PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage bezüglich Luminal.....bitte um Hilfe


isabell1
28-07-2007, 13:59
Hallo zusammen,
bei meiner Suche im Internet bezüglich Epilepsie beim Hund bin ich auf dieses Forum gestossen und hoffe das ich hier evtl Hilfe und Erklärungen finde...
Folgendes ist bei uns in den letzten Tagen passiert

Alles begann das unsere Dalmatiner Hündin Joy , plötzlich wenn sie schnelle Bewegungen machte mit den Hinterbeinen wegrutschte und wie ein Frosch auf dem Boden lag.....es dauerte immer eine Weile bis sie sich wieder berappelte.....
wir sind mit ihr dann in eine Tierklinik gefahren, dort wurde sie untersucht und die Diagnose gestellt das es von ihrem Rücken her komme......

ca 2 Wochen passierte nichts mehr, sie lief wieder vollkommen normal...

Donnerstag dann beim gassi gehen brach sie wieder zusammen, und zuckte mit den Beinen war anschießend nicht mehr in der Lage geradeaus zu gehen...
wir sind dann wieder mit ihr spät in der Nacht in die Tierklinik.....dort angekommen wurde sie untersucht , während der Untersuchung bekam sie einen Anfall in einer heftigkeit die wir niemals zuvor erlebt haben, sie strampelte mit den Vorderbeinen als wenn sie schwimmen würde und schrie herzerreissend dabei....der TA gab ihr daraufhin sofort Valium.....

wir fuhren nachdem sie sich ein wenig beruhigt hatte wieder mit ihr Heim, die ganze Nacht machten wir kein Auge zu , unsere Joy war unruhig jammerte......also am nächsten Morgen (Freitag 27.7.07) wieder in die Klinik, unsere Joy war immer noch vollkommen desorientiert, der Ta meinte das es noch vom valium käme.....sie war nicht in der Lage geradeaus zu gehen, aufs anrufen versuchte sie zu reagieren aber konnte nicht herausfinden woher die Stimme kam......
die Diagnose Epilepsie wurde bei ihr gestellt......sie bekam noch Medikamente gespritzt, habe in der ganzen Aufregung vergessen was es war, irgend etwas was eine Langzeitwirkung hat.....und ab Samstag sollte sie eine Luminal am Tag bekommen

sie lag gestern fast den ganzen Tag , nur ab und an versuchte sie aufzustehen aber das ging nicht ohne unsere Hilfe.....gegen abend war sie soweit das sie zumindest draussen im Garten Wasser lies....und sie nahm auch endlich Futter an
heute morgen waren wir unglaublich froh , unsere Joy lief wieder , zwar etwas vorsichtig aber wir mussten sie nicht mehr stützen und führen, nur am Türübergang zum Garten hatte sie leichte Probleme.....sie frass ihr Futter trank...alles sah aus als wenn es ihr echt besser ginge
ich gab ihr dann heute um 11 uhr nach anweisung des TA die erste Luminal Tablette.....

und nun der Grund das ich Euch hier um Hilfe bitte:

um 11 uhr bekam sie die Tablette.....danach lief sie noch, nahm auch futter an und trank....dann gegen 14 uhr wollte sie aufstehen , sie war wieder vollkommen desorientiert, wir brachten sie wieder auf ihre Decke und dann lag sie dort...jammerte still vor sich hin.....ab und zu versuchte sie aufzustehen.....wenn wir sie ansprachen zeigte sie kaum reagtion.....nun um 15 uhr liegt sie immer noch, aber das wimmern hat aufgehört..sie scheint zu schlafen...habe in der Klinik angerufen und der Diensthabenden Ärztin geschildert was passierte......sie sagte mir das es die Nebenwirkungen der Luminal sein könnten....ich solle abwarten und ihr morgen 1 tablette aufteilen auf morgendliche und abendliche eingabe.....

Ich kann es einfach alles nicht verstehen....im gegensatz zu ihrem Verhalten das sie nun zeigt war sie heute morgen bevor sie die Tablette bekam im gegensatz zu gestern super gut drauf.

Hat noch jemand von Euch solche Erfahrungen gemacht.....?? wer kann mir evtl Tips geben aus eigenen Erfahrungen, bin über jeden guten Rat sehr sehr dankbar.

LG

Schäferwuffi
28-07-2007, 14:05
Ja, diese Erfahrungen habe ich auch mit meinem DSH machen müssen, bei dem vor 5 Jahren schwere Epilepsie diagnostiziert wurde. Apoll lief herum wie ein Zombie - richtiggehend "ruhig" gestellt, lurig, müde. Das legt sich aber mit der Zeit, glaub es mir. Apoll bekommt heute 3 Tabl. Luminal und 2 Tabletten Mylepsinum täglich. Er ist ruhiger geworden, hat aber genauso viel Spaß am Leben wie meine anderen Hunde.

Wenn deine Maus erst einmal richtig "eingestellt" ist, wird sich das legen und sie wird wieder genauso viel Freude am Leben haben.

isabell1
28-07-2007, 14:09
dann kommt der "Rückschlag " dieses jammern und all die Symptome die sie nun zeigt evtl wirklich von dem Luminal?

Gibst du die Tabletten auch über den Tag verteilt? Ist es richtig wenn meiner Joy 1/2 am morgen und 1/2 am abend geben würde??

Ich habe keinerlei Erfahrung was Epilepsie beim Hund betrifft.....daher bin ich für jede Erklärung dankbar.

Habe schon versucht im Internet erklärungen zu finden aber bisher bin ich noch nicht schlauer......


Aber anke für deine Antwort.....sie macht mir etwas mehr Mut...

isabell1
28-07-2007, 14:32
Joy liegt nun hier.....zittert jammert wieder und ich habe das Gefühl das sie gar nicht richtig wahr nimmt wenn man sie anspricht.....

wie lange hält denn das an, wenn es von den Tabletten kommt????

Schäferwuffi
28-07-2007, 14:42
Ich teile sie bei Apoll auch auf 2 Gaben pro Tag auf. Die Teilnahmslosigkeit und das Verhalten, was deine Kleine zeigt, ist leider anfänglich eine Nebenwirkung. Sie wirken müde, teilnahmslos, apathisch. Aber bei 27 Anfällen pro Jahr, die mein Hund ohne Medikamente hatte, mache ich keine Kompromisse mehr. Der Zustand wird sich ändern.

isabell1
28-07-2007, 15:00
Ich danke Dir für deine Antwort, sie gibt mir etwas Mut.....werde hier immer wieder mal berichten wie meine Joy sich in den nächsten Tagen verhalten wird...
fühle mich nun schon etwas sicherer durch die Antwort, denn Joy's verhalten heute morgen, man was haben wir uns gefreut das es ihr wieder besser gehen würde......und ihr Zustand jetzt wenige Stunden später macht mir furchtbare Angst.

Terence
28-07-2007, 16:25
Hallo Isabell!!
Grundätzlich ist wichtig,wie die Diagnose Epilepsie gemacht wurde! Weißt du denn,welche Untersuchungen bei deinem Hund gemacht worden sind? Ehrlich gesagt,war mir das doch etwas zu schnell und dann gleich mit Medikamenten einsteigen??Bin ehrlich gesagt überrascht,denn in der Regel warten die TÄ noch wietere Anfälle ab,um den Abstand,die Heftigkeit und die Dauer der Anfälle zu registrieren und behandeln zu können.Klar hat das Luminal Nebenwirkungen und es ist vollkommen richtig,dass du jetzt die Tabletten auf 2 mal am Tag teilst-so soll es auch sein.Aber wenn dein HUnd jetzt schon am Anfang so heftig drauf reagiert,das kann ich nicht verstehen,denn Luminal braucht 4 -6 Wochen,damit ein gewisser Spiegel aufgebaut wird.Wieviel wiegt dein HUnd?

LG Daniela

malipower
28-07-2007, 17:22
Hallochen
mich interessiert auch, wie die Diagnose Epilepsie gestellt wurde. Was sagt das Blutbild, speziell die Schilddrüse, Elektrophorese, Gallensäure?
Wurde eine neurologische Untersuchung gemacht?
Wurde Liquor entnommen? Urin untersucht?
Die Apathie, das herunliegen, was du beschreibst, es klingt alles nach Nebenwirkungen vom Luminal. Meist benötigt es so ca. 10-14 tage, bis der Körper sich darauf eingestellt hat. Doch wenn der Hund garnicht aufstehen kann, wenn er das Luminal bekommen hat, würde ich den Ta doch nochmal um Rat bitten und evtl. eine 2te Meinung einholen.

isabell1
28-07-2007, 19:21
Das ist es ja was mich so sehr verunsichert.......

bevor wir Donnerstag abend mit ihr in die Klinik fuhren hatte sie zuvor beim Gassi gehen einen Anfall und war danach kaum noch in der Lage zu laufen....als sich ihr Zustand nicht besserte fuhren wir in die Klinik.

Wenige Minuten nachdem wir dort eintrafen bekam sie dort in Anwesenheit der TA einen Anfall und der war dermaßen heftig das wir mühe hatten sie auf dem Tisch zu halten damit sie nicht runter fiel.

Daraufhin stellte der TA die Diagnose Epilepsie......

es wäre eindeutig ein Epilepsieanfall gewesen....
wie ich schon schrieb , bekam sie Valium gespritzt, damit sie zur Ruhe kommen sollte......

am Freitag sollten wir sie am Nachmittag wieder in der Sprechstunde vorstellen....aber nachdem Joy auch am morgen immer noch nicht wieder allein stehen konnte sind wir schon am frühen Vormittag wieder mit ihr in die Klinik......

dort sagte man uns das diese desorientierung immer noch vom Valium käme.....sie bekam noch 2 Spritzen, ich habe in der Aufregung vergessen um was es sich dabei handelte,weiß nur noch das es etwas mit Langzeitwirkung war.

Man gab mir Luninal mit und ich sollte heute (Samstag) mit der eingabe beginnen..1 Tablette am Vormittag verabreichen....um 11 Uhr bekam sie diese Tablette ....zu diesem Zeitpunkt lief sie , (zwar noch etwas vorsichtig) hier im Haus herum, nahm wieder am Leben teil....wir haben uns so gefreut das es ihr offensichtlich schon etwas besser ging....
dann um 14 uhr (3 Stunden nach der Eingabe) lag sie auf ihrer Decke und wollte Aufstehen....sie kam einfach nicht hoch, als wir ihr halfen torkeltesie nur desorientiert herum.....konnte sich nicht auf den Beinen halten.....reagiert wenn überhaupt kaum wenn wir sie ansprechen.....ich habe das Gefühl sie ist gar nicht richtig da.....und jammerte vor sich hin....
ich rief in der Klinik an.....dort sagte man mir das es von der Tablette kommen würde......das sie diese Verhalten zeigt....
als ich dann fragte ob ich ihr die Tabletten nicht 1/2 am morgen und 1/2 am abend geben könnte ( weil ich den Eindruck habe das die Dosierung zu hoch ist) sagte man mir ich soll ihr morgen ( Sonntag) nur 1/2 Tablette geben und beobachten ob ihr Verhalten sich dann wieder ändert......

Ich bin so verunsichert ob ich meinem Hund nun nicht mehr schade als nutze wenn ich ihr diese Tabletten gebe......
denn wie gesagt heute morgen bevor sie sie bekam, ging es ihr im Vergleich zu den Vortagen wieder viel viel besser
heute morgen lief sie allein ohne Hilfe auf der Wiese um sich zu lösen.....hat auch gefressen und getrunken kam in die Küche um zu schauen was es dort gibt......

beobachten das sie einen Anfall hatte konnten wir nicht.......
sie liegt nun schon den ganzen Tag und schläft......oder jammert......einmal hat sie versucht aufzustehen weil sie pieseln musste.....dabei torkelte sie und wir mussten sie stützen..

Ich weiß nun nicht mehr ob ich ihr morgen überhaupt die halbe Tablette geben soll....nur was ist wenn ich sie weglasse und sie wieder anfälle bekommt.....ich bin hin und her gerissen , weiß im Moment nicht was richtig und was falsch sein könnte.

Könnte es sein das 1 Tablette einfach zuviel für sie war??


Zu Eurer Frage: Joy ist eine sehr zierliche Dalmatinerhündin , sie wiegt 21 Kilo.

henri
28-07-2007, 23:05
Hallo Isabell!
Also ganz ehrlich, ich würde ihr morgen keine Luminal mehr geben. Später kannst du die Tabletten nicht mehr einfach absetzen, dann muss Luminal ausgeschlichen werden, weil sonst die Gefahr besteht, dass deine Hündin in einen Status fällt. Wie alt ist denn deine Hündin?

Luminal ist ein Standardmittel, aber eben ein Barbiturat. Lies doch mal bitte hier: http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/sonstiges/Neuropsychologie/Medikamente/Antiepil.htm#2.%201%20Klassifikation%20%20der%20An tiepileptika

Je nachdem wie alt deine Hündin ist, können die epileptischen Anfälle verschiedene Ursachen haben. Das würde ich zuerst abklären. Dazu wurden dir ja bereits Anregungen gegeben. Einfach sofort nach einem Anfall Luminal zu geben, wäre mir persönlich mit den ganzen Nebenwirkungen zu riskant. Warte doch erst einmal ab wie oft sich die Anfälle wiederholen. Und wie lange deine Hündin nach einem Anfall braucht um wieder zu sich zu kommen.

Meine Hündin hat im Moment alle 12 Tage einen Anfall. Inzwischen ist sie nach ca. 2 Stunden wieder fit und läuft auf dem Spaziergang normal mit. Spielt, apportiert etc. Damit kann ich gut leben und vor allem lebt meine Hündin bisher sehr gut damit.

Nach dem ersten cluster hat sie drei Tage gebraucht um wieder ganz klar zu werden. Aber danach hatte sie immer nur Einzelanfälle und je nach Dauer des Anfalls mal eine ganze Nacht zur Regeneration benötigt und bei den letzten zwei Anfällen nur wenige Stunden.

Solange das so ist (meine Hündin hatte erst 14 Anfälle), unterstütze ich sie homöopathisch und informiere mich weiter über mögl. Medikamente, weil ich natürlich auch nicht ausschließen kann, dass ich ihr irgendwann mal welche gebe, falls sich bei ihr die Anfälle sehr häufen oder länger andauern. Zur Zeit sind die Anfälle nur kurz, ca. 2 Minuten, oder auch mal 3-4 Minuten. Das hier ist meine Hündin: http://www.myvideo.de/watch/759403

Überleg dir bitte genau, ob du die Verantwortung für deine Hündin der Tierklinik überlässt, oder ob du nicht doch lieber vorher erst Informationen sammelst und sie genauer untersuchen lässt. ZB soll inzwischen auch Valporinsäure für Hunde zugelassen worden sein. Bisher habe ich nur noch keine Erfahrungsberichte darüber finden können. Aber die Nebenwirkungen sollen viel geringer sein. Nur mal so als Gedankenanstoß.

Nach der ersten Anfällen meiner Hündin lagen auch meine Nerven blank. Tagelang konnte ich nichts essen. Bei jedem Geräusch bin ich hochgeschreckt. Hört sich für dich jetzt im Moment vielleicht unwirklich an, aber man gewöhnt sich an die Anfälle. Man weiß genau was zu tun ist, bzw. weiß man, dass man nicht wirklich helfen kann außer da zu sein und es mit ihr gemeinsam durchzustehen.

Alles Gute wünsche ich euch!

Terence
29-07-2007, 09:11
Hallo!
Michaela hat absolut Recht!!
Selbst wenn die Diagnose Epilepsie ist,muss erst mal geklärt werden,woher sie kommt.Es nützt nichts,wenn du luminal gibst,und dein Hund hat sekundäre Epi.Du machst da mehr kaputt,als das es hilft.Wo wohnst Du?Sicher gibt es nicht immer in der Gegend TÄ der Neurologie,aber ich würde auch längere Strecken fahren,zur Abklärung.
Ich rate die auch dazu,das Luminal nicht mehr zu geben!

LG
Daniela

isabell1
29-07-2007, 09:25
Hallo Henri und Terence

ich danke Euch für Eure Hilfe....

nachdem ich mir alles durchgelesen habe ,der eingestellte Link war echt erschreckend zu lesen bin ich zu dem Entschluss gekommen meiner Joy heute kein Luminal zu geben....(sie sollte heute nur 1/2 Tablette für den ganzen Tag bekommen)


Wir wohnen im Kreis Unna und ich werde mich schlau machen wo ich einen TA der Neurologie finden kann.

Wie und womit könnte ich meine Hündin
homöopathisch unterstützen??

Liebe Grüße
Uschi

henri
29-07-2007, 11:17
Hi Uschi!
Ich wohne in Fröndenberg und habe da bereits nach Adressen geforscht. Für unseren Bereich ist Hannover die nächste Adresse. Ich such dir mal die Anschrift raus.

Hier hatte ich sie schon mal gepostet: http://www.gesundehunde.com/forum/showthread.php?s=&threadid=93972&highlight=Epilepsie

Wir hatten hier im Forum bereits Hunde die Epianfälle wegen schlechter Leberwerte hatten, und auch welche wegen Schilddrüsenproblemen, auch zwei Hunde mit Gehirntumoren hatten dadurch epileptische Anfälle. In allen diesen Fällen würde Luminal gar nichts bringen und man versteift sich dann auf die Diagnose Epi und evtl. ist die Ursache doch ganz woanders zu finden.

Blutbild mit Schilddrüsenwerten kann ja auch dein Tierarzt machen, oder haben die das in der Klinik bereits gemacht? Wie alt ist denn deine Hündin?

Meine Homöopathin wohnt in Tecklenburg. Da bin ich am Anfang einmal hingefahren und nun beraten wir nach jdem Anfall telefonisch und per Mail. Das Mittel wird immer individuell auf den Hund abgestimmt, nicht nach der Krankheit. Also wenn unsere beiden Hunde auch zB die gleiche Krankheit hätten, so kann das helfende Mittel je Hund völlig anders sein.

Wenn du magst maile ich dir ihre Adresse zu. Kenne sonst keinen kompetenten Homöopathen hier in der Nähe dem ich vertraue. Aber vielleicht hat noch jemand anderes einen Tip für dich.

Nelly
29-07-2007, 15:13
Ich kenne eine Tierarztpraxis mit 3 sehr guten TÄ in Castop-Rauxel.
Wenn du Interesse an der Adresse hast, dann schicke einfach ne Mail an britta (at) sleddogteam.de

LG
Britta *deren Hündin auch jetzt 4 Anfälle hatte im Abstand von 9 Tagen, aber seit 14 Tagen Anfallsfrei ist* :)

henri
29-07-2007, 21:16
Hi Britta!
Ist da ein Neurologe bei? Würdest du mir die Adresse bitte auch geben?

Nelly
29-07-2007, 21:57
Das sind 3 TÄinnen, die vorher in der TK in Hochmoor gearbeitet.

Sie sind alle 3 sehr kompetent und vorallem sehr freundlich.
Keine Frage ist zu viel und man bekommt alles genau erklärt.

Schau mal unter www.vetaid.de

henri
29-07-2007, 23:04
Hi Britta!
Danke für deinen Tip. Anscheinend haben sich die drei in Münster kennengelernt. Sooo lange praktizieren sie ja noch nicht. Dass sie geduldig Fragen beantworten ist ja schon viel wert, konnten sie dir denn in Bezug auf die Epilepsie deiner Hündin helfen?

Also in der Tierklinik Ahlen hat mir ein Arzt erzählt, dass man bereits Antiepileptika geben sollte, wenn der Hund mehr als 2 Anfälle pro Jahr! hat. Also das hat mich umgehauen und ich bin dort nicht weiter drauf eingegangen, war ziemlich fassungslos. Da rät einem eh jeder TA was anderes.

Hast du denn bereits eine Diagnose und weißt woher die Epi deiner Hündin kommt? Sekundär oder primär?

Nelly
30-07-2007, 06:27
Ich war hauptsächlich wegen Kiras chronischer Darmentzündung dort. Die Epilepsie kam erst später dazu und ich habe mich entschlossen sie gar nicht mehr auf Antiepileptika einstellen zu lassen, was auch anstandslos akzeptiert wurde nachdem wir uns darüber unterhalten haben.
Die Anfälle sind sehr kurz (1-2 Minuten) und sie ist fast durchweg noch ansprechbar. Direkt danach geht sie auch bereits wieder 45 Minunten spazieren. Der Abstand von 9 Tagen ist halt nicht sehr groß.... aber ich bin der Meinung, dass sie mit den Anfällen besser lebt als sie es mit den Antiepileptika würde.

Dazu kommt, dass bei der letzten Untersuchung die Leberwerte schlechte waren und was soll ich da noch Luminal o.ä. geben?
Der Ammoniakgehalt im Blut war allerdings auf 0, was ja mit Epilepsie zusammen hängen kann.
Seit einer Woche gehts ihr blendend, wir konnten das Cortison weiter reduzieren, und ich hoffe, dass die Leberwerte bei der Untersuchung in 1,5 Wochen auch wieder besser sind.

LG
Britta

henri
30-07-2007, 09:44
Hi Britta!
Das hört sich ja bei deiner Hündin schon gut an. Ich meine auch, dass die Lebensqualität des Hundes an erster Stelle steht. Fütterst du denn eine Leberdiät, also weniger Fett uä.?

Sag mal wir hatten doch gerade im Cafe eine Diskussion über Kanne Brottrunk. Hast du das gelesen? Da ging es ua. auch um chronische Darmentzündung. Wäre das nicht evtl. bei deiner Hündin auch einen Versuch wert?

Nelly
30-07-2007, 10:52
Im Moment wird sie leider nicht mehr gebarft. Ich war Anfang des Jahres so fertig, weil ich das Gefühl hatte, dass ich den Hund mit jedem Napf, denn ich ihr hinstelle dem Tod ein Stück näher bringe.
Sie hat die Darmentzündung seit 2 Jahren. Ich hab sie anfangs dann auf Barf umgestellt und seit dem hatten wir die Sache wieder im Griff, bis Anfang des Jahres eben.
Sie war abgemagert und hatte dauerhaft Wasserdurchfall, von den Schmerzen mal ganz abgesehen.
Die Entscheidung PRO Cortison fiel mit nicht leicht, aber zu dem Zeitpunkt war mir alles recht um ihr zu helfen.
Sie hat dann Spezialfutter von RC bekommen, damit sie wieder zunimmt. Ehrlich gesagt hab ich mich seit dem nicht mehr ans barfen ran getraut.
Sie bekommt jetzt das Leberfutter von RC, was sie auch gut verträgt und zusätzlich 2 Fleischmahlzeiten, allerdings im Moment noch gekocht.

Die Epilepsie kam erst vor 6 Wochen dazu.
Nach dem ersten Anfall habe ich Blut abnehmen lassen und dabei wurde dann die schlechten Leberwerte festgestellt.
Die Diagnose meines TA hier in der Gegend war nach dem Ultraschall: Lebertumor.
Was sich dann noch Einholung der zweiten Meinung in Castrop-Rauxel zum Glück als völlig falsch rausgestellt hat.
Mein TA hat das Fettgewebe zwischen Leber und Lunge als Tumor diagnostiziert….

Ich bin mit weiteren Zusätzen im Moment sehr vorsichtig, sie bekommt schon recht viel (Vitamin B-Komplex, Legavit-Komplex, L-Carnitin) und wir haben es jetzt wirklich gut im Griff.
Ich hatte mal einen Versuch mit EM’s gestartet, aber das hat leider auch nicht funktioniert.

henri
30-07-2007, 21:50
Wenn sie das Leberfutter von RC gut verträgt, also dann spricht da ja auch nichts dagegen. Andere Hunde bekommen schließlich ihr Leben lang nur Trofu.

Meinen Hunden habe ich letztens mit Fermentgetreide von Kanne selber Leckerchen gebacken. Die waren aber so gesund, dass ich sie mit etwas Leberwurst aufpeppen musste, damit sie gefressen wurden. :rolleyes:

Jetzt habe ich die Energiebarren gekauft und der Brottrunk Versuch steht noch aus. Mein Rüde hatte im letzten Oktober eine Darmentzündung. Drei Tage in der Klinik mit Infusionen plus drei Wochen anschließende Therapie zu Hause. Daher bin ich auch immer auf der Suche nach Sachen, die seinem Darm gut tun.

Bin schon gespannt, ob er den Brottrunk überhaupt mag.

Kann es nicht bei deiner Hündin auch sein, dass die epileptischen Anfälle aufhören, wenn die Leberwerte besser sind? In welchem Rhythmus sollst du denn die Blutwerte kontrollieren?

Nelly
31-07-2007, 13:05
Kira bekommt seit einer Woche Schüßler Salze. Seit dem gehts ihr nochmal deutlich besser.
Was ich gestern vergessen habe ist, dass Kira auch noch Mariendistelsamen und K1 bekommt.

Ich habe schon öfter mal als Kur, auch für die anderen Hunde (wir haben 14), das Enzym-Fermentgetreide von Kanne gegeben.
Die Hunde fressen es in der Regel sehr gerne und dem Darm hat es auch gut getan.

Die Blutwerte habe ich direkt nach dem ersten Anfall (Mitte Juni) und dann eine Woche später nochmal überprüfen lassen.
Die TÄ sagte, dann man bei Leberwerten ruhig 4-6 Wochen warten sollte, bis die Leber sich ausreichend erholt hat.... hoffentlich.

So wie ich es verstanden habe, müsste dann auch der Ammoniakgehalt im Blut erhöht sein. Weil die Leber das Ammoniak dann nicht mehr in Harnsäure umwandeln kann und dadurch die Anfälle entstehen.
Das ist aber ohne Gewähr ;)

Apollo13
03-09-2007, 19:52
Hi Nelly,
ich hab bisher nur mitgelesen, gibt es etwas Neues?
Ich kann mich nur anschließen, es ist sehr wichtig, eine Ausschlussdiagnostik zu betreiben. Wenn Dein TA dazu nicht rät, geh zu einem anderen.
Gerade mit Epi kennt sich nicht jeder wirklich oder annähernd gut aus.
In Trier gibt es Fr. Dr. Kronberg unter http://www.tierklinik-trier.de/
oder auf meiner HP www.asco-apollo-power.de.tl findest Du ebenfalls eine ganze Reihe von Links, die Dir vielleicht eine Hilfe sein könnten.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Bye
Anja

yeti2007
04-09-2007, 10:58
Hallo Isabell!
Ist schon ausgeschlossen worden,das es sich nicht um Borrelliose handelt?

Ich möchte dich nicht beunruhigen. Nur einer Bekannten ist es passiert,das bei Ihrer Hündin Epilepsie diagnostiziert wurde.
Erst nach 4 Monaten und mehreren Arztwechsel wurde dann Borrelliose diagnostiziert.

Gruß Nina