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Mal wieder... chronische Niereninsuffizienz (CNI)

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    Mal wieder... chronische Niereninsuffizienz (CNI)

    Hallo,

    ich bin neu hier und möchte mich nur ganz kurz vorstellen, da es sonst zu lang wird.

    Ich habe zwei Hunde (Lacky 3 Jahre und Ally 2 Jahre) und ein Pferd (Brandy 25 Jahre).

    Ally haben wir erst seit ca 4 Monaten (Dezember 2008). Hier ist auch schon unser Problem... Wir haben kurz nachdem sie bei uns eingezogen ist ein Blutbild machen lassen und es wurde leider eine chronische Niereninsuffizienz dianostiziert. Zur Sicherheit haben wir die Nieren noch schallen lassen. Die Diganose ist nicht so ganz berauschend:

    Niere beidseitig hochgradig verändert. Sonographisch kein Nierenmark mehr vorhanden. Hochgradig echogene Nieren. Unregelmäßige Rindenoberfläche.

    Hier auch die Blutwerte dazu. (Alles von Januar 2009)
    Harnstoff-N 55,2 (10-25)
    Kreatinin 2,2 (-1,4)
    Gesamteiweiß 5,9 (5,3-7,7)
    Natrium 151 ( 140-155)
    Kalium 4,6 (3,6-5,8)
    Calzium 2,87 (2,0- 3,0)
    anorg Phosphat 1,3 (0,7- 1,6)

    zu diesem Zeitpunkt haben wir Ally wie Lacky auch getreidefrei gebarft. Also Obst/Gemüse, Fleisch/Innereien, Knochen, Milchprodukte und diverse Zusätze ...

    Dann haben wir uns einen Futterplan bei der LMU (Uni München) erstellen lassen. Draufhin gab es dann pro Tag nur noch:

    200 Gramm gekochten Schweinebauch
    600 Gramm gekochter Reis/Nudel
    200 Gramm Obst oder Gemüse (keine Empfehlung der Uni)
    30 Gramm Pektin
    9 Gramm Mineralfuttermischung (wird von der Uni hergestellt, wenn die Zusammensetzung interessiert, kann ich die gerne noch raus suchen)
    3 Mal die Woche nen fetten Joghurt dafür nur 150 Gramm Fleisch
    2 EL Leinöl

    Ostern haben wir nochmal Blut nehmen lassen und Ihre Werte hatten sich merklich verschlechtert:

    Harnstoff-N 31,5 (10-25) Verbesserung zum vorigen Ergebnis
    Kreatinin 3,2 (-1,4) Verschlechterung um 1,0
    Gesamteiweiß 7,1 (5,3-7,7) Verschlechterung um 1,2
    Natrium 154 ( 140-155) Verschlechterung um 3
    Kalium 6,7 (3,6-5,8) Verschlechterung um 2,1
    Calzium 2,38 (2,0- 3,0) Verbesserung zum vorigen Ergebnis
    anorg Phosphat 6,1 (0,7- 1,6) Verschlechterung um 4,8!!!

    Daraufhin wurde von der Uni der Ernährungsplan nochmals auf folgende Werte pro Tag korrigiert:

    150 Gramm gekochten Schweinebauch
    750 Gramm gekochter Reis/Nudel
    3 EL Leinöl

    Symtome zeigt Ally "eigentlich" nicht.

    Sie hatte von Anfang an Mundgeruch, aber der riecht nicht nach Urin. Den hat sie jetzt auch noch.
    Die erste Zeit als Ally bei uns war, war sie extrem angepasst und hat ganz viel geschlafen. Seit 4 Wochen taut sie von Tag zu Tag mehr auf, ist aktiver und nimmt viel mehr an unserem Leben teil. Sie ist nicht mehr so extrem angepasst, sondern fordert auch schon mal Streicheleinheiten, Futter und Spiel ein. Das kannten wir vorher nicht. Ich hab gelesen, dass Depression auch ein Symtom für eine Niereninsuffizienz sein kann, dass könnte also zutreffen. Das ist auf jeden Fall besser geworden. Evtl auch seit wir eine Bachblütenmischung füttern.

    Was jedoch extrem ist, sie hat zu Anfangs wahnisinnig viel getrunken. Das ist auf ein Minimum zurückgegangen. Selbst durch die erhöhten Temperaturen. Sie trinkt seit einigen Wochen vielleicht nen halben Liter pro Tag.

    Letze Woche war eine THP bei uns. Sie hat mir Solidago empfohlen. Hab ich auch gleich bestellt, ist aber noch nicht da. Desweiteren hat ein Bioresonanztest ergeben, dass sie auf folgende Heilpilzsorten ansprechen würde. (Reishi und Hericum) Füttere ich seit gestern. Ebenso hat sie mir eine Bioresonanzbehandlung für die Nieren selbst empfohlen. Das werden wir dann übernächste Woche in Angriff nehmen.

    Nachdem ich hier (leider) so viele Leidensgenossen finde, würde ich gerne euere Erfahrungen hören.

    Wie lange hat euer Hund denn schon CNI?
    Was füttert Ihr?
    Gibt es bei euch jemanden, der sich auch einen Plan bei der Uni erstellen hat lassen und den wieder geändert hat? Sind die Blutwerte wieder besser geworden?
    Oder gibt es auch jemand, dessen Werte auf den Diätplan der Uni hin besser geworden sind?
    Ich würde gerne den Plan von der Uni zum Teil umwerfen...warum soll ich an etwas festhalten, wenn sich die Werte verschlechtern. Ich hab jetzt das Gefühl, dass ich ihr damit nur geschadet habe und hätte gerne eure Meinung dazu. Was würdet Ihr denn machen?
    Wie oft lasst Ihr denn die Blutwerte kontrollieren?
    Hat jemand von euch schon mal Bioresonanz bei seinem Hund machen lassen? Mit welchem Ergebnis?
    Hat jemand von euch Erfahrungen mit den Vitalpilzen?

    Sorry, ist ziemlich viel geworden!!! Ich hoffe, dass schreckt nicht ab. Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

    Liebe Grüße

    Bianca

    #2
    Es gibt hier schon so eine Frage mit Uni-Futterplan und da wurde auch viel dazu geschrieben.

    Bitte suchen. Vielleicht weiß jemand noch wo das war?
    Na, mal sehen ob ich was finde.
    Auf jeden Fall ist bei dem Thread herausgekommen das der Uniplan nicht so toll ist.

    Schau mal http://www.gesundehunde.com/forum/sh...ighlight=Niere
    Das ist im Mitgliederbereich das ist mein Post:

    der Futterplan war hier 24 Kg Hund:
    60g Kopffleisch gekocht (Rohmenge)
    60g Schweinebauch gekocht (Rohmenge)
    200g Reis (Kochgewicht)
    200g Kartoffeln (Kochgewicht)
    200g Gemüse (Kochgewicht)
    20g Öle
    jeden zweiten Tag ein rohes Eigelb
    5g Honig
    25g Schweineschmalz
    60g Ouark
    5,5g Mineralmix
    12g Pektin
    ---------------------------------------------------
    Ich hatte auch eine NI-Hündin bei der die Krankheit trotz TA leider sehr spät entdeckt wurde.

    Wie schon einige hier gut geraten haben:
    In deinem Plan v.d. Uni
    ist zuviel Fett gegenüber zuwenig Eiweiß.

    Eiweiß: bis zu 2,2 g/kg KM/Tag vRP (n. CCH) darf dein Hund bei festgestellter NI haben. Unter 2 g sollten es nicht sein. Dann entsteht Unterversorgung/Muskelschwund was sich auf den gesamten Stoffwechsel schlecht auswirkt.
    Also wären das 48 g - 53 g verdauliches Rohprotein.

    Fleisch hat je nach Qualität 16 -18 % vRp

    Da dein Hund noch keine ausgeprägte NI hat würde ich auf jeden Fall mit 2,5 g/kg KM/Tag rechnen und lieber auf den Phosphorgehalt aufpassen.

    Ich verstehe deinen Hund, wenn er sich das Fleisch rauspickt und den Rest nicht haben will. Meine hat das genauso gemacht. Kartoffel hat sie gar nicht vertragen und bei der Fettmenge, hätte sie auch Durchfall bekommen. Bis sie kein Futter mehr angenommen hat. Letztendlich war es so, dass ich ihr liebend gerne Fleisch gefüttert hätte. Auf die käuflichen FEFU-Nierendiäten hat sie trotz Appetits abgenommen und als sie das Futter nicht mehr fressen wollte. Hatte sie sichtbaren Muskelschwund. Hätte ich es besser gewusst, und nicht auf meinen TA gehört, hätte ich ihr sicher mehr Fleisch gefüttert und dementsprechend auch mehr Fett.

    "Nicht so viel Fleisch füttern" oder "weniger Fleisch" ist keine berechenbare Größe und damit kann man ganz falsch liegen.

    Leider hatte ich die Erkenntis zu spät. Gerademal 3 Monate von dem vorhergesagten halben Jahr hatte sie länger zu leben. Ich hätte ihr lieber ein halbes Jahr "fressen-düfen-was-sie-mag" eher vergönnt und bei richtiger Zusammenstellun hätte ihr das auch mehr gebracht, als dauernd ohne Appetit im Fressnapf herumzusuchen und quasi vor voller Schüssel zu verhungern.

    Fett ist zwar sehr wichtig und darf bei NI auch vermehrt gefüttert werden, aber der Eiweißanteil muss trotzdem passen. Bei dem UNI-Plan eindeutig zu wenig Fleisch.

    Was mich auch stutzig macht sind die 5,5 g Mineralstoffemischung.
    Aus was besteht die? Gerade hier sollte man vorsichtig sein.
    Knochen sollte man bei NI nicht geben, wegen dem Phosphor den man hier schwer überschauen kann. Wenn in dieser Mischung Phosphor drinnen ist dann weg damit. Dagegen gibts Phosphorbinder (Z.B.Impakitine) Pflanzliche Präparate (z.B. Renosan mit Lespedezia capitata, Folsäure, Artischocke, ) mit Mariendistel die Leber und Niere unterschützen.
    Ich kenne nur diese zwei Präparate möglicherweise gibts andere, bessere.

    Tierische Fette sind wichtig und dürfen auch vermehrt gefüttern werden, damit die Kalorien stimmen und so lange es die Verdauung verträgt, aber auf Omega 3-FS sollte auch nicht vergessen werden.

    Wichtig ist auch auf sämtliche getrockneten Schweineohren, Ochsenziemer udgl. zu verzichten und den Phosporanteil in Getreidesorten und Milchprodukten zu beachten.
    ---------------------------------
    Ob das jetzt 100 pro auf die Nierenwerte von deinem Hund passt kann ich nicht beurteilen.
    Vielleicht hilfts ja weiter, oder es melden sich noch andere hier.
    Vielleicht wirst ja auch bald Mitglied dann kannst du alles selber nachlesen.
    sonnige Grüße von Mexxifraudi

    Kommentar


      #3
      Hallo,

      vielen Dank für Deine Antwort. Auf den Thread kann ich nicht zugreifen, da hab ich wohl keine Rechte. Wurde denn der Futterplan dann geändert? Wenn ja, wie hat sich das ausgewirkt? Kanns Du dazu was sagen? Ab wann hat denn der Hund eine ausgeprägte NI?

      Liebe Grüße
      Bianca

      Kommentar


        #4
        Ich füttere nach einem Plan der Uni München und lasse in etwa 6 Wochen die nächsten Blutwerte bestimmen. Dann kann ich Näheres sagen.
        Liebe Grüße
        Bettina mit Jessy

        Kommentar


          #5
          Hallo Bettina,

          hat Deine Hündin auch CNI? hast Du vorher Blutwerte nehmen lassen? Sieht Dein Plan ähnlich aus wie meiner? Was hast Du vorher gefüttert?

          Berichte doch bitte auf jeden Fall was dabei raus gekommen ist.

          LG

          Bianca

          Kommentar


            #6
            Hallo Bianca!

            Ja, Jessy hat leider CNI. Ich habe aufgrund eines über den Referenzbereich hinaus gestiegenen Kreatininwerts eine Kreatinin-Clearance machen lassen. Dabei kam heraus, dass sie nur 50 - 58 % der Filtrationsleistung eines gesunden Hundes hat. Mein Plan wurde so zusammengestellt, dass meine 24 kg Hündin pro Tag 58 - 61 g Eiweiß bekommt. Ich werde auf jeden Fall berichten, was die Blutwerte ergeben haben. Zuvor habe ich auch schon frisch gefüttert.
            Liebe Grüße
            Bettina mit Jessy

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              #7
              Meine Hündin hat auch CNI. Ich kann aber leider auch noch keine neuen Werte vorlegen. wir sind seit ende Januar dabei Allerdings nicht nach einer UNI. So gut ist der Ruf ja nun nicht, zumindest nachdem was ich gehört/gelesen habe.
              Liebe Grüße Marina&Greta

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                #8
                Hallo Bettina und Marina,

                was füttert Ihr denn? Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser den Futterplan umzustellen?

                Liebe Grüße

                Bianca

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Bianca,

                  ich finde den Uni Plan äusserst bescheiden.
                  Die Pläne sind immer nur so ausgerichtet, dass der Hund ja wenig Protein erhält, denn das ist ja Schuld an allem Übel.
                  Dabei weiß man mittlerweile, dass es eben nicht so ist. Die gängigen Futtermittelhersteller haben genung Forschung betrieben und festgestellt, dass das Protein keinen direkten Einfluß auf die Nieren hat.
                  D.h die Erkrankung wird durch eine proteinarme Kost nicht verlangsamt/aufgehalten.

                  Eine Proteinreduktion wird daher nur noch als sinnvoll angesehen, wenn der Hund urämisch ist und starke Symptome wie Durchfall, Lethargie, Übelkeit u.s.w zeigt. Diese Symptome sprechen dafür, dass sich Abbauprodukte im Blut anreichern, weil die Niere eben nicht mehr in der Lage ist richtige Arbeit zu leisten. Unter diesen Umständen ist es sinnvoll die Proteinzufuhr ein wenig abzusenken, denn weniger Protein = weniger Abbauprodukte = weniger Abbauprodukte im Blut. Die Symptome werden gemildert und dem Hund geht es besser. Aber nochmals: Einen direkten Einfluß auf die Niere hat das Protein nicht und damit auch nicht auf das Fortschreiten der Erkrankung.

                  Wichtig ist das der Hund hochwertiges Protein bekommt. (Fleisch) Keine bindegewebsreichen Schlachtabfälle (Ohren, Euter, Knorpel).
                  Bei der Menge wird meist von „moderaten“ Mengen gesprochen, was meist so ziemlich dem Erhaltungsbedarf eines gesunden Hundes entspricht. Für einen 20kg Hund liegt der Erhaltungsbedarf z.B. bei 47g Protein/pro Tag. Für gesunde Hund darf es auch deutlich mehr sein. Für Hunde im Anfangsstadium würde ich z.B. mit diesen Werten hantieren.
                  Der absolute Mindestbedarf liegt wohl bei 1,33g/kg (laut RC), das sind allerdings die Werte für Hunde im Endstadium und so eine starke Reduktion sollte auch nicht ohne tierärztliche Aufsicht/Kontrolle vorgenommen werden.
                  Nierendiätfutter halte ich daher z.B. für nicht optimal, denn sie müssen für alle Stadien der Erkrankung verfütterbar sein. Der Hund im Anfangsstadium erhält somit die selben Nährstoffmengen wie ein stark urämischer Hund im Endstadium. Das kann nicht sinnvoll sein, oder?

                  Im Buch „The Dog“ von Linda P. Case wird zu einer Proteinreduktion geraten wenn BUN (Harnstoff-N) über 80mg/dl liegt und Kreatinin bei 2,5 (hab aber auch schon höhere Angaben gelesen).
                  Auch sie weist explizit darauf hin, dass man die Diät individuell an den Symptomen des Hundes orientieren sollte und das eine Proteinreduktion die Krankheit nicht aufhält.

                  Dein Hund hat schon einen deutlich erhöhten Kreatininwert und du hast auch schon einige Symptome angesprochen (Mundgeruch, Lethargie), so dass die Reduktion vielleicht ihre Berechtigung hat. - Das kann ich nicht beurteilen....
                  D.h du musst dich irgendwo zwischen 1,33 – 2,2 g / pro kg einordnen (anfangs natürlich eher bei den 2,2g) und deinen Hund genau beobachten. Stellst du Verschlechterungen fest und die Symptome verschlimmern sich, musst du weiter reduzieren.
                  Wie schwer ist dein Hund? Und wieviel Protein liefert der Uni-Plan? Irgendwas zwischen 45-60g, oder?

                  Zur Senkung des Kreatininwerts werden hier im Forum Brennesselsamen empfohlen. Dazu wurden auch mal englische Links genannt. (Vielleicht finde ich sie wieder...) Erste Erfolgsgeschichten gab es wohl auch schon.

                  Ganz wichtig ist die Phosphorreduktion bei Nierenpatienten. M/Z geben da Werte von 45mg/kg an.
                  Hier ist eine etwas genauere Empfehlung:
                  5kg dog: 68 - 182 mg (up to 272 mg in very early stages)
                  10kg dog: 170 - 455 mg (up to 682 mg in very early stages)
                  20kg dog: 340 - 900 mg (up to 1364 mg in very early stages)
                  30kg dog: 511 - 1364 mg (up to 2045mg in very early stages)
                  40kg dog: 680 - 1818 mg (up to 2727mg in very early stages)
                  Quelle

                  Du siehst ... alleine durch die Phosphorreduktion wird es schon schwierig große Proteinmengen zu verfüttern, denn je nach Sorte enthält Fleisch zwischen 150 – 350 mg Phosphor / 100g.

                  Nun gilt es nur noch Energie zuzuführen und das geschieht meist über Fett und Kohlenhydrate. - Da gilt es irgendwie eine Balance zu finden. Bei Hunden im Anfangsstadium, die noch nicht so sehr auf Protein und Phosphor achten müssen genügt meist schon die Gabe von fettigem Fleisch.
                  Später ist das je nach Hund evtl nicht mehr möglich ...

                  Bei Getreidegaben sollte man ein Auge auf´s Phosphor haben. Am wenigsten enthalten Kartoffeln und weißer, matschig gekochter Reis.
                  Kartoffeln werden von einigen im Forum neuerdings als gefährlich betrachtet, wegen ihrem Kaliumgehalt... ich denke allerdings, wie auch beim Protein, das man das sehr individuell betrachten sollte.
                  So habe ich z.B. auch schon gelesen, dass die Kaliumgehalte erst bei weit fortgeschrittener Krankheit ansteigen und das auch durchaus Kaliummängel bei Niereninsuffizienz keine Seltenheit darstellen.
                  Je nach Hund sollte man die Zufuhr also einschränken, oder erhöhen.
                  Fett ist der weitaus bessere Energielieferant und Getreide vorzuziehen, wobei ich allerdings nicht Schweinebauch, sondern rohes, unbehandeltes Geflügelfett bevorzugen würde.
                  Je nach Hund kann zuviel Fett aber zu Dünnpfiff führen und die Kombination wenig Protein, aber extrem viel Fett soll wohl auch für die Bauchspeicheldrüse nicht sooo vorteilhaft sein.
                  Eine Kombination aus beidem scheint mir persönlich also angebrachter.

                  Gemüse und Kräuter können eine weitere sinnvolle Bereicherung der Fütterung darstellen, wobei ich da einfach nochmals schauen würde, welche sich besonders positiv auf die Nierenfunktion ausüben sollen und der Hund zudem auch gerne mag...

                  Weitere sinnvolle Zusätze sind Fischöl (statt Leinöl), Vitamin B-Komplex, Vitamin C, Coenzym Q-10, Kalziumkarbonat, Brennesselsamen u.s.w.
                  Zu den Pilzen kann ich dir leider nichts sagen.

                  Mit ein bisschen Mühe kannst du dir gut einen eigenen Futterplan zusammenstellen. Du musst halt nur (ist leicht gesagt) alles bisher Gesagte berücksichtigen.
                  Im Buch „Ernährung des Hundes“ findest du einen Tabellenanhang, der dir evtl weiterhelfen kann. Ebenso wie die verschiedenen Nährwertrechner im Internet, oder die USDA database.
                  (Gerade in Bezug auf die Protein und Phosphor – Gehalte der verschiedenen Lebensmittel)

                  Vielleicht ist dir das alles jetzt eine kleine Hilfe. Ich bin kein TA und auch keine Professionelle....und vieles von dem geschriebenen ist vielleicht auch diskussionwürdig, aber wenn du mit diesen groben Richtlinien in die eine oder andere Richtung weiterforschst und liest ... kannst du bestimmt einen guten Futterplan für deine Ally erstellen.

                  Alles Gute

                  Gruß Juppi
                  LG Juppi

                  Kommentar


                    #10
                    Hi,
                    ich kann mich dem nur anschließen,denn ich habe auch schon so einige Nierendiätpläne von sogenannten Proffessoren gesehen.1. sind die schw.teuer 2. werden die Pläne von Rechnern erstellt wo nur ein paar Daten vom Hund eingegben werden,hab ich mir sagen lassen.

                    Dann hab ich schon mehrere Pläne gesehen die manchen Hunden garnicht gut bekommen sind .Es sind zum Teil doch seehr viele industrielle Lebrnsmittel drin oder sogar Knochenmehl!!!!!

                    Nochmal wegen Kalium in Kartoffeln.
                    Ich selber hab die Erfahrung gemacht daß der Kaliumwert im Blut nach regelmäßiger Gabe von Kartoffeln explodiert ist(Ni im Anfangsstadion)Hab damals Kartoffeln und Reis im Wechsel gefüttert.
                    Es sind ja nicht nur die Kartofflen,sondern auch einige Obst und Gemüsesorten die sehr kaliumreich sind.
                    Seit ich nun die K.weglasse und auch bei den anderen Futterkomponenten geziehlter füttere ist der Kaliumwert wieder normal.
                    Deshalb warne ich davor,aber so eine Nierendiät sofort auf den Hund anzupassen ist wirklich je nach Stadion der Erkrankung nicht immer möglich.
                    In wieweit da nochwas verbessert /abgeändert werden muß sieht man erst beim nächsten Blutbild.

                    Mein Hund z.B. zeigt mir sofort an wenn seine Nieren überlastet sind.Sobald er was falsches frisst fängt er sofort vermehrt zu trinken und zu pinkeln.
                    Lieben Gruß
                    Christina und ihre Jungs

                    Kommentar


                      #11
                      Meine Mutter litt unter Nierenversagen und musste ihre Kaliumwerte besonders im Auge behalten. Kartoffeln durfte sie zwar nach wie vor essen aber um den Kaliumgehalt in den Kartoffeln zu reduzieren musste sie die geschälten Kartoffeln über mehrere Stunden in kaltem Wasser einlegen, Wasser wegschütten und erst danach kochen. So wurde, zumindest lt. Angaben der Dialysestation, der Kaliumgehalt um einiges reduziert.

                      Connie

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von Heraline Beitrag anzeigen
                        Meine Mutter litt unter Nierenversagen und musste ihre Kaliumwerte besonders im Auge behalten. Kartoffeln durfte sie zwar nach wie vor essen aber um den Kaliumgehalt in den Kartoffeln zu reduzieren musste sie die geschälten Kartoffeln über mehrere Stunden in kaltem Wasser einlegen, Wasser wegschütten und erst danach kochen. So wurde, zumindest lt. Angaben der Dialysestation, der Kaliumgehalt um einiges reduziert.

                        Connie
                        Hi,
                        ja von dieser Methode hab ich auch gehört,allerdings auch daß es den Kaliumgehalt nur um ein geringes Maß rduziert.
                        Ich denke wenn man hin und wieder mal ne Kartoffel zum Futter gibt ist das kein Weltuntergang ,nur nicht regelmäßig oder gar täglich.

                        bei uns gibt es auch hin und wieder mal ne Kartoffel,dafür wird dann am Kalium im Obst und Gemüse gespart.
                        Ich bin da mächtig pingelig geworden ,denn wie schon gesagt ist bei meinem Hund der K.-Blutwert schon am Anfang explodiert.
                        Lieben Gruß
                        Christina und ihre Jungs

                        Kommentar


                          #13
                          Hallo,

                          erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten!!!

                          Dann versuch ich mal eure Fragen zu beantworten:
                          Also Ally wiegt momentan 33 KG
                          Im Uniplan steht etwas von 55 gr Rp (ich denke das ist Protein oder?) bei 200 gramm Fleisch am Tag. (Momentan soll sie ja nur 150 Gramm bekommen)

                          Das Protein schädlich sei, habe sie auch nicht behauptet. Es geht eigentlich nur um eine Reduktion des Phosphors.

                          Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist der Plan der Uni deiner Meinung nach gar nicht so schlecht oder?...Reduzierung des Phospors...Zuführung von Energie über Fett und Kohlenhydrate... spricht ja eingentlich für den Plan der Uni, oder?

                          Ob die Lethargie ein Symtom war, kann ich nicht genau sagen, da wir Ally ja erst zu uns geholt haben. Vielleicht war es auch eine Reaktion auf den Umstellungsstress und die neue Umgebung.

                          Das einzige richtige Symtom, dass sie sehr viel getrunken hat, ist aber seit Fütterung nach Uni Plan wesentlich besser geworden. Der ganze Hund ist viel aktiver geworden. Nur die Blutwerte schlechter...*kopfkratz*

                          Brennesselsamen füttere ich seit 2 Tagen und auch die Kräutermischung von CD Vet Dog Fitness. Die Ölzugabe habe ich letzte Woche komplett auf Lachsöl umgestellt.

                          Ich hab mir auch die Kräuter, die Swanie bei Nierenkrankung empfiehlt gekauft. Kann mir jemand von euch sagen in welcher Dosierung ich diese (Bis auf Brennesselsamen)füttern soll?

                          Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser das Futter umzustellen? Keiner hier der Erfahrung mit den Vitalpilzen hat? Vielleicht mit Cordyceps?

                          Nochmal vielen Dank

                          Liebe Grüße

                          Bianca

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                            #14
                            Nun möchte ich mich auch erst einmal bei juppio1 für deine aussagekräftige Antwort bedanken. Super, das erklärt viel für diejenigen, die sich vorsichtig an das Thema herantasten

                            Bianca, zu den Dosierungen und den Pilzen kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

                            Daisy bekommt zur Unterstützung der Nierentätigkeit 2x in der Woche Renes von PlantaVet. Das ist ein homöophatisches Komplexmittel.

                            Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass du mit der Ernährungsumstellung die CNI still stellen bzw. aufhalten kannst.
                            Liebe Grüße Marina&Greta

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                              #15
                              Zitat von lacky Beitrag anzeigen
                              Hallo,

                              erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten!!!

                              Dann versuch ich mal eure Fragen zu beantworten:
                              Also Ally wiegt momentan 33 KG
                              Im Uniplan steht etwas von 55 gr Rp (ich denke das ist Protein oder?) bei 200 gramm Fleisch am Tag. (Momentan soll sie ja nur 150 Gramm bekommen)

                              Das Protein schädlich sei, habe sie auch nicht behauptet. Es geht eigentlich nur um eine Reduktion des Phosphors.

                              Aber wenn ich dich richtig verstanden habe, ist der Plan der Uni deiner Meinung nach gar nicht so schlecht oder?...Reduzierung des Phospors...Zuführung von Energie über Fett und Kohlenhydrate... spricht ja eingentlich für den Plan der Uni, oder?

                              Ob die Lethargie ein Symtom war, kann ich nicht genau sagen, da wir Ally ja erst zu uns geholt haben. Vielleicht war es auch eine Reaktion auf den Umstellungsstress und die neue Umgebung.

                              Das einzige richtige Symtom, dass sie sehr viel getrunken hat, ist aber seit Fütterung nach Uni Plan wesentlich besser geworden. Der ganze Hund ist viel aktiver geworden. Nur die Blutwerte schlechter...*kopfkratz*

                              Brennesselsamen füttere ich seit 2 Tagen und auch die Kräutermischung von CD Vet Dog Fitness. Die Ölzugabe habe ich letzte Woche komplett auf Lachsöl umgestellt.

                              Ich hab mir auch die Kräuter, die Swanie bei Nierenkrankung empfiehlt gekauft. Kann mir jemand von euch sagen in welcher Dosierung ich diese (Bis auf Brennesselsamen)füttern soll?

                              Habt Ihr sonst noch was gemacht, ausser das Futter umzustellen? Keiner hier der Erfahrung mit den Vitalpilzen hat? Vielleicht mit Cordyceps?

                              Nochmal vielen Dank

                              Liebe Grüße

                              Bianca
                              Hi,
                              wenn die Werte sich nach Umstellung verschlechtert haben spricht das eigendlich nicht für den Plan der Uni.Denn gleichbleibend oder besser wäre angesgt.
                              Ich habe den Eindruck daß die wohl sehr auf Proteinreduktion bauen aber gleichzeitig durch Mengen an Getreide wiederum ganz schün viel Phosphor in den Plänen haben!!!!
                              Wenn ich da mal meine Fütterung bei 36kg Nierenhund gegenhalte sind da doch mächtige Unterschiede,und unsere Werte haben sich seit 2 Jahren nicht verschlechtert.
                              Zuführung der Energie über Fett wenns denn reines unbehandeltes tierisches Fett ist wäre auch ok.
                              Aber wie schon gesagt,sooo viel Getreide?????

                              Vitalpilze????
                              soweit ich weis ,sind die für einen Hund absolut verboten,oder verwechsele ich da was?
                              Lieben Gruß
                              Christina und ihre Jungs

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