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BARF bei Panositis

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    BARF bei Panositis

    Hallo Ihr Lieben,

    meine fast 7 Monate alte Labrador Lady hat leider eine Panostitis entwickelt. Meine Tierärztin, die einfach gerne alles auf das barfen schiebt, meint daran allein ist die Rohfütterung Schuld und ich solle sofort damit aufhören. Welpen/Junghunde sollten ihrer Meinung gar nicht gebarft werden. Nun habe ich in 1 Woche noch einmal einen Termin zu einer Zweitmeinung, bei einer Tierärztin.

    Hat hier jemand Erfahrung mit einer Panostitis und kann mir hilfreiche Tips geben? Wir haben Metacam bekommen und nach der Meinung der Tierärztin muss der Hund nicht geschont werden, im Gegenteil wir sollen weiterhin normal spazieren, da sie ruhig 1-2 kg weniger haben könnte.

    Ich barfe jetzt erst einmal weiter, auf jeden Fall bis zur Zweitmeinung. Dies mache ich auch nicht alleine, sondern mit Ernährungsberaterin. Aber das verunsichert mich doch sehr. Ich habe gedacht, ich würde Maya mit der Rohfütterung etwas gutes tun und sie nicht krank machen.

    Vielen Dank für eure Erfahrungen und Meinungen !


    #2
    Hallo Sandra,

    ja, klar, Rohfütterung ist an allem schuld! - Nein, wenn in Deinem Fall eine Schuld zu suchen ist, allenfalls die Menge. Nur meine Meinung ( ich habe früher Rottweiler gezüchtet ): ein Hund sollte langsam wachsen, nicht mager, aber schlank gehalten werden. Ich würde das Futter eine Phase drosseln, wenn sie es verträgt, mit Gemüse strecken u. sie in im Augenblick sehr schonen.

    Liebe Grüße
    Gisela

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      #3
      Sorry, da hat deine TA nur einen Schuldigen gesucht. Soweit ich mich erinnere, ist diese Erkrankung grade bei mittleren bis größeren Hunden im Wachstum nicht selten. (und die meisten Hunde werden NICHT gebarft). Sie ist sehr schmerzhaft und heilt nach einigen Wochen meist von alleine ab.

      Also weiter barfen, nur reduziert, damit sie trotz Schonung nicht zur dicken Lady wird.
      Waltraud
      Man sollte keine Zeit des Lebens und keine Situation negativ sehen, sondern sie als Chance zur Entwicklung nehmen. (Luise Rinser)

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        #4
        Wir hatte 2 Hunde mit Panostitis, wurden beide nicht ausschließlich roh gefüttert.
        Bei meiner Dogge war es ein sehr milder Verlauf, bei meiner Chow Hündin ein schwerer, der ein Jahr gedauert hat.

        Bei ihr hab ich versucht, Eiweiß zu reduzieren aber geholfen hat das nicht wirklich.
        Sehr schlank war sie immer, ohne dass ich die Futtermenge beschränkt habe.

        Wir sind mit ihr gelaufen wie sie konnte.
        Wenn wir mal eine Tour gemacht hatten, die zu weit war, hat sie danach 2 Tage flach gelegen.
        Wenn sie einen Schub hatte, sind wir kaum gelaufen weil sie gar nicht konnte.
        Es war eine schlimme Zeit für sie aber mit einem Jahr war es vorbei, genauso wie unser TA es vorhergesagt hatte.

        Hoffentlich bekommst du es schnell in den Griff bei deiner Hündin.

        LG
        Antje

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          #5
          Hallo Sandra,
          ich habe bis jetzt noch nie was von Panostitis gehört, musste also gerade bei Wikipedia nachschauen. Unser Welpe ist fast 8 Monate alt, wird nach Dr. Billinghorst gebarft, also mit einem hohen Anteil an RFK und ist gesund. Und ich bin der Meinung, dass genau Welpen/Junghunde gebarft werden sollten. Allerdings richtig. In meinem Kollegenkreis arbeitet seit ein paar Monaten ein fertig studierter Tierarzt als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Seine Frau ist praktizierende Tierärztin. Sie sind Hundebesitzer. Anfangs habe ich ihn natürlich gefragt, was er für eine Meinung über BARF hat. Er hat zurückgefragt, was das denn wäre? Am Tag drauf hat er erzählt, er habe sich belesen (vielleicht hat er auch mit seiner Frau darüber gesprochen). Er hat mir Gott sei dank nicht erzählt, wie gefährlich das wäre, wegen Nährstoffe und so, weil wir uns aus beruflichen Gründen mit dem Thema gut auskennen. Er hat nur gesagt, dass BARF nicht so gut ist, weil Fleisch verseucht wäre und Hunde, die gebarft werden, Salmonellen ausscheiden. Da konnte ich nur antworten, dass ich mich in dem Kot ja nicht wälze und den wegräume. Danach habe ich das Buch "Hunde würden länger leben, wenn..." gelesen. Tierärzte lernen während des Studiums nichts über die Ernährung. Leider. Manche interessieren sich dafür und belesen sich. Aber halt nicht alle.
          Ich würde auch sagen, dass lange Spaziergänge bei Schmerzen lieber durch andere Arbeit mit dem Hund ersetzt werden sollten. Labbys schwimmen doch so gerne. ;-)
          Enthalten Deine Barf-Rationen Kohlenhydrate? Falls ja, würde ich den Anteil an KH reduzieren und wie oben vorgeschlagen durch Gemüse ersetzen.
          Erzähle mal, wie wird Lady gebarft?
          LG Xenia

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            #6
            Hi,

            wenn der Hund Probleme mit zu schnellem Wachstum hat, also eine Entzündung der Knochenhaut, empfehlen die meisten Tierärzte proteinreduziertes Fertigfutter.

            Den Eiweissanteil kann man aber auch problemlos auch mit Barf reduzieren, dazu muß man nicht auf ein Trockenfutter umsteigen.

            Ratschlag wäre, das Protein zu reduzieren, indem vorübergehend proteinärmere Fleischsorten wie z.B. viel Pansen und weniger Muskelfleisch und auch weniger Innereien gefüttert werden.

            Insgesamt füttert man weniger Fleisch und mehr Gemüse, nicht alle Hunde kommen mit Rohgemüse zurecht, man kann das Gemüse auch gern andünsten und dann pürieren.
            Was ganz wichtig wäre, viel, viel grünes Blattgemüse ( Salate, Kräuter, gern auch Tiefkühlkost) zu füttern, denn der Hund braucht Vitamin K! Aber bitte nicht Eissalat aus spanischen Gewächshäusern, dort ist außer Nitrat nicht mehr viel drin. Besser deutscher saisonaler Salat.
            Oder ideal wäre natürlich Wildgrün ( Brennessel, Löwenzahn, Vogelmiere, Giersch, Wegerich, Schafgarbe etc) , in der Algen und Kräutermischung von Swanie Simon findet man zusätzlich einen " Gang quer durch den Garten"

            https://www.barfshop.de/de/dhn-barfe...uter-150g.html

            Man muß darauf achten, nicht zuviel Oxalsäure zu füttern ( alte grüne Blätter, Rhabarber, Sauerampfer, rote Beete)

            Zusätzlich wäre gut, Vitamin K ( K1 und K2) zu füttern, bekommt man in der Apotheke oder im Netz. Gerstengras ( gibt's im Barfshop) enthält übrigens auch Vit K und die sekundären Pflanzenstoffe aus dem Grün.

            Was ganz wichtig wäre, ist Vitamin C, am besten wären Vit C-Infusionen, wie es Heilpraktiker auch beim Menschen machen oder wenigstens viel Hagebutte

            https://www.barfshop.de/de/dhn-bio-h...ten-250-g.html

            oder Ester C. Ester C würde man mit 1000mg anfangen und es steigern bis 3000mg oder bis der Stuhl weich wird.

            Im Barfshop findet man übrigens seit Corona auch Vit C .

            Keine Ascorbinsäure und auch keine Acerolakirsche bitte wegen des Magens.

            Kalzium dosiert man am unteren Limit, aber natürlich nicht zu wenig.


            GHrüßchen
            Hanna

            Du warst als Hund der beste Mensch,
            den man zum Freund haben konnte.

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              #7
              In Ergänzung zu Hannas gutem Vorschlag
              Zu viel Protein oder zu viel Bewegung werden als Ursachen für eine Panostitis angenommen. Tatsächlich kennt man die Ursache nicht sicher, niemand.
              Alle mir bekannten Fälle, darunter auch 2 eigene Hunde, hatten eher etwas zu viel an Bewegung. Da Schübe bis zum 2. Lebensjahr immer wieder auftauchen können, habe ich die täglichen Spaziergänge im Wald zeitlich reduziert, GsD kam auch kein weiterer Schub.

              Die Empfehlung für einen Hund, der eine schmerzhafte Panostitis (Knochenhautreizung) hat, mehr zu bewegen, finde ich grob fahrlässig. In der akuten Phase besonders
              Wenn der Hund zu schwer ist, benötigt er in erster Linie Diät, bei dieser Erkrankung NICHT mehr Bewegung.
              Liebe Grüße, Petra
              Man kann neue Welten erst entdecken, wenn man den Mut faßte auf die Sicht des Ufers zu verzichten. - Anon

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