Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Noch ein paar Fragen zum BARFen...

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Noch ein paar Fragen zum BARFen...

    Hallo liebe BARFER,

    seit einer guten Woche verfolge ich nun Euer Forum. Ihr habt mich richtig angesteckt. Ich finde es ganz toll und habe schon angefangen unseren Hund umzustellen. Mittlerweile habe ich mich in einigen Büchern und BARF-Websites eingelesen und habe nun –mehr als zu vor – viele Fragen.

    1. Frage zum Fütterungsplan nach S. Dierauer:

    „2 x die Woche Innereien, davon min 50% Leber, zus. Magen, Herz....“
    Sollen alle Sorten der Innereien in einer Malzeit enthalten sein oder kann dieses variiert werden: 1 x Leber, 1 x Pansen, usw. Ich frage deswegen, weil es mir unmöglich erscheint, für eine 200g-Malzeit alle Sorten aufzutauen und zusammen zu mischen.

    2. Gleiche Frage zur Gemüsemischung im o.g. Plan.

    Ist es notwendig alle Gemüsesorten auf einmal zu mischen?? Kommt es nicht zu Mangelerscheinungen, wenn man nur ein bis zwei Sorten nimmt??
    Und zur Menge: zwei Eßlöffel püriertes Gemüse (für einen 17kg Hund) scheint mir viel zu wenig. Ich habe irgendwo von einer Tasse gelesen. Wie macht Ihr das?

    3. Noch eine Frage, Man soll ja wegen Calcium Knochen füttern. Wenn diese aber sowieso unverdaut (so weit ich weiß) ausgeschieden werden, wie kommt der Hund dann an das Calcium??

    4. Zu Getreide: Getreide ist doch sehr wichtig! Im Buch von B. Frost: „Naturnahe Ernährung f. Hunde“, wird die Wichtigkeit des Vollgetreides betonnt. Gemeint ist Vollkorn! und nicht die handelsüblichen Flocken, die unter Dampf gequetscht und durch die Hitze konserviert wurden. Sie empfiehlt, selbst eine Getreidemischung zu schroten, mit ungekochten Leitungswasser zu einem festen Brei zu verrühren und über Nacht ziehen zu lassen. Was haltet Ihr davon??

    PS. Eine gaaaaaaaanz kleine Frage habe ich noch zum Dessert: füttert Ihr überhaupt keine getrocknete Leckereien wie Ohren, Ochsenziemer &Co. mehr????

    Ich hoffe Ihr könnt meine Fragen verkraften. Ich bin ja ganz neu auf dem Gebiet. Euch ging es sicherlich erste Zeit auch so: Fragen über Fragen, man will ja nichts falsch machen.

    Liebe Grüße,
    Olga & Giny

    #2
    Moin,
    ich fang mal an, mit dem was ich weiß:
    zu 1.) In der Innereien-Mahlzeit sollten mind. 50% Leber sein, die anderen 50% können so natürlich auch Leber sein oder eine andere Innerei. Ich friere in Beuteln schon Gemische verschiedener Innereinen ein, in der Menge, wie es Häppy braucht.
    zu 2.) Gemüse genauso. Wir frieren eine große Mengen in Eiswürfelbehältern viele verschiedene Gemüsen ein, viele geben es auch täglich frisch, da sie selber kochen und so für den Hund was abfällt. 50% davon eben grünes Blattgemüse. Man muss auch schauen, was der Hund mag.
    Für unseren 14kg-Hund komme ich auf 1,5 EL Gemüse (2 Eiswürfel).
    zu 3.)kann ich nix sagen, außer das bestimmt nicht alles wieder ausgeschieden wird....
    zu 4.) wir füttern kein Getreide, weil es zu oft Auslöser verschiedener Allergien und diverser Probleme ist. Ist m.E. auch nicht nötig.
    zum PS) Für´s alleine bleiben gibt´s getrockneten Pansen und ab und an mal ein Stück Ochsenziemer.
    Schöne Woche!
    Gruß.
    „Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch." (Matthäus 7,12) . . . . . . . . . sigpic[/URL]

    Kommentar


      #3
      Hallo Olga,

      auch ich versuche mal, Deine Fragen zu beantworten. Wenn manche Antworten anders ausfallen als die von Päm und Happy, heißt es nicht, daß diese oder jene falsch sind, sondern es gibt bei der Hundefütterung genauso viele Möglichkeiten wie bei der menschlichen Ernährung.

      1.: 50% der gesamten gefütterten Innereien sollten Leber sein. Ob Du z.B. dienstags ausschließlich Leber und samstags Pansen fütterst oder ob Du an beiden Tagen mischt, ist egal.
      Über ca. 4 Wochen sollte eine Ausgewogenheit erreicht werden. Wenn Du Dir also mal notierst, welche Innereien Du innerhalb von 4 Wo. gefüttert hast und die Hälfte ist leber, so ist es richtig.

      2.fürs Gemüse gilt das gleiche. Bei uns gibt es mal tagelang nur Karotten oder Fenchel oder Salat und dann, wenn ich viel vorbereitet und eingefroern ahbe, auch eine bunte Mischung aus vielen Sorten.
      Du erleidest doch auch keinen Mangel, wenn Du jeden Tag nur eine Gemüsesorte ißt, dafür aber täglich eine andere.

      3.Es gibt einige Hunde, die Knochen nicht verdauen. Denen muß Calcium durch Eierschalen oder ein Calciumpräoarat zugeführt werden.
      Das ist aber eher die Ausnahme. Die meisten Hunde, wenn sie langsam mit weicheren Knochen dran gewöhnt werden, verdauen Knochen gut. Die Magensäure und die Verdauungsenzyme stellen sich darauf ein und "wachsen" mit ihrer Aufgabe.

      4. Bezügl. Getreide scheiden sich die Geister. Getreide muß nicht sein, kein Hund erleidet einen mangel ohne Getreide.
      Als Energiespender und Rohfaserlieferanbt wird Getreide aber von vielen Barfern geschätzt. Andere verzichten wegen häufiger allergischer Reaktionen oder weil Getreide eine ungünstige Wirkung bei gelenk- und Knochenerkrankungen haben soll.

      5. Ich füttere keine industriell getrockneten Produkte mehr, weil sie teils chemisch behandelt sind und z.B. Schweineohren die Nr. 1 bei den Salmonellenüberträgern sind.
      Bei uns gibts gelegentlich selbstgetrocknetes Fleisch (Rezept auf meiner und Cordulas HP)

      Keine Sorge, Du nervst nicht mit vielen Fragen. Wir waren anfangs alle unsicher.

      Liebe Grüße

      Christa

      Kommentar


        #4
        Fragen

        Hallo Olga

        da mir die Frage alle noch vertraut sind, muß ich meinen Senf auch noch dazu geben.

        Wichtigstes: innerhalb von 4 Wochen! sollte der Speiseplan des Hundes ausgewogen sein, nicht! innerhalb eines Tages, wie uns die Futterindustrie weismachen will.

        Soweit ist die Anatomie nicht weg vom Wolf und da wird gejagt, dann gibts als erstes für die Ranghöchsten Leber ( und andre inneren Organe), als nächstes wird das Grünzeug aus den Mägen gefressen, damit beimpft sich der Wolf mit den ihm fehlenden Enzymen, die er für die Verdauung braucht und den nötigen Faserstoffen , dann kommt das Muskelfleisch und am Schluß die Knochen und das Fell und Äußere des Beutetieres.
        Das Ganze wird nicht an einem Tag gefressen

        und dann ist Pause, bis das nächste Tier erbeutet wird.

        Bei uns sieht das so aus:
        1- 2 x die Woche Leber, ich füttere einmal
        1-2x Pansen
        ca 2-3x Muskelfleisch,
        ca 2x Mix ( Schlundmix, Herz, Zunge, alles, was ich ergattern kann).

        3-4x die Woche Gemüse, und da nehm ich das, was grad für uns verkocht wird und Saison hat und ergänze das, wenn`s zu wenig Grün enthält, mit Löwenzahn und andrem "Unkraut",.
        Ich jage es übrigens durch den Entsafter, und trinke entweder den Saft selbst oder schütt ihn dazu.
        Und ich geb mehr Gemüse, meist mit einem Ei drüber ( 2-3x die Woche), als im Plan, aber das findest Du anhand der Kotkonsistenz selbst raus.

        Da mein Hund knochenfaul ist, gibts jeden Tag Eierschale drüber ( das ist das einzige, wo ich pingelig bin, zwecks Ca-Zufuhr)

        Und so ca 3x die Woche gibts Kalbsknochen, wenn sie die gut frißt, laß ich Eierschale weg, da sie aber so faul ist, kommt es so zu mindestens einem Fastentag die Woche( oft auch 2).

        Gedreide füttere ich keins, und wenn, dann würd ich es nur in Minimalmengen reichen, da der Gedreideanteil im Beutetier sehr gering ist ( Grassamen im Rehmagen oder Körner aus Geflügelmägen). Die Aussage, der Hund braucht das , halte ich für Unsinn.

        An Zusätzen gibt es lediglich ( allerdings wertvolle ausm Bioladen, denn kaltgepreßt ist nicht kaltgepreßt!) wechselnde Öle( Weizenkeim, Hanf, Lein-,und Swanie-ÖL) und Heilerde ( wird in der Natur automatisch mit aufgenommen und entgiftet, übrigens auch fabelhaft bei Mensch, nach fettem Essen, zuviel kaffee, besser als jeder Säureblocker).

        Wenn ich an Geflügel komme, brauchen natürlich nicht soviel Knochen, da Hälse und Karkassen ganz gefressen werden, da kann ich mir des Calciums wenigesten sicher sein.

        Insgesamt hab ich eine recht chaotische Fütterung, da mein Hund sehr mäkelig ist, aber die Blutwerte gaben uns recht, alles im grünen Bereich ( bis auf die Eos, wewegen wir Würmer abklären müssen).

        Für die Zähne sind übrigens fleischige Knochen das Allerbeste, wenn meine nicht so faul wäre, würd ich das viel mehr geben.

        Nur Mut, es ist garnicht so schwer.

        Viele Grüße
        hanna
        GHrüßchen
        Hanna

        Nutze die Talente, die du hast, die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen H.v. Dyke

        Kommentar


          #5
          Lunge vergessen

          hab das " Dessert" vergessen.

          Leckerli und liebstes zwischendurch ist getrocknete Lunge, die man problemlos selber machen kann.

          Einfach eine ganz Lunge (oder wer will in Scheiben) in den Backofen bei 100-150 Grad eine Stunde, dann entweder Scheiben oder schon würfeln und weitere Stunde bei 100 oder wer Zeit hat, 50 Grad und dann würfeln und bei 50 Grad trocknen lassen( noch 1-2 Stunden) bei leicht geöffneter Backofentür.
          Aufbewahrung luftig ( kein Tupper).

          Seither brauchen wir keine getrockneten Sachen mehr und Ohren krieg ich so vom Metzger, da sind mir die frischen auch lieber als Kauvergnügen.

          Gruß
          Hanna

          und jetzt das Outing: aufm Hundeplatz machen nur Wienerle aus unserm schnüffeligen Jagd- einen gelehrigen Schäferhund
          GHrüßchen
          Hanna

          Nutze die Talente, die du hast, die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen H.v. Dyke

          Kommentar


            #6
            Guten Morgen!
            ich bin auch ganz frisch dabei, und kann deshalb auch nur meine eigenen Erfahrungen sagen:
            Ich fütter wesentlich mehr Gemüse, als meist angegeben, bei weniger wird der Kot superfest und extrem dunkel.

            Getreide fütter ich nur noch in Form von Hundekuchen (was noch übrig ist), hartem Brot und ganz selten ein paar Nudeln.

            Gekaufte Sachen fütter ich schon noch. So eng seh ich das mit dem Barfen auch nicht. Was ich allerdings nicht mehr kaufe, sind diese Büffelhautdinger. Die sind nämlich soweit ich weiß wirklich chemiebehaftet.

            Liebe Grüße, Yvo und Lucy.

            Kommentar


              #7
              Guten Abend,

              ich möchte mich rechtherzlich bedanken bei Allen über die schnelle Beantwortung meiner Fragen bedanken

              Kommentar


                #8
                ich wollte eigentlich noch mehr schreiben... war ein Ausrutscher!

                ......Jetzt fällt mir leichter die nächsten Schritte für die optimale Ernährung unseren Giny einzuleiten. Denn wie sagt man so schön:

                Ist die/der Katze/Hund gesund, freut sich der Mensch!! ;-)) (leider aus einer Futtermittelwerbung)

                Meine nächste Frage zu Gemüse und Kräuter wurde schon durch Katinka gestellt.+ umfangreiche HP von Cordula. Danke ;-)) Aus allen Kopien, die ich mittlerweile habe, kann ich ein Buch binden lassen :-))

                Denn Tipp mit dem Einfrieren von pürierten Gemüse fand ich sehr praktisch (habe schon auch gemacht). Gehen dabei die Vitamine nicht kaputt? Obwohl das Fleisch ist ja auch meist gefroren.

                Eine kleine Frage habe ich noch: ich habe bis jetzt noch keine Quelle für die Hänchenhälse gefunden. So viele Eierschalen für jeden Tag habe ich nicht vorrätig, man ist ja nicht jeden Tag ein Ei, das ist ja auch für Menschen ungesund. Soll man dann auf Calziumpulver ausweichen?

                Grüße,

                Olga

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Olga

                  Schau mal in Swanies Shop, da gibt es Calciumcitrat.
                  Gruß Elke mit den Minitüten Pixel, Ni T. & Kyko
                  und dem Timor-Bub und Shari-Schneckchen im Herzen
                  Mail ->

                  Kommentar

                  Lädt...
                  X