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Hallo aus Hamburg

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    #31
    Hallo Sambia,

    Wie genau sieht der "Speiseplan" Deiner Hunde aus (viell. 2 Tage), wie viele Mahlzeiten/Tag erhalten sie, welche Zugaben?
    1.Trockennahrung einweichen

    Trockene Fertignahrung

    z.B:http://www.veganimals.de/Vegi-Hundefutter.htm
    Yarrah vegetarian
    Pitti Boris
    Ropo Dog Vegi Croq
    Petino Vega Croq
    Vegetarische Vollkost-Croc
    oder Amidog (http://www.radixversand.de)

    Wir verwenden eine Mischung aus diesen verschiedenen Fertignahrungen.

    gemäß der berechneten Menge nach Herstellerangaben und dem individuellen Bedarf einweichen mit:

    - Wasser oder
    - Gemüsebrühe oder
    - Gemüsesaft
    - Obstsaft
    - Stillem Mineralswasser oder
    - gelegentlich auch mit Sojamilch, Reismilch oder Hafermilch

    Oder eine Rezeptzubereitung von J.A.Peden, gut püriert mit Flüssigkeit anreichern, oder fertige Feuchtnahrung verwenden (Natural Life Vegetarian Dog Formula, oder vegane Sorten von Biopur)

    2.nach vollständigem Einweichen, oder Vorbereiten der fertigen Feuchtnahrung - Nahrungszusätze hinzufügen.

    - L-Carnitin im Wechsel mit
    - Taurin
    - Öl
    - 2 Esslöffel frischen Obst oder Gemüsebrei
    - gelegentlich Kräutermischungen
    - gelegentlich gemussten Sprossenbrei
    - oder Gläschen Alnatura Babybrei Karotte, Kürbis, Kartoffeln etc….

    -bei Rezeptzubereitungen auch Hefepulver gemäß der Dosierung des Rezeptes

    3.vor dem Servieren Nahrungsenzyme hinzufügen

    - 1/3 Teelöffel
    - beim älteren Hund ½ -1 Teelöffel Enzyme

    4.weitere mögliche Nahrungsergänzungen

    - gelegentlich als Kur Spirulina oder Chlorella
    - gelegentlich als Kur Schwarzkümmelöl
    - grüne Mineralerde
    - oder auch mal Kurweise je 1 Teelöffel Apfelessig


    zur Geschmacksintensivierung und Variation eigenen sich:
    Zum Beispiel:


    • 1 Teelöffel Tomatenmark
    • ungesalzene Gemüsebrühe
    • Hefeflocken überstreuen (damit ist nicht das Vegeyeast gemeint, sondern Bierhefeflocken aus dem Reformhaus)
    • Tofu anbraten und untermischen-> sehr dezent um nicht den Eiweißgehalt der Ration zu erhöhen
    • eine gekochte Kartoffel eindrücken
    • gekochte Möhrchen pürieren und untermischen
    • einen Teelöffel Leinöl darüber geben
    • „Alnatura“ Babybrei Karotte-Möhre, oder Gemüsebrei daruntermengen
    • Gemüsesäfte in Bioqualität(ohne Zuckerzusatz und ohne Konservierungsstoffe)
    • Bio-Karottensaft oder auch Sauerkrautsaft, Rote Beetesaft
    • etwas geschmacksintensives Öl, wie beispielsweise Kürbiskernöl, oder Nussöle
    • etwas Sojasoße, wegen dem Salzgehalt nur sehr dezent verwenden
    • eingeweichte Trockennahrung kann auch mal mit einem Anteil Sojamilch und Wasser vermischt angeboten werden.
    • Sojajoghurt ist ebenfalls eine alternative Möglichkeit um einen neuen Geschmack in die Nahrung zu bringen.(die meisten Hunde mögen Sojajoghurt)
    • ein paar in Alsan geschwenkte Nudeln in der Nahrung dürften ebenfalls verlockend sein…
    • strukturiertes Pflanzeneiweiß in Stückchen-> aber nur sehr dezent um den Eiweißgehalt nicht zu erhöhen
    - Salate und Spinat püriert,
    • Petersilie zerkleinert
    • Frisch gezogene Sprossen aus Mungbohnen, Hülsenfrüchten, Keime von verschiedenen Getreide und Kleinsämereien, im Mixer zu Mus verarbeitet und untergemischt.
    - Sprossen und Keime können auch kurz blanchiert
    werden.

    siehe auch hier:

    Erfahrungsbericht

    Unsere Hunde erhalten 3 bis 4 Mahlzeiten pro Tag.

    Zwischendurch auch mal vegane Hundekekse und Kauartikel von Yarrah, eine Möhre, Kohlrabi etc...

    Hier mal ein Rezept für ein selbst zubereitetes veganes Hundegericht, nach J.A.Peden:

    Kichererbsen-Soja, für einen 20Kg Hund, ausreichende Mischung für 3 Tage:

    -2435g gekochte Kichererbsen
    -27g texturiertes Sojaeiweiß
    oder 85g festen Tofu
    30g Hefepulver (vegeyeast)
    1 1/2 EL Öl
    4 Tl vegedog (Vitamin-und Mineralstoffmischung)
    1/4 Tl Salz oder 1/2 EL Sojasosse

    alles gut durchpürrieren, L-Carnitin /Taurin dazu, noch eine Sprossenmischung oder Gemüsesaft darüber, und kurz vor dem Servieren Enzyme hinzu.

    Weitere Rezepte siehe Literatur: "Vegetarische Hunde-und Katzenernährung"J.A.Peden

    Informationen zur Nahrungszubereitung für unsere Hunde finden sich auch in allen weiteren Beiträgen, die ich bereits in diesem Forum geschrieben habe.


    Und Dein eigener (ich pers. komme mit Tofu gar nicht klar
    Morgens:

    Obstsalat:

    Banane
    Kiwi
    Apfel
    Birne
    Honigmelone
    Papaya
    Pfirsich
    Etc

    Kleingeschnitten mit Traubenzucker
    1 Eßlöffel gemahlene Nussmischung
    1 Eßlöffel Haferflocken
    etwas Kürbiskernöl darüber

    dazu ein Glas Bio-Möhrensaft

    danach 1 oder 2 Scheiben Vollkornbrot mit Alsanmargaine bestrichen und Avocadoscheiben belegt
    darüber etwas Salz und Zitrone, Schnittlauch und Petersilie

    oder Vollkornbrot mit pikantem Sojayoghurt, oder auch mal ein Brötchen mit Marmelade, oder vegenem Schokoladen-Nuss-Aufstrich, oder belegt mit veganer Wurst, oder veganem Käse...

    dazu 1 Pott Kaffee mit Vanillesojamilch

    Zwischendurch

    Trockenfrüchte, Nussriegel, Apfel, Birne oder auch mal vegane Reismilchschokolade….

    Mittags

    z.Bsp:

    Kartoffelbrei oder Kartoffeln mit frischem gemischten Salat, mit einem Olivenöl Dressig und Samen-Kernmischung
    Dazu vegane Bratlinge, Burger oder veganes Schnitzel
    Kräutersosse dazu, oder veganes Joghurtdressing

    Oder:

    -Vegane Würstchen mit Kartoffelsalat in Essig Öl-Dressing, oder veganer Majonaise
    -Spaghetti mit Tomatensosse,


    andere Mittagsgerichte, auch Kuchen und Abendbrotideen gibt’s bei Attila Hildmann, schön bebildert und super leicht zu fertigen
    http://www.attilahildmann.com/rezepte.html
    http://tierrechtskochbuch.de/
    http://www.veganwelt.de/
    http://www.das-rezeptbuch.de/index.php/rezepte


    Nachmittags bei Bedarf:

    Veganen Kuchen oder Torten selbst gebacken, oder veganes Eis,( gibt’s auch schon viele Fertigsorten), Kekse oder Süssigkeiten

    vegane Lebensmittel siehe hier:

    http://www.radixversand.de
    http://www.veganic.de
    http://www.vegan-wonderland.de
    http://www.so-ja.de/soja/
    http://www.veganessentials.com/
    http://www.vegansociety.com/catalog/default.php
    http://www.vegantemple.com/veganshop/
    http://www.vegane-zeiten.de/xtcommerce/index.php


    Abends:

    Großen gemischten Salat mit Sprossen und Keimen, Leinöl oder Walnussöldressing,
    dazu vegane Tofusticks (wie Fischstäbchen) oder Tofu angebraten, oder Seitanstücke in der Pfanne geschwenkt,
    dazu Bio-Gemüsesäfte
    oder ein Brot/Knäckebrot belegt mit veganem Aufschnitt, Käsealternativen oder Aufstrichen, oder leichtem Kräuterjoghurt gefertigt aus veganem Biojoghurt….

    und bei Soja habe ich immer den Eingriff in meinen Hormonhaushalt vor Augen )?
    Soja kann die Eiweißversorgung des Menschen sicherstellen. Eine halbe Tasse Sojabohnen liefert etwa soviel Eiweiß wie ein 150-Gramm-Steak. Soja enthält die essentiellen Aminosäuren, die für den Menschen von großer Bedeutung sind, die er aber nicht selbst herstellen kann. Sojaerzeugnisse sind daher eine gesunde Alternative zu Fleisch. Sie enthalten kaum schwerverdauliche gesättigte Fettsäuren und wirken im Magen basisch und nicht säurebildend. Zudem sind die meisten Sojaprodukte reich an krebshemmenden Isoflavonen und wirken auch bei Diabetes und Rheuma.

    Vorteile der Sojapflanze

    cholesterinfrei
    hochwertiges pflanzliches Eiweiß
    hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren
    reich an Vitamin B1, B2, Folsäure und Vitamin A, E
    ballaststoffreich
    kalium- calzium- Eisen- und magnesiumreich
    enthält viel Letzitin
    Viele Sojaprodukte sind zusätzlich angereichert mit Vitamin B12

    Verarbeitungsvarianten sind neben dem Tofu, der in einfacher Form sicher nicht jedem schmecken mag:

    Würstchen, Steaks, Räuchertofu, Mexikanischer Tofu mit Paprika, buletten, Aufstriche, Brotbeläge

    Zum Bsp hier vielfältige Soja, Seitan- und Tofuvarianten:

    www.radixversand.de
    www.taifun-tofu.de
    www.weathy.de
    www.zwergenwiese.de

    Soja und Hormonhaushalt

    Es ist bekannt, dass Frauen in Asien weniger Wechseljahrsbeschwerden haben, als Frauen in Europa. Einen positiven Einfluss darauf hat der in Asien hohe Sojakonsum. Ein englisches Forschungsteam der Universität Leeds erforschte die Wirkung von Sojaisoflavonen (Sojainhaltsstoffe) bei Frauen in den Wechseljahren. Die Testpersonen erhielten keine Hormonersatztherapie, litten jedoch unter starken Hitzewallungen. Bereits 4 Wochen nach täglicher Aufnahme der Sojaisoflavone profitierten die Frauen mit einem Rückgang von Reizbarkeit und der Schwere von Schlafstörungen.
    Isoflavonreich sind Tofuprodukte, Sojadrinks und Sojapudding..

    Soja und Krebsprävention

    Die Sojabestandteile Sojaeiweiß und Isoflavone können helfen, das Krebsrisiko zu verringern. An der amerikanischen Universität von Southern California wurde das Brustkrebsrisiko von Frauen untersucht. Frauen, die bereits in der Jugend und später im Erwachsenenalter viele Sojaprodukte verzehrt haben, können ein um 40% geringeres Brustkrebs-Risiko nachweisen, als Frauen, die wenig oder erst in späteren Jahren Sojaprodukte gegessen haben. Ein geringeres Brustkrebsrisiko weisen ebenfalls normalgewichtige Frauen ohne Hormonersatztherapie in den Wechseljahren auf, die einen hohen Sojakonsum haben. Natürliche Sojaprodukte im täglichen Essen einzusetzen bedeutet gleichzeitig, für eine hohe Aufnahme an Phytoöstrogenen (Sojainhaltsstoff Isoflavon) zu sorgen.



    Viele Pflanzen enthalten Substanzen, die ähnliche Wirkungen haben wie die vom Menschen produzierten Östrogene. Diese Phyto- (=Pflanzen-)östrogene sind also sekundäre Pflanzenstoffe, die in unterschiedlichen Konzentrationen und biochemischer Struktur – je nach Verarbeitung – in unserer Nahrung vorkommen können. Ein guter Lieferant ist die Sojabohne und alles, was daraus hergestellt werden kann. Aber auch in Hülsenfrüchten (wie in Linsen, Kichererbsen, Bohnen) sowie in Vollkorn und Leinsamen als auch in Brokkoli und Weißkohl stecken Phytoöstrogene. Ebenso in Alfalfasprossen, Hopfen, Salbei und Rotklee sind die pflanzlichen Helfer reichlich enthalten. Phytoöstrogene – pflanzliche Hormone – werden immer öfter bei leichten Beschwerden in den Wechseljahren empfohlen.
    Quelle: http://www.wdr.de/tv/service/gesundh...0527/b_3.phtml


    Quelle:
    6th International Symposium on the Role of Soy in Preventing & Treating Chronic Disease“
    30. Oktober bis 2. November 2005 – Chicago, USA
    http://www.aocs.org/archives/soy/6SoyAbs.pdf

    Hormonersatztherapien

    Umstritten sind stark konzentrierte Hormonersatztherapien. In zu hohen, falschen Dosierungen können Nebenwirkungen, ähnlich den Hormonmangelbeschwerden, hervorgerufen werden – angefangen mit Gewichtsproblemen, Kopfschmerzen, Depressionen oder Wasseransammlung in den Beinen, bis hin zu einem erhöhtem Krebsrisiko.
    Pflanzenstoffe in Form von natürlichen komplexen Lebensmitteln bergen kein Risiko einer Überdosierung. Im Gegenteil. Natürliche Sojaprodukte im Speiseplan verbessern die Gesundheit. Gefahren für den Hormonhaushaushalt können nur auftreten wenn wahllos und ohne ärztliche Rücksprache stark konzentrierte Hormonersatzpräperate aus Soja eingenommen werden.

    Bei der Betrachtung der Auswirkungen der einzelnen Nahrungsbestandteile, unter dem gesundheitlichen Aspekt, geraten auch Fleisch, Eier und Milch in den Focus:

    Auch in "unbehandeltem" Fleisch sind Hormone enthalten, und Menschen essen auch Fleisch gravider Tiere mit noch höherem Hormongehalt. Ein Liter Milch beinhaltet etwa neun mal soviel Östrogen wie ein Kilo US-Hormonfleisch. In einem einzigen Hühnerei kann soviel Östrogen enthalten sein wie in sechs Kilo Fleisch.
    Ungeachtet dessen, dass das Fleisch vor gesättigten Fetten und Cholesterin nur so strotzt, füttert man Hühner, Kühe, Schafe und andere Tiere auch noch mit Hormonen, um ihre Körpermasse zu erhöhen und so noch mehr Fleisch oder Milch zu erzeugen.
    Diese Hormone speichern sich in den Fettzellen des Fleisches bzw. der Milch. Die sammeln sich in Ihrem Körper an und bringen ihn so drastisch aus dem hormonellen Gleichgewicht. Sehr häufig wird dieses Ungleichgewicht so massiv, dass Männer mehr Östrogen als Testosteron aufweisen. Das kann dazu führen, dass ihnen Brustansätze wachsen, sie übergewichtig werden, Prostatakrebs bekommen und schneller altern. Eine Ernährung reich an Fleisch erhöht die Menge der synthetischen Hormone in ihrem Körper erheblich. Diese Hormone können auch zu einer geringeren Spermienzahl führen, zu vermehrten Hodentumoren und einem häufigeren Vorkommen von nicht abgestiegenen Hoden und Genitalienmissbildungen. (Quelle:Peta)

    Hormone in der Tierzucht führen zu mehr Zwillingsgeburten beim Menschen Wenn Frauen auf Milch und Fleisch von mit Wachstumshormonen behandelten Tieren verzichten, ist bei einer Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit für Zwillingsgeburten fünfmal geringer als bei Durchschnittsessern. Das hat der amerikanische Mediziner Gary Steinman bei Untersuchungen von amerikanischen Frauen herausgefunden, die sich vegan ernähren. Veganer verzichten auf sämtliche tierischen Nahrungsmittel und nehmen damit auch keine Stoffwechselreste von Tieren auf, die mit Hormonen behandelt wurden. Eine solche Behandlung ist in den USA im Gegensatz zu den EU-Ländern erlaubt. Die Stoffwechselreste bewirken eine höhere Fruchtbarkeit und begünstigen Zwillingsgeburten.(Quelle: http://www.wissen-news.de/news/301422052006.php)

    Alle Medikamente und Hormone (um die Milch- und Fleischleistung zu steigern), welche den Tieren verabreicht werden, landen früher oder später über Fleisch, Milch, Eier und Fäkalien in die Ernährung des Menschen und wieder in der Umwelt. Die Langzeitfolgen davon sind bis heute noch kaum absehbar.

    Kritiker warnen immer wieder vor erhöhten Hormonspiegeln sowie der Kontamination mit Wachstumshormonen und Medikamenten in industriell produzierter Milch. Denn die Turbokühe produzieren heute Milchmengen, die die Natur so nie vorgesehen hat, leiden daher häufig unter Entzündungen der Brustdrüsen und erhalten dann vorbeugend auch Antibiotika. Fleischesser verzehren in wenigen Minuten die Menge an Pestiziden, Antibiotika und Hormonen, die ein Tier sein Leben lang erhalten und angesammelt hat.

    Nimmst Du selber diese Enzyme ebenfalls, woher bezieht man diese?
    Nein ich nehme keine zusätzlichen Nahrungsenzyme. Meine Nahrung enthält reichlich natürliche Enzyme durch rohe und unverarbeitete und vielseitige Nahrungsmittel. Besonders Ananas und Papaya liefern reichlich Enzyme, auch gekeimte Hülsenfrüchte und Getreidesprossen sind enzymreich. Menschen die sich von überwiegend verarbeiteten und erhitzten (denaturierten) Nahrungsmitteln ernähren und selten rohe Bestandteile aufnehmen, können unter Enzymdefititen leiden, deren Folgen sich später bemerkbar machen(Pankreatitis, Leberprobleme..)

    Der Hund verfügt über wenig Verdauungsenzyme im Speichel. Die Nahrung wird kaum eingespeichelt – sie wird verschlungen, nicht durchgekaut.
    Da beim Hund die Einwirkung des Speichels auf die Nahrung unbedeutend ist, bildet er auch nur ganz geringe Mengen davon. Es fehlt ihm also der enzymhaltige Speichel um eine Getreide- und Hülsenfruchtreiche Nahrung im Mund bereits vorzuverdauen. Gleiches gilt auch für industriell gefertigte nicht vegane Hundenahrung.auch zerkochtes Fleisch und Innereien enthalten kaum noch verfügbare aktive Enzyme. Enzyme sind chemisch sehr empfindliche Stoffe und werden bei Temperaturen ab ca. 40 °C zerstört
    Die modernen Herstellungsmethoden und das Überhitzen vernichten die natürlich vorhandenen Enzyme in der Nahrung zu fast 100%. Der Organismus versucht dieses aufzuwiegen, indem er mehr Verdauungsenzyme produziert und die Bauchspeicheldrüse über Gebühr belastet.
    Auf Grund des kürzeren Verdauungssystems des Hundes und der damit verbundenen kürzere Verweildauer der Nahrung im Magen-Darm-Trakt kommt einer gut aufgeschlossenen pflanzlichen Nahrung, die mit Verdauungsenzymen angereichert sein muss, große Bedeutung zu. In der pflanzlichen Hundeernährung sollten diese Verdauungshelfenden Enzyme nicht fehlen. Hilfreich ist auch das zusätzliche Zufügen gut gemusster frischer Obst- und Gemüsesorten und enzymreicher Sprossen und Keime. Verdauungsunterstützende pflanzliche Enzyme, für Hunde abgestimmt, gibt’s zum Beispiel hier: www.radixversand.de

    L.G.
    netti

    Kommentar


      #32
      Hui,

      vielen Dank, netti!

      Das ist sehr umfangreich, ich werde es mir ausdrucken.

      Was mich daran in erster Linie allerdings stört (an dem eigenen Plan) sind die ausländischen Früchte. Diese müssen ja erst importiert werden - das beißt sich für mich ziemlich mit dem Umweltgedanken.

      Ich achte eher darauf, saisonale Obst-und Gemüsesorten einzukaufen. Im Garten möchte ich, sobald sich der Boden regeneriert hat, selber anbauen.

      So ganz konsequent scheint mir das vegane Menue nicht zu sein... vegane Schnitzel etc. müssen ja auch erst mal industriell hergestellt werden, dafür braucht es wiederum Maschinen, die sehr umweltbelastend sind und Schmierfette etc. benötigen.

      Für das vegane Hundemenue werde ich viell. ab und an meine Hündin begeistern können, mein Rüde würde sofort seine 7 Sachen packen und ausziehen fürchte ich

      Kommentar


        #33
        Hallo Sambia,

        Was mich daran in erster Linie allerdings stört (an dem eigenen Plan) sind die ausländischen Früchte. Diese müssen ja erst importiert werden - das beißt sich für mich ziemlich mit dem Umweltgedanken.
        Kohlendioxid ist die Hauptursache für den Treibhauseffekt. Jeder Bundesbürger belastet jährlich die Umwelt mit über drei Tonnen Kohlendioxid, insgesamt 260 Millionen Tonnen. Davon entstehen 150 Millionen durch die Produktion von Nahrungsmitteln, 85% allein durch Fleisch, Milch und Eier. Durch vegane Ernährung könnte der CO2-Ausstoß also halbiert werden - sogar mehr, denn CO2 entsteht auch beim Verbrennen von Biomasse
        Methan aus Wiederkäuermägen ist eine weitere Hauptursache für den Treibhauseffekt. Allein der Treibhauseffekt durch Rinderhaltung entspricht der des gesamten Autoverkehrs. (Quelle:Maqi)

        Ich kann Dir zusätzlich über eine private @mail auch eine Zusammenfassung über Umweltverschmutzung und Fleischverzehr zukommen lassen. Sehr umfangreich, nicht geeignet hier hineinzukopieren. Diese Zusammenfassung erklärt warum sich in einer Welt ohne Produktion von tierischen Nahrungsmitteln die Frage nach der importierten Banane und der Ananas nicht mehr stellt.

        Forscher der University of Chicago kamen zu dem Ergebnis, dass die Umstellung auf eine vegetarische Ernährung effektiver zur Bekämpfung der globalen Erwärmung beiträgt als der Umstieg von einem amerikanischen Standardauto auf ein Toyota Prius. Tatsächlich verhindert nämlich der Umstieg auf ein Hybridfahrzeug den Ausstoß von jährlich etwa 1 Tonne Farbloses, unbrennbares, schwach säuerliches riechendes und schmeckendes Gas. In freiem Zustand natürlicher Bestandteil von Luft (0,03 – 0,036 Vol.-Prozent) und Mineralquellen.Kohlendioxid in die Atmosphäre, während der Umstieg auf eine vegetarische Ernährung im gleichen Zeitraum den Ausstoß von 1.5 Tonnen Kohlendioxid verhindert.

        Im UN-Bericht Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options stellen die Wissenschaftler fest, dass die Aufzucht von Tieren für Nahrung mehr Treibhausgase erzeugt als alle Autos, LKWs und Flugzeuge auf der Welt zusammengenommen. Ein Beispiel, das diesen Anteil schön vor Augen führt ist, dass eine Kuh soviel Treibhausgase produziert wie ein Kleinwagen! Henning Steinfeld, von der U.N. Food and Agriculture Organization berichtet ferner, dass die Fleischindustrie „einer der zwei oder drei größten Beitragsfaktoren zu den schwersten Umweltproblemen ist, die von lokal bis global reichen.” (Quelle:Peta)

        Exotischen Obstsorten abzuschwören ist sicherlich ein überlegenswerter Gedanke, jedoch machen diese Transporte nur einen geringen Anteil am CO2 Ausstoß aus. Zudem können über Fairtrade -Produkte Not leidende Menschen der 3. Welt unterstützt werden, die vom fairen Handel profitieren.

        Rein pflanzliche Ernährung, belastet ihr die Umwelt nicht einmal ein Zehntel so stark wie omnivore Kost.

        Beispiel aus der „Zeit-Wissen“ 4/2007er deutsche Apfel hat 150 Tage Kühlhaus hinter sich, der neuseeländische ist rund 23.000 Kilometer weit gereist. Welcher von beiden hat denn nun das Klima mehr belastet?

        "Das Ergebnis ist überraschend". Nicht ein Vielfaches, gerade einmal ein Drittel mehr Energie koste der Überseeapfel. Sprich: Während Herstellung und Transport wird nur ein Drittel mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Das ist kaum mehr CO2, als während der Autofahrt zum drei Kilometer entfernten Supermarkt entsteht, die der Käufer im Schnitt zurücklegt“

        Weiterhin ist das Transportmittel entscheidend:Manche exotische Früchte wie Kiwis oder Bananen, die einfach nachreifen können, lassen sich gut mit Schiffen befördern. Und Schiffe gelten - betrachtet man den Ausstoß an Treibhausgasen - als verhältnismäßig umweltfreundlich. So verursacht zum Beispiel der Transport von einem Kilo neuseeländischer Kiwis nach Deutschland den Ausstoß von etwa einem halben Kilo Kohlendioxid.

        Schlechtere Öko-Bilanz durch Flugtransporte: Sie schädigen das Klima rund 80 Mal stärker als der Transport mit dem Schiff; für ein Kilo eingeflogene Ananas oder Mango werden bis zu fünf Liter Flugbenzin verbraucht.
        Aber dies betrifft nur den Transport. Zum Reifen und Wachsen benötigen Ananas vergleichsweise sehr wenig Energie, im Gegensatz zu einem Steak.

        Im Vergleich zu Milch- und Fleischprodukten haben Anbau und Weiterverarbeitung von Obst (ebenso wie Gemüse) nur einen kleinen Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen - die Umweltbelastung durch Obst ist also relativ gering, selbst wenn es in Konserven verpackt wird.(Quelle: Stern.de)

        Es ist völlig richtig Bioobst und Gemüse aus regionalem Anbau zu verwenden oder selbst im eigenen Garten zu ziehen. Aber in regenarmen Zeiten wird auch Trinkwasser in großen Mengen zur Wässerung verbraucht, es sei denn man schafft sich eine überdimensionale Zisterne an, um gar nicht erst auf Trinkwasser zurückgreifen zu müssen.

        Konsequent ist diese Form des heimischen Anbaus sicherlich, wenn dies realisierbar ist. Nicht jeder ist in der Lage einen eigenen Gemüsegarten zu errichten.
        Fraglich auch, ob damit alle Nährstoffe tatsächlich gewonnen werden können. Ein Soja oder Bohnenfeld ist sicher nicht im eigenen Garten möglich.

        Urlaubsflüge dürften konsequenterweise auch ausfallen. Für uns nicht von Belang, Urlaubsflüge unternehmen wir nicht.

        Konsequente vegane Lebensweise könnte auch bedeuten: Lehmhütte im Wald, keine Ärzte, keine Arbeitswege mit Fahrzeug, kein PC, nichts Industriell Gefertigtes, keine Kleidung die industriell genäht wurde, keine Elektrizität, keine Waschmittel, keine Pflegemittel, Steinzeit vegan, …nicht atmen?-CO2 - Ausstoß, nicht pupsen-Methangasaustoß…aber dafür aus der Gesellschaft katapultiert, keinen Zugang mehr zur Gesellschaft, weder als realistisches Beispiel noch als Argument., Was könnte man dann noch bewirken? Mit einer Lebensweise an deren Nachahmung kein Mensch interessiert sein könnte?

        Die Priorität liegt darauf, dass kein Mensch Tiere oder andere Menschen noch den Planeten ausbeuten muss um gesund zu leben. Es gilt die Umweltbelastung auf ein möglichstes Minimum zu senken. Dabei stößt Mensch jedoch an gewisse Grenzen. Kein Grund, deshalb den Veganismus als akzeptable Lebensform abzulehnen.
        Veganismus ist bereits sehr konsequent. Ohne sich aus der Gesellschaft auszuschließen, ist ein optimaler gelebter Veganismus möglich. Die Vermeidung des Vermeidbaren ist in unserer Zeit das höchstmögliche Ziel. Auch wenn sich Veganismus nicht in allen Punkten konsequent durchsetzten lässt, ist dies doch kein Grund Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Leben zu praktizieren.

        Entscheidend ist die Fähigkeit zu Komplexibilität, das Überdenken der eigenen Handlungsweise und sie Suche nach neuen Möglichkeiten und Wegen, die Vermeidbarkeit des scheinbar Unvermeidlichen auszudehnen und zu erweitern.

        Die Vermeidung alles Tierlichen ist nur ein Teil. Weitere Schritte sind:

        • Unnütze Verpackungen zu vermeiden, Müllvermeidung, Mehrwegverpackungen verwenden
        • Eigene Herstellung bevorzugen:Sojamilchmaschine zur Herstellung von Sojamilch,Seife herstellen, Reiniger, Pflegeprodukte, Brotaufstriche….
        • Ökostrom
        • Wasser sparen
        • Biologische Produkte aus fairem Handel


        -220mio Kinder unter 15 Jahren arbeiten weltweit unter körperlich und geistig gesundheitsschädlichen Bedingungen
        -in Ägypten sind Kinder beschäftigt ,mit einem Anfangsalter ab 8 Jahren 14-16 Stunden am Tag
        -Indien: 40 Mio. Kinder in Stickereien und Näherein für Heine und Otto
        http://www.stern.de/wirtschaft/unter...53.html?nv=sml

        Die Produkte, die diese Kinder erarbeiten müssen, wie Kaffee, Baumwolle oder auch Fußbälle landen auch in europäischen Warenregalen. Produkte die man nicht konsumieren sollte, sondern statt dessen auf Bio-Fairtrade Angebote zurückgreifen.

        Veganismus ist nicht einfach nur gelebter „Tierschutz“, Veganismus schärft die Sinne, ist ständig konsumkritisch…fördert die bewusste komplexe Wahrnehmung und das Weitertragen zukunftsorientierter Gedanken in die zwangsdiktierte Gesellschaft und kann neue Lösungsvorschläge aufzeigen. Dies ist kein abgeschlosserer Lebensvorschlag sondern die ständige Weiterentwicklung einer vorgelebten möglichst umfassenden veganen Lebensweise.

        Ich achte eher darauf, saisonale Obst-und Gemüsesorten einzukaufen. Im Garten möchte ich, sobald sich der Boden regeneriert hat, selber anbauen.
        Super! Achtest Du in Deiner gesamten Lebensweise auch darauf, das keine Tiere und Menschen ausgebeutet, verletzt, getötet, in ihrer Lebensform beschnitten oder mißhandelt werden? Oder meist Du nur das ökologische umweltschonende Obst? Lebst Du eigentlich vegan, vegetarisch…das hat sich mir bislang aus Deinen Antworten noch nicht erschlossen.

        Saisionales Obst und Gemüse hat für uns auch den Vorrang. Meine Auflistung der Ernährung bezog sich vor allem darauf, das jemand meinen könnte, es gäbe nicht genügend interessante Vielfalt an leckeren veganen Gerichten und Rezepten, auf dem Weg in eine alternative Ernährungsform. Wir essen nicht jeden Tag, vegane Schnitzel und Buletten. Dies sind Ausnahmen, weil auch eine Frage des Preises. Notwendig sind diese Nahrungsmittel nicht. Wer mag, kann darauf verzichten.
        Wem einfacher Tofu nicht schmeckt, hat genügend Alternativen.Wer zudem noch den eigenen gesundheitlichen Aspekt mit einbezieht wird schnell bemerken, das natürliche komplexe Nahrungsmittel mehr Nährstoffe zu bieten haben als industriell gefertigte Nahrungsmittel.

        So ganz konsequent scheint mir das vegane Menue nicht zu sein... vegane Schnitzel etc. müssen ja auch erst mal industriell hergestellt werden, dafür braucht es wiederum Maschinen, die sehr umweltbelastend sind und Schmierfette etc. benötigen.
        Müssen sie nicht, man kann ein veganes „Schnitzel“ auch selbst herstellen in dem man Seitan fertigt und diesen in Scheiben schneidet und paniert danach brät. Lebensunterhalt anderer
        Hülsenfrüchte müssen auch nicht immer gekocht werden, man kann diese keimen und als Salat verzehren.

        Kartoffel dürten wegfallen, man kann diese nicht roh verzehren. Bei Interesse gibt es ein veganes Rohkostforum mit angegliederten Webseiten und versuchen vegane Rohkost zu leben, die die industrielle Fertigung von Nahrungsmitteln völlig ausschließen kann.

        Eine vegane Ernährung, die möglichst viele frische unverarbeitete einheimische Lebensmittel beinhaltet, dürfte der geringstmöglichen Umweltbelastung am nächsten kommen.
        Selbst wenn man dies nicht durchhält und ab und zu ein Gelüst auf gekochte Kartoffeln bekommt, ist dies aus ökologischen Gründen vertretbar, auch wenn diese nicht aus dem eigenen Garten stammen, sondern vom regionalen Anbieter.
        Der „Jieper“ auf gekochtes und gebratenes Tier verursacht jedoch zusätzlich zum unnötigen Tierleid und Tiertod, Klimabelastung und menschliche Verrohung. Das abgepackte Fleisch aus dem Bioregal steht für die blutige und herzlose Tat der Gefangenhaltung und Tötung eines Lebenswesens, dem das Lebensrecht um seiner Selbst willen gänzlich genommen wurde.


        Für das vegane Hundemenue werde ich viell. ab und an meine Hündin begeistern können,
        Hunde“haltung“ kann enorm tierfeindlich und umweltschädlich sein. Deine oben gebrachten Argumente werfen sich jedoch von selbst über den Haufen, denn Tierhaltige Nahrung ist unter dem ökologischen Aspekt betrachtet, besonders umweltbelastend und ineffizient. Rechne doch einmal aus wie viel Kilo Fleisch der Hund in seinem Leben verzehrt und welche Umweltbelastung sich daraus ergibt.


        mein Rüde würde sofort seine 7 Sachen packen und ausziehen fürchte ich
        Denke ich nicht. Falls jemand auf die Idee kommen sollte, ihm von jetzt auf gleich ein veganes Menue zu kredenzen, kann es schon sein, das er nicht begeistert ist. Aber bei einer langsamen Umstellung, schön sachte untergemischt und stetig den Anteil erhöht, dürfte auch der eigensinnigste Hund letztlich überzeugt werden. Finde doch erst mal heraus was von den Geschmacksvariationen er mögen würde. Angebratene Seitan –und Sojafleischstücke mag so ziemlich jeder Hund…..Kartoffeln, Nudeln…mag Dein Hund nicht? Die leckere Vegusto-Hundewurst auch nicht?
        Geduld und Liebe zum Hund, sowie zu den ausgebeuteten Tieren und zum gebeutelten Planeten Erde sind schon gefragt, vor allem wenn man ein veganes „Schnitzel“ bezüglich der Energieeffizienz im Vergleich zum Rinderfilet schon mal berechnet hat……

        L.G.
        netti

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          #34
          Hi!

          Ich hab mal eine Frage an Dich.
          Ich kann nicht ausschließen, daß Du sie schon beantwortet hast- Deine Beiträge sind immer soo lang http://www.cosgan.de/images/midi/frech/a050.gif

          Soweit ich weiß, erhöht sich doch die Wertigkeit von Eiweiß, wenn man bestimmte Nahrungsmittel kombiniert.

          Ist das bei Hundefutter auch so?

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            #35
            Hallo Sileah,

            ........Deine Beiträge sind immer soo lang
            Meine Beiträge sind immer so lang, weil ich zu dieser Thematik eine möglichst umfassende Antwort geben möchte. Im Hinblick auf den Bedarf an Aufklärung, für einen neuen nicht traditionellen Weg der menschlichen Ernährung und der des Hundes, möchte ich ausschließen, das Fragen unzufriedenstellend beantwortet bleiben.

            Soweit ich weiß, erhöht sich doch die Wertigkeit von Eiweiß, wenn man bestimmte Nahrungsmittel kombiniert.
            Ja, das ist bei Hundenahrung ganz genauso.
            Z.Bsp: Spinat mit Kartoffen, mögen dem Hund vielleicht schmecken, stellen aber keine ausgewogene Aminosäurenkombination für eine dauerhafte Alleinnahrung dar. Der Eiweißgehalt der Kartoffeln und des Spinats reichen nicht aus um die ganze Palette aller Essentiellen Aminosäuren abzudecken.
            Die Qualität eines im jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Eiweißes hängt davon ab, wie reichhaltig und vielfältig dessen Gehalt an unentbehrlichen Aminosäuren ist. Die Aminosäure, die am wenigsten enthalten ist, gilt als limitierende Aminosäure. Durch die Kombination mit anderen Eiweißquellen, die wieder einen höheren Anteil dieser limitierenden Aminosäure haben, kann dieser Mangel leicht ausgeglichen werden. Eine gemischte vollwertige Ernährung deckt den Bedarf an allen lebensnotwendigen Aminosäuren ab.

            Werden verschiedene Eiweißquellen miteinander kombiniert wird verhindert, das es bei den essentiellen Aminosäuren zu einem Engpass kommt. Die biologische Wertigkeit kann damit in der Gesamtration deutlich erhöht werden, und ist gegenüber der einzelnen Aminosäure im Vorteil. Mit optimaler Nährstoffzufuhr ist es damit auch für Veganer und vegan ernährte Hunde möglich, eine hohe biologische Wertigkeit ihrer Nahrung zu erreichen. Werden Bohnen beispielsweise mit Mais kombiniert, so steigt die Wertigkeit auf 99 und erreicht damit dieselbe Eiweißqualität wie Hühnereier.

            Aus den aufgenommenen Eiweißen baut der Körper unterschiedlich viel Eiweiß auf. Die Produktionsmenge ist abhängig von der biologische Wertigkeit des Eiweißes:

            • dem Gehalt an essentiellen Aminosäuren
            • deren Verwertbarkeit im Organismus

            Der Organismus zerlegt die Eiweiße in ihre Bestandteile, um später aus diesen verschiedenen Teilen die benötigten Eiweiße zu bauen. Die einzelnen Eiweiße können nur produziert werden, wenn alle Teile in den benötigten Mengen vorhanden sind.
            Aus diesem Grund müssen die Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, in bedarfsdeckenden Mengen zugeführt werden. Eine oder mehrere minder vorhandene Aminosäuren begrenzen die Verwendung der übrigen Aminosäuren zur Synthese von Proteinen, welche die limitierenden Aminosäuren benötigen.

            Biologische Wertigkeit von Eiweiß:

            • Hühner-Vollei: 100
            (Volleiprotein entspricht laut Definition einer biologischen Wertigkeit (BW) von 100. Ein Vollei hat eine biologische Wertigkeit von 100 aber kein ideales Aminosäurenspektrum)

            • Schweinefleisch: 85
            • Vollmilch: 81
            • Rinderfilet: 79
            • Kartoffeln: 76
            • Bohnen: 72

            Eine biologische Wertigkeit von beispielsweise 77 bedeutet, dass aus 100 Gramm Nahrungseiweiß 77 Gramm Körpereiweiß aufgebaut werden können. Dabei werden alle Faktoren, von der Verdauung des Proteins bis zur Proteinsynthese beziehungsweise die Verwertbarkeit eines Proteins, bei erfolgreicher Verdauung berücksichtigt.
            Hierfür ist von Belang, ob der Hund in der Lage ist, eine vollständige Verdauung pflanzlicher Nahrungsmittel zu erzielen. Dabei sind pflanzliche Enzyme und ihr Einsatz in der veganen Hundeernährung von entscheidendem Vorteil. Eiweiß in pflanzlichen Zellen ist von einer zellulosehaltigen Hülle umgeben. Wird das Gemüse unzureichend gekaut, oder dem Hund ungenügend zerkleinert angeboten, wird eine geringere Verdaulichkeit und Verwertbarkeit erreicht. Das bedeutet für die pflanzliche Ernährung des Hundes:

            • gut zerkleinert anbieten
            • und mit pflanzlichen Verdauungsenzymen anreichern

            Die biologische Wertigkeit von Eiweiß aus der Nahrung lässt sich durch Kombination von Lebensmitteln erhöhen, deren Eiweiße sich gut ergänzen. Die biologische Wertigkeit der Kombination ist zum Teil wesentlich besser als die ihrer Einzelkomponenten, z.B.

            Hirse + Soja = BW 100
            Bohnen + Mais = BW 99
            Getreide + Nüsse + Hülsenfrüchte = BW 100

            Für Veganer und vegan ernährte Hunde ist die Kombination hochwertiger pflanzlicher Eiweißträger wichtig (z.B. Soja mit Vollkornweizen oder -reis und Hülsenfrüchten, Soja mit Sesam) Dabei gilt zu beachten, das der Eiweißbedarf des Menschen in % nicht mit dem Eiweißbedarf des Hundes identisch ist. Der Hund hat einen höheren Eiweißbedarf, der leicht mit pflanzlichen Aminosäuren in optimalen Kombinationen bedarfsdeckend erreicht werden kann.

            Eiweißbedarf im Erwachsenenalter

            • 8 bis 12% der Trockensubstanz für den Menschen
            • 20 bis 40% der Trockensubstanz für den Hund


            Mit der richtigen Kombination kann der Proteinbedarf des Hundes mit pflanzlichen Quellen allein gedeckt werden, solange Mahlzeitenkombinationen so gewählt sind, dass keine Aminosäure eingeschränkt wird.
            Auch wenn angenommen wird, dass pflanzliche Proteine schlechter verwertbar als tierische Proteine sind, stimmt das nur in dem Maße, dass einigen komplexen pflanzlichen Nahrungsmitteln eine oder mehr essenzielle Aminosäuren fehlen. In sinnvollen Mischverhältnissen werden sie jedoch zu kompletten Aminosäurenkombinationen.

            Die einzelnen Aminosäuren aus Pflanzenquellen sind mit denen aus tierischen Quellen identisch, Bsp: Tryptophan ist Tryptophan, ganz gleich woher es stammt.

            Alle Aminosäuren entspringen Pflanzen und/oder Bakterien, wenn man bedenkt, dass „Nutz“-tiere und alle Pflanzenesser ihre essenziellen Aminosäuren aus Körnern und Gräsern beziehen (sowie Mikroorganismen ) Die Proteinqualität einer Mahlzeit ist eine Reflektion der Aminosäuren, die sie enthält.
            Sojaprotein ist so vollständig wie die meisten Varianten aus Tierquellen aufgrund des Reichtums an allen essenziellen Aminosäuren in Soja.
            Linsen und Tofu beispielsweise werden zur vollständigen Proteinkombination, wenn sie in ausgewogenem Verhältnis zugeführt werden.

            L.G.
            netti

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              #36
              Hallo, wahrscheinlich liest das jetzt keiner mehr, da der thread schon so alt ist.

              Ich habe zugegebenermassen nicht alles gelesen. Aber das meiste.

              Also, ich selbst lebe vegan. Mein Hund lebt hund (barf, aber bio, mit anrufen und genau fragen wo das Fleisch herkommt!)

              Kann mir einmal einer erklaeren, bitte...
              hier wird diskutiert ueber Inhaltsstoffe der Nahrung...also, der Hund braucht dies und das, Protein, Kohlehydrate usw....

              1. Wie ist das mit der BIOAVAILABILITY ?
              2. Hier wird gesagt, dass der Hund nicht mehr wild ist und somit kein Wolf und deshalb auch nicht dessen Ernaehrung braucht.......heisst das auch, dass z.B. die Kuh oder das Schwein nicht mehr wild ist und daher gut mit Knochenmehl ernaehrt wird?

              Wird durch eine Vegane Ernaehrung des Hundes nicht genau dasselbe getan wie bei der neuzeitlichen Ernaehrung der im Stall gehaltenen Kuh. (Von allem anderen, was den Nutztieren gefuettert wird moechte ich gar nicht reden!) Ist das nicht dasselbe wie FeFu (alle noetigen Bestandteile enthalten)?

              Koennen wir dann Tiger und Loewen auch vegan ernaehren?
              Was ist mit dem natuerlichen Gleichgewicht
              Irgendwelche Anmerkungen?

              Gruesse Iris & Lara
              "The aim of life is to live, and to live means to be aware, joyously, drunkenly, serenely, divinely aware."
              (Henry Miller)

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