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Hypothyreose – Risiken der frühzeitigen Behandlung mit Thyroxin

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    Hypothyreose – Risiken der frühzeitigen Behandlung mit Thyroxin

    Aufgrund der Krankengeschichte einer Bekannten mit einer chronischen Autoimmunerkrankung (AI) und einer vor etwa 6 Monaten begonnen Thyroxintherapie habe ich mich intensiv mit den Risiken der Thyroxintherapie beschäftigt … und meine jahrelange Skepsis bekommt gerade massiven Rückenwind.



    Meine Bekannte leidet schon jahrelang an einer vererbten AI, diese hatte sie eigentlich gut im Griff mit Heilpraktiker und Co.
    Dann traten plötzlich vor ca. ½ J. die Symptome einer Hypothyreose mit Herzrhythmusstörungen, Haarausfall usw. auf. Sie wurde natürlich gleich auf Thyroxin eingestellt, dann war alles wieder ca. 3 Monate o.k.
    Vor 2 Monaten plötzlich eine massive Verschlechterung der AI , so schlimm, dass aufgrund einer Beteiligung der Augen einer Hochdosis-Cortison-Therapie begonnen werden musste, die leider nicht richtig anschlägt.

    ich hatte aufgrund meiner Erfahrung in der Intensivmedizin mit den neg. wirkungen von Thyroxin auch gleich das Thyroxin im Verdacht

    Ich habe mich dann durch die aktuelle Studienlage gewälzt ....



    Fazit: Höhe und der Start einer Thyroxintherapie sollte immer unbedingt sehr wohl durchdacht werden!

    Wahrscheinlich kennen hier viele die eher typischen Labor-Befunde bei Hypothyreose:
    - erhöhter TSH-Wert, aber noch normale Thyroxinwerte
    - hohes TSH und trotzdem niedrige oder sehr niedrige T3 oder T4 Werte


    und v.a. der berühmte V.a. latente Hypothyreose .... usw.


    Der interessierte, kritische Betroffene hat vermutlich schon wahrgenommen, dass in der medizinischen Praxis die Therapieleitlinie auch heute nicht wirklich vereinheitlicht worden ist

    - Arzt 1 therapiert sehr schnell und sehr großzügig mit SD-Hormonen, und argumentiert, wie wichtig eine euthyreote Stoffwechsellage ist, und wie riskant eine SDU ist
    - Arzt 2 zögert mit der Gabe von SD-Hormonen und argumentiert aufgrund von Risiken und NW dagegen – solange keine eindeutigen oder gefährlichen NW bestehen (wie z.B. die bekannten schweren Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, Depressionen usw.)

    Was macht die Entscheidung gerade bei einer (latenten) Hypothyreose hinsichtlich der richtigen Therapie aber nun so richtig schwierig für Mediziner?

    Man könnte sich doch denken, dass das SD-Hormon der Körper doch selber herstellt … wieso soll es falsch sein, den evtl. grenzwertig niedrigen Hormonspiegel etwas auf normal hohes Level anzuheben?
    Oft beobachtet man ja auch eine Verbesserung der Lebensqualität ... auf der anderen Seite brauhct es macnhmal ewig, die richtige Dosierung zu finden ..


    Es gibt aber tatsächlich medizinisch gute Gründe gegen eine zu schnelle Therapie einer )symptomfreien) SDU! ... und das betrifft nicht nur die NTI


    Häufig wird bei einem kritischen Laborbefund der SDU ausgeblendet, v.a., wenn bereits Hypothreose-Symptome vorliegen, aber die SD eigentlich als Organ keine pathologischen Gewebeveränderungen zeigt, dass der Körper die Hypothyreose ggf. tatsächlich gezielt einsetzt, um Schlimmeres zu verhindern.

    Hinweise darauf sind:

    1. Aus der klinischen Praxis weiß man schon lange, dass bei akut schwer kranken Patienten (nach OP, Polytrauma etc.) eine Hypothyreose auftritt und die Gabe von Thyroxin den Gesundheitszustand tatsächlich erheblich verschlechtert und das Risiko der Sterblichkeit zudem wächst

    Schwerstkranke Patienten auf Intensivstationen erhalten darum kein Thyroxin, trotz Hypothyreose oder einer NTI


    2. Man beobachtet auch bei chronisch kranken Patienten (Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunerkrankungen etc.) regelmäßig, dass in einem fortgeschrittenen Stadium dieser Krankheiten ebenfalls auch eine (latente) Hypothyreose auftritt.

    Fälschlicherweise hat man lange Zeit vermutet, dass jede Hypothreose bei sonst unauffälligen oder Patienten mit altersdegenerativen Erkrankungen eine zusätzliche SD-Erkrankung ist, die z.B. altersbedingt auftritt und natürlich behandelt werden sollte.

    Aktuelle Studien bzw. Untersuchungen der letzten Jahre kommen jedoch einheitlich zu anderen Ergebnissen.

    Die Thyroxintherapie stellt hiernach einen Risikofaktor dar für

    - die Verschlechterung bestehender chronischer Erkrankungen durch Thyroxin

    Unter Thyroxintherapie wird das Immunsystem gepuscht, so dass Patienten mit Autoimmunerkrankungen jedoch schwere Schübe erleiden und einen erhöhten Cortisonbedarf haben mit entsprechend höheren NW


    - für die Entstehung oder Verschlimmerung von Krebserkrankungen durch Thyroxin

    aus Massenstudien konnte eine deutliche Signifikanz für das Auftreten von Krebserkrankungen bei Patienten mit Thyroxin in der Anamnese abgelesen werden.


    Aus diesen Studienergebnissen werden nun vorsichtig Empfehlungen abgeleitet, bei latenten Hypothyreosen lieber auf eine vorschnelle Thyroxin zu verzichten, zumindest, wenn keine Symptome eine SDH-Therapie erforderlich machen. Wenn aber Thyroxin verschrieben wird, sollte die Dosis sehr gering sein.
    Bei chronisch kranken Patienten oder bei Krebspatienten wird sogar die Aufrechterhaltung einer hypothyreoten Stoffwechsellage empfohlen, weil unter Euthyreose bei bestehender Erkrankung, im Vgl. zu hypothyreoten Stofwechsellage, eine erhöhte, frühzeitige Sterblichkeit festgestellt wird.


    Statt einer Thyroxintherapie wird aöternativ schon lange ein Therapieversuch mit Selen, Vitaminen und Zink, Omega 3 Fettsäuren empfohlen


    Im folgenden ein paar Links zum Vertiefen:


    Risiko: Autoimmunerkrankung und Thyroxin
    http://www.schilddruesenguide.de/nehls.html


    Risiko: Erhöhtes Risiko für Lungen-, Darm, Prostata und Brustkrebs
    sowie

    Hinweise, dass bei Hirntumoren eine Hypothyreose eine länger Überlebenszeit gewährt (englischer Abstract der Studie)
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23319493
    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20689420


    Es gibt natürlich SD-Erkrankungen, die erfordern zwingnd eine Thyroxintherapie, da es ohne Thyroxin nun mal auch nicht geht!!!


    Aber manchmal ist eine zu hohe Therapie leider auch schädlich.

    #2
    Also erstens sind die oben geschilderten Symptome Symptome einer Überfunktion und somit nicht mit Thyroxin zu behandeln.
    Außerdem müsste man die genauen Befunde und die Blutwerte kennen, um das wirklich einschätzen zu können, ob da richtig behandelt wurde.
    Und außerdem finde ich den Beitrag etwas einseitig, weil man unterscheiden muss, liegt eine Unterfunktion vor, ist eine Autoimmunerkrankung beteiligt, wie sieht die Schilddrüse aus. Erst dann kann man entscheiden, ob Thyroxin angebracht ist oder nicht. Meines Erachtens wird es eher oft zu spät eingesetzt und davor mit Jod behandelt, obwohl wir schon lange kein Jodmangelgebiet mehr sind und dann Jod eher schadet. Und das kann genauso großen Schaden verursachen. Ebenso finde ich, dass auch Selen erst nach einer Blutuntersuchung eingesetzt werden sollte und das die Gabe von Selen automatisch bei Hashimoto z.B. nicht immer angezeigt ist.

    Gerade wenn Autoimmunerkrankungen mit im Spiel sind, die die Schilddrüse zu zerstören drohen, ist eine Entlastung durch Hormone das kleinere Übel.

    Kommentar


      #3
      Zitat von Audrey Beitrag anzeigen
      Also erstens sind die oben geschilderten Symptome Symptome einer Überfunktion und somit nicht mit Thyroxin zu behandeln.
      Außerdem müsste man die genauen Befunde und die Blutwerte kennen, um das wirklich einschätzen zu können, ob da richtig behandelt wurde.
      Und außerdem finde ich den Beitrag etwas einseitig, weil man unterscheiden muss, liegt eine Unterfunktion vor, ist eine Autoimmunerkrankung beteiligt, wie sieht die Schilddrüse aus. Erst dann kann man entscheiden, ob Thyroxin angebracht ist oder nicht. Meines Erachtens wird es eher oft zu spät eingesetzt und davor mit Jod behandelt, obwohl wir schon lange kein Jodmangelgebiet mehr sind und dann Jod eher schadet. Und das kann genauso großen Schaden verursachen. Ebenso finde ich, dass auch Selen erst nach einer Blutuntersuchung eingesetzt werden sollte und das die Gabe von Selen automatisch bei Hashimoto z.B. nicht immer angezeigt ist.

      Gerade wenn Autoimmunerkrankungen mit im Spiel sind, die die Schilddrüse zu zerstören drohen, ist eine Entlastung durch Hormone das kleinere Übel.

      1. Im Anfangsposting wird einschränkend insbesondere auf die Diagnosebefunde einer latenten Hypothyreose Bezug genommen

      2. Es wird darauf hingewiesen, dass manche SD-erkrankungen den einsatz von SD-Hormonen zwingend erforderlich machen

      3. nein, es geht nicht um Hyperthyreosen ...

      3. natürlich muss man bei jeder abweichenden SD-Stoffwechsellage die SD-Werte genauer betrachten ... UND, das ist der wesentliche Hinweis, v.a. das gesamte Krankheitsbild betrachtenh, insbesondere evtl. vorhandene sonstige Erkrankung

      4. Es geht im vorgehenden Posting bei der Risikobetrachtung der Therapie mit Thyroxin eindeutig um die Risiken bei Autoimmunerkrankungen oder sonstige chronische Erkrankungen, die organisch nicht die SD betreffen!!!, bei denen aber zusätzlich eine Hypothyreose auftritt ...und das ist sehr häufig der Fall!!!
      Bei diesen typischen Begleit-Hypothyreosen wird beobachtet, dass die Gabe von SD-Hormonen eher schädlich ist

      5. SD-Stoffwechselstörungen, die mit einer pathologischen Veränderung des SD-Gewebes einher gehen, stellen medizinisch mehr oder weniger andere Probleme dar, denn hier muss die SD behandelt werden.
      Bei den oben gemeinten Hypothyreosen ist die SD in erster Linie organisch gesund!

      6. Ja, auch die Therapie von Autoimmunthyreoididen wird allgemein kontrovers diskutiert, es gibt kein einheitliches, sicheres Therapieschema, das für alle Patienten erfolgbringend ist, das ist ein Problem ... soll aber hier auch nicht Gegenstand sein, weil dieses Krankheitsfeld sehr viel schwieriger ist.

      Es geht um die negativen gesundheitlichen Effekte von Thyroxintherapien bei insb. latenten Hypothyreosen und die Risiken hinsichtlich
      - der Entstehung verschiedener Krebserkrankungen und
      - der Exarbation von chronischen Krankheiten
      infolge einer zusätzlichen Thyroxintherapie.
      Denn infolge der Herstellung einer euthyreoten Stoffwechsellage oder ggf. vorhandener Thyroxinrezptoren auf Krebsgeweben, die das Tumorwachstum sogar anregen, schadet man ungewollt dem Patienten sogar

      Der Hinweis geht dahin, dass bei einer Hypothyreose immer zu berücksichtigen ist, ob andere Erkrankungen vorliegen, die sogar für die Hypothyreose ursächlich sein können. Das wird häufig gänzlich ignoriert, weil lediglich nach Laborbefund therapiert wird und weil man alle Hypothyreosen (vor-)schnell als SD-Insuffizienz fehlinterpretiert.

      Bei nicht SD-bedingten Hypothyreosen infolge anderer Erkrankungen wird aufgrund der beoachteten Schädlichkeit von Thyroxin und der negativen Effekte, trotz eines Hypothyreosebefunds im Labor, empfohlen, dennoch sofern möglich, nicht oder nur mit sehr geringen Thyroxindosen zu therapieren. Es wird angeregt, aufgrund der mittlerweile bekannten Risiken der Thyroxintherapien, abzuwägen, ob zur Vermeidung der Verschlimmerung der chronischen, systemischen (Autoimmun-)Leiden eine hypothyreote Stoffwechsellage beibehalten werden kann.


      Zum Selen ...
      bei chronischen Erkrankungen sind Therapieempfehlungen nach Laborwertgrenzwerten, die manchmal auch nicht 100% bewiesen sind, sondern nur historisch bedingt über Jahrzehnte tradiert werden, bis mal jemand darauf kommt, dass die Werte vielleicht doch so nicht stimmen (wie z.B. bezogen auf die SD-Diagnostik die ehemaligen TSH-Grenzwerte, Cholesterin, Caldidiol ... usw.) ... zu schematisch, denn der Bedarf der Patienten kann bei verschiedenen bestehenden Erkrankungen abweichend vom gesunden Organismus sogar sehr viel höher sein, als nach der Einheitsschablone ... denn dann können bestimmte Substanzen in höherer Dosierung auch zu nutzbringenden medizinischen Wirkstoffen werden

      Kommentar


        #4
        Bei der AI Hashimoto kommt es durch die fortschreitende Gewebe Zerstörung der SD immer mal wieder zu einer Überdosierung mit Thyroxin, da bei der Zwerstörung des Gewebes immer wieder unkontrollierte Mengen an Schilddrüsen Hormonen frei werden.

        Das verläuft aber nicht gleichmäßig oder wie Betroffenen sagen, es verläuft in Schüben. Es kann durchaus sein das man sich Monate lang mit einer Dosierung Thyroxin wohl fühlt und die dann nicht mehr passt weil eben gerade ein Schub stattfindet. Deshalb ist Kontrolle der Hormonlage wichtig und gegebenenfalls eine Anpassung der Thyroxin Menge.

        Ich persönlich halte eine frühzeitige Therapie mit Thyroxin für notwendig, Den je länger man in der UF ist, desto schwieriger wird es die Symptome und Nebenerkrankungen wieder los zu werden. Bzw. sie gehen gar nicht mehr weg.

        Symptome wie Herzrasen, Rhythmusstörungen oder Bluthochdruck treten übrigens auch bei einer UF auf nicht nur bei ÜF.

        Und die Referenzwerte sagen oft mals nichts über das Wohlbefinden aus. Jeder Mensch ist anders und fühlt sich mit anderen Werten wohl. Ich persönlich benötige für mein Wohlbefinden den fT4 Wert an der oberen Referenz während fT3 durchaus mittig sein kann.

        Jod ist absolut falsch bei einer AI SD Erkrankung. Ich nehme an es ist bekannt was bei jahrelangem Thyroxin Mangel die Folgen sind? Unter anderem kann es sogar zum Tod führen.

        Thyroxin ist essentiell. Einfach Lebensnotwendig. Ich wünsche Niemanden einen unbehandelte UF. Es geht einem verdammt schlecht damit.
        Gruß
        Daniela+SammyTier

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          #5
          Huhu,

          teilweise sehe ich es genauso, aber....

          a. ein Hund ist kein Mensch, der Regelkreislauf, Stoffwechsel usw. ist nicht so erforscht und man weiß nicht genau, ob es wirklich 1 zu 1 übertrag bar ist.

          b. ein Hund hat eine Halbwertzeit von ca. 12 Std und ein Mensch von 7-8 Tagen, dieses hat ja einen Grund. Die Natur hat sich dabei was gedacht.

          c. bei einem Hund gibt es sehr selten eine SD-Überfunktion, aber mittlerweile oft eine SD-U. Eine SD-Ü tritt aufgrund der hohen Verträglichkeit selten auf.

          d. ein Hund ist ein Beutetierfresser, er bekommt mit rohem Fleisch viele SD-Hormone zugeführt, teils Kehlkopf und Co welches er im Gegensatz zum Menschen viel besser verarbeiten und tollerieren kann und auch muss.

          e. beim Hund könnte man deswegen Thyroxin schon Nahrungsergänzung nennen und nicht Medikamente.

          Ich finde teils auch das Hunde zu schnell substituiert werden, einmalige Werte, oft nur ein oder zwei Werte, sind sie niedrig gibt es Thyroxin. Andere weitere Erkrankungen bleiben unentdeckt und oder breiten sich im Körper weiter aus. Es wurde keine vernünftige Diagnostik betrieben, den Hund geht es vorübergehend vielleicht auch gut, aber man kann ihn nicht wirklich richtig gut einstellen und es kommen immer wieder Probleme hervor.

          Es gibt leider auch die umgekehrten Fälle sämtliche Untersuchungen und TA und oder Hundebesitzer streuben sich zu substituieren. Irgendwann gibt es folge Erkrankungen usw...

          Das beim Hund oder Mensch nach einer OP, schweren Unfall oder Krankheit sowie verschiedene Medikamente die Werte sinken ist ja bekannt, da würde ich auch nichts machen wollen.

          Aber bei chronischen Erkrankungen (nicht alle) die auch nicht mehr ausheilen und oder event. aufgrund einer SD-U entstanden sind würde ich substituieren, da sagt mir meine Erfahrung, nicht nur mit Kimbi, auch bei vielen anderen Hunden, was anderes.

          Ein auf Dauer niedrigen Hormonhaushalt / eine SD-U (auch die mit Werten im Ref. und keine AI- SD-U) bei Hunden kann auf Dauer Folgen haben. Es können u.a. Leberprobleme, Probleme im Verdauungstrackt, Pankreas, Nebenniere und auch am Herzen wie Trikuspidalinsuffizienzen und Entzündungen entstehen. Von Verhaltensprobleme und Stress mal ganz abgesehen.

          Aber ich finde auch, man sollte nicht sofort, nach einmaligen und auch nur einzelnen Wert Thyroxin verschreiben, erst mal eine vernünftige Diagnostik betreiben, einiges ausschliessen und dann gegebenenfalls substituieren, aber auch einschleichen.
          Eventuell später ausschleichen, falls nicht benötigt wird und vor allem auch kontrolliert überwachen. Auch wenn man nicht unbedingt nach Werten geht, sondern nach Verhalten/Symptome.

          Zu einer vernünftigen Diagnostik gehört für mich auch nicht nur ein komplettes SD-Profil wie ft4 ft3 t3 t4 TSH AK usw. sondern auch ein geriatrisches Profil, je nach Problem ein Herzuntersuchung (Utraschall usw) Cortisol, Zeckenkrankheiten, Allergien, MMK, Ernährung überdenken, Eisen,Zink, Selen, Jod usw...
          Bei niedrigen Werten würde ich die Werte ebenso noch mals wiederholen und parallel auch immer schauen, ob chronischer Stress vorliegt und auch bei Verhaltensauffälligkeiten trainieren.

          Viele Hunde hätten es eventuell gebraucht und bekamen es nicht, es gibt bestimmt auch einige bei denen es nicht zum Vorteil ist, aber das muss man denke ich individuell sehen.

          Kimbi wäre ohne wahrscheinlich nur noch ein häufchen Elend oder nicht mehr da. Sie hat eine NTI, bin mir sicher das sie keine richtige Sd-U hat auch keine AI, sie hat keine AK, dennoch bekommt sie Thyroxin. Ohne Thyroxin hätte ich gar kein Schritt in die Tür bekommen, erst damit hat sie sich stabilisiert, war wieder ansprechbar, aufnahmefähig und ihre Organe konnten sich beruhigen. Sie hat sich damit stabilisiert und ist wieder fit.
          Sie wurde am Anfang über 2 Jahre nicht mit Thyroxin behandelt, Folgeprobleme sind aufgetreten, der Teufelskreislauf began.

          Da es ihr viel besser geht, schleiche ich das Thyroxin auch immer wieder nach und nach aus. Sie hatte am Anfang z.b 850 µg bekommen, zur Zeit kommt sie mit 250-300µg gut klar. Vielleicht kann ich es irgendwann ganz weglassen, aber in Moment geht es nicht, da sie sofort rückfällig wird. Kimbi wird nun 10 und bekommt es schon ca. 6-7 Jahre.

          Man kann hinterher ja leider nicht sagen, ob es einem Hund mit Thyroxin besser gegangen wäre oder nicht, wenn er es nie bekommen hat. Ich weiß aber, da ich beides ausprobiert habe, dass es ohne schlechter wäre. Auch bei vielen meiner Kunden ist es ähnlich.

          Ohne es böse zu meinen, aber du weißt z.b auch nicht ob Hanusch mit Thyorxin besser gelebt hätte als ohne. Wenn seine Werte von Anfang an immer Grenzwertig waren, vor der EPI schon, weiß man nicht, ob es ihm nicht geholfen hätte. Es ist nicht böse gemeint und auch kein Vorwurf, hoffe du verstehst es nicht falsch.

          Es hätte ja sein können das die EPi weniger schlimm und einige andere Probleme nicht entstanden wären. Es ist was anderes wenn sie schon da sind.

          Es gibt auch genauso einige Hunde die niedrigere Werte haben, keine Symptome und Verhaltensauffälligkeiten, die brauchen es auch nicht, keine Frage.

          lg tina
          Liebe Grüße
          Tina mit der Eurasierhündin Kimba

          Kommentar


            #6
            Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
            Ohne es böse zu meinen, aber du weißt z.b auch nicht ob Hanusch mit Thyorxin besser gelebt hätte als ohne. Wenn seine Werte von Anfang an immer Grenzwertig waren, vor der EPI schon, weiß man nicht, ob es ihm nicht geholfen hätte. Es ist nicht böse gemeint und auch kein Vorwurf, hoffe du verstehst es nicht falsch.
            falls du mich meinst .. ich glaube, du verwechselst da was ... Hanusch gehört zu Anna und ich weiß über dessen Thyroxinwerte vor und mit Epi jetzt nichts

            Bei der AI Hashimoto kommt es durch die fortschreitende Gewebe Zerstörung der SD immer mal wieder zu einer Überdosierung mit Thyroxin, da bei der Zwerstörung des Gewebes immer wieder unkontrollierte Mengen an Schilddrüsen Hormonen frei werden.
            wie gesagt geht es hier nicht um die Hashimoto Th.
            allerdings gibt es hierzu auch einige Forschungsansätze, die die Hashimoto Th. als systemische Folgeerkrankung identifizieren, die aus einer anderen systemischen Erkrankung, die jahrelang subakut klinisch meist inapperent verläuft, resultiert, weil die betroffenen Patienten oft lange falsch behandelt worden sind ... schulmedizinisch gesehen symptomatisch, aber nicht ganzheitlich ... das alte Dilemma


            und ja, natürlich ist der Hund kein Mensch,
            er hat aber erstaunlicherweise mit dem Mensch so gut wie alle Zivilisationserkrankungen gemeinsam,
            und das macht den Hund wiederum so menschlich ... natürlich auch in medizinischer Hinsicht

            wären Hunde und Menschen wie zäh wie Kakerlaken und so manches Reptil, gäbe es das Forum wahrscheinlich nicht ... zumindest nicht in dieser Größe



            Sie hat eine NTI ...
            was sicher ausschließt, dass die SD-Hormon-Stoffwechselstörung aus einer primären SD-Gewebeerkrankung folgt ... die NTI ist das Symptom einer Dysregulation der SD-Funktion auf übergeordneter Ebene und im Regelkreislauf (Hypophyse, Hypothalamus, SD)

            es ist bei jeder erworbenen Erkrankung ein philosophisches Thema "was bedingt was ?" ..., denn ein Organ funktioniert irgendwann nicht mehr exakt, wenn auf biomolekularer Ebene lange chronische Schädigungen gesetzt worden sind, die das Gewebe irgendwann nicht mehr kompensieren kann (in- und extrinsische Toxine), im fortgeschrittenen Stadium sieht man organische Veränderungen (Entzündungen, Fibrosen, Tumore, Rezeptorstörungen ...)

            Bei allen nicht SD-organisch bedingten SD-Hormonstörungen liegt die Ursache schlichtweg woanders.
            Man kann immer "kosmetisch" mit Thyroxin behandeln, d.h. Defizit auffüllen, aber nicht weiter fragen, wo es eigentlich herkommt ... der Erfolg zeigt sich im SD-Profil und ggf. auch zunächst über die allg. schnelle positive Wirkung, hat aber , wie man heute weiß, langfristig auch sehr ungünstige Folgen.

            Darum gehen neue Therapieansätze dahin, dass man versucht, zu verstehen, warum ist Thyroxin und eine über Therapie erzeugte Euthyreose ggf. mittelfristig o. langfristig schädlich?

            Ein medizinischer Erklärungsansatz, der hier in Erwägung gezgen wird, stützt sich auf Erkenntnisse der mitochondrialen Medizin.
            Man identifiziert bei Patienten mit chronischen Krankheiten oder dauerhaftem Stoffwechselstress pathologische Veränderungen in den Mitochondrien, den Energiekraftwerken der Zellen, die die verschiedenen Energielieferanten in der Zelle verstoffwechseln. Da Mitochondrien ihre eigene DNA besitzen, die auch immer mütterlicherseits vererbt wird (die Eizellen beeinhalten viele Mitochondrien, die verschiedene DNA besitzen können, weshalb Mitochondrien in den Organen eines Organismus unterschiedlich sein können ... auch durch Mutationen), können über Mitochondriopathien alle Organe unterschiedlich betroffen sein.
            Mitochondriopathien können mütterlicherseits vererbt sein (treten bereits im Kindesalter sein) oder erworben sein. Ich stelle hierzu ein paar Links ein, ist einfach zu viel Stoff
            z.B. hier zu erworbene Mitochondriopathien, Nitrostress, chronische Erkrangen usw.
            http://naturheilpraxis-sh.de/index.p...d2c87325647cb4


            Nochmal zurück zu den ursächlich unklaren Hypothyreosen und dem V.a. Organdefekte auf Mitochondrienebene bezogen auf die Frage, was macht denn Thyroxin hier ggf. problematisch?

            Bei den erworbenen Mitochondriopathien wird krankheitsbedingt in den einzelnen Zellen ein Energiedefizit identifiziert, mit einem Überschuss an Stickstoffmonoxid (NO), das in der Zelle toxisch ist, und wodurch die Zellen und damit der Organkomplex geschädigt wird.
            Diese Probleme werden im Zusammenhang gesehen mit

            Im Einzelnen können folgende Indikationen auf eine mitochondriale Störung, bzw. auf nitrosativen Stress zurückzuführen sein:

            Stark beeinträchtiges Allgemeinbefinden
            chronische Müdigkeit, Erschöpfung, starker Leistungsabfall
            Konzentrationsstörungen, Migräne, Depressionen, Tinnitus

            Störungen des Immunsystems
            extreme Erschöpfung nach therapierten Infekten (viral oder bakteriell)
            extreme Erschöpfung im Rahmen eines persistierenden Infektes
            (insbesondere chronische Borreliose oder EBV)
            ausgeprägte Infektanfälligkeit
            Allergien

            Stoffwechselstörungen
            Vitamin B12-Mangelsymptome:
            Anämie, Neurologische Symptome (Gangunsicherheit, Parästhesien, Verwirrung, Gedächtnisschwäche, Psychosen), Glossitis, Gastritis, Obstipation, Arteriosklerose

            Cholesterinstoffwechselstörung:
            Fettstühle, Gallensteine, verminderte Sexualhormonbildung, Arteriosklerose
            Schilddrüsenunterfunktion: Hypotonie, Leistungsschwäche, Gewichtszunahme trotz verminderten Appetits, Verstopfung

            verminderte Katecholaminsynthese:
            Hypotonie, Durchblutungsstörungen, Parkinsonähnliche Symptome
            herabgesetzte Tryptophan-/Melatoninbildung: Schlafstörungen

            Neurologische Erkrankungen
            verminderte Dopaminsynthese: Parkinsonähnliche Symptome
            verminderte Tryptophan/Serotoninbildung: Depressionen, Angstzustände, Anstieg der Schmerzschwelle

            Störungen des Bewegungsapparates
            HWS-Syndrom
            chronische Entzündung von Gelenken oder Wirbelsäule

            Herabgesetzte Entgiftungsfunktion
            Infektanfälligkeit
            Atemwegserkrankungen
            Kreislaufstörungen
            Nierenfunktionsstörung
            Mitochondrailen Energiedefizite werden auf fehlende Vitamine, Mineralstoffe etc. bedingt und auf falsche Energielieferanten (z.B. zuviel Kohlehydrate), Zellgifte (Medikamente, Alkohol ...), Bakterien, Viren etc. zurück geführt.
            Die Zellen laufen durch chronische Belastungen bedingt im Prinzip immer mit dem letzten Tropfen Sprit, verausgaben sich völlig, die Schäden werden irreperabel ... es entsteht so eine Art zelluläres Burnout mit allen Folgen für das Organ.

            Ein heute grds. nicht entschlüsseltes Phänomen ist das Auftreten der Hypothreoten Stoffwechsellage bei chronischen Erkrankungen. Wieso fährt die gesunde SD die Hormonproduktion runter?
            Ggf. leider auch zu stark ...

            Die Medizin betrachtet das auch als physiologischen, systemischen Schutz des Organismus, allerdings funktioniert das tatsächlich nur solange gut, solange die Hypothyreose nicht selber zum Problem wird ... was nicht immer sofort so ist.


            Im erwachsenen Organismus steigern Thyroxin und Triiodthyronin (Hormone der Schilddrüse) die O2-Aufnahme der Mitochondrien und die Zellatmung durch Anregung der ATP-Synthase. Dadurch wird mehr ATP und auch mehr Wärme produziert. Auf diese Weise regeln die beiden Hormone den Grundumsatz
            http://www.biokurs.de/skripten/12/bs12-23.htm

            Das ist auch gut so,
            aber wenn Thyroxin nun seine eigentliche Aufgabe in energieverarmten Zellen versucht herzustellen, dann kollabiert die Zelle ...
            kennt ggf. der eine oder andere normale Läufer ... man ist 20 km gelaufen und plötzlich kommt man auf die Idee, die letzten 200 - 300 m einen Olympiasprint hinzulegen ... und da geht die Batterie manchmal sofort auf "leer" , man schafft die paar Meter in dem Tempo nicht, und hat sich ggf. durch den Sprintversuch zum Stehen gebracht, weil die Speicher zu leer sind. Auf weiterhin low-level wäre man hingegen trotz strapazierter Speicher gut ins Ziel gekommen ...
            heißt ... ggf. wirkt die Stoffwechselanregende Wirkung des Thyroxin kontraproduktiv.

            In diesem Zusammenhang sieht dieser Medizinzweig nun auf Therapieansätze, die vor dem Thyroxin stehen.
            Hinsichtlich des Nitrostress, der in chronisch geschädigten Zellen entsteht, ist z.B. bekannt, dass das Stickstoffmonoxid (NO) den Vitamin B-Stoffwechsel blockiert.
            Aus der Anästhesie ist aus der Praxis mit Lachgasnarkosen (Inaktivierung von Vitamin B durch N20) bekannt, dass nach nur 1 Vollnarkose mit N20 ein akuter Vitamin B-Mangel entstehen kann .. mit allen bekannten pathologischen Auswirkungen, diese Patienten wirken post-OP systemisch schwer krank, mit neurologischen Symptomen, schwere Anämie etc., alles plötzlich post-OP ...
            ich habe schon Patienten gesehen, die sich dann GsD innerhalb eines Tages mit Hochdosis Vit B-infusion komplett erholt haben

            Der noch junge Medizinzweig, der sich mit Mitochondriopathien beschäftigt, sieht nun diese Phanomene auf zellulärer Ebene ähnlich und empfiehlt in der Erkenntnis die Prüfung anderer Therapieansätze zur Unterstützung der Aufhebung des energetischen Defizits. was zugegeben nicht immer einfach ist ...

            aber das ist eben in der Medizin so, bei so komplex gesteuerten Organismen hift eine Pille eben meist nicht optimal, ja wenn Medizin eben mal so einfach wäre ...

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              #7
              falls du mich meinst .. ich glaube, du verwechselst da was ... Hanusch gehört zu Anna und ich weiß über dessen Thyroxinwerte vor und mit Epi jetzt nichts
              Ja sorry, ich meinte dich und deinen Hund Cyrus, dein Boxer, nicht Hanusch. Blöde, Namen und Hunde durcheinandergebracht. Es war keine Absicht.

              lg tina
              Zuletzt geändert von Tammy; 19.02.2013, 17:33.
              Liebe Grüße
              Tina mit der Eurasierhündin Kimba

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                #8
                In diesem Zusammenhang sieht dieser Medizinzweig nun auf Therapieansätze, die vor dem Thyroxin stehen.
                Das sollte eigentlich schon immer so sein, erst mal schauen ob Erkrankungen vorliegen, die Ernährung überdenken, die Mineralstoffe und Vitamine beachten, vor allem bei Hunden pos. trainieren und Entspannung konditionieren, schauen wie weit chronischer Stress und oder nitrosativer / oxitativer Stress vorliegt. Wenn das alles nichts Hilft dann wäre es sinnvoll. Der Erfolg beim Hund, sprich verbessertes Verhalten, entspannteres Leben, keine Erkrankungen und Wehwechen mehr, belastbarer, nicht mehr so Stressanfällig usw zeigt es mir einfach. Für mich war aber auch schon immer klar nicht beim ersten Blutwert der niedrig ist sofort zu substituieren.

                Und somit ist es bei vielen Sinnvoll. Bei Kimbi wurde alles vorher behandelt und ausgeschöpft, gerade mitochondriale Störungen usw. Meine THP hat das damals auch alles erzählt, getestet, behandelt und erklärt, aber selbst sie kam zum Entschluss Thyroxin ist ab und an sinnvoll.

                Ich schaue mir den Hund und sein Verhalten an, dann weiß ich was ihr gut tut und was nicht. Klar, es geht um Langzeitprobleme, aber Kimbi wird nun 10 und macht es seit 10 Jahren mit. Es geht ihr von Jahr zu Jahr besser. Sie ist mit ihren 10 Jahren fitter als manch anderer gesunder Hund. Ja wir haben auch Rückschritte, wegen OP-Narkose usw., aber selbst das haben wir hinteruns gelassen, aber ohne Thyroxin haben so einige Hunde keine Change.

                LG tina



                Liebe Grüße
                Tina mit der Eurasierhündin Kimba

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                  #9
                  Das ist eine hochinteressante Unterhaltung, wenn ich auch in der Kürze der Zeit nicht alles lesen konnte

                  Ich hab selbst einen Hund, der auf meinen Wunsch hin seit 2 Jahren mit Thyroxin behandelt wird, obwohl seine SD-Werte eher grenzwertig sind. Nebenbei bekommt er immer wieder Homöopathische Q-Potenzen. Beides wirkt mal mehr und mal weniger gut. Ich habe auch immer mal versucht, das Thyroxin auszuschleichen, was katastrophale psychische Wirkung zeigt. Er hat immer wieder Spitzen, die man durch nichts abfangen kann. Dann dreht er total am Rad und steht so unter Spannung, dass er nicht zu beruhigen oder umzulenken ist.

                  Da ich selbt seit Jahren THP bin, fällt es mir immer wieder schwer die Problematik zu akzeptieren. Gleichzeitig weiß ich aber auch durch einige Jahre Arbeit in einer TA-Praxis, dass man hier auch nicht mit Schema-F weiterkommt. Es ist eine verdammt harte Angelegenheit, die ne Menge Fingerspitzengefühl, Beobachtung und richtiges Handeln in Extremsituationen erfordert. Und ich hab hier über die Jahre gelernt, dass man mit Homöopathie allein auch nicht jeden Fall hinbekommen kann. Und allein mit Schulmedizin genau so wenig...

                  Gruß
                  Claudia

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                    #10
                    Zitat von Tammy Beitrag anzeigen
                    Ja sorry, ich meinte dich und deinen Hund Cyrus, dein Boxer, nicht Hanusch. Blöde, Namen und Hunde durcheinandergebracht. Es war keine Absicht.

                    lg tina
                    ach so
                    die SD-Werte von Cyrus sind ohne Hormone gut, er hatte in den letzten Jahren ab und an nach schweren Serien lt Labor V.a. NTI, die Ergebnisse der letzten SD-Kontrolle waren z.B. wieder normal
                    unser Problem ist nicht die SD, die Ursache für die Epi kann ich hier leider nicht erkennen, was ja fast schade ist, denn dann hätten wir eine andere Lösung gehabt
                    Wg der Epi müssen wir das Thyroxin ja immer im Blick haben, das Pheno hat einen senkenden Effekt,
                    Cyrus bekommt unregelmäßig als Supplement 50mgr Jodid, um die Thyroxin-Produktion zu unterstützen, in den Dosierungen ist das sozusagen hömopathisch über Fischmahlzeiten bekäme er mehr Jod zugeführt ... Selen bekommt er über die Nahrung

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                      #11
                      Hallo zusammen! Ich will mal hier anknüpfen, da für mich das Thema SDU bei Autoimmunkrankheit gerade aktuell ist.
                      Meine Hündin hat eine noch eher "leichtere" Form von SDU. Habe den T4 Wert bei jedem Blutbild mitmachen lassen und er sinkt seit einiger Zeit. Vor zwei Jahren war er noch bei 1,5
                      Anfang des Jahres war er bei 0,7.
                      Meine TÄ gehört auch eher zu den "Vorsichtigeren" und meinte: Beobachten.
                      Vor zwei Wochen habe ich dann ein SD Profil machen lassen:
                      T4 0,8 (1.0-4.0)
                      T3 0,5 (0.6-3.7)
                      TSH 0,17 (<0.5)
                      Was sie natürlich auch stutzig machte ist, dass der TSH Wert nicht erhöht ist. Da aber alle anderen Werte des großen Blutbildes top waren, meinte sie, dass sie das jetzt einfach mal beobachten wolle, aber trotzdem einen Behandlungsversucht mit Forthyron machen möchte.
                      Meine Hündin hat nicht direkt Symptome. Sie ist schon ab und zu ein wenig schlapp und auch eher eine von der nachdenklichen /schwermütigen Sorte (Ignatia-Typ ) Aber für mich alles noch im Rahmen.
                      Sie ist jetzt 12 und hat Probleme mit dem Bewegungsapparat (leichte Arthrose hinten rechts und dadurch Überbelastung vorne links) und ansonsten hat sie eben seit 6 Jahren ihre SLO, die wir aber mit Omega 3 und Katzenkralle ganz gut im Griff haben. Cortison hat sie deshalb zum Glück noch nie gebraucht, ab und zu mal über ein zwei Tage eine Schmerztablette, wenn wieder aktuell eine Kralle abgeht und damit hat es sich.
                      Ich bin jetzt natürlich schwer hin und her gerissen, ob ich das Forthyron überhaupt geben soll. Insbesondere, nachdem ich hier die Zusammenfassung von Cyrus gelesen habe.
                      Kann denn der niedrige SD Wert mit der Autoimmunkrankheit zusammen hängen???

                      Ich habe jetzt erst mal bei Galina Roth angerufen. Sie ist ganzheitliche TÄ und habe ihr die Lage geschildert. Sie konnte mir aber auch nicht sagen, ob es da einen Zusammenhang gibt.

                      Von ihr habe ich nun folgenden Behandlungspla:
                      Ubichinon Comp. / Coenzym Comp. / Glandula thyroidea / Lymphomyosot
                      alles von Firma Heel.

                      Zusätzlich ist es so, dass ich selbst auch eine latente SDU habe und gerade mit meiner Heilpraktikerin dran bin, das Thyroxin wieder loszuwerden. Ich ein halbes Jahr eine Mini-Dosis Thyroxin genommen (12µg) und hatte ganz krasse Nebenwirkungen: Trockenes Auge (stechende Schmerzen) und Pigmentverfärbungen im Gesicht (plötzlich Sommersprossen wo ich NIE welche hatte)
                      Ich selbst bekomme deswegen:
                      Jodid, Depyrol (Kind) bzw. wenn das leer ist steige ich um auf Core von der Firma BioPure, und Mucedokehl Tropfen.

                      Nun frage ich mich, ob ich denn meiner Hündin ebenfalls Jodid geben soll?? Cyrus schrieb von 50mg. Das könnte ich von mir abzweigen. Mucedokehl wohl eher nicht, da sie ja das Glandula bekommt. Aber Core vielleicht?
                      Da ist drin:
                      Tagesdosis: 4 Tbl:
                      Vit. B6 (aktiv P-5-P) 24,8 mg
                      Biotin 8 mcg
                      Magnesium 88 mg
                      Zink 40 mg
                      Mangan 7,2 mg
                      Molybdän 400 mcg
                      Chrom 130 mcg
                      Taurin 85 mg

                      Ich würde einfach gerne neben der homöopath. Schiene auch gerne noch etwas orthomolekular machen. Habe mit der Kombi aus beidem bislang immer gute Erfahrungen bei mir selbst und meinen Tieren gemacht.

                      Was denkt ihr??
                      Viele Grüße von Conny mit Zoo

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                        #12
                        Ach ja, zu meinem eigenen Behandlungsplan gehört noch hochdosiert Borretsch und Nachtkerzenöl wegen der Gamma-Linolensäure.
                        Mein Hund bekommt das Omega 3-6-9 Öl aus Swanies Shop.
                        Viele Grüße von Conny mit Zoo

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                          #13
                          Hallo,

                          eine unbehandelte SD-U kann genauso zu Probleme führen wie eine Behandlung wohl keine Sd-U vorliegt. Eine unbehandelte Sd-U kann u.a zu Leber- und Herzprobleme führen, sowie allgemein Organprobleme, Magen-Darm- Verhaltesnauffälligkeiten, Lahmheiten, Hautprobleme usw.

                          Eine vernünftige SD-Diagnostik beinhaltet u.a auch die ft4 und ft3 Werte.
                          Bei über 30 % der Hunde mit SD-U liegt ein niedriger TSH Wert vor, der alleine sagt somit leider nicht viel aus.

                          Die Frage wäre erst mal ob überhaupt eine primäre / autoimmune SD-U vorliegt.
                          Gibt es Symptome?
                          Was fütterst du? - Gibt es Jod und wie viel?
                          Sind die anderen Nährstoffe die der Körper für die Hormonbildung benötigt ausreichend da?

                          Oft liegt auch eine NTI vor, das sollte vorab abgeklärt werden.
                          Liebe Grüße
                          Tina mit der Eurasierhündin Kimba

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                            #14
                            Hallo Tammy,
                            danke für die rasche Antwort.
                            Wie du oben siehst, hat meine TÄ ja T3, T4 und TSH gemacht.
                            Anhand des niedrigen TSH Werts liegt ja die Vermutung nahe, dass es sich um eine sekundäre SDU handelt. Meine Frage ist ja gerade deshalb: Kann eine Autoimmunkrankheit, wie die SLO denn zu einer sekundären SDU führen?? Weil Cyrus ja weiter oben schreibt, dass Autoimmunerkrankungen oft später zu einer SDU führen. Vielleicht auch die SLO??
                            Viele Grüße von Conny mit Zoo

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                              #15
                              Wie du oben siehst, hat meine TÄ ja T3, T4 und TSH gemacht.
                              Anhand des niedrigen TSH Werts liegt ja die Vermutung nahe, dass es sich um eine sekundäre SDU handelt. Meine Frage ist ja gerade deshalb: Kann eine Autoimmunkrankheit, wie die SLO denn zu einer sekundären SDU führen?? Weil Cyrus ja weiter oben schreibt, dass Autoimmunerkrankungen oft später zu einer SDU führen. Vielleicht auch die SLO?? _
                              Es geht nicht um t4 sondern um ft4, das ist das aktive - freie Thyroxin.

                              Nur weil der TSH Wert niedrig ist muss es sich nicht um eine sekundäre SD-U handeln, da wäre die Hypophyse betroffen. Über 30 % der Hunde mit primären SD-U weisen auch niedrige TSH-Werte auf.

                              Autoimmunerkrankungen können zu weiteren AI´s führen u.a zur autoimmunen SD-U.
                              Liebe Grüße
                              Tina mit der Eurasierhündin Kimba

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