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Mäusegift auf deutschen Feldern

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    Mäusegift auf deutschen Feldern

    im heutigen Hessentext #117

    Hessens Bauern fürchten angesichts der sich ungewöhnlich stark vermehrenden Feldmaus um ihre frische Raps-Saat.
    ...
    Das Umweltministerium erwägt - wie in anderen Bundesländern schon geschehen - die Notfallzulassung eines Mäusegifts.
    Der Bauernverband begrüßt dies.


    Passt auf Eure Hunde auf!
    viele Grüße
    Silvia

    #2
    Danke für die Info!

    Steht da noch was genaueres? Also ab wann und wo das Gift verwendet werden soll und ob die Felder gekennzeichnet werden?
    Liebe Grüße von
    Jelka, Emma und Dickmann

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      #3
      Wenn ich genauere Informationen hätte, hätte ich sie Euch mitgeteilt.

      Man kann das sicher in den Umwelt- oder Landwirtschaftsministerien erfahren.
      viele Grüße
      Silvia

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        #4
        Ich hab diesbezüglich vor ein paar Jahren mal recherchiert, da war es so dass Mäusegift generell nicht offen ausgebracht werden durfte.
        Es musste mittels einer Stange direkt in die Gänge der Mäuse eingebracht werden um andere Tiere (vor allem Vögel) nicht zu gefährden.

        Keine Ahnung ob das jetzt noch so ist und ob sich alle dran halten...

        LG
        Regina
        Liebe Grüße von Regina mit Pico. Kara, Suc und Lili für immer im Herzen.

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          #5
          Mag ja sein das andere Tiere nicht an die Giftköder kommen, aber sie fressen die vergifteten Mäuse. Dabei denke ich jetzt nicht unbedingt an Hunde oder Katzen. Bei uns lebt eine Storchenfamilie die so gut wie täglich die abgemähten Wiesen nach Mäusen und Co. durchsucht
          Gruß
          Daniela+SammyTier

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            #6
            Die Mäuse, die dieses Gift fressen, turnen selten noch draussen herum. Und wenn ein Beutegreifer maaal eine davon erwischt, sollte das nicht gleich lebensgefährlich für ihn werden. Das Gift wird entweder mittels eines Rohres in die Gänge eingebracht oder mit einer Art Pistole mit Druckluft hinein geschossen. Die Mäuse müssen mehrmals davon fressen um zu sterben. Und wenn sie unterirdisch "Futter" haben, laufen sie ja nicht draussen herum um welches zu suchen. Sie fühlen sich nach mehrmaligem von den Gift fressen immer schlapper und verenden dann irgendwann unter der Erde in ihrem Bau.

            Die Einzeldosis, die eine Maus in ihrem Verdauungstrakt mit sich herum trägt, reicht nicht aus um eine Katze, einen Fuchs, einen Storch, einen Greifvogel ernsthaft zu gefährden.

            Wir haben letztes und dieses Jahr auf diese Weise auf unserem Übungsplatz mehrfach Mäuse bekämpft (die Löcher wurden so zahlreich und tief, teilweise ist man eingebrochen, dass es sonst zu gefährlich geworden wäre für Hund und Mensch). Unserer Hundeplatzkatze, die am Tag zig Mäuse fängt und die meisten davon frisst, geht es prima. Den Krähen und Elstern, die täglich dankenswerterweise meine allmorgentlichen "Geschenke" von der Treppe räumen, ebenfalls. Und unserem Turmfalken-, Bussard- und Milanpärchen auch.

            Diese Art der Nagerbekämpfung halte ich für die unbedenklichste überhaupt. Ausser man lässt seinen Hund nach Mäusen graben, dabei könnte ein sehr verfressener Hund etwas von dem Gift direkt aufnehmen (aber man sollte seinen Hund ja eh nicht auf Wiesen und Feldern graben lassen). Sehr viel höher schätze ich die Belastung unserer Hunde und auch Wildtiere durch Spritzmittel ein.
            »Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.«
            Albert Einstein

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              #7
              Mäuseplage: Umweltministerien nehmen die Vergiftung von geschützten Tierarten in Kauf
              http://www.wildtierschutz-deutschlan...ehmen-die.html
              Freundliche Grüße Kerstin
              Ich komme aus Ironien, das liegt an der sarkastischen Grenze. Wenn ihr mich sucht, ich steh im Lexikon unter: Provokant, biestig und ironisch.

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                #8
                ...
                Zuletzt geändert von vizsla; 07.06.2022, 11:44.

                Kommentar


                  #9
                  @Waschbaer, danke für die Aufklärung!

                  In meinem Viertel wurde/wird großräumig Rattengift ausgebracht und ich habe schon einige tote Ratten gesehen. Zwei musste ich Layla aus dem Maul nehmen, eine war schon in Auflösung begriffen.

                  Wenn ich jetzt von Mäuse- oder Rattengift auf meinen Wegen lese, bricht mir der Schweiß aus.

                  Gut zu wissen, dass das eine Überreaktion ist.

                  viele Grüße
                  Silvia

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                    #10
                    Zitat von vizsla Beitrag anzeigen
                    tag täglich legen nicht landwirte ratten und mäusegift aus um ihren garten/haus/wohnung/laube/stall von dem "ungeziefer" frei zu halten.
                    Meines Wissens darf Ratten- und Mäusegift grundsätzlich nur so ausgelegt werden, dass keine anderen Tiere dadurch zu Schaden kommen. Normalerweise dürfen Landwirte Gift ausbringen, ohne das es einer "Notfallzulassung" bedarf. Wie von Antje beschrieben: Das Gift kommt direkt in die Mäuselöcher, so dass es wirklich nur die Mäuse trifft.

                    Aber bei der jetztigen Notfallzulassung geht es augenscheinlich nicht um diese übliche Praxis sondern um offen auf den Feldern ausgestreutes Gift. Eine solche Notfallmaßnahme war letztes Jahr schon mal im Gespräch, weil manche Bauern (nicht zu Unrecht) meinten, dass bei derart vielen Mäuselöchern das Einbringen einfach nicht mehr machbar ist. Es gab auch schon vor einigen Jahren (google sagt: z.B. 2012) eine solche Notfallzulassung.

                    Ich verstehe das Problem der Bauern. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass das offene Ausstreuen nun wieder genehmigt wurde, denn das Risiko von offen ausliegendem Gift für alle möglichen Tiere ist mir einfach zu hoch.
                    Liebe Grüße
                    Petra mit Dina und Mottensternchen

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                      #11
                      Zitat von Selkie Beitrag anzeigen
                      Meines Wissens darf Ratten- und Mäusegift immer nur so ausgelegt werden, dass keine anderen Tiere dadurch zu Schaden kommen. Normalerweise dürfen Landwirte Gift genauso auslegen, ohne das es einer "Notfallzulassung" bedarf. Wie von Antje beschrieben: Das Gift kommt direkt in die Mäuselöcher, so dass es wirklich nur die Mäuse trifft.

                      Aber bei der jetztigen Notfallzulassung geht es eben nicht um diese übliche Praxis sondern um offen auf den Feldern ausgestreutes Gift. Eine solche Notfallmaßnahme war letztes Jahr schon mal im Gespräch, weil manche Bauern (nicht zu Unrecht) meinten, dass bei derart vielen Mäuselöchern das Einbringen einfach nicht mehr machbar ist.

                      Ich verstehe das Problem der Bauern. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass das offene Ausstreuen nun genehmigt wurde, denn das Risiko von offen ausliegendem Gift für alle möglichen Tiere ist mir einfach zu hoch.
                      Das hatte ich mir auch gedacht und habe mich nur zu gerne beruhigen lassen. Ach Mensch.

                      Wie wirkt denn Mäusegift? Auch so zeitverzögert wie Rattengift?
                      viele Grüße
                      Silvia

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                        #12
                        Zitat von Brocky Beitrag anzeigen
                        Wie wirkt denn Mäusegift? Auch so zeitverzögert wie Rattengift?
                        Meines Wissens ja.

                        Mach dich nicht verrückt (Vorsicht ist natürlich immer angebracht ), die Genehmigung zum flächigen Ausbringen wird nach allem was ich dazu finden konnte nur für wenige, besonders stark betroffene Flächen erteilt und die meisten Mäuse sterben wahrscheinlich trotzdem in ihren Löchern. Für andere Pflanzenfresser ist das Risiko anscheinend beachtlich. Berichte über vergiftete Beutegreifer habe ich nicht gefunden.
                        Liebe Grüße
                        Petra mit Dina und Mottensternchen

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                          #13
                          ...
                          Zuletzt geändert von vizsla; 07.06.2022, 13:55.

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                            #14
                            Zitat von Selkie Beitrag anzeigen
                            Berichte über vergiftete Beutegreifer habe ich nicht gefunden.
                            Hoffentlich ist das so. In Gedanken sehe ich schon überall tote Vögel und Füchse liegen
                            Freundliche Grüße Kerstin
                            Ich komme aus Ironien, das liegt an der sarkastischen Grenze. Wenn ihr mich sucht, ich steh im Lexikon unter: Provokant, biestig und ironisch.

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                              #15
                              Zitat von Chaot Beitrag anzeigen
                              Hoffentlich ist das so. In Gedanken sehe ich schon überall tote Vögel und Füchse liegen
                              Diese toten Seeadler hatten wohl auch jemanden "gestört", denn per Zufall sind sie ja dem Anschein nach nicht vergiftet worden:

                              http://www.ndr.de/nachrichten/schles...eadler284.html

                              Vielleicht hatten die Vögel sich an Kaninchen/Hasen vergriffen? Schade um diese schönen Tiere
                              Liebe Grüße
                              von Petra und Mika dem kleinen Japaner sowie Kid ganz fest im Herzen!

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