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Der Alte Hund [Zur Gesundheit des Hundes] |
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Der Alte Hund
Leider ist es so, dass ein Hundeleben in der Regel wesentlich kürzer als ein
Menschenleben dauert, und so werden die meisten Hundefreunde mehr als einmal
in ihrem Leben mit der Problematik des Alterns bei ihren geliebten
Vierbeinern konfrontiert werden.
Es ist sicherlich der Wunsch eines jeden Hundebesitzers, dass sein Hund
gesund ein hohes Alter erreicht und eines Tages einfach friedlich für immer
einschläft. In der Tat kommt es aber häufig vor, dass der ältere Hund
erkrankt und man irgendwann vor der Entscheidung steht, ihn von seinem Leid
zu erlösen. Dieses ist immer eine sehr schwierige Entscheidung, die man
gemeinsam mit seiner Familie und seinem Hund treffen sollte.
Seinen Hund, fragen Sie? Ja, mit seinem Hund. Es gibt die Möglichkeit mit
seinem Hund zu kommunizieren, entweder selber oder mit Hilfe eines
Tierkommunikators. In den meisten Fällen wird der Hund ganz deutlich
kommunizieren, dass er nicht mehr weiterleben will, oder eben, dass er
noch nicht soweit ist. Auch Bachblüten können hierbei sehr hilfreich sein.
Das nur am Rande.
Was ist eigentlich Altern?
Beim Alterungsprozess führen verschiedene Vorgänge zur Schädigung der Zellen
und letztendlich zum Zelltod, beginnend mit einer Art chemischen Verschleiß.
Verantwortlich hierfür ist unter anderem der Stoffwechsel.
Zusammen mit der Nahrung setzt Sauerstoff den Verbrennungsprozess in den
Zellen in Gang. Durch diese Verbrennung wird Energie frei und es entstehen
sogenannte freie Radikale, die die DNA der Zellen schädigen.
Freie Radikale sind die Ursache des Alterungsprozesses.
Was sind Freie Radikale? Freie Radikale sind Teile von Molekülen. An der
Bruchstelle befindet sich ein Atom mit einem so genannten ungepaarten
Elektron. Freie, also ungebundene Radikale versetzen biologisches Gewebe in
oxidativen Stress und können es zerstören, indem sie als Initiator eine
Kettenreaktion auslösen. Darin kann sich ein freies Radikal mit dem Teil
eines bestehenden Moleküls zu einem neuen Molekül verbinden. Wird der neue
Reaktionspartner ebenfalls als freies Radikal freigesetzt, so kann er eine
analoge Reaktion verursachen. In solch einer Ketten-Reaktion verschwinden
vom Körper gewünschte Moleküle und es entstehen unerwünschte oder
gefährliche Moleküle. Bruchstellen in der DNA sind an sich schon gefährlich,
weil Lesefehler der DNA Krebs verursachen können.*
Der Körper hat zwar Schutzsysteme gegen die freien Radikale, aber gerade in
den Mitochondrien, in denen die Energieverbrennung in der Zelle statt
findet, versagen sie weitgehend. Die Mitochondrien besitzen eine eigene DNA,
jedoch keinen Schutz dafür, was zur Folge hat, dass die DNA der
Mitochondrien immer mehr geschädigt wird und die Zelle zunehmend altert.
Eine weitere entscheidende Rolle im Alterungsprozess spielen die Telomere.
Telomere sind die natürlichen einsträngigen Chromosomenenden linearer
Chromosomen, die u. a. für die Zellteilung notwendig sind. Telomere werden
mit biologischen Vorgängen in Verbindung gebracht, die mit der Alterung von
Zellen aber auch mit der Entstehung von Krebs zusammenhängen.
Sie sind zu Beginn eines DNA-Stranges als eine Art Schutzkappe platziert.
Bei jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere, da sie nicht mitkopiert
werden und damit verloren gehen. Wenn sie dann eine kritische Minimallänge
unterschritten haben, tritt der Zelltod ein, da die Zelle sich nicht mehr
teilen kann und die DNA ungeschützt bleibt.
Eine größere Länge der Telomere und damit eine erhöhte Stressresistenz der
Zellen hat mit aller Wahrscheinlichkeit einen bedeutenden Einfluss auf die
Gesamtlebenserwartung eines Organismus. Telomere verkürzen sich um so
schneller, je stärker sie freien Radikalen ausgesetzt werden.
Eine weitere Rolle spielt zumindest beim Menschen die genetische
Veranlagung. Wer langlebige Eltern, Großeltern und Urgroßeltern hat, wird
selbst eher ein hohes Alter erreichen. Beim Hund steht dieser Zusammenhang
nicht eindeutig fest; da spielen aber sicherlich andere Faktoren eine Rolle.
Z. B. werden Wurfgeschwister meistens nicht ihr Leben lang zusammen gehalten
und sind oft sehr unterschiedlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt, was auch
einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung hat.
Länger leben?
Jetzt wo die Menschheit den Alterungsprozess immer besser versteht, wird
natürlich zunehmend geforscht, wie man diese Vorgänge verhindern kann. Ob es
Sinn macht ewig bzw. sehr, sehr lange zu leben ist eine andere Frage.
Die Natur hat einen ständigen Wechsel, Fortpflanzung und Verbesserung der
verschiedenen Spezies vorgesehen. Ein wichtiger Punkt der Evolution ist die
Selektion. Die stärkeren, besser adaptierten Lebewesen überleben und
vermehren sich; sie geben ihr Erbgut weiter und sorgen somit dafür, dass
eine Spezies immer stärker wird und besser ihrer Umwelt angepasst ist. Somit
macht ein zeitlich begrenztes Dasein schon Sinn.
Ein bisschen Abhilfe gegen den Alterungsprozess dürfen wir uns und unseren
Hunden aber doch erlauben. Vor allem spielt hier die Nahrung eine große
Rolle. Um Krankheiten beim Hund vorzubeugen und ein vorzeitiges Altern zu
verhindern, ist die beste Möglichkeit den Hund mit frischen, unbehandelten
Nahrungsmittel zu füttern. Gerade diese frischen Nahrungsmittel sind voller
Enzyme, Vitamine, Mikronährstoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, die als
Antioxidantien fungieren und somit auch als Radikalfänger den
Alterungsprozess auf zellulärer Ebene aufhalten. Zu den natürlichen
Antioxidantien gehören z. B. Vitamin C, Tocopherole (Vit. E) und Lycopin
(ein Carotinoid).
Was wissenschaftlich nicht oder nicht ausreichend nachgewiesen ist, ist ob
es Sinn macht, Antioxidantien-Konzentrate einzunehmen. Es ist möglich, dass
diese Form der Nahrungsergänzung nicht viel bringt, da die natürlich
vorkommenden sekundären Pflanzenstoffe eben NICHT in diesen Konzentraten und
Extrakten enthalten sind. Kurz gesagt, es ist nach heutigem
wissenschaftlichen Standpunkt immer noch gesünder, den Apfel oder die
Apfelsine zu essen statt ein Bioflavenoiden- oder ein Vit. C-Präparat
einzunehmen.
Diese Erkenntnis unterstützt wieder den Ansatz, den Hund mit FRISCHEM,
UNBEHANDELTEM Futter zu ernähren.
Der alte Hund
Ab einem gewissen Alter bezeichnet man einen Hund als alt oder damit es
sich nicht so schlimm anhört als Senior. Statt die Bezeichnung Senior an
einer bestimmten Zahl an Lebensjahren festzumachen, definiert man einen
Seniorhund nach Alterungsmerkmalen. Senioren haben weniger Geschmacksnerven
und reduzierte Speichelsekretionen. Das kann z. B. erklären, warum einige
Senioren mit zunehmendem Alter schlechter fressen.
Des weiteren sind die Zähne meist abgenutzt und der Darm träger als in der
Jugend. Das sollte z. B. bei der Knochenfütterung berücksichtigt werden.
Ein älterer Hund ist auch weniger aktiv und hat oft Verschleißerscheinungen
an den Gelenken und Knochen. Das Immunsystem eines Seniors ist auch nicht
mehr so effektiv wie es mal war, was allerdings kein Grund für
Wiederholungsimpfungen ist.
Weitere Anzeichen sind Ergrauung des Felles, vor allem am Kopf des Hundes,
und im fortgeschrittenen Alter Schwerhörigkeit und Sehschwäche. Alte Hunde
werden auch vergesslich bzw. sind weniger aufmerksam, da kann es z. B.
passieren, dass der Senior plötzlich auf Verkehr nicht mehr aufpasst und vor
ein Auto läuft. Man muss gut auf seinen Seniorhund aufpassen.
Häufige Alterserkrankungen
Ältere Hunde erkranken häufiger. Dieses hat mit dem Alterungsprozess an sich
zu tun, aber auch viel mit der Haltung in den ersten Jahren. Hunde, die
übergewichtig sind oder überwiegend mit Fertigfutterprodukten ernährt,
wiederholt geimpft oder oft mit starken Medikamenten behandelt worden sind,
erkranken verhältnismäßig oft an Niereninsuffizienz, Diabetes,
Schilddrüsenerkrankungen, Verdauungsstörungen, Herzerkrankungen,
Tumorerkrankungen, Übergewicht, Hauterkrankungen, Zahnerkrankungen und
Lebererkrankungen.
Viele solcher Hunde werden bereits im mittleren Alter krank und erreichen
gar nicht erst ein richtiges Seniorenalter. In solchen Fällen hätte eine
artgerechte Haltung, insbesondere ein artgerechtes Futter, vieles verhindern
können und man kann im Seniorenalter nur noch versuchen den
Krankheitsprozess zu verlangsamen. Erfolg hat man besonders mit schonenden
Behandlungsmethoden wie z. B. die Homöopathie.
Andere Hunde, deren Gelenke und Knochen stark beansprucht worden sind durch
Sport, Arbeit oder Übergewicht, leiden verhältnismäßig oft an Knochen- und
Gelenkserkrankungen.
Ernährung im Alter
Im Prinzip ernähren sich alle Tierarten unabhängig von ihrem Alter von den
gleichen, für ihre Spezies artgerechten Nahrungsmitteln. Deswegen ist es
nicht notwendig einen speziellen Ernährungsplan für den Seniorhund zu
erstellen. Der ältere Hund hat bedingt durch die Abnahme an Aktivität
weniger Energiebedarf. Futtertechnisch ist der reduzierte Energiebedarf
einfach über eine reduzierte Futtermenge zu regeln.
Allerdings gibt es durch die altersbedingten körperlichen Veränderungen
schon ein paar Punkte, die man beachten sollte. Wegen des reduzierten
Speichelflusses und der evtl. abgenutzten Zähne sollte man nicht mehr allzu
große Fleischbrocken füttern. Auch bei der Knochenfütterung muss man diese
Punkte beachten. Es kann gut sein, dass der Senior die Knochen nicht mehr
richtig kauen kann und durch die trägere Darmtätigkeit eher zu Verstopfungen
neigt. Hier ist es sinnvoll, immer nur wenig Knochen zu mehr
Fleisch/Fett/Innereien zu füttern, damit der Hund nicht verstopft wird.
Eiweiß reduziert?
Obwohl der Senior weniger Kalorien benötigt, ist es schlichtweg FALSCH
eiweißreduziert zu füttern. Ein alter Hund hat sogar einen erhöhten Bedarf
an Eiweiß. Dieses lässt sich folgendermaßen erklären; der ältere Hund kann
zwar genau soviel Eiweiß aus der Nahrung aufnehmen aber er kann das Eiweiß
nicht mehr so gut verwerten. Es ist sinnvoll, dem Seniorhund hochwertiges
Eiweiß zu füttern, was bei der Rohfütterung sowieso gegeben ist.
Der Mythos, dass hohe Eiweißmengen Nierenerkrankungen entstehen lassen oder
bestehende Nierenerkrankungen verschlimmern, hält sich hartnäckig, obwohl es
inzwischen mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen worden ist, dass dieses
NICHT der Fall ist. Der Körper braucht Eiweiß um Gewebe aufzubauen und zu
erhalten. Füttert man zu wenig Eiweiß, baut sich Gewebe ab, das Immunsystem
wird schwächer und die Enzymaktivität lässt nach. Das beschleunigt nur den
Alterungsprozess.
Auch bei Nierenerkrankungen ist es nicht sinnvoll eiweißreduziert zu
füttern. Erst wenn die Nierenwerte ein bestimmtes Maß überschreiten, macht
es Sinn den Phosphorgehalt des Futters zu reduzieren. Bei einer
Niereninsuffizienz ist die Phosphorausscheidung durch die Niere gestört und
es kommt u. U. zur Urämie. Eine zusätzliche Gabe von Calciumcarbonat kann
helfen den Phosphor bei der Verdauung zu binden.
Bei nierenkranken Hunden ist auch darauf zu achten, dass Vitamine und
Spurenelemente ersetzt werden, da die Verwertung dieser durch die gestörte
Nierenfunktion eingeschränkt ist. Es ist auch besonders wichtig, dass
nierenkranke Hunde viel Wasser trinken.
Krebs
Bei Tumorerkrankungen sollte der Hund unbedingt getreidefrei ernährt werden,
da Tumorzellen die aus dem Glucosestoffwechsel erzeugte Energie bevorzugen.
Im Prinzip ernährt man durch das Füttern von Getreide Tumore. Obst und süßes
Gemüse (Karotten, Kartoffeln usw.) sollten aus dem selben Grund gemieden
werden. Außerdem ist bei Tumorkranken Hunden der Fettstoffwechsel gestört,
was zum erhöhtem Bedarf an hochwertigen Fetten führt. Eine Ergänzung von
Aminosäuren und Omega 3 Fettsäuren ist auch hilfreich bei Tumorerkrankungen.
Kräuter bei Krebserkrankungen:
Löwenzahn
Echinacea
Pau Darco
Rotklee
Knoblauch
Katzenkralle
Essiac
Gelenkserkrankungen
Auch Hunde mit Gelenkserkrankungen fühlen sich besser mit einer
getreidefreien Ernährung. Eine schlanke Linie ist bei solchen Patienten
besonders wichtig, da man unbedingt vermeiden möchte, dass die lädierten
Gelenke zusätzlich durch Übergewicht belastet werden. Bei
Gelenkserkrankungen kann man neben der Physiotherapie am meisten mit
Nahrungsergänzungsmitteln helfen.
Besonders hilfreich sind:
Vit. B, C, E
Glucosamine
Chondroitin
Omega 3/ Gammalinolensäure
Algen
Yucca
Apfelessig
Teufelskralle
Um einen gesunden alten Hund zu haben, ist es am einfachsten, wenn man mit
einem gesunden jungen Hund anfängt. Hier ist Prophylaxe das Schlüsselwort.
Eine artgerechte Ernährung mit Rohfutter, ein minimales Impfschema,
vernünftige Bewegung und Auslauf, Stressvermeidung und artgerechte Haltung
sind die besten prophylaktischen Mittel.
Aber auch ein alter Hund kann die Vorteile der o. b. Maßnahmen und die
daraus folgende Verbesserung seines Allgemeinzustandes durchaus noch
genießen. Kommt Ihr Hund in die Jahre ist es Zeit, eine Altersuntersuchung
durchführen zu lassen um rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
Hier kann Ihr Tierheilpraktiker oder in seltenen Fällen auch Ihr Tierarzt
behilflich sein.
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