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Hüftdysplasie - genetisch oder fütterungsbedingt?

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    Hüftdysplasie - genetisch oder fütterungsbedingt?

    Hallo,
    der Berner Senenhund einer Bekannten wurde ab der 10.Woche gebarft. Er bekam Fleisch/Gemüse etc. im Verhältnis von 80%/20%. Der Anteil RFK war 15%.
    Dazu das Übliche: verschiedene Öle Quark auch mal Haferflocken, Kartoffel - eben abwechslungsreich. Als Knochen gab es täglich Hähnchenhälse, 2 x wöchentlich ganze Eier (mit Schale) und 1 x wöchentlich Kalbsbrustbein
    Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings nicht, dass Hühnerhälse wesentlich weniger Calcium enthalten als Brustbein, sprich: der Welpe hat eigentlich etwas zu wenig Calcium bekommen.
    Ab dem 5. Monat wurde dann ergänzt mit einem Mineralfutter-Ergänzer (mit Calcium, Vitamin A und anderen Spurenelementen)
    ab dem 6.Monat wurde eine schwere HD festgestellt.
    Die Frage, die mich kaum noch schlafen lässt: kann die HD reinweg durch den zu geringen Calcium-Anteil entstanden sein? Oder muss eine genetische Veranlagung vorgelegen haben?
    Laut dem Züchter gibt es keine HD-Fälle in seiner Zucht und das glaube ich ihm auch.
    Danke für Eure Antworten!

    #2
    Finde ich sehr schwierig, aber schaut doch mal die Linien durch...es kann durchaus in der 4. Linie ne D-Hüfte dabei sein..HD kann immer wieder durch kommen.
    Wenn der Züchter sagt er hat keine, kann ich das kaum glauben, da man ja die Welpen mit einem Jahr in der Regel als normaler Besitzer nicht röntgen lässt und somit überprüft. Er kann höchstens sagen, dass ihm nichts bekannt ist.Aber die Papiere der Zuchthunde kann ja nachverfolgt werden (sofern welche vorhanden, aber deshalb hat man ja eigentlich ne Zucht mit Papieren).
    Alles Libe für den Hund- warum lässt es dich kaum schlafen, wenn es der Hund deiner Bekannten ist ?Sie hätte sich doch anständig informieren müssen, wenn sie einen Welpen barft...
    lieben Gruß Mona mit Tosca, Joy, Shani und Katze Enya

    www. gekreuzsiegt.de

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      #3
      Da können viele Ursachen eine Rolle spielen.....
      Bei den Knochen kommt es auf die Menge an, da können natürlich auch Geflügelknochen ausreichend sein, man muss nur genug davon füttern.
      Aber auch ein Zuviel an Calcium ist nicht gut.
      Ebenso kommt es auf den Energiegehalt des Futter an, ist er schnell gewachsen oder langsam und schön gleichmäßig?
      Wie sah das Bewegungspensum aus? Auch da kann man viel falsch machen.

      Und, wie sicher ist die Diagnose? Bei einem 6 Monate alten Hund wundert mich das etwas....... oder ist er Pennhip geröngt worden?
      Allerdings haben Berner schon eine relativ hohe HD-Rate.... ich habe gerade etwas von über 50% gelesen.......
      LG, Anne mit Buster aka Harry und Schwiegermutters Lombard

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        #4
        Zitat von Montosc Beitrag anzeigen
        Alles Libe für den Hund- warum lässt es dich kaum schlafen, wenn es der Hund deiner Bekannten ist ?Sie hätte sich doch anständig informieren müssen, wenn sie einen Welpen barft...
        Was mich nicht schlafen lässt ist, dass ich ihr gesagt habe, was sie füttern kann - und ich bin halt von 15% Knochen ausgegangen, nicht wissend, dass es da Unterschiede im Calciumgehalt gibt...

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          #5
          Er ist übrigens langsam gewachsen und gleichmäßig - da habe ich mein Hauptaugenmerk gerichtet und sah immer gut aus - bis er anfing, komisch zu laufen bzw. ungern zu laufen...Ich weiß nicht wie er geröntgt wurde

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            #6
            Das ist natürlich blöd..... bei Geflügelknochen kommt man mit 15% nicht aus. Und schon gar nicht bei einem so großen Hund im Wachstum.......

            Weißt du was zum Bewegungspensum? Treppensteigen, Sprünge etc?

            Aber bevor du dir da jetzt weiter den Kopf zerbrichst, solltest du wissen, wer wie geröngt und das Bild ausgewertet hat und ob die Diagnose so stimmt. Da hat es schon die dollsten Geschichten gegeben.......

            Wenn ich das richtig verstehe ist er noch im Wachstum, oder!? Dann sollte aber jetzt die Ernährung passen und, wie schon gesagt, beim Calcium hilft viel nicht viel...... Hühnerhälse, Brustbein, Eierschalen und ein Supplement können u.U. auch zu viel des guten sein. Da wäre es vielleicht gut, jemanden zu fragen, der Erfahrung mit der Aufzucht von großen Hunden hat, bzw. mit dem Erstellen von Futterplänen.
            Im Grunde sollten Knochen jetzt ausreichen, wenn die Menge und die Zusammensetzung stimmt. Ein so großer Hund braucht ja nicht nur Hühnerhälse

            Allerdings würde ich mich da nicht nur am Calcium festbeißen...... erstmal rausfinden, ob die Diagnose stimmt (kann sie in dem Alter überhaupt stimmen?) und wie der Hund bewegt wird.
            Und dann kann man weitersehen und gucken, wie man den Hund unterstützen kann.
            LG, Anne mit Buster aka Harry und Schwiegermutters Lombard

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              #7
              Zu Deiner Beruhigung: Einem Hund füttert man keine schwere HD an durch etwas zu wenig Calcium in der Ration. Wenn die Ernährung nicht ausgewogen war, dann kann das später vielleicht eine, maximal zwei Stufen Unterschied in der Beurteilung aus machen. Aber nicht "von 0 auf 100" (d.h. von HD-frei = A-Hüfte zu HD-schwer = D-Hüfte).

              Dr. Beuing (das ist der "Papa der Zuchtwertschätzungen in der Hundezucht") beziffert den Anteil der genetischen Komponente bei HD, im Vergleich zu Umwelteinflüssen, auf 20 bis 80%. Wobei er sagte dass das von Rasse zu Rasse differenzieren kann. Bei einigen Rassen beeinflussen genetische Komponenten Fehlbildungen der Hüfte nur zu ca. 20%, während 80% der Einflüsse umweltbedingt sind. Bei anderen ist es genau umgekehrt. Und viele Rassen liegen irgendwo dazwischen. Den Dt. Schäferhund setzt er dabei ans eine Ende (20% genetisch-/80% umweltbedingt) und die grossen Molosserrassen ans andere Ende (80% genetisch-/20% umweltbedingt).

              Wobei aber auch genetisch bedingte Komponenten zu den Umweltfaktoren zählen. Z.B. die gentische Veranlagung zu Größe bzw. Gewicht. Denn je mehr Gewicht eine Hüfte tragen muss, desto eher kommt es im Wachstum zu Fehlentwicklungen, oder im Alter zur Arthrosen. Aber die Genetik, die für das Großenwachstum zuständig ist, beeinflusst ja nicht direkt die Ausbildung der Gelenke. Deswegen zählt sie in Bezug auf die Hüftentwicklung zu den Umweltkomponenten, und nicht zu den gentischen.

              Die Aussage des Züchters ist relativ. Wie viele Würfe hat er bereits gezüchtet? Welcher Prozentsatz seiner Welpen wurde ausgewertet? Was ist für ihn überhaupt eine "HD-freie Hüfte"? (Manch einer zählt da auch noch die C-Hüften mit dazu, weil man mit denen noch züchten darf...). Und selbst wenn ein Züchter bisher das grosse Glück hatte dass seine Nachtzucht komplett saubere Hüften hatte: Mit jedem Deckakt holt man sich üebr den Deckrüden eine "fremde Genetik" ins Haus. Von daher kann ein Züchter nicht ausschliessen dass auch er irgendwann mal HD-betroffene Hunde in seinen Würfen haben wird.

              In welchem Verband wurde der Welpe denn gezüchtet? In einigen Verbänden gibt es eine HD-Zuchtwertschätzung. Interessant wären die Zuchtwerte der Eltern, die HD-Befunde der Vorfahren bis in die 4./5. Generation, die Befunde der Wurfgeschwister dieser Vorfahren, die Befunde evtl. bereits vorhandener Nachzucht der Eltern etc.



              »Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.«
              Albert Einstein

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                #8
                Zitat von Campus Beitrag anzeigen
                Laut dem Züchter gibt es keine HD-Fälle in seiner Zucht und das glaube ich ihm auch.
                Die Zuchttiere sollten ja auch je nach Zuchtordnung der Rasse (gehe jetzt vom VDH aus) keine ausschließende HD aufweisen. Außerhalb des VDH wage ich keine Aussage. :-)
                Aber frag mal deinen Züchter, wie viele seiner Nachkommen(bzw Geschwister der Zuchthunde, Halbgeschwister u.s.w) geröntgt sind. Im VDH gibt es für viele Rassen das Dogbase, da kann ein Züchter dann alles rausziehen.
                Da kann die Prozentzahl schon sehr niedrig sein und ist demzufolge nicht unbedingt aussagekräftig. Es gibt aber auch Züchter die eine hohe Rate an Nachzuchthunden auf HD geröntgt hat.
                Da ist das dann schon aussagekräftiger.
                Ich habe gerade gelesen, das die Berner auch mit einer C Hüfte züchten können. Das ist meines Wissens schon leichte HD. :-(
                Auch kann bis jetzt in der Aufzucht schon einiges schief gelaufen sein. Berner werden große schwere Hunde, da kann eine Überlastung im Junghundalter schon enorme Folgen haben.
                Und auch andere Gelenke betreffen.
                Ist der TA versiert in HD Röntgen? Mit oder ohne Narkose?

                Was ich auch nicht so ganz verstehe. Warum hat sich deine Bekannte auf deine Aussagen verlassen. Wenn ich einen Welpen einer großen Rasse Frischfüttern möchte sollte ich mir selber Wissen aneignen.
                Denn Welpen großer Rassen sind nicht so easy aufzuziehen.
                Ich wäre jedenfalls so. Bitte nicht böse sein.

                LG







                LG


                In einer idealen Welt hätte jeder Hund ein Heim und jedes Heim einen Hund
                (aus Griechenland)

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                  #9
                  Laut Frau Dr. Eichelberg ist HD 90 % Zuchtbedingt d.h. der Züchter hat die Verantwortung eine verantwortungsbewusste Anpaarung 10% HH und Ernährung .....
                  Bei meinem A-Wurf hab ab der 5. Lebenswoche moderat Mikromineralien und Eierschalenpulver gegeben bzw. Geb es tgl. Allen meinen Hunden ....
                  Auch meine Welpeneltern geben ihren Junghunden es auch weiterhin ....

                  Aus meinem letzten traurigen Wurf ,hat eine Hündin HD C trotz derselben Verpaarung ....Ebrnfalss Züchterin ,nur Jette bekam zu Barf k e i n e weiteren Zusätze oder Calcium und die Aufzucht der Welpen waren ebenfalls Desolat .....will heißen diese Welpen wurden nur notdürftig versorgt und bekamen nur moderat zu fressen ....Bitte keine Fragen wieso warum ,der Fall schlug 2014 hohe Wellen ,jetzt ist es vorbei und ich will nichts mehr dazu sagen ....
                  Lg Ute & Wölfe

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                    #10
                    (Leider ist meine letzte Antwort im Nirwana des Web verschwunden....also nochmal):


                    Danke für Eure Antworten.
                    Wie der Welpe geröntgt wurde weiß ich nicht. Das ganze ist jetzt ca. 1 Jahr her. Er ist jetzt ca. 1,5 Jahre alt. Nach dem Röntgen und Befund wurde er damals vom TA auf ein TroFu für dieses Problem umgestellt, das sollte ihm helfen. Ansonsten mäßige aber regelmäßige Bewegung zum Muskelaufbau und kein wildes toben. Man sieht ihm aber an, dass er ein Problem mit der Hüfte hat, er läuft irgendwie unrund. So weit ich weiß wurde er nicht mehr geröntgt.
                    Im Welpenalter war er in der Welpenspielstunde, ist dort viel rumgeflitzt und hat sich dort mal "vertreten" ansonsten keine Treppen, ins Auto wurde er gehoben.
                    Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass innerhalb weniger Wochen eine nicht optimale Calciumversorgung zu schwerer HD führt. (Es ist ja nicht so, dass gar kein Calcium zugeführt wurde) Zumal im 6./7.Monat ja schon umgestellt wurde erst durchzufüttern von Mineralergänzer und später auf das spezielle TroFu. Das es Auswirkungen haben kann verstehe ich, aber so gravierend? Das ist es, was mich so irritiert und wo ich überlege, ob da nicht eine genetische Komponente dazu beigetragen hat...

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                      #11
                      Für mich wäre wichtig, wie qualifiziert der Tierarzt ist, der geröntgt und ausgewertet hat. Wurde digital geröntgt oder nicht, war die Sedierung ausreichend bzw. tief genug, wie ist der Norwig-Winkel. Mitten im Wachstum HD zu Röntgen finde ich nicht sehr aussagefähig.
                      Viele Grüße
                      Ingrid und die Breitenbachtaler

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                        #12
                        Wurde er mal einem Osteopathen vorgestellt? Gerade bei großen Rassen verschiebt sich da schnell mal was, was man auf einem Röntgenbild aber nicht sieht. Außerdem führen Schmerzen automatisch zu einer Schonhaltung und die zu weiteren Schmerzen.
                        Alles Gute für den "Kleinen"
                        Liebe Grüße
                        Marlene

                        Das Leben ist schön, obwohl alles
                        dagegen spricht

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                          #13
                          Es gibt Fälle, in denen bereits ein Röntgenbild im Alter von 6 Monate zeigt was Sache ist. Da kann man dann auch nix mehr schön reden. Zudem zeigt der Hund ja jetzt schon in sehr jungem Alter Symptome. Es ist nun mal so dass schwere HD beim Berner auftreten kann, und das gar nicht mal so selten. Und natürlich gibt es dafür eine genetische Grundlage. Wenn es anders wäre, dann würde der Zuchtverband kein teures Zuchtwertverfahren finanzieren. Nochmal: Alleine durch etwas zu wenig Calcium füttert man aus einer A-Hüfte ( = HD-frei) keine D-Hüfte ( = schwere HD). Vielleicht hätte der Hund bei absolut optimaler Fütterung und Aufzucht/Haltung eine etwas bessere HD-Form. Aber HD-frei ( = A-Hüfte) wäre er bestimmt nicht gewesen.
                          »Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.«
                          Albert Einstein

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                            #14
                            Hat der TA mir auch bei Amor bestätigt,.Bei ihm wurd auch mit 6 Monaten schwere HD,OCD und Panostitis festgestellt.Die anderen Wurfgeschwister sind anscheinend alle ok.Ich habe damals von Trofu auf Barf umgestellt.Man sieht heute,wenn er läuft, dass er nach ein paar Kilometern anfängt zu schlängeln, aber seinen Bewegungsdrang bremst das nicht.
                            Alles Liebe
                            Gisele ,Jacky,Paris,Amor

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                              #15
                              Zitat von Campus Beitrag anzeigen
                              ...Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass innerhalb weniger Wochen eine nicht optimale Calciumversorgung zu schwerer HD führt. ...

                              Das kann ich mir auch überhaupt nicht vorstellen und "den Schuh würde ich mir an Deiner Stelle auch nicht anziehen".

                              Wenn es so einfach wäre, dann hätten absolut alle Straßenhunde eine schwere HD ... und die kommen schon unter schlechteren Voraussetzungen auf die Welt.





                              Zuletzt geändert von Lissy Val; 07.09.2017, 12:45.

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