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Neospora Caninum

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    Neospora Caninum

    Moin moin,

    ich barfe seit neuestem und bin noch ziemlich am mich schlau machen. Vor kurzem hörte ich etwas, das mich derzeit ziemlich nachdenklich macht:

    In einem Hundeforum, in dem ich Mitglied bin, hat sich eine Bäuerin gemeldet, die Milchvieh hält. Sie erklärte uns, daß sich ihr Vieh über den Kot der Hunde, der auf den Weiden und im Heugras abgesetzt wird, mit Neospora Caninum infiziert.

    Info zu dieser Krankheit hier:

    http://www.tapar.ch/4beiner/4beiner/neosporose.htm


    Ich habe dann etwas weiter recherchiert. Es ist offenbar so, daß sich Hunde am ROHEN Rindfleisch infizieren, vor allem an dem von ehemaligen Milchrindern und den Kälbern von Milchrindern. Bei Milchvieh ist die Durchseuchung der Bestände recht hoch.

    Laut den von mir besuchten Quellen ist die Infektionsrate durchgängig hoch, d.h. frisst der Hund von infiziertem, rohen Fleisch wird er mit großer Wahrscheinlichkeit selbst infiziert.

    Des weiteren bleibt der Hund dauerhaft Träger der Krankheit und überträgt sie auch auf seinen Nachwuchs (Infizierung auch über Körperflüssigkeiten und vor allem von Mutterhündin auf Nachwuchs noch in der Gebärmutter).

    Neospora ist auch für den Hund gefährlich, vor allem für Welpen. Eine Reihe der Quellen zum Thema drängen, infizierte Hunde von der Zucht auszuschließen.

    Nun handelt es sich bei meinen Hunden um Zuchthunde, und ich bin irgendwie nicht sehr erbaut vom Gedanken, sie über das Barfen zuchtuntauglich zu machen.

    Deshalb die Frage - wer hat hier mit Neospora Caninum Erfahrungen, wer hat sich schon mal damit beschäftigt.

    Nochmal - die natürlichen Magensäfte des Hundes töten Neospora NICHT ab!

    Gruß

    Mnementh

    #2
    Hallo,

    ich habe mich noch nie damit beschäftigt, das vorab.

    Mir gehen aber mehrere Dinge durch den Kopf nach Deinen Ausführungen:
    Kann man diesen Erreger nachweisen, evtl. über Kotprobe wie Salmonellen?
    Ist der Erreger hitzebeständig?
    Das gerade stadtnah wohnende Bauern deshalb Angst haben, verstehe ich nicht - denn leider wird nur ein verschwindend kleiner Teil der Hunde mit rohem Fleisch gefüttert.
    Bei uns werden Jahr für Jahr die Äcker und Wiesen vom Bauern mit Jauche besprüht - dadurch stecken sich dann doch auch die Rinder untereinander an und was ist mit dem Zeug für uns (Getreide, Mais usw.?).
    Die Gefahr für die Hunde sich dort beim schnüffeln anzustecken ist auch nicht zu verachten.

    Jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich möchte weder das kranke Kälber noch das kranke Hunde zur Welt kommen - aber irgendwie hört sich das für mich alles nicht schlüssig an.

    In den beigefügten Beitrag steht auch drin das die Ansteckung 80-90% von Kuh auf Kalb passiert - da drängt sich mir doch die Frage auf, warum man denn mit slochen Kühen weiter züchtet - ich das verantwortungsbewußt?
    Sandra, Bella, Josy und Bitzi
    mit Quixi, Nino und Ruby für immer im Herzen

    Kommentar


      #3
      Moin moin,

      ja, die Ansteckungsrate über den intrauterinen Blutfluß ist am höchsten.

      Salmonellen sind Bakterien. Neospora Caninum ist ein Einzeller.

      Die Oozysten (ansteckende "Eier") des Organismus werden mit dem Kot ausgeschieden. Offenbar ist jedoch ein carnivorer/omnivorer Zwischenwirt nötig, um sie zum Reifen zu bringen - das ist der Hund (aber auch andere Caniden) - so daß sie mit dem Kot ausgeschieden werden. Rinder scheinen keine Oozysten auszuscheiden.

      Im Blut/Fleisch läßt sich der Einzeller durch Kochen abtöten.

      Das Problem an der Sache ist die schwierige Behandelbarkeit beim Hund, eine Hündin die es bekommt scheint aus der Zucht ausscheiden zu müssen.

      Für mich stellt sich auch nicht das Problem von Rindern ansteckenden Hunden (in der Tat dürfte das eher selten sein), sondern UMGEKEHRT: wenn ich barfe, füttere ich rohes Fleisch, ergo ist die Wahrscheinlichkeit, daß sich meine Zuchthündinnen anstecken um ein vielfaches wahrscheinlicher, als daß sie Rinder anstecken.

      Derzeit weiche ich auf andere Fleischsorten aus.

      Ich denke, daß es wichtig ist, daß sich Barfer, die Zuchthunde halten, damit beschäftigen.

      Kommentar


        #4
        Swanie hat hierzu in diesem Thread einen Beitrag geschrieben.
        Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Hündin deswegen von der Zucht ausgeschlossen wird, da es laut dem Bericht für Hunde nicht gefährlich sein soll.
        LG Marianna mit Rocky *28.06.2003 und Maylin *03.11.2013
        und Aysha +28.11.2017, Sheila +08.01.2009 und Jenny +19.03.1996 mit einem festen Platz im Herzen

        Kommentar


          #5
          Moin moin,

          da ich nicht registriert bin und hier auch niemand kenne, um mich registrieren zu lassen, kann ich diesen Bericht kaum lesen...

          Und daß dies für Hunde ungefährlich ist, trifft wohl leider eher nicht zu:

          Quelle: http://www.laboklin.de

          "Bei Hunden stehen neurologische Symptome im Vordergrund: häufig liegen aufsteigende Paralysen der Hinterhand mit Hyperextension vor, es können alle Gliedmaßen betroffen sein (Tetraplegie). Weitere mögliche Befunde sind Schluckbeschwerden, Paralyse des Kiefers, Kopfschiefhaltung, Muskelschwäche, Herzinsuffizienz und Pneumonie. Junge, kongenital infizierte Hunde, zeigen eine schwerere Symptomatik. Plötzliche Todesfälle kommen vor. Ältere Hunde zeigen öfter Zeichen einer generalisierten Infektion mit ZNS-Beteiligung, Polyradikulitis, Polymyositis und multipler Organbeteiligung. Bei ca. der Hälfte der betroffenen Tiere treten Paraparesen auf. Bei älteren Hunden mit neurologischen Erscheinungen sollte man daher immer eine Neosporose in die Differentialdiagnose mit einbeziehen. Auch bei Fällen von ulzerierender, nekrotisierender Dermatitis wurde Neospora caninum als Ursache nachgewiesen. "

          Und

          "Die Prognose einer Neosporose mit ausgeprägten neurologischen Erscheinungen ist vorsichtig bis ungünstig. Oft kommt es bei den fast völlig gelähmten Tieren zu Komplikationen, z.B. zu einer Pneumonie. Die Erkrankung muß aber nicht zwingend tödlich verlaufen. Es gibt immer wieder Berichte über erfolgreiche Heilungen. Dabei können kleinere Probleme zurückbleiben wie z.B. Haltungs- oder Gangartfehler."

          Letzteres ist für Welpen aus einer Rassehündin, die eigentlich verkauft werden soll, untragbar. Da die Hündin dauerhaft zum Überträger wird, raten alle TA zum Zuchtausschluß infizierter Hündinnen.

          Betroffene Fleischsorten, die mit Neospora verseucht sein können, sind Rind, Schaf, Ziege und Rotwild.

          Gruß

          Mnementh

          Kommentar


            #6
            Entschuldige, hab nicht gesehen, dass Du nicht registriert bist. Ich kopier es hier rein.

            Hundekot als Ursache von Rinderaborten?
            Zusammenhang noch nicht eindeutig nachgewiesen
            Seit einigen Jahren steht fest, dass der Einzeller Neospora caninum für einen bedeutenden Teil der ungeklärten Aborte bei Rindern verantwortlich ist und damit einegrosse wirtschaftliche Bedeutung hat. Ob der Erreger auch durch Hundekot in Rinderfutter gelangt und so Aborte auslösen kann, ist jedoch bis heute unklar.

            Vor einigen Monaten machte ein Einzeller namens Neospora caninum Schlagzeilen: Durch Hundekot werde er auf Kühe übertragen, hiess es, wodurch es gehäuft zu Aborten komme. Tatsache ist: N. caninum gehört weltweit zu den wichtigsten Verursachern von Aborten bei Rindern. Sohat die Gruppe um Bruno Gottstein von der Universität Bern zeigen können, dass etwa jeder dritte Abort diesem Erreger zuzuschreiben ist. Doch ob den Hunden bei der Übertragung von N. caninum tatsächlich eine so zentrale Bedeutung zukommt, wie dies in den Medienberichten suggeriert wurde, ist bis heute nicht geklärt.

            Infektion bereits im Mutterleib
            Der Einzeller befällt einerseits Nebenwirte, in denen er sich ungeschlechtlich vermehrt, und andererseits Hauptwirte, in deren Verdauungssystem er sich sexuell fortpflanzt. Einen wichtigenNebenwirt von Neospora stellt das Rind dar. Rinder können bereits als Föten im Mutterleib infiziert werden. Manchmal stirbt der Fötus an den Folgen der Infektion, worauf es zum Abort kommt. In manchen Fällen aber überlebt der Fötus, das Jungtier kommt mehr oder weniger gesund zur Welt und wird damit - sofern weiblich -selber zum Überträger des Erregers an die eigenen Jungen. Die Tiere können sich aber auch über den Mund infizieren - etwa, wenn sie eine infizierte Nachgeburt belecken oder wenn ihr Futter mit dem Kot der Hauptwirte verunreinigt ist.

            Neospora kann im Nebenwirt verschiedene Formen annehmen. Gleich nach dem Befall treten sogenannte Tachyzoiten auf - Gebilde von 10 bis 15 Mikrometern Länge, die wie Orangenschnitze geformt sind. Die Tachyzoiten greifen eine Vielzahl verschiedener Zellen an und vermehren sichin diesen. Die infizierten Zellen platzen schliesslich und entlassen die Parasiten, die daraufhin neue Zellen befallen. Auf diese Weise kann das befallene Gewebe schwer geschädigt werden.

            Sobald die Immunabwehr gegen die Tachyzoiten in Gang kommt, ziehen sich die Erreger inZellen - vor allem des Zentralnervensystems - zurück und verwandeln sich dort in Bradyzoiten. Im Gegensatz zu den Tachyzoiten vermehren sich Bradyzoiten nur sehr langsam. Sie können jahrelang überleben, ohne klinische Symptome hervorzurufen. Bei Krankheiten oder Schwächezuständen des Wirtes oder bei hormonellen Umstellungen werden jedoch erneut Tachyzoiten gebildet, die ausschwärmen und neue Zellen befallen. Dies geschieht auch, wenn ein weibliches Wirtstier trächtig wird. Die Tachyzoiten durchdringen dann die Plazenta und befallen den Fötus.

            Mit Hundekot verunreinigtes Rinderfutter
            Anders verläuft die Infektion in den Hauptwirten, die im Gegensatz zu den Nebenwirten nicht krank werden. Denn im Hauptwirt dringt der Erreger häufig gar nicht in die Gewebe ein, sondern vermehrt sich geschlechtlich im Verdauungstrakt, wo er sogenannte Oozysten bildet. Diese langlebigen Gebilde werden vermutlich mit dem Kot ausgeschieden.

            1998 wurde der Hund als ein Hauptwirt von N. caninum identifiziert. Seither wird über seine Bedeutung bei der Übertragung des Erregers spekuliert. Insbesondere Landwirte in Stadtnähe, die sich schon lange darüber ärgern, dass die Hunde von Spaziergängern ihre Wiesen verschmutzen, sehen im Hundekot die Ursache der Rinderaborte. Laut den heutigen Erkenntnissen könnte derHund bei der Verbreitung von Neospora tatsächlich eine Rolle spielen, denn als Hauptwirt scheidet er möglicherweise infektiöse Oozysten aus.Doch bisher ist es noch nie gelungen, einen Neospora-bedingten Abort direkt auf einen Hund zurückzuführen. Vielfach nachgewiesen ist dagegen die sogenannte «vertikale» Übertragung von der Mutterkuh auf das Kalb. Für den Menschen scheint Neospora keine Gefahr darzustellen.

            Ein Hund scheidet natürlich nur Oozysten aus, wenn er sich vorher selbst infiziert hat. Das kann beispielsweise durch den Verzehr von infizierten Nebenwirten oder von nicht sorgfältig beseitigten Nachgeburten geschehen. Dies impliziert, dass Hofhunde eine mindestens ebenso grosse potenzielle Gefahr darstellen wie die Hunde städtischer Spaziergänger. Möglicherweise sind auch weitere Tierarten wie der Fuchs Hauptwirte. Wenn Kühe auf der Weide kalben oder wenn Nachgeburten im Wald oder auf Misthaufen entsorgt werden, könnten auch Füchse infiziert werden und durch ihren Kot zur Infektionsgefahr für Rinder werden.

            Vorbeugung und Bekämpfung
            Hat sich Neospora in einem Betrieb erst einmal festgesetzt, kann er via Mutterkühe und Kälber - und eventuell über verunreinigtes Futter - immer wieder rezykliert werden. Um den Teufelskreis zu durchbrechen, drängen sich daher folgende Massnahmen auf: Bei gehäuften Aborten sollten die Föten direkt auf Neospora untersucht sowie alle Rinder des Betriebes serologisch getestet werden. Eine Ausmerzung seropositiver Tiere sollte - sofern wirtschaftlich tragbar - in Betracht gezogen werden. Sicher aber sollten die positiven Tiere nicht mehr zur Nachzucht eingesetzt werden.

            Zudem müssen die Nachgeburten von Kühen fachgerecht entsorgt werden, so dass weder Hofhunde noch die Hunde der Spaziergänger, nochFüchse Zugang dazu haben. Weiter ist zu empfehlen, das Rinderfutter so zu lagern, dass es grundsätzlich nicht durch Tierkot verschmutzt werdenkann. Denn selbst wenn das Risiko, das von Hunden ausgeht, noch nicht wirklich eingeschätzt werden kann, sollten doch alle Anstrengungen unternommen werden, dass Hundekot nicht auf den Wiesen liegen bleibt.

            Quelle


            Bemerkung von Swanie hierzu:

            Anscheinend ist die Wissenschaft noch nicht so weit fortgeschritten in Sachen Neospora, aber es wird vermutet, daß Hunde, Füchse usw. sich damit überwiegend anstecken wenn sie die Plazenta einer infizierten Kuh fressen.
            Für den Hund ist es nicht so gefährlich.
            Die Foeten werden durch die Mutterkuh dann angesteckt über die Plazenta. Der Organismus kann sich nur in Tierzellen vermehren aber der Hund produziert nur wenige Oozysten und wenn sie im Kot auftreten, dann nur wenige und für eine kurze Zeit.
            Auch andere Tiere wie z. B. Mäuse können vermutlich überträger sein.
            Meistens haben Kühe, die eine Fehlgeburt wegen Neospora hatten, NICHT nochmal eine Fehlgeburt deswegen also macht es wenig Sinn sie auszumerzen.
            Also scheint die Gefahr durch Hund ein wenig übertrieben, dennoch ist es sicherlich ratsam und eine Frage der Rücksicht, Hunde nicht auf Futterwiesen koten zu lassen.
            LG Marianna mit Rocky *28.06.2003 und Maylin *03.11.2013
            und Aysha +28.11.2017, Sheila +08.01.2009 und Jenny +19.03.1996 mit einem festen Platz im Herzen

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              #7
              Moin moin,

              danke fürs kopieren, Marmay.

              Den Text kenn ich allerdings schon und er konzentriert sich auf die Folgen beim Rind und nicht die beim Hund :-(. Als Barferin interessiert mich aber hauptsächlich die Folgen beim Hund!

              Ich habe - durch den Post der Bäuerin angeregt - auch auf jeder Menge ausländischer Seiten nachgesucht, und sowohl die Amis als auch die Schweden und Dänen sind mit der Forschung mittlerweile recht weit.

              Es gibt Infizierungsversuche bei denen es gelang, gut 3/4 der Versuchshunde nur mit dem Fleisch infizierter Rinder selbst zu infizieren, also nicht etwa nur über Abortmaterial. Hundemütter infizieren ihre Welpen dann vertikal (über die Gebärmutterblutversorgung).

              Prinzipiell zeigen sich große Teile der infizierten Rinder/Schafe/Ziegen/Rotwild über verschiedene Gewebe und Flüssigkeiten infektiös für Carnivoren.

              Amerikanische Wissenschaftler sehen in der vorwiegenden Dosenfütterung den Grund, warum die Hundepopulation nicht in gleichem Maße (Rinder bis zu 50%, Hunde bis zu 8%) infiziert ist. Des weiteren wird davon ausgegangen, daß relativ häufig Fehldiagnosen stattfinden. Neospora ist leicht mit Toxoplasmose zu verwechseln.

              Neben dem Vermeiden der bekannten Überträger-Tierspezies, stellt sich für mich natürlich auch die Frage ob eine reine Fütterung mit Karnickel, Hase und Geflügel ausreichend ist.

              Gruß

              Mnementh

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                #8
                Original geschrieben von Niquisa
                Hallo,

                ich habe mich noch nie damit beschäftigt, das vorab.

                Mir gehen aber mehrere Dinge durch den Kopf nach Deinen Ausführungen:
                Kann man diesen Erreger nachweisen, evtl. über Kotprobe wie Salmonellen?
                Ist der Erreger hitzebeständig?
                Das gerade stadtnah wohnende Bauern deshalb Angst haben, verstehe ich nicht - denn leider wird nur ein verschwindend kleiner Teil der Hunde mit rohem Fleisch gefüttert.
                ---------------------------------------
                Hi
                also meine Hündin wurde nie roh gefüttert und bekam Neospora, nur mal so nebenbei, mein Yorki 13 J, hat es aus unerfindlichen Gründen auch jetzt bekommen, aber die frage; Warum und woher?
                Kein Roh, und keine Kot aufnahme oder sonstiges
                ---------------------------------
                Bei uns werden Jahr für Jahr die Äcker und Wiesen vom Bauern mit Jauche besprüht - dadurch stecken sich dann doch auch die Rinder untereinander an und was ist mit dem Zeug für uns (Getreide, Mais usw.?).
                Die Gefahr für die Hunde sich dort beim schnüffeln anzustecken ist auch nicht zu verachten.

                Jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich möchte weder das kranke Kälber noch das kranke Hunde zur Welt kommen - aber irgendwie hört sich das für mich alles nicht schlüssig an.

                In den beigefügten Beitrag steht auch drin das die Ansteckung 80-90% von Kuh auf Kalb passiert - da drängt sich mir doch die Frage auf, warum man denn mit slochen Kühen weiter züchtet - ich das verantwortungsbewußt?

                Kommentar


                  #9
                  Original geschrieben von
                  Es gibt Infizierungsversuche bei denen es gelang, gut 3/4 der Versuchshunde nur mit dem Fleisch infizierter Rinder selbst zu infizieren, also nicht etwa nur über Abortmaterial.

                  Amerikanische Wissenschaftler sehen in der vorwiegenden Dosenfütterung den Grund, warum die Hundepopulation nicht in gleichem Maße (Rinder bis zu 50%, Hunde bis zu 8%) infiziert ist.
                  Hallo Mnementh,

                  wurden die o.g. Hunde in den Testreihen natürlich gehalten, wie wurden sie vorher gefüttert? Wurden sie nur mit infektiösem Material ernährt? Werden sie ständig geimpft und entwurmt?

                  M.E. wird es hier wiedermal maßlos übertrieben. Denn ansonsten müßten sich hier die meisten Hunde bereits infiziert haben und eine entsprechende Diagnostik vorliegen. Scheinmal mal wieder ein "Panikmache" der Fefu-Industrie. Nicht umsonst steht da "... vorwiegenden Dosenfütterung .... nicht infiziert.."

                  Kommentar


                    #10
                    Hi,

                    Normalerweise ist der erwachsene Hund Endwirt für Neospora und und deshalb für ihn auch nicht krankmachend. Es gibt Fälle in denen Hund zum Zwischenwirt wird und Neospora nicht im Darm sondern in Muskelgewebe und Gehirn zu finden ist (wie bei den Rindern, die sind immer Zwischenwirt).
                    Bei diesen Hunden handelt es sich in der Regel um Welpen oder kranke Tiere deren Immunsystem stark angeschlagen ist.
                    Hauptüberträger von Neospora sind eine ganze Reihe verschiedener Nager. Der Kot eines Mäusejägers sollte deshalb öfter mal auf Neospora getestet werden.
                    Die Infektion durch Rindfleisch und Fleisch anderer Wiederkäuer ist nur mit frischem, nicht aber mit tiefgefrorenem möglich.

                    Ich halte das ganze auch für Panikmache, und die Bauern suchen einen Sündenbock für ihr Problem.
                    Ein TA bei uns hier empfiehlt gar aus diesem Grund alle drei Monate zu entwurmen, dabei sollte er nun wirklich wissen das man Protozoen nicht mit Wurmkuren bekämpfen kann.
                    @+

                    J´ai décidé d´être heureux parce que c´est bon pour la santé

                    Voltaire

                    Monika31@orange.fr

                    Frankreich Connection

                    Kommentar


                      #11
                      Original geschrieben von Unregistered
                      Übers Schnüffeln ist noch kein Hund an Neospora gekommen dazu gehört schon ein wenig mehr.
                      Das wäre ja ein Alptraum schlecht hin, oder?

                      Stellt euch die Ausmasse vor, oh je.

                      tschüßi

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo Mnementh,

                        Original geschrieben von

                        Es gibt Infizierungsversuche bei denen es gelang, gut 3/4 der Versuchshunde nur mit dem Fleisch infizierter Rinder selbst zu infizieren, also nicht etwa nur über Abortmaterial. Hundemütter infizieren ihre Welpen dann vertikal (über die Gebärmutterblutversorgung).
                        Aber soweit ich weiß, ist es bisher nur zweimal gelungen, einen Hund soweit zu infizieren, dass er den Erreger auch ausscheidet (wodurch er ja erst wieder in den "Kuhkreislauf" gelangt).

                        Zitat Professor Roland Friedrich, der sich hierüber mit einer Reihe von Parasitologen deutschsprachiger Laender sowie einem Professor fuer Rinderkrankheiten unterhalten hat, die sich z.T. auch mit dieser Frage befasst hatten:

                        >> ist naemlich bisher trotz intensiver Bemuehungen nur zweimal gelungen, den Hund mit Neospora so zu infizieren, dass die Tiere die Oocysten ausscheiden. In allen anderen beobachteten Faellen diente der Hund nur als Zwischenwirt und haette, da Rinder sich nun mal nicht von Hundefleisch ernaehren, diese auch nicht anstecken koennen<<

                        Also von der Seite aus mache ich mir die wenigsten Gedanken - dann schon eher über meinen Hund.

                        In den letzten Diskussionen zum Thema habe ich mehrfach gelesen, dass durch vorheriges einfrieren des Fleisches die Krankheit nicht mehr übertragen wird. Weiß jemand dazu näheres? Eine wissenschaftlieche Quelle o.ä.? In all den Dokumenten die ich mir zum Thema gesucht habe, wird dies nirgends angeführt. Also wenn hier jemand näheres wüßte (wie lange tiefkühlen, bei welcher Temperatur mindestens, etc) wäre ich auch dankbar für Infos.
                        Viele Grüße Ursi Scholz mit Ronja & Patch
                        ______________________________
                        Dogs are not our whole life, but they make our lives whole. - Roger Caras

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                          #13
                          Neosporose

                          Hallo!

                          Mein Hund hat Neosporose,nachgewiesen durch eine Blutprobe. Mein Tierarzt sagte mir allerdings, daß es auch durch Zecken übertragen würde?

                          Grüße

                          Valentina

                          Kommentar

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