nach-Test nicht bestätigt hat.

Gruß
Gabi

Schmusefluse
09-07-2007, 12:24
Hallo Gabi,

an die Babesien hatte ich auch gedacht, aufgrund der doch recht niedrigen Thrombos.

Noch eine andere Idee: sind auch mal die Schilddrüsenwerte untersucht worden? Weil SD-Unterfunktion auch Auswirkungen auf Leber und Herz haben kann. Und auch einige der anderen Anzeichen würden passen (lustlos, schlechtes Fell).

LG
Martina

09-07-2007, 12:34
Hallo Martina,

vor etwa einem Jahr wurde eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt. Die Untersuchung hatten wir nicht aufgrund von sichtbaren Beschwerden veranlasst, sondern weil drei Wurfgeschwister SD-Unterfunktion und eines ÜBER-Funktion (!)hatten.

Wir haben dann versucht, den Hund mit den entsprechenden Medikamenten einzustellen. Erst passierte gar nichts, dann hatten wir überdosiert (Hund war nervös und hechelte ständig), dann haben wir langsam herunterdosiert. Das Blutbild nach einem halben Jahr hat normale SD-Werte gezeigt, so dass wir uns aus den Medikamenten "herausgeschlichen" haben.
Die TÄ sagte, es gebe Fälle, in denen (laienhaft ausgedrückt) die Schilddrüse "einen Schubs bekommt" und dann wieder fast normal arbeitet.

Bei den jetzigen Blutbildern sind die SD-Werte noch immer (zwar an der Grenze, aber) im Normbereich.

Danke für den Hinweis und Deine Mühe!

Gruß
Gabi

mit den Eurasiern Mowgli + Imo

eurasbibs
10-07-2007, 18:06
Hallo, Gabi,

auch noch im Normbereich stehende Werte koennen therapiebeduerftig sein, vor allem dann, wenn die familiaere Belastung zuzueglich einzelner Symptome quasi "dazu herausfordert", noch genauer DAHIN zu schauen.

Da es dem Hund sehr schlecht geht, wuerde ich unbedingt eine erneute Thyroxingabe veranlassen und den Hund beobachten: Verhaltensaenderungen waeren in ca. 4 Wochen zu erwarten.

Auch wenn die SD damals einen "Schubs" gekriegt hat, heisst das nicht, dass dieser von Dauer ist (war): Versuch macht kluch....!


;) Liebe Gruesse BIBS

zippy
10-07-2007, 22:11
Hallo Gabi,

in meinem Bekanntenkreis hatte ich drei Fälle von Borreliose, einen beim Menschen und zwei beim Hund. Alle drei zeigten nach der Behandlung die von Dir beschriebenen Symptome, sie waren um Jahre gealtert, es ging ihnen schlechter als je zuvor. Das hilft Dir jetzt zwar nicht weiter, aber die AB-Therapie hat m.E. alles schlimmer gemacht.

Einer dieser Fälle, ein Hund, konnte vom Homöopathen wieder "gerichtet" werden und verlebte noch einige schöne Jahre bis er mit 14 starb.

LG
Ute