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GH Update - Forum geschlossen am 22.08.17

Liebe Forumsmitglieder,

es ist nun wieder Zeit ein großes Update der Forumssoftware durchzuführen.
Unsere Software ist ziemlich veraltet, daher ist dies eine größere Arbeit.
Um das Forumsupdate durchzuführen muss das Forum für 1-2 Tage komplett geschlossen werden.

Am 22.08.2017 wird das Forum daher offline sein.

Wir gehen davon aus, dass das Update innerhalb einen Tag durchgeführt werden kann, sollte es aber nicht klappen könnte es sein, dass das Forum auch am 23.08. zumindest teilweise geschlossen ist.

Vielen Dank für euer Verständnis.

Liebe Grüße
Swanie Simon

(GH Forum Eigentümerin)
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Künstliche Hüfte - Tierquälerei?

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  • Künstliche Hüfte - Tierquälerei?

    Hallo,

    meine 6-jährige Rottweilerhündin Mieke hat:

    ED: beidseitig vorne
    HD: rechts hinten
    Kreuzbandriss: links hinten

    Ich habe sie im August 2005 aus dem Tierschutz zu uns geholt und seit dem wie folgt operieren lassen:

    04-2006: ED links, Nervenschnitt rechts
    10-2006: ED links, Pectineus beidseitig (musste nachoperiert werden)
    04-2007: ED rechts

    Sie hat von Oktober 2005 an Rimadyl bekommen. Im Januar 2007 mussten wir auf Corbuvit umsteigen. Im April 2007 Previcox, das sie leider nicht vertragen hat. Also wieder zurück zu Rimadyl.

    Im Juli 2007 mussten wir eine Schmerztherapie mit Novalgin und Tramal machen, da sie kaum noch laufen konnte, da auch die Ellbogen noch sehr schmerzempfindlich waren. Die Ellbogen sind jetzt in Ordnung.

    Im Oktober hat sie sich das hintere linke Bein wund geschleift, da sie die Hüfte extrem entlastet. Der Tierarzt in München sagte mir das erste Mal, dass Miekes Hüftkopf pilzförmig ist und im der Pfanne verhakt, was sehr schmerzt. Femurkopfresektion oder Goldimplantate helfen hier nicht. Nur noch eine künstliche Hüfte kann helfen. Sie erhielt eine Spritze Celestovet, Laurabolin und Hyaluron.

    Während der gesamten Zeit, die wir sie haben, erhält sie abwechselnd Futterergänzungsmittel wie Canicox, Glucosamin, Grünlippmuschelextrakt, Canosan usw..

    Das Gewicht ist auch problematisch: 40 kg. Obwohl sie sehr wenig zu fressen bekommt, nimmt sie nur sehr schwer ab. Barfen mag sie überhaupt nicht. Sie hat eine Schilddrüsenunterfunktion und ist gut eingestellt.

    Leider habe ich nur sehr schlechte Erfahrungen mit künstlichen Hüften, insbesondere wenn sie in der Schweiz, Bern, eingesetzt wurden. Bisher habe ich jedem davon abgeraten.

    Viele sagen mir, lass' sie gehen. Sie hat genug hinter sich. Nein - sie ist so wach vom Kopf her und liebt das Leben. Sie ist eine wundervolle Maus, die ich nicht so einfach gehen lassen möchte.

    Ich möchte noch einen letzten Versuch starten, jedoch frage ich mich, ob das in Ordnung ist oder ich sie damit quäle?

    Dieser Eingriff bedeutet jetzt wieder Schmerzen und enormer Stress. Schmerzen hat Mieke wahrscheinlich schon ihr Leben lang. Aber sie ist doch erst 6 Jahre alt.

    Die Tierkliniken Hofheim und Frankfurt raten zu einer künstlichen Hüfte.

    Was meint ihr? Wer rät vehement ab, wer empfiehlt es?

    Mit verzweifelten Grüßen

    Yasemin und Mieke
    Yasemin mit Mieke und Quirin im Herzen

  • #2
    Hi Yasemin,

    dein Hund hat zwar schon eine ganz schöne Strecke hinter sich - aber ich kann eine Totalendoprothese nicht als Tierquälerei ansehen, wenn es der Gesundheitszustand, das Alter etc. erlauben.

    Mein Rüde (übrigens auch 40 kg und 70 cm Schulterhöhe) hat seit 2005 ebenfallse eine künstliche Hüfte und ihm geht es gut. Ich kenne auch diverse andere Hunde mit derselben OP, denen es bestens geht. Er muss zwar etwas geschont werden, auch noch aus anderen Gründen, aber das ist kein Problem.

    Für diese OP bin ich nach Bretzenheim an der Nahe (bei Bad Kreuznach) in die Tierklinik von Dr. Frank Höhner gefahren - ich habe mit ihm nur super Erfahrungen gemacht und kann ihn jederzeit weiterempfehlen. Er ist absolut nicht OP-wütig und richtet sich immer danach, dass die Situation für das Tier verbessert werden kann und das ganze Sinn macht.

    Andere hier haben gute Erfahrungen mit der Tierklinik in Wiesloch von Dr. Walla.
    RikeK mit Embry und Frau Gonzo und ganz fest Lunes im Herzen

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    • #3
      Hallo,

      ich sehe es keineswegs als Tierquälerei!
      Tiere können uns ja leider nicht sagen wie gut es ihnen geht wenn sie so eine OP hinter sich haben.
      Aaaaaaber meine Oma hat vor drei Jahren auch eine neue Hüfte bekommen. Sie hatte so eine angst davor das sie es garnicht machen lassen wollte aber mit den die Schmerzen die sie hatte konnte sie auch nicht mehr laufen. Jetzt sagt sie das es das beste war was sie jemals machen lassen konnte.

      Wir hatten auch eine Hündin mit schwerster HD. Vor der HD OP sollten die Ellenbogen und Knie aber gemacht werden und da ist sie leider 5 tage nach der OP gestorben.
      Auch sie hatte das Problem mit dem Gewicht. Der TA meinte wenn sie erstmal wieder "ganz" Gesund ist purzeln die Pfunde nur so.

      Ich an deiner stelle würde es im jedenfall machen lassen. Ihr beide habt bis jetzt so gekämpft warum solltet ihr jetzt mitten im Kampf aufgeben.

      Wir drücken auf jedenfall schonmal alles Daumen und Pfoten
      Liebe Grüsse Katja
      Hoffnung ist nicht der Glaube, dass alles gut wird, sondern das Wissen, dass es gut ist, egal wie es endet.

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      • #4
        Hallo Yasemin,

        ich kann zur Hüfte leider (oder ZUM GLÜCK!!) nichts schreiben...
        Kanns Du kurz beschreiben, was es mit dem Nervenschnitt bei ED auf sich hat??

        Gruss,
        Ruth!
        Ruth-mit Zongo für immer im Herzen und Anton auf der Couch
        "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Vaclav Havel

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        • #5
          Verstehe nicht, was daran Quälerei sein soll, Hunderttausende Menschen laufen auch mit künstlichen Hüften rum..
          Liebe Grüße

          Steffi und Merlin

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          • #6
            ich weiß von einer Frau die ihrem Border Collie eine künstliche Hüfte (in München) eingesetzen lassen hat und damits sehr zufrieden ist. Wenn Du möchtest schicke ich Dir mal die Postings per mail. Ich würde es auch nicht als Tierquälerei sehen. Ich habe selber eine Hündin mit schwerer HD-zum Glück bis jetzt aber ohne sichtbare Beschwerden-bei ihr hat mein TA sollte sie Probleme bekommen zu einer Femurkopfresek. geraten.
            lg
            Petra

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            • #7
              Guten Morgen Mieke,
              wenn unsere Hunde abnehmen müssen, schnell und viel, bekommen sie als Magenfüller grüne Bohnen ( Schnittbohnen aus Gläsern oder Dosen ) unter die Hälfte!!! vom Futter.
              Die haben keine Kalorien und trotzdem hat der Magen was zu tun und der Hund ist satt. Vielleicht könnte Deinem das beim abnehmen helfen.
              Bei der Hüfte würde ich auch was machen lassen.
              Ich drücke Euch ganz fest die Daumen....
              Grüße
              Margit
              Man kann auch ohne Hunde leben, aber es lohnt sich nicht . von Heinz Rühmann

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              • #8
                ich weiss natürlich nicht, wie ein hund das empfindet, aber ich kann dir sagen, wie das beim menschen ist. ich habe ein künstliches hüftgelenk, eine TEP und kann dir nur sagen, direkt nach der OP wird man mit schmerzmitteln versorgt udn kriegt wirklich nicht viel mit! als ich dann am tag nach der OP wach wurde, das war wie weihnachten! erst wusste ich garnicht, was los war und dann merkte ich, dass ich nach langen jahren zum ersten mal wirklich ohne schmerzen war!
                der wundschmerz nach so einer OP ist einfach nur lächerlich gegen die arthroseschmerzen vorher!!
                bisken lästig sind die wochen nach der OP, weil ich eine TEP habe, die einwachsen musste udn das dauert halt, aber beim hund wird eine hüfte meines wissens einzementiert und das ist deutlich lässiger.
                die physio kann schonmal bisken zwirbeln, aber auch das ist echt kein problem.
                das war eine OP, die ich für mich immer wieder machen würde!

                im übrigen bin ich da durchaus auch kritisch und würde bei meinen tieren nicht unbedingt und um jeden preis alles machen lassen wollen, was man machen lassen könnte. ich finde, das sind wirklcih schwierige entscheidungen, zumal bei entsprechender vorgeschichte, was man einem tier zumuten könnte/sollte und was nicht.
                letztendlich kennst du deinen hund aber gut und wirst sicherlich nach bestem wissen und reiflicher überlegung den für euch richtigen weg wählen.....
                grüssle von claudia & omi im herzen, herrn krümel, miss möppel, froillein nele, herr pixel & monsieur oscar & das federvieh

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                • #9
                  Ich würde es nicht machen lassen
                  Ich denke, der Hund hat mit seinen sechs Jahren schon genug gelitten. Gibt es das in der Natur auch? Nein, gibt es nicht. Ich bin der Meinung, das irgendwo Grenzen sind und die ist für mich hier und ehrlich gesagt wäre sie für mich schon früher erreicht worden. Ich möchte meinem Hund so etwas nicht zumuten müssen, "nur" deshalb, weil ich ihn nicht gehen lassen kann bzw. will.
                  Versteh mich bitte richtig, das ist eine ganz, ganz schwierige Entscheidung, die ich Gott sei Dank nicht habe und auch nicht haben möchte, aber ich habe die Einstellung einem Tier gegebenüber, nicht immer weiter zu experimentieren und nochmal was versuchen etc. In der Humanmedizin wäre ich auch dankbar dafür, dass man - zumindest bei Angehörigen - entscheiden kann, ob das Leben noch lebenswert ist oder nicht. Wenigstens diesen Dienst können wir unseren Tieren erbringen.

                  Viel Glück bei Deiner Entscheidung.
                  In den Augen meines Hundes liegt mein ganzes Glück, all mein Inneres, Krankes, Wundes heilt in seinem Blick.

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                  • #10
                    Ich denke nicht, dass man das mit der Natur vergleichen kann, denn dort bekommen Tiere gar keine ärztliche Hilfe.
                    Und der Hund ist ja erst 6 und nicht 12-dann würde ich evtl auch abwägen.
                    Die Medizin ist auch im Veterinärbereich mittlerweile auf sehr hohem Standard, warum sollte man nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen?
                    Liebe Grüße

                    Steffi und Merlin

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                    • #11
                      Hallo,

                      ich würde den Hund nicht operieren lassen.

                      Allein die Tatsache, dass ein Hund über 2 Jahre mit Schmerzmittlen leben muss, hat für mich nichts mit artgerechter Haltung zu tun.
                      Schmerzmittel vorübergehend, okay, aber als Dauerlösung, ich weiß nicht.
                      Persönlich käme ich mir sehr egoistisch vor, dem Hund mit Schmerzmitteln ein einigermaßen vernünftiges Leben zu ermöglichen,
                      anstatt die, wenn auch harte, Entscheidung zu treffen, ihn gehen zu lassen und ihn von den Schmerzen zu erlösen.

                      Aber, wie schon geschrieben, das würde ich tun. Ich weiß, dass viele eine andere Einstellung dazu haben.
                      Ob Leben verlängern auf Teufelkommraus für den Hund immer das Beste ist, sei dahin gestellt.
                      Grüße - Marianne mit Yukon und Lennox
                      Kimba, Ayla, Baconga, Lady, Werra und Jacky auf der anderen Seite des Weges

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                      • #12
                        @Zongo: hier habe ich vergessen, HD davor zu schreiben. Die Denervierung wurde natürlich bei der HD vorgenommen.

                        @Magical: Tierquälerei dahingehend, dass ich ihr wieder extreme Schmerzen zumute und dann vielleicht aufgrund der Schmerzmittelvergabe der Vorjahre die Organe versagen.

                        Vielen Dank an alle, die sich hierzu geäußert haben. Das hat mir sehr geholfen.

                        LG

                        Yasemin und Mieke
                        Yasemin mit Mieke und Quirin im Herzen

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                        • #13
                          Hallo,

                          danke, ich dachte schon ich hätte was verpasst...
                          Zongo hat von klein auf Schmerzen in den Ellbogen, ist 3 mal operiert, hat Goldimplantate. Inzwischen ist er in klassisch hom. Behandlung und ich konnte nach 2 Jahren die Schmerzmittel absetzen. Trotzdem hat er sicher Dauerschmerzen-was ihn aber NICHT daran hindert, sein Leben zu geniessen!!!
                          Ich musste mir früher oft anhören, es wäre egoistisch, den Hund nicht einzuschläfern-aber wie sollte ich das tun, wenn mein Hund auf drei Beinen durch die Wohnung rennt und dringend spielen will???
                          Mein Schwiegervater hat eine sehr schlimme Wirbelsäulenerkrankung, auch ständig Schmerzen, aber er lebt gerne!! Warum sollte man sich nicht danach richten, ob der Hund leben will-ich hatte manchmal kaum die Kraft Zongo leiden zu sehen, aber das ist MEIN Problem. Zongo war bis auf einige Wochen in seinem Leben immer ein fröhlicher Hund-ein hinkender halt.


                          LG,
                          Ruth!
                          Ruth-mit Zongo für immer im Herzen und Anton auf der Couch
                          "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht." Vaclav Havel

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                          • #14
                            Original geschrieben von Kimbi

                            ...Persönlich käme ich mir sehr egoistisch vor, dem Hund mit Schmerzmitteln ein einigermaßen vernünftiges Leben zu ermöglichen,
                            anstatt die, wenn auch harte, Entscheidung zu treffen, ihn gehen zu lassen und ihn von den Schmerzen zu erlösen.
                            Aber, wie schon geschrieben, das würde ich tun. Ich weiß, dass viele eine andere Einstellung dazu haben.
                            Ob Leben verlängern auf Teufelkommraus für den Hund immer das Beste ist, sei dahin gestellt.
                            Hhmm - das sehe ich anders, aber aus ganz persönlicher Sicht. Ich habe jahrelang bis zu meiner OP mit Schmerzen und Schmerzmitteln gelebt. Für mich wäre ausschlaggebend, wie viel Lebensqualität der Hund durch die OP gewinnen kann. Und wenn er mit seinen 6 Jahren und trotz der Schmerzen noch 'gut drauf' ist und Lebensfreude hat, würde ich mich dafür entscheiden, zumal das ja keine Erkrankung ist, bei der es um Leben und Tod geht.
                            Liebe Grüße von Elke
                            mit kleiner Jessy im Jetzt und Momo und Lazy ganz fest in unseren Herzen, aber eigentlich mit allen Hunden die schon bei uns waren

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                            • #15
                              Tja...eine Entscheidung vor der niemand gern stehen möchte. Leider kann man dir deshalb auch nur wenig helfen.
                              Du must mit deiner Entscheidung leben und das ist auch das ausschlaggebende Kriterium.
                              Läst du deinen Hund operieren um (hauptsächlich) deine oder seine "Befindlichkeiten" zu befriedigen ?
                              Hier ist, für mich, ein Punkt erreicht wo die Erfolgschancen schon recht hoch sein müssen um ein eventuell (unnötig) langes Leiden des Hundes zu rechtfertigen.


                              ciiaooo

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